Samstag, 29. August 2026

Wunschgewicht: KW 35 - 2026

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Samstag konnte ich ausschlafen. Zumindest habe ich es versucht. Nach über 2 Wochen kann ich sagen, dass diese Melatonin-Gummidrops aus der Drogerie nur bedingt helfen. Und irgendwie auch nicht immer. Wenn ich sie vorm schlafengehen nehme, werde ich trotzdem häufig gegen 3 Uhr wieder wach und kann dann nicht mehr einschlafen. Wenn ich sie erst nehme, wenn ich gegen 3 Uhr wach werde, schlafe ich zwar super schnell wieder ein, bin aber dafür morgens noch total müde, wenn der Wecker klingelt. Beides nicht toll.

Zum Frühstück gab es getoastetes Körnerbrot mit einem Rest Meersalzbutter die weg musste. Obendrauf Gurken- und Tomatenscheiben. So super lecker!

Und gegen Mittag bin ich dann in den Supermarkt aufgebrochen, um den WG-Einkauf zu machen. Denn der Kühlschrank war ziemlich leer. Der MBW kam irgendwie nicht auf die Idee, die leer gefutterten Teile selbstständig zu ersetzen.
 
Auf dem Heimweg habe ich die ersten Baustellenschilder in den beiden Nachbarstraßen gesichtet. So richtig aussagekräftig waren sie aber (noch) nicht. Ich hatte am ersten Urlaubstag auf Social-Media einen Beitrag der Stadt gesehen, dass es in der Nähe eine weitere Baustelle bis Herbst 2027 geben wird. Und im Zuge der Arbeiten dort, sollten schon ab meinem ersten Arbeitstag abschnittweise Vollsperrungen in den Nachbarstraßen erfolgen. Wann und wo genau, war dort aber nirgendwo zu lesen. 
 
Problem: Besagte Straßen muss ich nutzen, um zur Garage und/oder zum Stellplatz zu kommen. Je nachdem wo gerade voll gesperrt wird (und ob die Kreuzungen mit betroffen sind), könnte es also sein, dass entweder Stellplatz oder Garage eine Zeit lang nicht so richtig zugänglich sind. Nachfrage beim Vermieter ergab, dass die überhaupt keine Infos zu der Baustelle bekommen haben. Hoffen wir also, dass alles irgendwie einigermaßen befahrbar bleibt. Das die Arbeiten parallel zur Straßenbahnbaustelle laufen sollen und ein gigantischer Umweg zur Arbeit und zum Einkaufen für die nächsten 12 Monate notwendig wird, ist wirklich mehr als nervig. Ich hatte echt gehofft, es würde irgendwann mal wieder ruhiger in der Nachbarschaft. Aber jetzt gehenen Baulärm, Verkehrschaos und Umleitungen direkt nochmal ein ganzes Jahr nahtlos weiter.

Samstagnachmittag habe ich am Handy daddelnd vertan. Dabei konnte ich den ganzen Tag die Fenster offen lassen. Denn draußen war es angenehm kühl. Als ich aus dem Sauerland zurück kam, hatte ich 26 Grad in meinem Zimmer. Inzwischen war die Temperatur innen auf 23 Grad gesunken. Ich hoffte, die noch etwas weiter runter zu bekommen, bevor es in der ersten Arbeitswoche nach dem Urlaub wieder sehr warm werden sollte.
 
Zum Abendessen habe ich ein neues Rezept ausprobiert. Nennt sich Hähnchen Pilaw. Das Rezept ist eigentlich für den Thermomix und ich bekam es von einer Freundin, die so ein Gerät besitzt.
Aber wer auch nur einen kleinen Funken Ahnung vom Kochen hat, bekommt das leckere Essen auch ohne die Höllenmaschine hin. Es ging sogar recht schnell und geschmeckt hat es super lecker.

Sonntag war ich dann wieder gegen 8:30 Uhr wach. Zum Frühstück gab es Brötchen. Vormittags habe ich gelesen. Nachmittags etwas fern gesehen.

Es war ein richtig fauler Sonntag, bevor am Montag der Arbeitsalltag wieder Einzug hielt.
Zum Abendessen gab es ein Rezept, was ich vor Monaten auf Instagram entdeckt und schonmal gekocht hatte. Lachs in Frischkäse-Soße mit Spinat, Tomaten und Nudeln. Sehr lecker. Und die halbe Packung Dinkel-Hörnchen bin ich nun auch los. Die stand nämlich inzwischen auch schon eine Weile offen im Vorratsschrank.
 
Montag war der erste Arbeitstag nach dem Urlaub. Der Anrufbeantworter war voll, das E-Mail-Postfach ebenfalls. Die Paketdienste gaben sich quasi die Klinke in die Hand und parallel klingelte das Telefon ununterbrochen. Und wenn ich auf einer Leitung telefonierte, landere eine Sprachnachricht auf der anderen. Also wieder abhöhren, während auf Leitung 1 auch wieder Sprachnachriten landen. Es war echt anstrengend. Zumal ich alleine war. Und manche Leute nennen nichtmal ihren Namen und ihre Telefonnummmer. Soooo nervig! Zumal der Nummernspeicher nur eine Woche speichert. Die Nummern aus der ersten Woche konnte ich teilweise gar nicht mehr nachvollziehen. Chefe war früh da, fuhr aber quasi direkt weg und ward den halben Tag nicht mehr gesehen. Dabei hatte er gar keine Termine im Kalender stehen :-/
 
Und ja, der eine Kollege hatte tatsächlich noch die ganze Woche zusätzlich Urlaub (was ich vorher gar nicht wusste!), weshalb ich noch 2 Termine verschieben musste.

Natürlich hatten die verbliebenen Herren beim Kunden auch Probleme und wurden nicht in der angedachten Zeit fertig. So musste auch ein dritter Termin umgelegt werden. Ich lieb's ja. Nicht.

Der trockene Rest-Husten, den ich aus dem Urlaub mitgebracht hatte (sowohl mein Bruder als auch meine Mutter waren erkältet), machte das viele Sprechen/Telefonieren auch mega anstrengend. Und als dann kurz vor Mittag plötzlich alle gleichzeitig anriefen, musste ich kurzzeitig sämtliche Anrufe abwimmeln, weil ich vor lauter Hustenreiz nicht mehr gescheit sprechen konnte. Solange ich die Klappe hielt, musste ich auch nicht husten.

Als der erste Arbeitstag endlich vorbei war, war ich heilfroh. Mit dem Auto ging es direkt wieder nach Hause. Und inzwischen waren auch die neuen Baustellen eingerichtet. Am oberen Ende wurde beidseitiges Parkverbot eingerichtet - was scheinbar immer noch ein paar Leute nicht verstanden hatten - und gleichzeitig die Einbahnstraßenregelung aufgehoben (daher wohl auch das Parkverbot). Am Unteren Ende ist die halbe Straße voll gesperrt. Zugang zu Stellplatz und Garage zum Glück aktuell noch gegeben. Ich bin gespannt, wie es sich die nächsten Wochen und Monate entwickelt.

Zum Abendessen habe ich ein neues Rezept ausprobiert. Passend zur angekündigten - und dann doch nicht erschienenen - Hitze gab es einen "Sattmacher-Salat".
Der hat seinen Namen tatsächlich verdient :-) Eigentlich hatte ich dazu noch eine Ecke Fladenbrot in den Ofen schieben wollen. Das habe ich mir am Ende aber gespart. 
 
Dienstag begann mit Regen und herrlich kühl. Angeblich sollte es am Nachmittag aber wieder über 30 Grad geben. Ich war echt gespannt. Denn am Montag kam die angekündigte Wärme ja auch nicht. Versteht mich nicht falsch. Ich beschwere mich nicht. Denn die Hitze bin ich tatsächlich nach fast 3 Monaten mehr als leid.

Im Büro war reichlich zu tun, Chefe hatte reichlich Termine und die Kollegen Monteure waren auch gut beschäftigt. Ich hatte schon befürchtet, Mittags nicht an den See zu können. Aber mit Sitzkissen zwischen Hintern und noch feuchter Bank ging es am Ende doch ganz gut.

Endlich wieder Zuhause gab es meinen liebsten Melonen-Salat und dazu Mini-Würstchen.
Ich war auch total verschwitzt, als ich Zuhause ankam. Das lag allerdings eher an der feucht-warmen Luft, die durch die Straßenbahnen geblasen wurde. Denn draußen war es nicht heiß geworden. Nur 26 Grad. Aber durch den vormittäglichen Regen war es ziemlich schwül geworden am Nachmittag.
 
Mittwoch hat es morgens stark geherbstelt (starker Nebel bis kurz vor Mittag). Es war dabei allerdings nicht kalt, sondern eher feucht-warm. Bäh!
Außderdem war ich vor der Arbeit noch Blumengießen beim Kollegen. Der hatte mich in meinem Urlaub angehauen, ob ich nicht, wenn ich wieder arbeiten würde, bei ihm nach Post und Grünzeug gucken könne, denn er hätte ja noch ne Woche länger. Da der Kollege ganz in der Nähe vom Büro wohnt, war das kein Thema.
Auf seinem Balkon begrüßte mich eine Gottesanbeterin an der Gießkanne :-) So viele dieser tollen Tierchen wie in diesem Jahr, habe ich noch nie hier gesehen. Da sie die Hitze lieben, sind sie eher im Kaiserstuhl anzutreffen. Ich denke, die große Hitze dieses Sommers hat sie sich weiter verbreiten lassen.
Im Büro war massig zu tun, weil sich die Spediteure die Klinke in die Hand gaben. Zum Glück brauchte keiner von denen Hilfe beim Abladen der Ware. Als der Tag geschafft war, war ich auch geschafft.

Zwischenzeitlich hatte es ja mal gut geregnet und es ist nicht mehr ganz so heiß wie noch vor 1-2 Wochen. Die Natur erholt sich langsam wieder. Die verdorrten Flächen werden wieder etwas grüner. ABER! Jetzt sind auch wieder deutlich mehr Stechmücken unterwegs als noch vor 1-2 Wochen. Von den Pausen am See zähtle ich von Montag bis Mittwoch satte 8 Mückenstiche! Den ganzen Hitze-Sommer hatte ich höchsten 2 Mal Last mit einzelnen juckenden Quaddeln und jetzt 8 Stück in 3 Tagen.
 
Der Juckreiz war kaum zum aushalten. Und alles, was ich versuchte, half nicht wirklich. Ich war es so leid, dass ich mir nach Feierabend in der Drogerie für 22 EUR so ein Anti-Juck-Hitze-Dingens gekauft habe. Glücklicherweise war das auch sofort einsatzbereit.
Acht Stiche aufgeheizt (und es wird echt schweineheiß!) und 2 Stunden später nochmal 3 Stück nachgeglüht. Und der schlimme Juckreiz war bei manchen komplett weg und bei den schlimmsten deutlich aushaltbarer. 

Der MBW hat abgewaschen. Und ich hab keine Ahnung, was bei der einen Pfanne schief gelaufen ist. Aber da klebte außen am Rand und am Boden noch überall ein ekliger Fettfilm. Als ich was gesagt habe (ich weiß, ganz böse!) kam natürlich wieder dieses "Bei dir ist es ja eh nie gut genug!". Also, ganz ehrlich: Nein, ist es nicht! Ich koche nicht in Töpfen und Pfannen wo noch tagealtes Fett von was weiß ich was dran klebt und womöglich ranzig geworden ist. Wenn es nach dem spülen so aussieht wie vorher, ist es NICHT gespült. Punkt. Natürlich ist das nicht gut genug. Aber so ein bisschen "gaslighting" hat er ja schon immer betrieben.

Wenn es ihm also so gut genug ist, kriegt er halt seine eigene Pfanne und kann künftig selbst kochen. Wenn er dann Magen-Darm-Probleme bekommt, weil er aus siffigen Töpfen und Pfannen frisst, ist das nicht mein Problem. Mir reicht es nämlich langsam. Nie was gescheit machen, mich aber als "die nie Zufriedene" und sich selbst als das "arme Opfer" darstellen.... NÖ! Das hatte ich die letzten Jahre der Beziehung genug. Auch einer der Gründe, wieso ich mich getrennt habe. Wenn er den Scheiß als Mitbewohner weiter durchzuziehen versucht, wird er sich noch schwer umgucken :-D
Nach der Dusche brauchte ich dann auch nur noch den Kühlschrank aufmachen. Dort parkte schon die am Dienstag vorbereitete Gazpacho. 

Auch am Mittwoch war es nicht so heiß wie angekündigt, aber unerträglich schwül am Nachmittag und Abend.
 
Donnerstag sollte der erstmal letzte "heiße" Tag werden. Ich war gespannt, denn die letzten Tage kam nie die angekündigte "Hitze". Vormittags war es auch wieder eher bewölkt und einmal hatte es sogar kurz geregnet.

Von meinen acht Mückenstichen juckte am Morgen tatsächlich nur noch einer. Den hab ich nochmal gegrillt, bevor ich zur Arbeit bin. Danach war dann länger Ruhe - bis der fett entzündete wieder etwas zu jucken anfing. Der hatte mich am Mittwoch echt irre gemacht und ich hatte ihn fast blutig gekratzt (unbewusst). Es war allerdings deutlich aushaltbarer als am Tag zuvor. Alle anderen juckten nicht mehr. Von daher bin ich aktuell von diesem neuen Mückenstich-Gadget schwer begeistert. 

Der Arbeitstag war etwas stressig. Der ganz normale Wahnsinn. Und in der Mittagspause habe ich mir nochmal 4 neue Mückenstiche am Ellbogen eingefangen. Die Biester sind so lästig. Ich war froh, als Feierabend war. Und es wurde tatsächlich heiß am Donnerstag. Denn als ich Zuhause ankam, zeigte mein Thermometer 34 Grad im Schatten an.

Zuhause habe ich als erstes die 4 neuen, juckenden Quaddeln gegrillt. Das die Stechviecher wenig bis gar nicht unterwegs waren, war das einzig gute an der unerträglichen Hitze. Der Juckreiz ließ dann zum Glück schnell nach.
Zum Abendessen gab es nochmal diesen Linsen-Aprikosen-Salat von vor ein paar Wochen und dazu das Fladenbrot, was es eigentlich zum Sattmacher-Salat am Montag hätte geben sollen.
 
Freitag hatte ich mal wieder eine sehr bescheidene Nacht hinter mir. Ein nächtlicher Hustenanfall (zwischen 2 und 3 Uhr) hielt mich längere Zeit wach. Es ist so nervig. Diesen trockenen Reizhusten werde ich einfach nicht los. Ein wirklich doofes Urlaubs-Souvenier :-(
Gesichtet auf dem Weg zur Arbeit
Der Vormittag war im Büro recht ruhig. Lag wahrscheinlich an den ganzen Gewittern und dem vielen Regen, die endlich über die Stadt zogen. Nur leider konnten die Herren die geplanten Termine so nicht durchführen. Bei Gewitter und Dauerregen auf's Dach ist halt nicht drin. Es war sogar kurzzeitig eine richtige Weltuntergangsstimmung draußen. Wobei der eine Termin auch bei perfektem Wetter nicht geklappt hätte, da die Herren keinen Hubwagen hatten und der Nachbar den Zugang zum Dach über seine Wohnung verweigerte.

In der Pause war der See natürlich auch gestrichen. Es war zu nass. Und auf den 13. Mückenstich hatte ich auch so gar keine Lust :-/
 
Ich hatte meine Regenjacke und einen Schirm dabei und hab sie am Ende gar nicht gebraucht. Glück gehabt. Hätte ich sie aber nicht dabei gehabt... ist ja immer so.

Endlich Zuhause war es mal nicht heiß. Und ich hatte nach den Wochen und Monaten mit leichter Kost und Salaten so Lust auf was herzhaftes, dass ich abends meine Jäger-Käse-Spätzle gemacht habe.
Dafür habe ich extra noch den Umweg zum Supermarkt gemacht, um frische Champignons zu kaufen. Herrlich! Ich freue mich total auf den Herbst und auf Aufläufe und Eintöpfe.
 
Auf der Waage war ich dann auch wieder. Als ich aus dem Urlaub kam hatte ich "nur" 500 g mehr auf der Waage und die hatte ich in der ersten Woche auf ein deutlich kleineres Plus reduziert. Dachte ich. Denn am offiziellen Wiegetag sagte die Waage 108,5 kg! Das ist 1 kg mehr, als den Rest der Woche und zum letzten offziellen Wiegen vor dem Urlaub sind es sogar 1,3 kg mehr :-( Ich hoffe jetzt einfach, das da viel Wasser von dem einen wirklich heißen Tag (Donnerstag) dabei sind und weil die Erdbeerwoche noch nicht ganz rum ist und es nächste Woche wieder besser aussieht. Denn die restlichen Tage (Montag bis Donnerstag) sah das Gewicht deutlich besser aus :-/
 
Als ich im Bett lag, fand ich, dass es so komisch hell in meinem Zimmer war. Als hätte ich ein Nachtlicht an - dabei besitze ich sowas gar nicht. Ein kurzer Blick aus dem Fenster ließ es in meinem halb-wachen Hirn dann Klick machen. Der Vollmond schien mir - durch die schon recht kahlen Bäume - mitten ins Gesicht!
Und am Wochenende? Samstag muss ich erstmal einkaufen. Nach der schlimmen Nacht, hab ich mich nicht gut genug gefühlt, um am Freitag mit dem Auto unterwegs zu sein. Daher muss ich den Einkauf am Samstag nachholen. Und etwas in der Hitze liegengebliebene Hausarbeit wartet auch auf Erledigung. Was ich Sonntag mache, weiß ich noch nicht. Ich müsste mal wieder etwas häklen. Für das eine Projekt hab ich eigentlich einen festen Termin und der rückt näher. Die letzten 3 Monate war es viel zu heiß zum Handarbeiten.


 
 

Die KW 35 in kurz:
Samstag: 3.306/1.800 kcal, 2.851 Schritte
Sonntag: 3.780/1.800 kcal, 785 Schritte
Montag: 2.695/1.800 kcal, 3.602 Schritte
Dienstag: 3.041/1.800 kcal, 5.232 Schritte
Mittwoch: 2.007/1.800 kcal, 5.654 Schritte
Donnerstag: 2.708/1.800 kcal, 4.930 Schritte
Freitag: 2.329/1.800 kcal, 3.471 Schritte

Zunahme: +0,8 kg

Donnerstag, 27. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 5 bis 7 - Winterberg, Bierathlon & Oberntorfest

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Am Freitag (14. August) war der Tag, an dem ursprünglich ein Familientag im Lagunenbad in Willingen geplant war. Den hatte meine Schwägerin ja abgesagt, weil sie wegen Erdbeerwoche nicht ins Wasser könne.
 
Alternativ wurde ein Ausflug zum Ettelsberg in Willingen vorgeschlagen (ohne genaue Uhrzeit). Da hätten wir auf den Aussichtsturm und zum Skywalk gehen können. Für die Paten-Maus hätte es einen großen Spielplatz gegeben und der Kyrill-Pfad ist ja auch da oben. 
 
Mittags hatte PAPA beschlossen, dass WIR nochmal bei dem neuen Burger Laden was holen. Denn ER musste ja unbedingt diese viel gepriesenen Chicken Wings und die "komischen Käse-Kartoffeln" (Chili Cheese Fries) probieren und ICH durfte den Lieferdienst spielen. Weil ich nicht schon wieder Bock auf Burger und Pommes hatte, habe ich mir einen Salat geordert. Der war auch super :-)
 
Tja, und Träume sind Schäume. Weil meine Schwägerin dann noch einen Online-Kurs von der Umschulung hatte - keine Ahnung, wo der plötzlich her kam, denn ganz ursprünglich hätten wir ja schwimmen gehen wollen - wurde es an dem Tag alles so spät, dass sich Willingen auch nicht mehr lohnte, denn die letzte Fahrt mit der Gondel vom Ettelsberg wieder hinab ist bereits um 16:30 Uhr. Und mit der Kleinen (und Kinderwagen) ist es sehr mühselig, wenn man runter laufen muss.
 
Also: Wieder Planänderung. Am Ende landeten wir im Kurpark in Winterberg. Dort gibt es auch einen riesigen Spielplatz. Die Kurze hatte einen Heidenspaß. Der Großen war natürlich langweilig. Außerdem war es uns Großen auch (wieder) viel zu warm zum "Toben". Und Schatten auf einem Spielplatz ist wohl auch zu viel verlangt.
Am frühen Abend sind wir dann noch über die Winterberger Kirmes gelaufen. Die Kinder wollten natürlich noch Karussell fahren, was wir dann aber leider auch wieder canceln mussten. Denn mein Bruder wurde für die Nachtschicht beim Waldbrand löschen beordert und musste zurück und meine Schwägerin wollte nicht mit Kind und Kegel in meinem Auto zurück fahren (wir waren ja mit 2 Autos unterwegs). Also fuhren wir alle wieder frühzeitig zurück. Die Kinder waren schwer enttäuscht und daher auch etwas quengelig.
 
Samstag wollten wir uns dann gegen 11 Uhr treffen, um DANN nochmal auf die Winterberger Kirmes zu fahren. Aber irgendwie war keinem aufgefallen, dass die ja erst um 14 Uhr öffnete. Also hab ich den Vormittag bei Papa verbracht und etwas gelesen. Denn zum wandern war es tatsächlich immer noch zu warm im Sauerland. Da ja so viel Wald verschwunden ist in den letzten Jahren, heizen sich die kargen Flächen sehr stark auf und für mich war es nicht auszuhalten in der prallen Sonne. 
 
Das war tatsächlich mein allererster Sauerland-Urlaub, bei dem ich meine Wanderschuhe umsonst mitgenommen hatte :-/
 
Mittags gab es bei Papa Nudeln mit einer selbstgemachten Tomatensoße. Keine Ahnung, woher her das Rezept hatte, aber ein bisschen weniger Ketchup wäre sicher nicht verkehrt gewesen ;-) Sie war ziemlich säuerlich. Aber ansonsten echt lecker. 
 
Am Nachmittag meldete sich meine Schwägerin schließlich und meinte, sie wollten jetzt etwas spazieren gehen und ein Eis essen. Ob ich mit wollte. Ja, natürlich. Und so spazierten wir etwas durch das Heimatkaff und sie zeigte mir, wo sie hoffen, eine neue Bleibe zu finden. Denn mein Bruder hatte die Tage die Kündigung wegen Eigenbedarfs erhalten.
 
Als 4-köpfige Familie innerhalb von nur 3 Monaten was neues zu finden, ist auch auf dem Land nicht einfach. Denn die meisten freien Wohnungen sind für 4 Leute zu klein. Ich hoffe, die favorisierte Wohnung bekommen sie auch. Ein zu mietendes Haus hat sich als Flop herausgestellt (zu schmal und zu renovierungsbedürftig) und die andere Wohnung war viel zu teuer mit fast 2.000 EUR warm Plus 3 Monatsmieten Kaution. Da wären sie fast 10.000 EUR los und hätten noch nicht renoviert, keine zusätzlichen Möbel besorgt, den Umzug gewuppt usw. 
 
Beim örtlichen Eis-Dealer haben wir uns mit leckerer Kühle versorgt und danach wollten wir eigentlich "nur kurz" bei meinem Bruder gucken, der an diesem Samstag mit seinen Kumpels beim Bierathlon mitgemacht hatte. Anschließend wollten wir mit den Kiddies noch auf den großen Spielplatz. 
Am Ende sind wir dann aber beim Bierathlon "versackt", weil die Schwägerin den anderen Spielplatz meiden wollte. Dort hielt sich nämlich die bekloppte Ex von Bruderherz's Kumpel auf - die sich gerade frisch getrennt hatten. Die Frau hat scheinbar den Schuss nicht gehört. K kann sie nicht ausstehen und die andere denkt, die beiden wären die besten Freundinnen.
 
Und so haben wir mit den Kindern beim Bierathlon ein Ballspiel gespielt, K und ich haben versucht uns M's völlig besoffenen Kumpel vom Hals zu halten, der im Beisein der Kinder Obszönitäten und Anzüglichkeiten von sich gab und am Ende beim Ballspiel statt eines Balls einen Pflasterstein schmiss - der mein Patenkind hätte treffen können, wenn sie plötzlich einen Schritt nach vorne gemacht hätte. 
 
Und ich wusste wieder ganz genau, wieso ich mich von diesen alkohollastigen Dorfveranstaltungen immer fernhalte und die schon immer wie die Pest gehasst habe. Und natürlich hat keiner was zu dieser selten dämlichen Aktion gesagt und ich hab mich schwer getan, hier die Klappe zu halten. Aber wenn es schienbar für alle okay ist, dass in der nähe von kleinen Kindern von besoffenen Idioten Pflastersteine geschmissen werden, werde ich den Teufel tun und mich da als "unwissende Kinderlose" einzumischen. Aber mal ganz ehrlich: Geht's noch?!
 
Sonntag war dann Familientag Nr. 3 in Folge. Für abends war Grillen mit allen bei meinem Vater geplant. Ich war am Freitagabend noch fix einkaufen gewesen, weil ich angeboten hatte einen Salat zu machen. Und am Nachmittag hatte die Große eine Tanzveranstaltung auf dem Oberntorfest.
 
Ich hatte am Samstag meinem Vater gegenüber erwähnt, dass ich Sonntagvormittag noch kurz durchsaugen würde, bevor der Besuch zum Essen kommt. Und er reagierte mit einer Mischung aus Genervtheit und "ist mir egal". Aber wenn die Kinder da den halben Tag rumspringen und evtl. auf dem Boden spielen, dann hätte ich gerne vorher mal durchgesaugt. 
 
Also saugte ich am Vormittag eine reichliche Stunde bei meinem Papa durch. Erst die Böden. Danach die Decken. Denn dort hing alles voll mit fetten Spinnwegen inkl. der Bewohner. Die Fensterbank im Wohnzimmer habe ich ebenfalls abgesaugt. Die war so staubig, dass ein Lappen oder Staubtuch hier sinnlos gewesen wäre.
 
Und ich weiß nicht, ob er es wirklich nicht sieht (Betriebsblindheit) oder ob es ihm schlichtweg total egal ist, wie siffig es inzwischen bei ihm aussieht. Mit ihm reden lohnt aber auch nicht, denn er hat für alles eine "sinnige" Erklärung oder eine faule Ausrede. 
 
Und dann wollte ich ja - während mein Bruder den Grill anheizen würde - den Salat machen. Aber in der dreckigen Küche Lebensmittel für alle zubereiten ging mir total gegen den Strich. Also hab ich die Arbeitsflächen erstmal geputzt. Mit einem nassen Küchenhandtuch, denn der Mann besitzt nichmal einen Spüllappen!
 
Der Küchenboden war das schlimmste. Der klebte richtig! Ekelhaft. Seinen Wischmop mochte ich aber nicht anfassen, weil der voll war mit Spinnweben inkl. der achtbeinigen Bewohner. Keine Ahnung, wie lange der schon nicht mehr benutzt wurde. Ausgewichen bin ich dann auf die vorrätigen feuchten Bodentücher. Das erste war dunkelgrau und der Boden sah quasi aus wie vorher. Nr. 2 und 3 waren ebenfalls dunkelgrau, aber der Boden wurde schon sauberer. Als Nr. 4 auch dunkelgrau zum Vorschein kam habe ich ernsthaft aufgegeben. Wie kann er nur so leben?! Immerhin war der Boden deutlich sauberer und hat nicht mehr geklebt. Aber von richtig sauber waren wir auch noch weit entfernt. Ich fürchte, so "sauber" war die Wohnung meines Vaters seit Jahren nicht mehr. Und das ist peinlich und traurig.
 
Gegen 14 Uhr sind wir mit den Kindern auf dem Spielplatz und beim Oberntorfest gewesen. Während die Große sich mit ihren Freundinnen auf das Tanzen vorbereitete, bespaßten wir das Patenkind. Hüpfburg, Karussell, Klettergerüst und Kinderschminken. 
Als die Kleine auf dem Klettergerüst war, sagte M noch zu mir: "Lauf nicht so weit vor! Die eine Stelle kann sie noch nicht oder traut sich noch nicht, die kommt gleich wieder zurück." Tja, kaum waren die Worte gesprochen, kletterte die Paten-Maus über genau diese Stelle! Mein Bruder, total perplex, fragte seine Jüngste, was denn da auf einmal los wäre, dass sie sich da plötzlich rüber traut. Da sagt L ganz trocken: "Mit Nicole kann ich das schon alles!". Tanten-Superkräfte :-D
 
Die Große hat dann noch richtig toll mit ihrer Gruppe getanzt und danach ging es zum Grillen zum Opa. Allen ist aufgefallen, dass keine Spinnweben mehr rumhängen und man den "Küchenboden wieder sehen kann". Während M den Grill anheizte, haben die Mädchen mir beim Salat machen "geholfen". Und wir haben alle lecker und reichlich gegessen.
 
Und so ging ein etwas chaotisches Familien-Wochenende mit gefühlt zwei Duzend Planänderungen auch über die Bühne und am Ende hatten wir doch alle unseren Spaß - mehr oder weniger. 

Dienstag, 25. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 4 - Tante-Nichte-Tag am Edersee

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Am Donnerstag (13. August) gab es das Standard-bei-Papa-Frühstück und gegen 10 Uhr kam die Große vorbei für unseren Tagesauflug. Nur sie und ich. Da freut sie sich jedes Mal wie Bolle drauf - weil sie mich nicht mit ihrer Schwester teilen muss. Denn eine gewisse Eifersucht spielt da leider eine große Rolle bei ihr.
Es ging nochmal an den Edersee. Durch die langanhaltende Dürre ist dort ein großer Teil vom Edersee-Atlantis schon seit Wochen zu sehen. Normalerweise ist es immer erst im Herbst und frühen Winter soweit. Weil es von der Strecke her am günstigsten lag, ging es vom Heimatkaff erstmal 30 Minuten zur Aseler Brücke. 
Die Brücke im alten Dorf Asel wurde 1890 eingeweiht und ist das am besten erhaltene Bauwerk im alten Edertal. Als das Tal 1914 geflutet wurde, war die Brücke also noch relativ jung. Und wenn der Edersee voll aufgestaut ist, liegt diese kleine Brücke satte 10 Meter unter Wasser. Dort drauf zu stehen und drüber zu laufen, mit dem Wissen, dass normalerweise 10 Meter über mir erst die Wasseroberfläche ist, war schon sehr beeindruckend.
Von der Aseler Brücke ging es 15 Minuten weiter zu einem Mini-Parkplatz an der Edersee-Randstraße. Von dort kann man das steile Ufer hinabstiegen zur Bericher Hütte und zum Sperrmauer-Modell.
Das die Überreste der Bericher Hütte freiliegen sollen, hatte ich bereits von Bekannten gehört. Und die bekloppte KI hat sehr überzeugend behauptet, dass auch das Sperrmauer-Modell bereits zu sehen sein soll. Tja, ratet wer hier wieder nur Schwachsinn erzählt hat? ;-) Tipp: Es waren nicht die Bekannten!
Die Bericher Hütte war bis 1875 eine bedeutende Eisenhütte des Fürstentums Waldeck. Heute sieht man nur noch ein paar Mauerreste. Das Wasser war hier noch nicht so lange weg, weshalb das "neue Ufer" noch sehr schlammig und rutschig war. Wir hätten uns beide fast lang gelegt :-D Das hätte was gegeben.
 
Wir sind eine Weile hin und her gelaufen. Immer auf der Suche nach dem Sperrmauer-Modell. Im Maßstab 1:40 wurde es vor dem Bau der eigentlichen Talsperre für hydraulische Versuche benutzt. Am Ende war aber klar: Dort, wo das Modell hätte sein sollen, war tatsächlich noch ein bisschen Wasser. Es müsste wohl nochmal mind. 2 Wochen so trocken bleiben, damit die Stelle ohne Wasser wäre und dann müssten die Ehrenamtlichen vom Verein das Ding auch noch wieder aus dem Schlamm ausgraben. Also, kein Sperrmauer-Modell für uns.
 
Dafür konnten wir das grell-grüne Wasser des Sees sehen. Auf sämtlichen Homepages wurde vor dem Baden gewarnt, denn die sich dort gerade rasch ausbreitende Blaualge ist gefährlich für Mensch und Tier. 
 
Von hier fuhren wir nochmal 15 Minuten weiter zum Tollen Haus am Edersee. Ich war mit dem Ex 2017 nach einer Wanderung schonmal dort. 
Und irgendwie hatte ich das ganze deutlich cooler in Erinnerung. Auch die Große hatte sich hierauf schon besonders gefreut. Am Ende waren wir beide etwas enttäuscht. Sie hatte sich mehr erhofft. Ich hatte es besser in Erinnerung. Das Ganze wirkte irgendwie "leerer" als damals. Mit weniger Kleinigkeiten zu entdecken. Entweder hat meine Erinnerung sich sehr verklärt oder es ist wirklich in den Jahren "schlechter" geworden. Ich kann es ehrlich nicht sagen.
Das Café, wo der Ex und ich damals waren, ist jetzt scheinbar nur noch eine Art Eisdiele. Die Große und ich haben uns ein Eis gegönnt. Während sie die "vernünftigen" Sorten (Stracciatella und Vanille) bestellte, hatte ich Bock auf die "komsichen". So orderte ich "Rosa Marshmellow" und "Zuckerwatte". Das blaue Zuckerwatte-Eis war durchaus lecker. Das rosa Marshmellow-Eis war widerlich und schmeckte nach Kaugummi. Und C hatte natürlich nichts besseres zu tun als mich anzugrinsen und zu sagen: "Siehste, deswegen traue ich mich nie an die bunten Sorten. Die meisten schmecken nämlich einfach nur nach Bubblegum und das ist eklig!". Ja, danke! Den Hinweis hätte ich gerne vorher gehabt :-D
 
Da es noch recht früh war, haben wir beim Eisessen überlegt, was wir noch machen könnten. Wir hatten bei mehreren Gelegenheiten das Schloss Waldeck in der Ferne gesehen und ich war mir nich sicher, ob sie da Lust drauf hat. Ich hab ihr erzählt, dass ich mal dort oben war und das eine kleine Seilbahn hinauf fährt. Parallel hatte ich aber auch vorgeschlagen, dass wir ins nahe Korbach zum Shoppen fahren könnten. Ihr Tag. Sie sollte entscheiden. Die Große entschied sich dann tatsächlich für das Schloss. 
Ich hatte kurzfristig nach Öffnungszeiten für die historische Seilbahn gegoogelt und musste leider feststellen, dass der Betrieb "vorübergehend" eingestellt wurde (wegen Betreiberwechsel). Laut einigen Rezensionen ist dieses "vorübergehend" aber schon reichlich 1 Jahr so. Ob sie jemals wieder öffnet? Alternativ fährt alle 15 Minuten so eine komische Bimmelbahn. Auf die hatten wir aber beide keinen Bock und sind stattdessen direkt auf den Parkplatz unterhalb vom Schloss gefahren. Da gab es auch ein sauberes, öffentliches WC, was wir freudig genutzt haben. Denn weil es der heißeste Tag der Woche war, hatten wir inzwischen doch reichlich getrunken.
Ins Museum wollte meine Nichte nicht. Das ist (noch) nicht so ihr Ding. Muss es auch nicht. Sie ist ja erst 10 Jahre alt. Wir haben uns das Schloss also nur von außen angesehen, die Aussicht von oben genossen und die großen Kanonen und den Pranger bestaunt. Sie hat im Museumsshop noch ein paar Andenken gekauft und dann hat sie gefragt, ob wir noch zur Staumauer fahren könnten, die wir von dort oben auch entdeckt haben. Klar doch. Machen wir :-)
Und wieder 15 Minuten später standen wir auf dem Parkplatz nahe der Staumauer. Ein kleiner Spaziergang vom Parkplatz durch das Örtchen Edersee, brachte uns in kaum 10 Minuten zur Staumauer. Dort stand ein (kleines) Riesenrad. Mit dem sind wir spontan auch noch gefahren und hatten einen Heidenspaß. Der Blick von oben auf die Staumauer war super. Die vom See abgewandte Seite wird aber gerade saniert. Das Baugerüst war nicht so hübsch. Aber was muss, das muss.
Über die 400 m lange Talsperre sind wir noch einmal ans andere Ende und wieder zurück gelaufen, bevor wir zurück zum Auto sind, um den Heimweg anzutreten. Und auch vor der Staumauer und an den Ufern schimmerte das Wasser widerlich grün von den Blaualgen.
 
Die Familie hat sich zum Abendessen wieder bei Papa versammelt und die Große und ich sind später nochmal los, um Futter bei Winnie zu besorgen. Für mich gab es nochmal Hamburger mit Pommes (ohne Bild). Es war ein richtig schöner Tag.
 
Leider habe ich mir trotz aller Vorsicht auf den Schultern und im Dekoltee einen recht miesen Sonnenbrand eingefangen :-( Rucksack auf- und absetzen sowie die Reibung vom Anschnallgurt hält auch die beste Sonnencreme nicht lange durch. Und eigentlich weiß ich das. 
 
Edit: Jetzt, fast 2 Wochen nach unserem Ausflug, ragt tatsächlich die obere Hälfte des Sperrmauer-Modells aus dem giftig grünen Wasser!

Sonntag, 23. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 3 - Partielle Sonnenfinsternis

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Am Mittwoch (12. August) bin ich vormittags nicht wirklich draußen gewesen. Es war so heiß an diesem Tag. Meine Mutter kam kurz vor Mittag vorbei, denn wir wollten alle zusammen Mittag essen.
Mein Vater wollte schon ewig diesen neuen Burger-Laden im Heimatkafft ausprobieren. Wer schon länger im Blog mitliest, wird wissen, dass mein Vater ein recht bequemer - man möchte sagen super fauler - Mensch (geworden) ist. Daher war es natürlich voll praktisch, dass die Tochter da war, um das Essen aus besagter Burger-Bude zu organisieren, ohne dass der werte Herr Vater seinen Hintern aus dem Sessel bewegen musste.
Mein Bruger und meine Chili Cheese Fries waren absolut lecker. Kann ich also weiter empfehlen. Personal war super freundlich und alles wurde frisch gegrillt. Aber vor Ort essen wäre schwierig gewesen. Erstens ist grundsätzlich nur Platz für wenige Leute (sehr wenige kleine Tische) und es war brüllend heiß in der Bude.
Nachmittags war ich dann zum Dog-Sitting abgestellt, denn Mama hatte Termine bzgl. Rente bei der Stadt. Weil Hundi wegen Hitze auch nicht wirklich Bock auf draußen hatte, haben wir nur eine kleine Runde gedreht. Danach kollabierte die Fellnase quasi im kalten Flur.
Am späten Nachmittag hatte ich mich telefonisch bei der Sternwarte angemeldet, die für die Sonnenfinsternis einen Sondertermin veröffentlicht hatte. Der nette Herr sagte am Telefon, ich solle zwischen 18:00 und 18:30 Uhr mit Klappstuhl und Decke dort sein. Als er mir den Weg erklären wollte, hab ich ihm gesagt, ich wüsste wo das ist. Denn ich war ja im Sommer 2018 schonmal zum Sterne gucken dort :-)
Einen Campingstuhl hatte ich mir von Papa geliehen und für abendliche Kühle die Decke von der Rückbank im Auto bemüht - die ich am Ende aber gar nicht brauchte. Es war sogar nach Sonnenuntergang noch sehr warm.
 
Zum Glück hatte ich meine eigene SoFi-Brille schon vorab besorgt. Vor Ort wurden zwar "selbstgebastelte Brillen" gegen Spende verteilt. Aber viele von denen waren leider nicht mehr zu gebrauchen und wurden aussortiert. Auch für meine Kamera hatte ich einen SoFi-Filter. Der war im Set mit der Brille dabei.
 
Es waren sooo viele Leute dort. Einige Urlauber, aber auch Einheimische. Manche sind extra aus Olsberg und Brilon angereist. Es war eine richtig tolle Stimmung vor Ort und man kam sich vor wie auf einem Campingplatz :-) Manche hatten sogar Kühlboxen mit Sekt, Bier und Snacks dabei.
 
Ich hab mir einen Platz etwas abseits der Familien gesucht und in Ruhe mein Stativ aufgebaut. Zuhause hatte ich mir schon den Billig-Filter mit Tesa an die Kamera geklebt. Nicht sehr professionell - aber es hat funktioniert :-) Und irgendwann nach 19 Uhr ging es dann endlich los: 

Der Billig-SoFi-Filter hat mega gut funktioniert - auch wenn ich gelegentlich das Tesa wieder festdrücken musste. Auf manchen Bildern (siehe unten) kann man sogar ein paar kleine Sonnenflecken erkennen!
Ich habe die totale Sonnenfinsternist vor fast genau 25 Jahren (11. August 1999) als 16-jährige miterlebt. Ich weiß, dass ich aus der Schule kam und früher aus dem Bus ausgestiegen bin, um das Spektakel nicht zu verpassen. Damals gab es die SoFi Brillen gratis in Zeitschriften und an jeder Supermarktkasse. Leider habe ich von damals keine Fotos als Erinnerung. 
Von daher fand ich diese partielle Sonnenfinsternis auch sehr spannend. Und ich habe sogar schöne Bilder als Erinnerung mitgebracht. Leider konnte ich nicht mehr komplett miterleben, wie der Mond von der Sonne wieder weg wanderte. Denn irgendwann waren die Bäume dann doch im Weg.
Einige Leute hatten bemerkt, dass ich Fotos machte und kamen an, stellten Fragen und wir unterhielten uns eine Weile. Eine Frau konnte erst gar nicht glauben, dass ich "mit der Kamera?" solche tollen Bilder machen konnte :-D Am Ende scharten sich ein Duzend Menschen um mich, die mit ihren Handys meine Bilder vom Kamera-Display abfotografierten :-D Als Dankeschön gab es Tuc Cracker geschenkt. Es war voll witzig. 
Als die Sonne hinter den Bäumen verschwand, fing ich dann auch an abzubauen. Durch die großen Teleskope habe ich gar nicht geschaut. Da war so viel los (vor allem die Kinder) und ich wollte nicht die ganze Zeit dort anstehen. Ich hätte noch bleiben können, um ab 22 Uhr Mars, Venus und Saturn zu beobachten - wie schon 2018. Und die Perseiden sollten ja auch in dieser Nacht zu sehen sein - noch später! Aber ich war plötzlich so müde, dass ich lieber wieder zurück bin.

Denn am nächsten Tag stand der Tante-Nichte-Ausflug auf dem Programm ;-)
 
Und dass meine Familie an diesem tollen Ereignis so absolut gar kein Interesse hatte, finde ich schade und bedauerlich. Aber ich hatte dort auch "alleine" (mit vielen anderen) eine richtig schöne Zeit.

Freitag, 21. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 1 & 2 - Anreise, Freunde und Familie

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Am Montag (10. August) bin ich mit meinem neuen Flitzer in den Urlaub aufgebrochen. Der kleine Suzuki ist das perfekte Gefährt für Single-Reisen. Denn mein Gepäck für 10 Tage Urlaub passte perfekt in den Kofferraum. Nichts musste auf die Rückbank :-)
Ich bin - weil ich alles in meinem Tempo machen konnte und nicht auf jemand anderen warten musste - eine ganze Stunde früher losgekommen, als ich geplant hatte. Die Fahrt über die Autobahn verlief absolut reibungslos und als ich so auf dem Rastplatz saß und Pause machte, habe ich - weil ja noch genug Zeit war - spontan beschlossen, nochmal einen Abstecher nach Kirchhain bei Marburg zu machen, um das Grab meiner Freundin zu besuchen.
Beim Blumenladen direkt neben dem Friedhof habe ich 5 Rosen (denn 5 Freundinnen aus der 6er-Gruppe sind ja noch übrig) besorgt und diese auf dem Grab nieder gelegt. Eine für jede von uns. Ich habe eine Weile auf einer Bank in der Nähe gesessen und habe dann das letzte Stündchen Fahrt ins Heimatkaff angetreten.
Den Tag ist dann auch nicht mehr viel passiert. Ich war platt von der Hitze und der Fahrt. Denn auch im Heimatkaff war es total warm. Das bin ich aus den letzten Jahren ja so gar nicht gewöhnt. Klar, deutlich kühler als in Freiburg, aber trotzdem zu warm (für mich) um viel draußen zu machen.
 
Mama blieb zum Abendessen. Mein Vater hatte Djuvec Reis (ohne Foto) für alle gekocht. Der war echt lecker.
Nachdem ich abends meine Mutter nach Hause gebracht hatte, habe ich mich noch spontan zur Sternwarte begeben. Denn es war 19:30 Uhr und genau um diese Uhrzeit sollte ja zwei Tage später die partielle Sonnenfinsternis stattfinden und ich wollte gucken, wie gut man die Sonne von dort aus sehen kann. Denn die Frage "Von wo aus sehe ich mir das Spektakel an?" war zu diesem Zeitpunkt ja immer noch offen.
Als ich dann sah, wie super man von dort die Sonne noch sehen konnte, war der Entschluss schnell gefasst. Wieso ewig lange fahren, wenn man den perfekten Platz quasi direkt vor der Haustür hat? Ich würde dort auf's Feld gehen.
 
Am Dienstag (11. August) war ich morgens um 9 Uhr zum Frühstücken mit meiner ehem. Arbeitskollegin verabredet. Und das Wetter im Sauerland war an diesem Tag einfach herrlich. Mein persönlicher "Hitzefrei" Urlaub :-)
Ich habe mich mit Tine in Winterberg im Extrablatt getroffen. Dort gab es ein richtig tolles Frühstücksbuffet. Unter der Woche kostete das auch nicht viel Geld. Leider hab ich dort vor lauter Quatschen und Spaß nicht ein einziges Foto gemacht. Wir haben uns über alles und nichts unterhalten und voll viel gelacht. Anekdoten von damals erzählt und uns ansonsten auch auf den neuesten Stand gebracht. Gegen 12 Uhr haben wir dann den jeweiligen Heimweg angetreten und beschlossen: Das machen wir definitiv wieder.
Als mein Vater kurz nach Mittag mit meiner Mutter und dem Hund los zog, habe ich erstmal mein Zimmer geputzt. Denn die erste Nacht war eine mittlere Katastrophe. Die Hausstauballergie hielt mich trotz Tabletten mehr als wach. Das konnte so nicht bleiben!
 
Am Nachmittag kam mein Bruder mit Familie auch noch vorbei um schonmal Hallo zu sagen und wir hatten einen richtig gemütlichen Familien-Nachmittag mit Hund, Kind und Kegel.
Mein Patenkind klebte wie eine Klette an mir und wir haben auf der Couch getollt bevor sie unbedingt mit in mein Zimmer wollte: Koffer Kontrolle! "Was ist da drin?" - "Wozu brauchst du das?" - "Wo sind deine Schuhe?" - "Was ist in dem Rucksack?"...
Nachdem alles inspiziert und abgenommen war, durften wir dann auch wieder zu den anderen ins Wohnzimmer zurück :-D 
Als alle wieder weg waren, hat Papa noch Abendessen aufgefahren. Passend zum sommerlichen Wetter gab es Rotkohl (hüstel) mit Kartoffen und einem Schweinenackensteak. Und so schnell waren die ersten zwei Tage vom Sommerurlaub auch schon wieder vorbei.

Samstag, 15. August 2026

Wunschgewicht: KW 33 & 34

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Ich habe Urlaub, daher macht mein Blog auch zwei Wochen Sommerpause :-) Wir lesen uns in 14 Tagen wieder...
Image by Markus Winkler from Pixabay


Sonntag, 9. August 2026

Wunschgewicht: KW 32 - 2026

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Samstag war mal wieder nichts mit lange schlafen. Ich war um kurz nach 7 Uhr bereits wieder hellwach und gleichzeitig hundemüde. Hört das irgendwann auf?
 
Bisher konnte ich noch keine Wirkung dieses Melatonin-Präparats feststellen. Aber ich hab gelesen, dass man dass eine Weile regelmäßig nehmen muss, bis sich eine fühlbare Wirkung einstellt. Mal sehen, was passiert. War ja jetzt erst der dritte Abend.
 
Immerhin macht ja der Supermarkt um 7 Uhr schon auf und ich hab das ungewollte Wachsein genutzt, den WG-Einkauf abzuhaken. Bei 25 Grad am frühen Morgen hab ich gedacht, das wäre gut machbar. Allerdings war ich rappelfertig, als ich wieder Zuhause ankam. Denn es war zwar nur 25 Grad warm aber unerträglich schwül. Ich war pitschnass geschwitzt, als ich mit den Lebensmitteln im zweiten Stock ankam. Während ich die eine Fuhre Einkauf schon verräumt habe, hab ich den MBW runter geschickt, den Rest zu holen.  
 
Dann wollte ich eigentlich meinen Blog hochladen, den zweiten Car Coaster häkeln und ein bisschen lesen. Am Ende bin ich aber am Handy daddelnd auf der Couch versumpft. Meine Konzentrationsfähigkeit lies nämlich ab Mittag sehr zu wünschen übrig.
Ernsthaft?!
Als am späten Nachmittag der Hunger kam, habe ich eines der fünf neuen Sommer-Rezepte ausprobiert. Es gab Linsensalat mit Aprikosen. 
Das war super schnell zubereitet, der Herd war max. 10 Minuten an. Und geschmeckt hat es Bombe! Das Rezept landet definitiv in meinem Ordner.
Zum Dessert gab es Obst und ich hab mit dem Apfel-Kerngehäuse die selbstgebaute Obstfliegenfalle frisch bestückt. Inzwischen habe ich zwei davon in der Küche stehen. Und die "ältere" von den beiden lockt mit dem inzwischen gut gammeligen Kerngehäuse massig Obstfliegen an. Das Ding ist wirklich deutlich günstiger und effektiver als die teure gekaufte Falle. 
Bild vom Smartphone
Trotz dass ich so müde war, war ich erst recht spät im Bett. Erst nach 23 Uhr. Das Buch war so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Dafür hab ich dann aber auch noch den Fast-Vollmond gesehen, der ins Badezimmer hinein schien. 
Bild von der "richtigen" Kamera
Sonntag hab ich das erste Mal seit fast zwei Monaten wieder bis nach 9 Uhr geschlafen. Und ich hätte sicher noch länger gepennt, wenn mich nicht ein dringendes Bedürfnis aus dem Bett getrieben hätte. 
 
Im Flur traf ich den MBW, der schon dabei war Frühstück zusammen zu suchen. Nach dem Frühstück hab ich dann endlich meinen Blog hochgeladen und etwas ferngesehen. 
 
Weil es mir draußen viel zu warm war, war ich auch am Sonntag nicht wirklich draußen. Die Wetteraussichten für meinen Urlaub im Sauerland sehen hingegen (aktuell!) absolut spitzenklasse aus. Wenn ich ankomme zwar noch knapp unter 30 Grad für die ersten ca. 3 Tage, aber danach nur noch 22-25 Grad. Ideal, um im Urlaub auch mal richtig aktiv zu sein. Ich hoffe, das bleibt auch so!
 
Ich hab am Sonntag meinen Blog hochgeladen, etwas fern gesehen und auch noch den zweiten Car Coaster gehäkelt. Alles, was ich am Samstag nicht gemacht habe :-)
Am Nachmittag habe ich mich zuerst um das Abendessen für Montag gekümmert. Da es am Montag nochmal richtig heiß werden sollte (bis 36 Grad im Schatten), wollte ich die Gazpacho machen. Die hab ich natürlich am Sonntag schon püriert und dann bis Montag im Kühlschrank geparkt.
 
Für Sonntagabend habe ich das neue Rezept Nr. 2 von 5 getestet. Eine grüne Salat Bowl mit Kichererbsen, Spinat und Avocado. 
Auch die war mega lecker und hat mehr als gut satt gemacht. Wieder vegetarisch. Allerdings etwas aufwendiger in der Zubereitung als der Linsensalat. Für's Wochenende top, für unter der Woche nichts für mich. Da würde diese Bowl einfach zu lange dauern.
 
Montag sollte es (erstmal) den letzten richtig heißen Tag geben. Danach nur noch um die 30 Grad pendeln (also wieder "normaler" Sommer). Wobei an diesem Sommer nichts mehr normal wird, auch wenn sich die Temperaturen wieder "normalisieren". Seen und Flüsse sind trocken, Bäume werfen bereits seit Wochen ihre Blätter ab um Wasser zu sparen und Wiesen sind Steppenlandschaften. 

Ein Meteorologe meinte kürzlich, wir bräuchten jetzt 4-6 Wochen nonstop einen mittelkräftigen Landregen, um das wieder einigermaßen auszugleichen. Aber (zumindest hier im Süd-Westen) es ist absolut kein Regen ins Sicht. Der oft angekündigte Regen oder die zu erwartenden Gewitter lassen sich nicht blicken. Zumindest nicht in Freiburg. Denn wenn mal was kommt, bleibt es im Schwarzwald oder an den Grenzen zur Schweiz und zu Frankreich.
 
Der Rhein hat so wenig Wasser wie nie. In Ungarn wurde ein AKW abgeschaltet, weil die Donau nicht genug Wasser hat (zur Kühlung). Und vom hessischen Edersee wird nur noch das absolute Minium an Wasser abgelassen und für die Weser-Schifffahrt bereitgestellt, weil auch der Edersee viel zu leer ist, für diese Jahreszeit. Das Sonntags-Fahrverbot für LKW ist teilweise ausgesetzt bis September, damit Güter, die normalerweise per Schiff transportiert werden, jetzt auf LKW transportiert werden können, weil ja die Schiffe nur noch eingeschränkt oder sogar gar nicht mehr fahren können. Es ist wirklich erschreckend.
 
Ich fuhr mit dem Auto zur Arbeit und war im Büro mehr als froh, dass ich bei dem kranken Kollegen irgendwie letzte Woche schon den richtigen Riecher hatte. Der meldete sich nämlich am Morgen und meinte, er wäre noch die komplette Woche krank geschrieben. Zum Glück musste ich nur einen Termin verschieben und hatte sonst auf 3-Mann-Planung verzichtet - weil ich so ein komisches Bauchgefühl hatte.

Als ich aus dem Büro kam, stand der MBW neben dem Auto und wartete. Ich war verwirrt. Zur Erklärung brachte er dann an, er hätte seine Mutter - die inzwischen aus dem Krankenhaus in die Kurzzeitpflege gewechselt ist - besucht und dachte sich, wenn ich eh mit dem Auto da wäre, könnte ich ihn ja auch mit nach Hause nehmen. Soso... Die Ex-SchwieMu hat sehr stark abgebaut, und befindet sich die nächsten 4 Wochen in Kurzzeitpflege in einer Einrichtung nicht weit von ihrer Wohnung. Wie es danach weiter geht, ist aktuell noch unklar. Sicher ist nur: In ihre Wohnung zurück, wird sie wohl nicht mehr können. Sie wird nächstes Jahr auch schon 90.

Unterwegs war das Benzin mit ganz knapp über 2 EUR recht bezahlbar, weshalb ich den Tank direkt wieder voll knallte. Für 19 EUR. Viel hatte ich ja nicht verfahren. Aber ich hätte den Tank gerne randvoll, wenn ich am Montag auf die Autobahn fahre und bis dahin wird das Auto ja nur noch einmal kurz bewegt. Günstiger wird das Benzin ja jetzt nicht mehr. Denn je weniger Schiffe auf den großen Flüssen fahren können, desto teurer wird das Benzin (weil die Schiffe ja weniger laden können und öfters fahren müssen).
 
Außerdem wissen wir ja auch, dass der Rohölpreis IMMER pünktlich zu den deutschen Sommerferien steigt (totaler Zufall) und daher das Benzin auch (ohne Niedrigwasser) in den Ferien immer teurer wird (hüstel). 
 
Zuhause kam das Auto erstmal wieder in die Garage. Bis Freitag... da will ich nach der Arbeit noch ein bisschen einkaufen (Snacks und Wasser für die Fahrt und Obst für die ersten Tage bei Papa, denn der hat NIE welches da). Danach heißt es zum ersten Mal: Sommerurlaubs-Gepäck ins neue Auto puzzeln :-D Ich bin gespannt. Kleineres Auto mit kleinerem Kofferraum heißt jetzt definitiv auch, das meine Familie mich nicht mehr mit "hier-kannst-du-mit-nach-Hause-nehmen-Zeug" ausstatten kann :-D Mein Papa macht das gerne Mal - statt wegwerfen.
 
Passend zur Hitze gab es am Montag das perfekte Essen. Kühlschrank auf, Gazpacho raus, auffüllen, losfuttern.  
Die am Nachmittag noch für den Abend und die Nacht angekündigten Gewitter blieben mal wieder aus. Und ich konnte "schon" um 2 Uhr Nachts die Fenster öffnen, weil wir drinnen wie draußen 27 Grad hatten - Uff!

Dienstag hatte ich geschlafen wie ein Stein. Allerdings auch nur, weil der Ventilator die ganze Nacht lief :-/ Als ich morgens um kurz nach 6 Uhr auf's Thermometer linste, waren es draußen immer noch 24 Grad. Also, keine nennenswerte Abkühlung in der Nacht.

Und, dass am Montag der erstmal letzte heiße Tag gewesen sein sollte, war über Nacht auch schon wieder vom Tisch. Am Dienstag hieß es nämlich, dass es nochmal schweineheiß werden sollte. 
Papa erzählte am Montag, dass es im Heimatkaff mit knapp über 30 Grad auch sehr warm war. Von nur knapp über 30 Grad würde ich hier ja träumen. UND! Dort oben kühlt es nachts immerhin auch wieder ab. Und zwar deutlich unter 20 Grad. Im Gegensatz zu Freiburg. Ich freue mich daher tierisch auf meinen (teilweise) "Hitzefrei-Urlaub" ab nächster Woche.

Die einzige Sorge, die ich aktuell habe ist, dass der MBW (wieder) das Lüftungsmanagement der WG verkackt und noch mehr warm reinlässt, als wir eh schon haben, wenn er die 10 Tage alleine haust. Ich erinnere mich da ungern an letztes Jahr :-/ Zumindest wird er dieses Jahr keinen Dreck in der Küche hinterlassen. Denn im Gegensatz zum letzten Jahr, verzichtet er dieses Jahr (aus Faulheit) auf's kochen. Ich freu mich definitiv auf Zeit alleine und mit Familie und Freunden.

Der Arbeitstag war dank der Hitze auch mega anstrengend. Wenn man morgens schon schwitzend und mit leichtem Kopfweh am Schreibtisch hockt, ist der Tag grundlegend schon Murks.

Nach der Arbeit fuhr ich mit der Bahn in die Stadt. Es ist Monatsanfang und ich war unterwegs in Sachen Schuldentilgung. Anfang September noch einmal und der Rest läuft dann über den bereits eingerichteten Dauerauftrag. Außerdem fuhr ich mit der extrem stauanfälligen Linie nach Hause. Die kommt nämlich am Discounter vorbei.
 
Dort habe ich das sonst so teure Spülmaschinen-Zeugs (Salz und Tabs) günstig besorgt. Spontan sind auch noch Bananen und Fleisch in den Einkaufskorb gewandert. Denn nachdem ich jetzt tatsächlich 3 Tage ausschließlich vegetarisch gegessen hatte und auch die kommenden Tage (bis auf Freitag) vegetarisch werden, hatte ich richtig Lust auf etwas Fleisch zwischendurch.
 
Vom Discounter bin ich nach Hause gelaufen. Denn auf im Stau stehen in der überhitzten Bahn hatte ich gar keine Lust. Mit dem schweren Rucksack durch die Hitze laufen, war allerdings auch nicht besonders toll. Immerhin war ich so früher zu Hause, als mit dem ÖPNV durch die Baustelle zu schleichen.
Zum Abendessen gab es Tomaten-Brot-Salat und dazu das Puten-Spießchen und etwas Grillkäse, was ich spontan gekauft hatte. Und geschmacklich hätte ich auf die Pute dann am Ende doch verzichten können, denn der Grillkäse war der Knaller!
Abends vorm Fernseher hab ich noch fix ein "Deckchen" gehäkelt. Denn im Auto war in der Mittelkonsole noch eine "Schale" frei.

Mittwoch hatte es Nachts wieder nicht abgekühlt. Langsam nähert sich die Temperatur in meinem Zimmer wieder der 30 Grad Marke. Ohne Ventilator wäre an Schlaf gar nicht zu denken. So schaffe ich wenigstens ein paar Stunden pro Nacht. Fenster öffnen ging nämlich auch erst wieder gegen 2 Uhr morgens, als es drinnen und draußen 28 Grad hatte.

Der Arbeitstag war vollgepackt und anstrengend und ich konnte den Feirabend am Freitag kaum noch erwarten und hoffte, die letzten 2 Tagen würden nicht ganz so ätzend. 
"Meine" Bahn im Baustellen-Rückstau
Auf dem Heimweg hatte ich von der vorletzten Haltestelle den Rückstau der Baustelle gut im Blick, weil ich dieses Mal etwas besser positioniert in der Bahn stand. Daher bin ich ausgestiegen und am Stau vorbei gelaufen, während die Bahn mal wieder stand. Auch den SEV-Bus hab ich ignoriert, der laut Anzeige in 2 Minuten abfahren sollte. Und auch das war die richtige Entscheidung. Zwei Kilometer später war ich Zuhause. Ob es die Bahn inzwischen zur Haltestelle geschafft hatte, weiß ich nicht. Aber der Bus, der mich längst hätte überholen sollen, war weit und breit nicht zu sehen. Leider würde ich am Donnerstag den Bus nehmen müssen, weil ich nach der Arbeit kurz zum Doc rein musste. Rezept abholen. Sonst komme ich über meinen und deren Urlaub mit meinen Medis nicht aus.

Zuhause erstmal unter die kalte Dusche - wie jeden Abend diese Woche. Danach gab es Baked Feta. Das Rezept hat sich beim genaueren Durchlesen als Air Fryer Rezept entpuppt. So ein Ding hab ich ja nicht, weswegen ich ein Pfannengericht draus gemacht habe. Und es hat echt super geschmeckt :-D
Parallel kochte ein Topf mit Gabelspaghetti vor sich hin. Denn ich wollte einen 3-Zutaten-Nudelsalat für Donnerstag vorbereiten (den hatte ich online entdeckt). Wenn es da wegen Bus und Doc spät würde, muss ich wieder nur das fertige Futter aus dem Kühlschrank holen :-)
 
Donnerstag hatte ich recht gut geschlafen und der Ventilator lief mal nicht bis zum Morgen durch. Es hatte sich tatsächlich auf "nur" 21 Grad abgekühlt in der Nacht. Im Zimmer hatte ich morgens 26 statt 28 Grad. Das wäre leider wieder anders, wenn ich abends heim käme. Aber man muss sich ja auch mal über kleine Erfolge freuen. Das Wochenende soll leider wieder gegen 36 Grad werden :-( Und an meinen beiden letzten Tagen Zuhause (Samstag und Sonntag) habe ich absolut keinen Bock auf Kochen bei der wieder angekündigten Hitze. Daher werde ich am Freitag nach der Arbeit für die zwei Tage irgendeinen Convenience Kram besorgen, der schnell geht.

Die Fahrt zum Büro war so angenehm kühl wie schon lange nicht mehr. Im Büro konnte ich auch gut lüften. Ansonsten war der Tag, wie die letzte Zeit immer, gefühlt zu lang und deutlich zu stressig.
 
Nach der Arbeit habe ich versucht, auf dem direktesten Weg zum Hausarzt zu kommen. Einfach anrufen und das Rezept auf der Karte haben, funktioniert seit der Baustelle kaum noch, weil ich dort kaum noch ohne großen Zeitverlust vorbei komme, um mal eben am Anfang des Quartals die Karte einlesen zu lassen. Also musste ich leider nun persönlich rein. Immerhin war nichts los und es ging ratzfatz. 
 
Endlich Zuhuase war ich froh, dass ich schon den fertigen 3-Zutaten-Nudelsalat im Kühlschrank hatte und direkt losfuttern konnte :-D 
Geschmeckt hat er gut. Er war nur etwas fade. Da hätte deutlich mehr Salz und Pfeffer ran gekonnt. Vielleicht auch noch ein paar andere Kräuter und/oder Gewürze. Definitiv Luft nach oben. Aber schnell gemacht und grundsätzlich eher Richtung gut.
 
Freitag war dann endlich mein letzter Arbeitstag. Zwecks Rest-Einkauf für's Wochenende habe ich das Auto bemüht. Es zeigte herrliche 17 Grad an, als ich Zuhause los fuhr :-) In meinem Zimmer konnte ich über Nacht auch von 27 auf 24 Grad runter lüften. Die große Sorge, dass der MBW ab Montag das Lüfungsmanagement verkackt ist immer noch da.
Mein neuer Flitzer ist jetzt "wohnlich"
Im Büro war überraschend wenig zu tun. Dafür hatte ich aber auch die letzten paar Tage ziemlich rotiert. Natürlich wieder die üblichen Verdächtigen: Macht schon länger Mucken und PLÖTZLICH (!) ist es ganz kaputt. Ein paar werden geduldig bis nach den Betriebsferien warten, ein paar wollen gucken, ob die Konkurrenz früher kann. Ist halt so. Das Problem haben wir jedes Jahr um diese Jahreszeit.

Da die Herren (Monteure und Chefe) den ganzen Tag auf der Baustelle waren, hatte ich im Büro meine Ruhe und habe in Ruhe die Ablage gemacht, noch einen Auftrag angenommen, Mails gecheckt, Telefondienst gemacht, Staub gewischt, gesaugt und geputzt. Dafür hab ich Chefe die dreckigen Handtücher und Putzlappen zum Waschen hingeschmissen. Da wir immer noch keine neue Putzfee auftreiben konnten, darf er sich gerne auch an der Arbeit beteiligen :-D Ich hab den letzten Müll entsorgt, die teuren Werkzeuge und Messtechniken weggeschlossen und den AB mit dem Betriebferien-Spruch bequatscht. Was so alles am letzten Tag anfällt.
In der Pause war die kleine, gestreifte Nervensäge wieder da. Und die alte Frau, sie sich neben mir auf der Bank niedergelassen hatte, hat doch glatt versucht, den Streifi zu erschlagen. Dabei war die Wespe echt friedlich. Und ich teile meinen Apfel ja schon seit Wochen mit ihr, wenn sie ankommt. Die Frau konnte absolut nicht verstehen, wie ich bei "Wepsen-Angriff" so ruhig bleiben konnte. Und ich konnte die Frau nicht verstehen. Der einzige Grund, so panisch zu werden wäre in meinen Augen, eine Allergie gegen Insektengift. Ob sie allergisch ist, hab ich aber nicht gefragt. Zumal die Wespe ja immer direkt zu mir kam und die Dame in Ruhe ließ. Es gab also gar keinen Grund zur Panik. Die Frau hatte ja auch kein Leckerli. Aber so eine friedliche Wespe habe ich lange nicht erlebt. Vielleicht sind die "Sächsischen" wirklich entspannter als die "Gemeinen" :-)

Kurz vor Feierabend wollte Chefe noch wissen, ob sein Zug in die Schweiz pünktlich wäre. Er hat nämlich den DB Navigator nicht auf dem Handy und meint, als "ÖPNV-Fee" hätte ich da eh mehr Durchblick als er. 

Der Mann, der eignetlich NIE Zug fährt, wollte nämlich mit dem Zug zum Züricher Flughafen, wo gegen 23 Uhr sein Flieger in den Urlaub starten würde. Und an dem einen einzigen Tag, wo er dann doch mal die Bahn bemühen wollte, ging tatsächlich bei der DB wieder gar nichts. Wegen Idioten auf den Gleisen war der gesamte Fernverkehr 'gen Süden ca. 60 Minuten verspätet. 
 
Und so kam es, das ich auch nach Feierabend noch die Reiseleiterin für den liebsten Chef miemte
 
Als der Tag schließlich geschafft war, machte ich echt drei Kreuze. Jetzt sind dann erstmal 2 Wochen Urlaub angesagt :-)
 
Ich hoffe auch, dass der Sommer nach meinem Urlaub auch hier in Freiburg wieder so erträglich ist, dass ich Mittwochs wieder regelmäßig schwimmen gehen kann. Das hat mir die letzten 2 Monate echt etwas gefehlt.

Während des Einkaufens, Kochens und später auf der Couch behielt ich brav Chefes Zug im Blick. Nervös wurde er erst, als ich ihm das Update übermittelte, dass sein ICE wegen der Verspätung nicht mehr bis nach Zürich sondern nur noch bis nach Basel fahren würde. Die Schweiz ist so eng und perfekt getaktet, dass die verspäteten Deutschen dann wohl nicht mehr bis ans Ziel dürfen. Während in Deutschland 2 Stunden und mehr Verspätung immer noch irgendwie ankommt, ist in der Schweiz dann schon Ende Gelände.
 
Irgendwann schrieb er dann nur noch ein fettes Danke, er sei zumindest inzwischen in der Schweiz angekommen und ab da hätte alles total reibungslos geklappt - sogar mit funktionierender Klimaanlage und er würde seinen Flug definitiv noch bekommen. Ich war am Ende nur froh, dass alles für ihn gut gegangen ist und ich nicht diejenige war, die sich nach dem anstrengenden Arbeitstag noch mit der unzuverlässigen Bahn rumplagen musste um einen Flug zu erwischen :-D

Auf der Waage war ich natürlich auch noch schnell. Die hat mal wieder rumgezickt und ich kam mir vor wie bei der Kindersendung "1, 2 oder 3". Bei mir ging nach vielem hin und her (die Waage konnte sich anfangs nicht für ein Gewicht entscheiden) das falsche Licht an. Ich hab die 106,8 kg aufblinken sehen, stehengeblieben ist sie am Ende dann doch wieder bei 107 kg. So gemein! Aber immerhin trotzdem 200 g weniger.
 
Zum Abendessen gab es nochmal Pasta. Dieses Mal mit Tomatensoße und spontan gekauftem "Beiwerk" (gefüllte Oliven und Mini-Burrata). Fertig in 15 Minuten, kein Aufwand und immer gut.
Und am Wochenende? Koffer packen! Ich muss am Wochenende nochmal ein paar Teile waschen bevor ich den Koffer packen kann. Ich hab allerdings noch so gar keinen Plan, was ich alles einpacke. Denn die Vorhersage ändert sich ständig von 20-25 Grad auf 28-33 Grad. Außerdem brauche ich noch ein Outfit für Omas 90. Geburtstag. Meine Schwimmtasche ist das einzige, was bereits gepackt ist. Ansonsten: Entspannen. Pläne für den Urlaub machen (für die Zeit, wo ich noch nichts vor habe) und den letzten Blog-Post vor der Sommerpause hochladen. Dazu habe ich am Samstag super Zeit, denn der MBW ist wieder bei seiner Mutter.
 
 

Die KW 32 in kurz:
Samstag: 2.701/1.800 kcal, 1.878 Schritte
Sonntag: 3.404/1.800 kcal, 935 Schritte
Montag: 1.898/1.800 kcal, 2.971 Schritte
Dienstag: 2.880/1.800 kcal, 6.519 Schritte
Mittwoch: 2.012/1.800 kcal, 6.026 Schritte
Donnerstag: 2.248/1.800 kcal, 4.873 Schritte
Freitag: 2.592/1.800 kcal, 5.105 Schritte

Abnahme: -200 g