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Samstag hatte ich eine eher schlaflose Nacht hinter mir. Es war so heiß. Und auch nachts kühlt es nicht mehr unter 20 Grad ab. Ich hatte zwischenzeitlich fast 26 Grad in meinem Zimmer. Im Rest der Wohnung lag die Temperatur auch bei 25-26 Grad. Und draußen war es um etwa 9:30 Uhr schon fast 40 Grad warm. Dabei war die Sonne um die Zeit noch nicht sooo lange über den Berg und die Bäume hinweg.Ich war bereits um kurz nach 7 Uhr wach und hab mir meine Kommode beim Möbelschweden per Click & Collect bestellen wollen. Die Abholstation macht nämlich schon ab 8 Uhr auf (da ist es noch kühl!). Allerdings ist das in einer Hitzewelle auch nichts für Spontane. Denn der erste verfügbare Abholtermin für diesen Samstag war um 13:30 Uhr. Pah! Als wenn ich da noch einen Fuß vor die Tür setzen würden :-/
Ich hab mich also schnell fertig gemacht und bin gegen 8 Uhr zum Supermarkt, um ein paar fehlende Kleinigkeiten zu besorgen und war - völlig fertig - nach etwa 45 Minuten wieder Zuhause.
Als ich beim Frühstück saß, klingelte es an der Wohnungstür. Ich hab gedacht, es wäre der Paket-Mann mit meiner Kochbox. Aber es war die Nachbarin...die mir dann erzählte, dass sie grad von der Arbeit käme und unten im Treppenhaus ein riesiges Paket für mich stünde. Besagte Kochbox! Der Paket-Mann hat nichtmal geklingelt :-( Ja, es ist heiß. Ich wollte seinen Job nicht machen. Aber wenigstens einmal kurz auf die Klingel drücken, sollte doch schon noch machbar sein :-/ Ich hätte sonst ewig gewartet, während meine gekühlten Lebensmittel unten warm werden. Denn die Benachrichtigung, dass die Box da wäre, kam auch erst kurz vor Mittag.
Ich hab die Box schnell hochgeschleppt - und war schon zum zweiten Mal an diesem Tag fix und fertig. Nach dem Frühstück hab ich sie ausgepackt, auf Vollständigkeit geprüft (alles tip top!) und die Zutaten in den Kühlschrank geräumt.
Den restlichen Samstag habe ich in der Wohnung verbracht und mich kaum noch gerührt. Ich hab trotzdem weit über 3 Liter getrunken und musste so gut wie nie auf's stille Örtchen.
Ich hab gelesen und ferngesehen, am Handy gedaddelt und mit Frust beobachtet, dass die Temperatur - trotz maximal möglicher Abschottung - bis zum späten Nachmittag von 26 auf 27 Grad anstieg. Da meine optimale Schlaftemperatur bei ca. 16-18 Grad liegt, wusste ich da schon, dass die nächste schlaflose Nacht bevor stand :-(Am Abend hab ich dann das erste Essen aus der Kochbox gemacht: Griechisch gefülltes Fladenbrot mit Salat und Kartoffelecken mit Feta. Es war sehr lecker. Aber durch das Kochen hatte ich plötzlich 28 Grad mit rund 60% Luftfeuchtigkeit in der Küche. Und nach dem Kochen war ich das dritte Mal an diesem Tag rappel-fertig.
Allerdings kam für die Kartoffeln das erste Mal die neue Backmatte zum Einsatz und ich bin von dem Ding wirklich schwer begeistert :-D
Gegen 22 Uhr bin ich ins Bett. Kurz vorher hab ich noch lauwarm geduscht. Draußen immer noch über 30 Grad. Im Zimmer 27. Kein Lüftchen wehte. Und weil ich ohne Kissen und ohne Decke trotzdem schwitzend im Bett lag, bin ich erst weit nach 1 Uhr wirklich eingeschlafen :-(
Sonntag war ich gegen 8 Uhr schon wieder wach. Draußen schon 29 Grad. Drinnen hatte es sich nur um ein mickriges Grad abgekühlt. Und das obwol über Nacht sämtliche Fenster und Türen aufstanden!
Es soll die ganze Woche noch so heiß bleiben und ich bin jetzt schon völlig fertig :-( Wie gesagt, ich liebe es hier in Freiburg...bis auf die 6-8 Wochen Hochsommer. Mit winterlichen minus 20 Grad kommt mein Körper einfach (schon immer) deutlich besser zurecht als mit sommerlichen Ü25 Grad. Und ich hab das Gefühl, dass ich, je älter ich werde, umso schlechter mit Hitze zurecht komme.
Am Dienstag sind auch bis 36 Grad angekündigt. Ich hab nach der Arbeit einen Termin bei der Führerscheinstelle, um meine Fahrerlaubnis in die neue Variante umzutauschen. Dazu muss ich vor dem Termin noch schnell ein aktuelles Foto machen lassen. Leute, ich werde die nächsten 15 Jahre mit einem "völlig-fertig-von-der-Hitze-und-total-verschwitzt" Bild auf dem Führerschein rumlaufen :-( Wieso hab ich das so lange vor mir her geschoben?! Doofes Tuck!Zum Frühstück - weil immer noch Erdnussmus und Chiasamen übrig sind - gab es wieder mein Reste-Müsli. Dieses Mal mit Erd- und Himbeeren als Topping.
Der Sonntag verging ähnlich geruhsam wie der Samstag. Ich war nicht ein einziges Mal draußen! Stattdessen wurde der Blog hochgeladen, gelesen und mein Bambusbrett (Herdabdeckung) eingeölt. Wirklich produktiv war ich nicht. Aber alleine schon auf dem Sofa zu sitzen und am Laptop zu tippen, führte zu massiven Schweißausbrüchen. Obwohl sich mein Körper recht kühl anfühlte. Möglicherweise hatte ich auch mal wieder Hitzewallungen. Als wenn die Hitzewelle (draußen) alleine nicht schon anstrengend genug wäre :-(
Das Duschen hab ich auf nach dem Abendessen verschoben statt direkt morgens. Denn wenn es ähnlich liefe wie am Samstag, würde sich duschen tagsüber absolut nicht lohnen. Am Ende sollte ich damit auch Recht behalten.Zum Abendessen gab es Lachs auf Risotto mit Zucchini. Super lecker. Aber die Küche glich nach dem Kochen wieder einem Tropenhaus.
Die Nacht war anstrengend. Aber zumindest wehte endlich mal ein hauchzartes Lüftchen. Leider fielen die Temperaturen wieder nicht wirklich unter 20 Grad.
Montag hatte ich daher morgens immer noch 25-26 Grad im Zimmer. Bevor ich zur Arbeit bin hab ich alles bestmöglich abgeschottet. Der Arbeitstag versprach anstrengend zu werden.Auch die Kollegen ächzten schon am vormittag und als sie über Mittag kurz reinschneiten, roch es noch sehr lange sehr männlich im Büro. Bäh!
Zumindest fährt die Straßenbahn wieder etwas besser und die Strecke mit dem SEV Bus ist deutlich kürzer geworden. Das sollte mir zumindest wieder etwas mehr Zeitersparnis auf dem Heimweg bringen. Denn gerade diese Woche hab ich ja noch ein bisschen was zu tun und zu organisieren nach der Arbeit.
Den Heimweg habe ich daher total motiviert über die Stadt angetreten, denn ich brauchte ja noch ein bisschen was für das Geburtstagspäckchen für die Schwägerin. Das muss Ende der Woche abgeschickt werden.
Am liebsten hätte ich im Laden übernachtet. Herrlich kühl dort! Aber mit den Zutaten für einen Do It Yourself Geburstagskuchen (Backmischung für Zitronenkuchen mit passender Silikon-Kuchenform, bunten Streuseln und Geburtstagskerzen für oben drauf) bin ich dann doch wieder in die Hitze und 'gen Heimat.Die Bahnfahrt war absolut ätzend. Eines der neuesten StraBa Modelle, die die Stadt angeschafft hat und die Klimaanlage bließ gefühlt feucht-warme Luft durch das Fahrzeug. Dass wir dann - weil die Autos mal wieder die Gleise im Rückstau der Baustelle blockierten - in der prallen Sonne noch eine Ewigkeit rumstehen mussten, war die reinste Qual. Mir war tatsächlich einmal kurz schwarz vor Augen. Die Dame schräg gegenüber sah auch nicht sonderlich gut aus.
Den letzten Kilometer bin ich dann wieder gelaufen, weil mir der olle Bus vor der Nase weggefahren ist. Diese "Nothaltestelle" für den SEV Bus ist echt mies geplant. Denn wenn man aus der Bahn steigt, kann man wegen eines Zauns nicht die drei Schritte schnell zum Bus machen. Man muss erst einmal komplett um den Zaun herum laufen. Natürlich wartet der Bus nicht, auch wenn er dich (und viele andere) kommen sieht. Und statt 10 Minuten in der prallen Sonne auf den nächsten Bus zu warten, hab ich den Luxus, fit genug zu sein, um in der Zeit nach Hause zu laufen. Auch wenn es bei der Hitze echt anstrengend ist. Wobei ich am Montag tatsächlich bei 37 Grad im Schatten kurz gefroren habe, nachdem ich aus der Staßenbahn ausgestiegen war. Ihr könnt auch also vielleicht vorstellen, wie heiß es da drin gewesen sein muss.Zum Abendessen gab es Reis nach Keshi-Yena-Art (was angeblich von Curacaos Nationalgericht inspiriert worden sein soll) mit Hühnchen und einer Tomaten-Kokos-Soße. Mit Fußball und der WM hab ich ja so gar nichts am Hut. Aber neue Gerichte probiere ich trotzdem gerne aus. Daher hatte ich dieses hier ausgewählt. Und es war sooo mega lecker! In die Soße hätte ich mich reinlegen können. Ich hab davon sogar einen Rest übrig gehabt und werde den einfrieren :-)
Dienstag...immer noch schweineheiß! Inzwischen haben sich die 27 Grad in meinem Zimmer etabliert. Nachts kann ich maximal 1 Grad abkühlen. Sobald ich von der Arbeit komme, sind es die üblichen 27 Grad - trotz Schotten dicht.Der Arbeitstag war vollgepackt und anstrengend. Um meinen Kreislauf zu schonen, mache ich aktuell die Pausen im Büro. Morgens geht es ja als noch. Aber Mittags ist es für mich bereits unerträglich (sogar im schattigen Park) und die Heimfahrt ist die Hölle.
Und dieses Mal stand ja dann nach der Arbeit noch der Termin bei der Führerscheinstelle an :-/ Ich hab ernsthaft überlegt, ihn kurzfristig abzuagen. Aber ich will das Thema endlich abhaken und vom Tisch haben. Also hab ich durchgezogen. Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal jemand meinen Führerschein sehen wollte. Und wenn da die nächsten 15 Jahre ein grausiges Bild drauf ist, dann ist das jetzt einfach so. Basta!
Den Termin hatte ich für 16:45 Uhr ausgemacht. Am Service-Zentrum war ich um 16:20 Uhr. Zeit genug, im klimatisierten Inneren kurz abzukühlen und an dem ollen Automaten ein blödes biometrisches Foto zu machen. Ich hasse biometrische Fotos. Die sehen immer aus, als hätte man sie aus der Verbrecherkartei entnommen :-( Zumindest bei mir.
Inzwischen gibt es dort sogar 3 Foto-Boxen, weshalb ich gar nicht lange warten musste, bis eine frei wurde. Das Bild ist - trotz Hitze - ganz okay geworden. Also, für ein biometrisches Foto. Das auf meinem Perso sieht noch etwas schlimmer aus :-D Es ging dirket digital zur Sachbearbeiterin. Weil ich aber nicht so lange auf die Foto-Box warten musste, wie befürchtet, musste ich tatsächlich noch 10 Minuten warten, bis ich meinen Termin-QR-Code vom Handy scannen und meine Wartenummer bekommen konnte.
Danach ging es ratzfatz. Perso, alter Führerschein, 2 Unterschriften und einen Bezahlvorgang später war alles erledigt. Hat kaum 10 Minuten gedauert. Der ganze Spaß hat mich jetzt (inkl. Foto) fast 40 EUR gekostet. Der alte Führerschein wurde vor Ort entwertet und ist jetzt noch 3 Monate gültig. Der neue wird mir in 4-6 Wochen per Post zugestellt. Hab ich das jetzt auch endlich von der Backe.
Nach Hause bin ich mit der Bahn hinten rum gefahren - die geht vom Rathaus aus schneller als die andere. Natürlich fahren da nur die alten Modelle ohne Klimaanlage und mir fiel (im wahrsten Sinne des Wortes) brühwarm ein, dass ich schon wieder meinen Fächer zuhause hab liegen lassen. Der hat mir auf StraBa Fahrten im Freiburger Glutofen schon so oft das Leben erleichert. Eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre! Nützt nur nichts, wenn er Zuhause auf dem Regal liegt :-/
Endlich Zuhause führte der Weg - wie zuletzt immer - erstmal unter die kalte Dusche. Nützt zwar nicht wirklich was, weil man vom abtrocknen alleine schon wieder völlig schwitzig wird. Aber das Gefühl ist trotzdem ein anderes.Zum Abendessen gab es Hühnchen in Organgensoße mit Ofenkartoffeln und Brokkoli. Die Soße war der Knaller. Ich bin ja eigentlich so gar kein Soßen-Fan. Aber diese war super lecker :-D
Mittwoch. Heiß. Morgens um 6:30 Uhr schon 23 Grad draußen. Und die Sonne war gerade erst über den Berg, aber noch hinter der Baumkrone. Das Thermometer hing im Schatten.
Mit bereits am Morgen vorhandener Hirnschmelze, hab ich - schon wieder! - meine Fächer Zuhause liegen gelassen. Das fiel mir aber erst im Büro auf :-/ Ich hatte mir eine Erinnerung ins Handy gespeichert. Es würde mich am Abend anklingeln und mich erinnern, dass ich das Ding endlich direkt im Rucksack verstaue, damit ich am Donnerstag nicht wieder ohne da stehe.
Am Mittwoch ging endlich mal wieder ein Post im Wanderblog online. Und der Bürotag war anstrengend - einfach weil zu warm. Man merkt, dass die Leute wegen der Hitze immer gereizter werden. Sowohl die Kollegen als auch Chefe und die Kunden. Im ÖPNV leiden wir alle still gemeinschaftlich. Da blieb es bisher erstaunlich friedlich.
Auf dem Heimweg blieb mir nichts anderes übrig, als auf den SEV Bus zu warten. Denn ich brauchte noch Bananen. Spontan hab ich noch die 4 Zutaten für ein schnelles, und vor allem kühles, Dessert eingekauft.Endlich Zuhause gab es Hähnchen-Souflaki-Bites mit buntem Salat. Das war super schnell gemacht und hat die Küche mal nicht in ein Tropenhaus verwandelt.Das Dessert aus Windbeuteln (TK), Himbeeren (TK) und einer Soße aus Quark und gezuckerter Kondensmilch war super lecker und taute auf, während ich kochte. So konnte ich es direkt kühl genießen.
Nach dem Essen fix unter die Dusche und dann war der Abend gefühlt gelaufen. Ich bin einfach nur noch platt.
Am Wochenende sind 40 Grad angekündigt. Knapp drunter haben wir hier ja schon die ganze Zeit. Absolut ätzend. Denn die angegebenen Temperaturen sind ja immer die Schatten-Temperaturen. Und 39 Grad im Schatten bedeutet (je nach Umgebung) 45-55 Grad in der Sonne! Ich hoffe, unser Mädelswochenende in Stuttgart wird ein bisschen "kühler".
| Der Ventilator hat es endlich nach oben geschafft. |
Donnerstag. Tag sieben im Freiburger-Glutofen. Ich hatte echt mies geschlafen. Nicht nur wegen der Hitze. Die alleine ist ja noch nicht genug. Nein. Ich bin auch schon wieder Luteal. Heißt: PMS. Schlafstörungen, Hitzewallungen (von innen) und Hitzewelle (von außen). Am liebsten würde ich mich gerade zum Sterben ins Eisfach zurückziehen. Ich bin nur noch gereizt und genervt und kann doch nichts an der Situation ändern. Daher bin ich gerade echt nur am jammern :-/
Zwei Handtücher sind ins Bett eingezogen. Ein Badetuch auf der Matratze und ein kleineres auf dem Kopfkissen. Ich hab den verlustigen Nachtschweiß lieber dort drin als in der Matratze und im Kissen. Die Handtücher kann man wenigstens gescheit waschen.
Über Nacht hatte ich den Ventilator vor dem offenen Fenster stehen. Wenn schon die Natur kein Lüftchen bereitstellt, dann blase ich mir (hoffentlich) die kühlere Luft von draußen nach drinnen. Bisher konnte ich nachts die Zimmertemperatur um maximal 1 Grad reduzieren. Mit Ventilator habe ich tatsächlich am Morgen 2 Grad weniger geschafft. 26 statt 28 Grad :-) Und der Ventilator lief nur von 4 bis 6 Uhr. Immer noch viel zu warm. Zumal die 26 Grad ja nicht lange vorhalten werden. Spätestens nach Feierabend wären die 28 wieder da :-(
Ich war bereits ab 8:30 Uhr total unkonzentriert und musste höllisch aufpassen beim arbeiten. Zusätzlich war es streckenweise auch noch ziemlich stressig und am Nachmittag hatte ich rasende Kopfschmerzen.Immerhin hatte ich meinen Fächer dieses Mal tatsächlich dabei. Die Heimfahrt war so nicht gut, aber einen Ticken aushaltbarer. Den letzten Rest bin ich wieder gelaufen und stellte fest, dass ich das erste Mal seit Tagen wieder Wolken am Himmel gesehen habe. Von Gewittern oder Regen war aber weit und breit keine Spur.
Freitag wollte ich nicht raus. Die Wolken, die ich am Abend vorher gesehen hatte, hatten sich über Nacht verdichtet und die Wolkendecke wirkte wie eine Glocke, so dass es sich in der Nacht auf Freitag noch weniger abkühlte, als es das eh schon tut.
Um Mitternacht waren es noch 32 Grad draußen. Um 3 Uhr morgens noch 27 und als ich morgens um 6 Uhr (da machten die Bauarbeiter Krach) aufstand, waren es immer noch 25 Grad. Um zum Büro zu kommen, nehme ich seit Wochen den Schleichweg am Waldrand entlang, hinten über den Parkplatz. Weil man vorne wegen der Baustelle nicht gescheit über die Ampel kommt. Dort hinten in der Ecke, war es morgens um 7:30 Uhr so herrlich. Ich hätte meinen Schreibtisch gerne dort hin verfrachtet. Aber spätestens ab 10 Uhr steht da auch die pralle Sonne :-/
| Temperaturen jeweils im Schatten gemessen! |
Zur Arbeit hatte ich mich extra Wasser mitgenommen. Ich habe während des Arbeitstags gute 3 Liter getrunken. Und dann abends Zuhause nochmal 1,5 Liter. Ich fühle mich unwohl, mein Kreislauf machte ab Nachmittag Zicken und ich bin total aufgedunsen. Meine Haut im Gesicht brennt und tut weh, weil sie ständig feucht ist vom Schwitzen.
Wusstet ihr, das wir Frauen bei Hitzewellen biologisch benachteiligt sind? Da gibt es neue Studien drüber. Das ganze Ausmaß ist aber noch immer nicht richtig erforscht. Aber wir schwitzen scheinbar weniger und viel später als Männer. Wir fangen erst richtig an zu schwitzen, wenn unsere Kerntemperatur ansteigt. Außerdem haben Frauen mehr Fett-/Bindegewebe und weniger Muskelmasse, so dass die Hitze im Körper auch schlechter nach außen abgegeben werden kann. Hinzu kommt der übliche Hormonmist während der Lutealphase, der Perimenopause, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren, der die Körpertemperatur zusätzlich (von innen) hoch pusht. Da hab ich neulich ein sehr interessantes Video von einer britischen Ärztin gesehen, die sich mit dem Thema beschäftigt.
Kein Wunder, dass ich das Gefühl hab, ich kann im Moment gar nichts außer vor mich hin existieren und atmen. Luteal UND Perimenopause in einer Hitzewelle sind eine absolut besch... Kombination.
ABER: Immerhin hat mein zweites Tattoo am Freitag seinen ersten Geburtstag gehabt :-D Der Arbeitstag war absolut ätzend. Ich habe im Schneckentempo gearbeitet, alles doppelt und dreifach kontrolliert und dann doch noch einen Fehler entdeckt. Als endlich Feierabend war, machte ich drei Kreuze.Die Heimfahrt war grenzwertig. Das Abendessen waren lediglich aufgetaute TK-Nudeln. Danach kalt duschen.
| im Studio beim Stechen (links) & 1 Jahr alt (rechts) |
Das Telefonat mit Papa war kurz. Da oben ist es auch heiß. Nicht so schlimm wie hier. Aber doch ungewöhnlich nah dran. Daher passiert bei der Familie aktuell auch nur das absolut nötigste.
Da ich seit Mittwoch weiß, wann ich im August Urlaub habe, konnte ich mit der Familie schon Termine abstimmen. Einen Tag ist Grillen bei Papa angesagt, einen Tag wollen wir nochmal zum Spaßbad nach Willingen. Vom Freizeitpark war (zum Glück) nicht mehr die Rede :-D Mit den beiden Freundinnen muss ich noch was ausmachen. Aber ich freu mich schon wie Bolle!
Tja, und dann ist da ja noch Omas 90. Geburtstag. Sie hat Dienstag Geburstag und ich hatte gehoffe, dass die große Feier am Wochenende drauf stattfinden würde. Da wäre ich nämlich schon wieder Zuhause und müsste die ganze Sippe nicht sehen ;-) Der Plan war, zu Omas Geburtstag am Dienstag zu gehen und einfach Zeit mit ihr zu verbringen.
Ein Telefonat am Mittwochabend mit meiner Patentante ergab allerdings, dass die große Sause tatsächlich an Omas Geburtstag, mitten in der Woche, stattfinden würde. Mit allen! Bei Oma! Sie wissen ALLE, dass Oma nicht stillsitzen und sich bedienen lassen kann. Sie wird den ganzen Tag rumrennen und versuchen, so viel wie möglich zu machen. Die Frau wird 90! Am Ende wird sie völlig fertig sein, auch wenn sie Hilfe beim Tisch decken und Aufräumen bekommt und sich andere um Kuchen und Co. kümmern. Da der Bürgermeister (oder ein Vertreter) gegen 11 Uhr zum Gratulieren erwartet wird, soll der ganze Spaß also schon vor Mittag mit Schnittchen losgehen. Nachmittags Kaffee und Kuchen und mein Onkel überlegt (je nach Wettervorhersage), ob wir nicht alle abends noch grillen.
Natürlich findet das also alles bei Oma statt, weil keiner aus der Sippe die ganze Bagage den ganzen Tag bei sich Zuhause haben will. Vor allem nicht die mit Sitzfleisch, die ums Verrecken nicht abhauen wollen. Das erinnert mich so sehr an das eine Familienfest (ich weiß nicht mal mehr welches), als Opa rappelfertig am Abend in seinem Sessel saß und meinte, wer würde jetzt so gerne ins Bett gehen. Ich bin dann gegangen und hab später gehört, dass "die mit Sitzfleisch" trotzdem noch für 2-3 Bierchen dort geblieben sind. Find ich persönlich unmöglich. Und obwohl Oma NIE was sagen würde, oder vielleicht gerade deswegen, tut sie mir schon ein bisschen Leid. Ich finde, sowas muss nicht sein. Denn wenn andere den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstehen (wollen), dann geht es am Ende nicht mehr um Oma, sondern um die "Feierwut" der anderen. Und genau deswegen feiere ich grundsätzlich meine Geburtstage nicht.
Auf der Waage war ich am Freitag natürlich auch. Ich hatte - weil ich total aufgedunsen bin und unmengen Wasser eingelagert habe - mit einer fetten Zunahme gerechnet. Stellt euch meine Überraschung vor, als die Waage trotz allem 300g weniger anzeigte! Ich hab keine Ahnung, wie das passiert ist. Aber aktuell 108,1 kg.
Und am Wochenende? Muss der Methusalem nochmal herhalten. Ich kann ja ab 8:30 Uhr meine Kommode beim Möbel-Schweden abholen. Davor oder danach - je nachdem wann ich wach werde - noch fix ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Mit dem alten Auto, denn der Supermarkt liegt grad auf dem Weg.
Und dann möglichst früh wieder Zuhause sein und nichts mehr machen (müssen). Für das Wochenende habe ich keine Pläne, außer die Hitze irgendwie auszuhalten und nicht vor die Tür zu gehen. Ich hoffe wirklich, dass es nächste Woche ein klein wenig moderater wird mit den Temperaturen.
Die KW 26 in kurz:
Samstag: 3.142/1.800 kcal, 3.153 Schritte
Sonntag: 3.265/1.800 kcal, 2.266 Schritte
Montag: 2.259/1.800 kcal, 5.099 Schritte
Dienstag: 2.337/1.800 kcal, 5.758 Schritte
Mittwoch: 2.695/1.800 kcal, 5.183 Schritte
Donnerstag: 2.686/1.800 kcal, 6.663 Schritte
Freitag: 3.212/1.800 kcal, 5.745 Schritte.jpg)
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