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Sonntag musste ich um kurz vor 10 Uhr bei Papa losfahren, denn ich war um 11 Uhr in Schmallenberg-Schanze mit der lieben Heidi verabredet.
Wir haben uns dort am
Kyrillpfad getroffen, waren beide etwas früher dort als geplant und haben - wie es der Zufall so wollte, direkt den gleichen Parkplatz (es gibt zwei) angesteuert :-D Denn während Heidi gerade dabei war mir zu schreiben, auf welchem Parkplatz sie steht, hab ich schon neben ihr eingeparkt.
Mitte Januar 2007 hat der
Orkan Kyrill im Sauerland massive Schäden angerichtet. Auf diesem kleinen aber feinen Erlebnispfad kann man sehen, wie sich die Natur von den Schäden erholt. Die verwüstete Fläche wird einfach sich selbst überlassen.
Und was sich da in den letzten fast 20 Jahren so getan hat, ist wahrlich beeindruckend. Denn mitten im Gelände steht ein kleiner Aussichtsturm. Damals konnte man von dort oben wahrscheinlich das komplette Gelände überblicken und die Schäden von oben bestaunen. Heute - 18 Jahre später - hat man keinen Weitblick mehr, denn die Bäume sind schon wieder so hoch, dass man nur gegen die Kronen guckt (Bild unten drunter, unten links) :-D
Wieder am Parkplatz haben wir überlegt, was wir als nächstes anstellen könnten. Kurzer Blick auf Google Maps, checken was so in der Gegend noch ist. Und siehe da, das nächste Ziel war schnell lokalisiert. Kannten wir beide noch nicht und es klang interessant.
Also, ab in die Autos, und kaum 15 Minuten später waren wir an der
Waldemai. Das ist eine kleine Schmiede und Glashütte, mit riesiger Ausstellung samt Park, mitten im Schmallenberger Nirgendwo :-)
Im Internet stand irgendwas mit einem kleinen Eintrittsgeld, das man hätte bezahlen sollen. Aber wir wurden einfach so reingelotzt. Auch gut :-) Begonnen haben wir unseren Rundgang dort in der Werkstatt. Um die Bronzeskulpturen zu bearbeiten, braucht es teils riesige Maschinen.
Hinter der Werkstatt, waren Ausstellungsräume mit fertigen Skulpturen, die man alle auch käuflich erwerben konnte. Einige haben mir tatsächlich sehr gut gefallen. Aber bei Preisen im 5-stelligen Bereich, war ich leider raus. Nur gucken - nicht anfassen.
Im oberen Stockwerk lief ein kurzer Film über das Ehepaar Klute und die Gründung der Waldemai. Der war an sich schon sehr interessant, aber die Hintergrundmusik... echt nicht gelungen und viel zu laut.
Um die Ohren wieder zu entlasten sind wir noch durch den weitläufigen Skulpturenpark spaziert. Das hat mir sehr gut gefallen.
Die vielen Wasserspiele und Brunnen fand ich dabei natürlich am besten. Ich mag (fließendes) Wasser besonders.
Das gigantische Riesenmoskito an einem Teich, konnte zum Glück nicht stechen :-D Und mitten durch das Gelände läuft tatsächlich auch ein Wanderweg.
Wieder an den Autos beschlossen wir, nach etwas essbarem Ausschau zu halten. Denn inzwischen war es schon wieder Nachmittag, das Frühstück schon etwas her und wir hatten Hunger. Wieder bemühten wir Google Maps und fanden schnell den witzigen namen der "Knollenhütte". Klingt gut, hat geöffnet, ist nicht weit weg, da fahren wir hin.
Dummerweise haben wir weiter nichts überprüft außer der Öffnungszeiten und der Fahrzeit. Und irgendwann standen wir mitten im Wald, auf einem kleinen Forstweg. Das kann nie im Leben richtig sein. Und während ich mich noch wunderte, kam Heidi im Auto vor mir zum gleichen Schluss: Da stimmt was nicht! Denn sie fing auf der kleinen Kreuzung schon wieder an zu wenden :-) Wir sind noch etwas hin und her gefahren und haben dann einen kleinen Waldparkplatz an einem Tretbecken gefunden.
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Von dort sind wir ca. 2 km durch den Wald spaziert und fanden am Ende auch die Knollenhütte, bei der es sich tatsächlich um ein Waldgasthaus handelt, dass man nur Zufuß oder mit dem Rad erreichen kann :-D Es wäre einfacher gewesen, wenn wir unten am angrenzenden Hotel geparkt hätten. Allerdings mussten wir so nicht so viel bergauf laufen. Hat beides Vor- und Nachteile :-D Gegessen haben wir Kartoffelsalat mit hausegmachten Frikadellen. Es war super lecker und vom schattigen Tisch aus, hatten wir sogar eine super schöne Aussicht.
Im nahen Bad Fredeburg haben wir den Tag dann gemütlich bei Eis und frischen Waffeln ausklingen lassen. Wir haben viel gequatscht, viel gelacht und den Mädelstag ohne Männer (ich ja eh, aber Herr Heidi konnte auch nicht mit) in vollen Zügen genossen.
Von Bad Fredeburg aus haben wir dann unsere jeweiligen Heimreisen angetreten. Ich freue mich jetzt schon wieder auf unser nächstes Treffen, auch wenn das wohl erst im nächsten Jahr sein wird. Aber bis dahin ist es ja auch nicht mehr allzu lange :-)
Unseren Tag aus Heidis Sicht, könnt ihr euch
HIER ansehen ;-)