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Aus der Drogerie hatte ich mir spontan eine Anti-Hornhaut Fußmaske in Sockenform mitgebracht. Das es sowas gibt, hatte ich schon gehört. Aber ausprobiert hatte ich sie noch nie.
Da ich wirklich viel zufuß gehe, barfuß laufe und wandere, hab ich schon gut Hornhaut an den Füßen. Mal mehr mal weniger. Manchmal und an kleinen Stellen so dick, dass sie tatsächlich anfängt zu drücken. Bisher bin ich der ganzen Sache immer klassisch zu Leibe gerückt. Mit Feilen und Raspeln/Bimstein. Manuell oder batteriebetrieben. Das funktioniert super, nimmt aber auch etwas Zeit in Anspruch. Und verrenken muss man sich auch manchmal.
Da klang so eine Anti-Hornhaut Socke echt verlockend: Überziehen, einwirken lassen und die Hornhaut verschwindet von ganz alleine. Klar, dass ich sowas mal ausprobieren möchte.Das gewählte Produkt war von "#be routine" und warb für "geschmeidig weiche Füße". Der Preis war mit 5,95 EUR schon ziemlich happig. Aber wenn's hilft, okay.In dem Folienbeutel (wie von einer Gesichtsmaske) waren 2 Socken und zwei kleine Klebestreifen. Die Anwendungsanleitung denkbar einfach:
1. Füße von Nagellack und Schmuck befreien und waschen/trocknen
2. Socken überziehen, zukleben und 30-60 Minuten einwirken lassen
3. Socken wieder ausziehen, Füße nochmal gründlich waschen und danach eincremen. Fertig.Bei der Einwirkzeit ging es schon los. Da stand "je nach Verhornung" 30-60 Minuten. Ich hab da keine Vergleichswerte. Sind meine Haxen jetzt stark verhornt oder eher nicht? Ich finde schon. Aber sind sie es wirklich? Mangels Wissen und Vergleich habe ich mich für die goldene Mitte entschieden und die Socken 45 Minuten anbehalten.
Socken? Die Dinger sind One Size. Ob Schatz seine Quanten da rein bekommen hätte, wage ich zu bezweifeln (scheint also definitiv nur für Frauenfüße gedacht zu sein). Mir waren sie allerdings deutlich zu groß und ich fühlte mich, als hätte ich mit Schleim gefüllte Gefrierbeutel an den Hufen. Das fand ich richtig seltsam - fast schon ekelig - und allein deshalb würde ich das Experiment wohl eher nicht nochmal wiederholen. Den Hinweis "Achtung! Rutschgefahr beim Laufen." sollte man definitiv ernst nehmen. Wobei es beim Laufen bei mir eigentlich ganz gut ging, wenn ich im Kriechtempo durch die Wohnung geschlichen bin. Das erste Aufstehen war höllisch! In den "Socken" ist eine Art Gel. Und bis die Füße ihre Position gefunden haben, glitscht man gefährlich in den Dingern herum. Mit den beigefügten Mini-Klebestreifen ließen sie sich auch nicht gut verschließen. Da ich nicht viel rumgelaufen bin, hat aber alles einigermaßen gehalten.
Vom Geruch her waren sie okay. Ich hab schon besseres gerochen, aber richtig gestunken haben die Socken auch nicht.
Ich habe mich 100 % an die Anleitung gehalten. Vorher Füße gewaschen und danach auch. Wobei das waschen DANACH fast zu einem Unfall geführt hätte.
Schlau, wie ich bin, habe ich vor der Badewanne stehend die erste Socke ausgezogen, Bein über den Rand, vollgeschleimten Fuß in die Wanne (weil ich mich zum entfernen der zweiten Socke auf den Rand setzen wollte). GLITSCH! Ob es besser gewesen wäre, mit den in den Socken glitschenden Füßen erst in die Wanne zu steigen weiß ich nicht. Ich hab mich jedenfalls furchtbar erschrocken und konnte mich gerade noch halten. Während der Aktion ist dann auch noch der noch am Fuß befindliche Beutel etwas eingerissen. Direkt auf den Rand setzen und Beine einfach rüber schwenken geht bei unserer Badewanne nicht, das sie halb eingebaut ist :-/
Da es sich beim dem Gel aber um Säure (Glycol- und Milchsäure) handelt, kam es nicht in Frage, den Schmodder nur mit einem Kosemtiktuch abzunehmen und dann über die Fliesen zur Badewanne zu laufen. Ich hatte Schiss, dass sich da womöglich auch noch kleine Rest eignen, um Flecken oder sonstwas auf dem Boden zu hinterlassen. Vom extra Müll mal ganz zu schweigen.
Nachdem ich es sicher in die Wanne geschafft hatte, ließ sich der Schmier super abwaschen. Danach die Füße dick eingecremt, richtige Baumwollsocken drüber und Füße hochlegen :-)
Ehrlich? In der guten Stunde, die ich für die Maske samt Vor- und Nachbereitung gebraucht habe, hätte ich mit der üblichen Methode meine Füße dreimal glatt und weich gehabt :-D
Laut Hersteller soll der Peeling-Prozess nach 2-7 Tagen einsetzen. Ab jetzt hieß es also nur noch: Warten! In den ersten Tagen merkte ich nichts. Die Füße brannten nicht, juckten nicht, sahen nicht anders aus als sonst.
An Tag 3 hatte ich an den Fußsohlen dermaßen trockene Haut, dass sie richtig spannte. Das hab ich sonst eher nicht. Außerdem waren die Fußsohlen recht rauh. Gut, das hab ich öfters mal. Das kommt sicher vom barfuß Laufen. Also, mit der Feile alles geglättet (denn es nervt tierisch, wenn die rauhen Füße am Bettlaken hängen bleiben), nochmal dick eingecremt. Danach ging es besser.
An Tag 4 dachte ich vormittags, dass so langsam doch echt mal was passieren könnte für 6 EUR ;-) Ich hab daraufhin Google-Bewertungen zu diesem Produkt gelesen und war schnell ernüchtert. Jetzt war ich erst recht gespannt, wie das Ergebnis wohl aussehen würde.
Von absolut klasse bis absoluter Müll war bei den Bewertungen fast alles dabei (und hielt sich die Waage). Einige fanden es super, haben aber zum Teil für das tolle Ergebnis auch jeden Tag noch ein Fußbad gemacht und sonstigen Aufwand betrieben - was auf dem Produkt natürlich nicht verlangt oder auch nur vorgeschlagen wurde. Bei anderen hat es gar nicht geholfen, schlecht geholfen oder sogar zu allergischen Reaktionen und Hautreizungen geführt. Viele waren unzufrieden damit, dass der Peeling-Prozess erst super spät einsetzte und sich dann die Haut nicht - wie von vielen (auch von mir!) erwartet - in größeren Stücken sondern nur in winzigen Fitzeln löste, was nochmal Zeit verschlang, um das nervige Hautgefühlt wieder los zu werden.
Ich wartete also brav weiter (ohne zusätzlichen Aufwand zu betreiben) und war super gespannt, wie sich die ganze Sache für mich entwickeln würde. Einen ersten Vorgeschmack sollte ich schon am Abend des vierten Tages erhalten. Als ich die Socken auszog, waren sie innen leicht weiß!Ich hab die Hautfitzel, die nicht in den Socken hängen geblieben waren, über der Badewanne mit einer Bürste abgeschrubbt. Danach ging es etwas besser.
Der 5. Tag war DER "Haupt-Peeling" Tag, wie es aussah. Wenn ihr schonmal einen richtig fiesen Sonnenbrand hattet, der sich am Ende gepellt hat, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie es an meinen Fußsohlen aussah - nur ohne die Schmerzen ;-)Da, wo sich die alte Haut gepellt hatte, waren die Füße tatsächlich etwas weicher. Dieses "Gefitzel" empfand ich allerdings als äußert nervig. Nachdem ich die Füße wieder mit der Bürste bearbeitet hatte, war es nicht mehr ganz so schlimm.
Auf dem Fußrücken hatte sich zum Glück keine Haut gelöst. Davon hatten ja andere in den Bewertungen geschrieben. Bisher pellte sich tatsächlich nur die Haut unten an den Fußsohlen. Am 6. Tag sahen die Füße am Abend nicht mehr so schlimm aus, wie die zwei Tage davor.
Ich hab sie nicht abgebürstet. Zumindest nicht direkt! Später schon. Denn ich hatte mich beim telefonieren auf der Couch lang gemacht und wunderte mich am Ende des Gesprächs über die komischen weißen Krümmel auf dem Sofa. Zum Glück haben wir da eine Decke drüber! Ich ab die Couch abgesaugt, nachdem ich die Hautschüppchen (diesmal mit der Feile) wieder von den Füßen gerubbelt hatte. Und die Haxen waren schon wieder so furchtbar trocken!
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| Tag 6 |
Der Peelingeffekt schien breits am 7. Tag deutlich nachzulassen. Wie bei einem Sonnenbrand hatte sich bisher nur die oberste dünne Hautschicht gelöst. Das bekomme ich schöner, weniger lästig und vor allem schneller mit meiner batteriebetriebenen Feile oder mit Bimsstein nach einem Fußbad hin ;-) Die richtig dicken Hornhautstellen (bei mir am Fersenrand und vorne unterm großen Zeh) sind immer noch da. Viel gelöst hat sich an Tag 7 nicht mehr. Die Füße sahen schon fast wieder "normal" aus.
Am 8. Tag nach der Anwendung waren wir wandern. Durch das Schwitzen im Schuh und die viele Bewegung der Füße, hat sich doch noch so einiges an alter Haut gelöst. Ich war es leid. Es sollte warm werden und meine Füße sahen nicht sonderlich sandalentauglich aus die letzten Tage. Nachdem nach dem Duschen alles schön eingeweicht war, bin ich kurz mit dem Bimsstein drüber - wie neu! Füße noch eingecremt und am nächsten Tag sahen sie richtig gut aus.
Das hätte ich allerdings mit einem schönen Fußbad und der Anwendung von Bimsstein schon vor Tagen haben können. Ganz ohne diese nervigen Fitzel, vollgekrümmelte Socken und einem beinahe Unfall in der Badewanne!
Ich hatte damit gerechnet, dass sich deutlich mehr Hornhaut löst, weil das Zeug immerhin 45 Minuten lang tief eingewirkt hat. Aber es blieb bei der obersten dünnen Hautschicht.
Inzwischen sind mehr als 14 Tage rum und nach Tag 8 tat sich tatsächlich gar nichts mehr. Und eigentlich bin ich da echt froh drüber, denn diese winzigen Hautfitzel unter den Füßen waren mehr als lästig.
Fazit: Für mich persönlich rausgeschmissenes Geld! Die 6 EUR hätte ich besser in was gescheites investiert. Es hat die Hornhaut nicht besser und auf keinen Fall schneller entfernt, als die klassischen Methoden. Zum Teil war es sogar richtig unangenehm. Ich bleib daher bei Altbewährtem und werde für diesen Käse kein Geld mehr ausgeben.
Hat von euch schonmal jemand diese Dinger ausprobiert und ähnliche Erfahrungen gemacht?





