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Montag, 7. September 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 9 & 10 - Omas 90. Geburtstag & Abreise

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Am vorletzten Urlaubstag hat es endlich auch in Medebach mal richtig geregnet. Ausgerechnet am 90. Geburtstag meiner Oma.
Von Omas Geburtstag habe ich einen Haufen Fotos. Aber ich werde hier bewusst keine davon veröffentlichen. Denn meine Familie weiß auch nach 10 Jahren nichts von meinem Blog. Und ich persönlich finde das auch gut so. Denn so kann ich frei heraus meine Meinung kund tun, ohne das irgendwer beleidigt reagiert ;-)
 
Der Geburstag sollte um 11 Uhr losgehen und wir wollten uns um 10:45 Uhr bei Oma treffen. Als ich um 10:41 Uhr dort eintraf, war mein Vater schon wieder gestresst und knütterig und versuchte mich zu hetzen, weil ich "die letzte war" und alle auf mich warten würden. Hallo?! Dann sollen sie doch sagen, dass wir uns schon um 10:30 Uhr treffen! Ich war verdammt nochmal pünktlich zum angegebenen Zeitpunkt dort. Herrgott nochmal! Ist ja nicht so, dass wir nicht alle ein verdammtes Telefon in der Tasche haben. Dann müssen die "Planer" halt mal das Maul auf machen, wenn sich die Uhrzeit spontan ändert. Ich hab von Papas Wohnung keine 5 Minuten Fußweg zu Oma. Ein Anruf hätte genügt!
 
Wir "durften" Oma dann auch noch ein Geburstagsständchen singen. Und danch wurde gratuliert und ihr Geschenk - der gewünschte Mini-Tiefkühlschrank für das Esszimmer - ausgepackt. Jetzt kann sie auch oben in der Wohnung Reste einfrieren und muss nicht mehr für jede Kleinigkeit die steile Kellertreppe runter.
 
Direkt danach gab es Schnittchen und Nudelsalat, Käseröllchen und Spießchen. Anschließend wurde Suppe aufgefahren. Meine Oma ist da sehr traditionell. Geburtstag feiern über Mittag geht nicht ohne eine heiße Suppe! 
 
Als die ersten wieder gingen, half ich meinen Tanten M und I noch beim aufräumen und abwaschen.  Am frühen Nachmittag gingen tatsächlich auch die restlichen Familienmitglieder wieder nach Hause, um Oma eine kleine Pause zu gönnen. Scheinbar ist die Sippe doch noch lernfähig. Bei Opa lief das nämlich leider noch anders.
 
Um 15:30 Uhr (nach ca. 90 Minuten Pause) versammelten wir uns dann wieder alle zu Kaffee und Kuchen. Der Kaffee war, wie üblich, viel zu stark und meine Tante brachte (wie immer) ihre Yoghurette-Erdbeer-Torte mit. Eine andere Tante machte Mandarinen-Schmand-Kuchen. Danach wurden salzige Knabberein (Chips, Salzstangen und Erdnussflips) aufgefahren. Und zum Abendessen gab es die Reste vom Vormittag.
 
Es war schön, alle mal wieder zu sehen. Onkel J hat immer noch nicht mit mir geredet, auch wenn wir uns gegenüber saßen. Angesprochen hat er nur die anderen. Ich betrachte es als kleines Wunder, dass sein Smartphone auch an mich weitergereicht wurde, als er stolz wie Bolle das Video vom Orgel-Cousin (der nicht zugegen war) auf voller Lautstärke abspielte. Sogar der Rest der Sippe war davon leicht genervt. Scheinbar bringt Onkel J diese Aktion bei jeder sich bietenden Gelegenheit und alle sind es schon leid :-D Und wieder einmal war ich froh, dass ich sowas für gewöhnlich ja gar nicht mitbekomme, weil ich 500 km weit weg bin. 
 
Am härtesten fand ich aber Tante R (Onkel J's Frau). Als ich vormittags noch nicht da war, sagte mein Bruder ihr, dass sie noch kurz auf mich warten, bevor sie anfangen können. Und meine Tante R hat meinen Bruder doch allen ernstes gefragt, wär ich wäre. Denn sie dachte, er hätte ja nur 2 Töchter. Hat er ja auch. Aber seine Schwester ist wohl schon aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Immerhin weiß ich jetzt Bescheid, dass ich für die beiden wirklich nicht mehr existiere und damit kann ich leben :-D Aber als M mir davon erzählte, fiel mir trotzdem erstmal die Kinnlade runter.
 
Als ich an dem Abend im Bett lag, war ich mehr als froh. Der Tag war schön, aber auch lang und irgendwie anstrengend. 
 
Und am nächsten Morgen habe ich ausgeschlafen, gefrühstückt und habe um kurz nach 10 Uhr bereits die Rückfahrt nach Freiburg angetreten.
 
Alles lief wie am Schnürchen und in Freiburg konnte ich sogar für 2,09 EUR/Liter den Tank wieder vollknallen, während das E10 zur gleichen Zeit im Heimatkaff satte 2,30 EUR pro Liter kostete.
 
Ich habe an dem Nachmittag und Abend nur noch meine Koffer und Taschen hochgeschleppt und ausgepackt und einen Salat mit Rinderfiletstreifen und einen Ziegenkäse Wrap beim Lieferdienst bestellt. Gegen 22 Uhr lag ich im Bett.
 
Der große Karton mit meinem Adventskalender (den Heidi mir in Willingen spontan überreichte) musste noch eine Nacht im Auto auf der Rückbank verweilen. Denn am Mittwochnachmittag war es in Freiburg viel zu warm, um ein drittes mal "Zeug" vom Auto in den zweiten Stock zu schleppen.
 
Ich war morgens mit 16 Grad und Regen im Sauerland aufgebrochen. Der Regen begleitete mich fast durchgehend bis ca. Darmstadt. Bis Karlsruhe war es dann nur noch wolkig und danach war wieder Sommer. Freiburg empfing mich gegen 15:30 Uhr mit einem wolkenlosen Himmel und 34 Grad :-/ 
 
Und erfreulicherweise hatte der MBW das Lüftungs-Management dieses Jahr nicht vergeigt. Ich hatte erträgliche 26 Grad in meinem Zimmer.
 
Vier Tage hatte ich noch Zuhause frei. Zeit in Ruhe zu waschen, einzukaufen und noch etwas zu faulenzen, bevor es am Montag wieder ab ins Büro ging. 

Freitag, 4. September 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 8 - Treffen mit Heidi

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Am Montag (17. August) stand das Treffen mit Heidi auf dem Programm. Da hab ich mich schon lange drauf gefreut.
 
Sie kam mittags nach Medebach und wir haben uns bei Winnie getroffen, um dort zu essen. Es gab Currywurst mit Pommes und danach noch einen Kaffee. Und weswegen auch immer hab ich von der besten Currywurst der Gegend gar kein Bild gemacht :-/ 
 
Ein Dessert musste auch noch her, daher sind wir spontan noch in der Eisdiele gelandet. Die hatten ein furchtbar leckeres Waldmeister-Eis. Sowas hatte ich schon ewig nicht mehr. Aber auch Minze (After-Eight) und Yoghurette-Eis waren super lecker. 
Und weil ja meine Familie das Lagunenbad in Willingen abgesagt hatte, haben wir den usseligen halb verregneten Tag halt zu zweit dort im Schwimmbad verbracht :-) Und es war mega! In Hessen waren nämlich keine Ferien mehr und es war Montag nachmittag. Es war kaum was los und wir hatten reichlich Platz. Und während Heidi das Dampfbad genoss - was ich nach einem kurzen Testlauf leider so gar nicht vertragen habe - konnte ich tatsächlich ein paar Bahnen ziehen. Das wäre bei meinem letzten Besuch im Februar nicht möglich gewesen. Nicht nur, weil die Kinder dabei waren, sondern auch weil das Bad aus allen Nähten platzte.
 
Wir haben uns kurz vor Schluss noch einen Kaffee bzw. einen heißen Kakao (beides recht überteuert) gegönnt, bevor wir wieder raus sind. Fotos von dort gibt es natürlich keine, weil man sein Handy nicht mit reinnehmen darf. Aber wir waren beide begeistert vom Lagunenbad in Willigen.
 
Und zum Abendessen ging es ins Willinger Brauhaus. Wir haben tatsächlich beide das gleiche bestellt. Johannisbeer-Schorle, das Bierkutscher-Rösti mit Schinken, Rahm-Champignons und Salat und zum Dessert noch die gebackenen Apfelringe in Vanillesoße.
Alles super lecker, nicht zu teuer und satt geworden sind wir auch. Wir haben viel gequatscht und viel gelacht - wie immer. Und, wie immer, ging die Zeit viel zu schnell vorbei.
Falls Weihnachten nicht wieder eine von uns krank das Bett hüten muss, wollen wir uns nochmal treffen. Hoffen wir mal, dass es dieses Mal klappt. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit. 
 
Unseren Tag aus Heidis Sicht könnt ihr euch HIER ansehen. 

Donnerstag, 27. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 5 bis 7 - Winterberg, Bierathlon & Oberntorfest

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Am Freitag (14. August) war der Tag, an dem ursprünglich ein Familientag im Lagunenbad in Willingen geplant war. Den hatte meine Schwägerin ja abgesagt, weil sie wegen Erdbeerwoche nicht ins Wasser könne.
 
Alternativ wurde ein Ausflug zum Ettelsberg in Willingen vorgeschlagen (ohne genaue Uhrzeit). Da hätten wir auf den Aussichtsturm und zum Skywalk gehen können. Für die Paten-Maus hätte es einen großen Spielplatz gegeben und der Kyrill-Pfad ist ja auch da oben. 
 
Mittags hatte PAPA beschlossen, dass WIR nochmal bei dem neuen Burger Laden was holen. Denn ER musste ja unbedingt diese viel gepriesenen Chicken Wings und die "komischen Käse-Kartoffeln" (Chili Cheese Fries) probieren und ICH durfte den Lieferdienst spielen. Weil ich nicht schon wieder Bock auf Burger und Pommes hatte, habe ich mir einen Salat geordert. Der war auch super :-)
 
Tja, und Träume sind Schäume. Weil meine Schwägerin dann noch einen Online-Kurs von der Umschulung hatte - keine Ahnung, wo der plötzlich her kam, denn ganz ursprünglich hätten wir ja schwimmen gehen wollen - wurde es an dem Tag alles so spät, dass sich Willingen auch nicht mehr lohnte, denn die letzte Fahrt mit der Gondel vom Ettelsberg wieder hinab ist bereits um 16:30 Uhr. Und mit der Kleinen (und Kinderwagen) ist es sehr mühselig, wenn man runter laufen muss.
 
Also: Wieder Planänderung. Am Ende landeten wir im Kurpark in Winterberg. Dort gibt es auch einen riesigen Spielplatz. Die Kurze hatte einen Heidenspaß. Der Großen war natürlich langweilig. Außerdem war es uns Großen auch (wieder) viel zu warm zum "Toben". Und Schatten auf einem Spielplatz ist wohl auch zu viel verlangt.
Am frühen Abend sind wir dann noch über die Winterberger Kirmes gelaufen. Die Kinder wollten natürlich noch Karussell fahren, was wir dann aber leider auch wieder canceln mussten. Denn mein Bruder wurde für die Nachtschicht beim Waldbrand löschen beordert und musste zurück und meine Schwägerin wollte nicht mit Kind und Kegel in meinem Auto zurück fahren (wir waren ja mit 2 Autos unterwegs). Also fuhren wir alle wieder frühzeitig zurück. Die Kinder waren schwer enttäuscht und daher auch etwas quengelig.
 
Samstag wollten wir uns dann gegen 11 Uhr treffen, um DANN nochmal auf die Winterberger Kirmes zu fahren. Aber irgendwie war keinem aufgefallen, dass die ja erst um 14 Uhr öffnete. Also hab ich den Vormittag bei Papa verbracht und etwas gelesen. Denn zum wandern war es tatsächlich immer noch zu warm im Sauerland. Da ja so viel Wald verschwunden ist in den letzten Jahren, heizen sich die kargen Flächen sehr stark auf und für mich war es nicht auszuhalten in der prallen Sonne. 
 
Das war tatsächlich mein allererster Sauerland-Urlaub, bei dem ich meine Wanderschuhe umsonst mitgenommen hatte :-/
 
Mittags gab es bei Papa Nudeln mit einer selbstgemachten Tomatensoße. Keine Ahnung, woher her das Rezept hatte, aber ein bisschen weniger Ketchup wäre sicher nicht verkehrt gewesen ;-) Sie war ziemlich säuerlich. Aber ansonsten echt lecker. 
 
Am Nachmittag meldete sich meine Schwägerin schließlich und meinte, sie wollten jetzt etwas spazieren gehen und ein Eis essen. Ob ich mit wollte. Ja, natürlich. Und so spazierten wir etwas durch das Heimatkaff und sie zeigte mir, wo sie hoffen, eine neue Bleibe zu finden. Denn mein Bruder hatte die Tage die Kündigung wegen Eigenbedarfs erhalten.
 
Als 4-köpfige Familie innerhalb von nur 3 Monaten was neues zu finden, ist auch auf dem Land nicht einfach. Denn die meisten freien Wohnungen sind für 4 Leute zu klein. Ich hoffe, die favorisierte Wohnung bekommen sie auch. Ein zu mietendes Haus hat sich als Flop herausgestellt (zu schmal und zu renovierungsbedürftig) und die andere Wohnung war viel zu teuer mit fast 2.000 EUR warm Plus 3 Monatsmieten Kaution. Da wären sie fast 10.000 EUR los und hätten noch nicht renoviert, keine zusätzlichen Möbel besorgt, den Umzug gewuppt usw. 
 
Beim örtlichen Eis-Dealer haben wir uns mit leckerer Kühle versorgt und danach wollten wir eigentlich "nur kurz" bei meinem Bruder gucken, der an diesem Samstag mit seinen Kumpels beim Bierathlon mitgemacht hatte. Anschließend wollten wir mit den Kiddies noch auf den großen Spielplatz. 
Am Ende sind wir dann aber beim Bierathlon "versackt", weil die Schwägerin den anderen Spielplatz meiden wollte. Dort hielt sich nämlich die bekloppte Ex von Bruderherz's Kumpel auf - die sich gerade frisch getrennt hatten. Die Frau hat scheinbar den Schuss nicht gehört. K kann sie nicht ausstehen und die andere denkt, die beiden wären die besten Freundinnen.
 
Und so haben wir mit den Kindern beim Bierathlon ein Ballspiel gespielt, K und ich haben versucht uns M's völlig besoffenen Kumpel vom Hals zu halten, der im Beisein der Kinder Obszönitäten und Anzüglichkeiten von sich gab und am Ende beim Ballspiel statt eines Balls einen Pflasterstein schmiss - der mein Patenkind hätte treffen können, wenn sie plötzlich einen Schritt nach vorne gemacht hätte. 
 
Und ich wusste wieder ganz genau, wieso ich mich von diesen alkohollastigen Dorfveranstaltungen immer fernhalte und die schon immer wie die Pest gehasst habe. Und natürlich hat keiner was zu dieser selten dämlichen Aktion gesagt und ich hab mich schwer getan, hier die Klappe zu halten. Aber wenn es schienbar für alle okay ist, dass in der nähe von kleinen Kindern von besoffenen Idioten Pflastersteine geschmissen werden, werde ich den Teufel tun und mich da als "unwissende Kinderlose" einzumischen. Aber mal ganz ehrlich: Geht's noch?!
 
Sonntag war dann Familientag Nr. 3 in Folge. Für abends war Grillen mit allen bei meinem Vater geplant. Ich war am Freitagabend noch fix einkaufen gewesen, weil ich angeboten hatte einen Salat zu machen. Und am Nachmittag hatte die Große eine Tanzveranstaltung auf dem Oberntorfest.
 
Ich hatte am Samstag meinem Vater gegenüber erwähnt, dass ich Sonntagvormittag noch kurz durchsaugen würde, bevor der Besuch zum Essen kommt. Und er reagierte mit einer Mischung aus Genervtheit und "ist mir egal". Aber wenn die Kinder da den halben Tag rumspringen und evtl. auf dem Boden spielen, dann hätte ich gerne vorher mal durchgesaugt. 
 
Also saugte ich am Vormittag eine reichliche Stunde bei meinem Papa durch. Erst die Böden. Danach die Decken. Denn dort hing alles voll mit fetten Spinnwegen inkl. der Bewohner. Die Fensterbank im Wohnzimmer habe ich ebenfalls abgesaugt. Die war so staubig, dass ein Lappen oder Staubtuch hier sinnlos gewesen wäre.
 
Und ich weiß nicht, ob er es wirklich nicht sieht (Betriebsblindheit) oder ob es ihm schlichtweg total egal ist, wie siffig es inzwischen bei ihm aussieht. Mit ihm reden lohnt aber auch nicht, denn er hat für alles eine "sinnige" Erklärung oder eine faule Ausrede. 
 
Und dann wollte ich ja - während mein Bruder den Grill anheizen würde - den Salat machen. Aber in der dreckigen Küche Lebensmittel für alle zubereiten ging mir total gegen den Strich. Also hab ich die Arbeitsflächen erstmal geputzt. Mit einem nassen Küchenhandtuch, denn der Mann besitzt nichmal einen Spüllappen!
 
Der Küchenboden war das schlimmste. Der klebte richtig! Ekelhaft. Seinen Wischmop mochte ich aber nicht anfassen, weil der voll war mit Spinnweben inkl. der achtbeinigen Bewohner. Keine Ahnung, wie lange der schon nicht mehr benutzt wurde. Ausgewichen bin ich dann auf die vorrätigen feuchten Bodentücher. Das erste war dunkelgrau und der Boden sah quasi aus wie vorher. Nr. 2 und 3 waren ebenfalls dunkelgrau, aber der Boden wurde schon sauberer. Als Nr. 4 auch dunkelgrau zum Vorschein kam habe ich ernsthaft aufgegeben. Wie kann er nur so leben?! Immerhin war der Boden deutlich sauberer und hat nicht mehr geklebt. Aber von richtig sauber waren wir auch noch weit entfernt. Ich fürchte, so "sauber" war die Wohnung meines Vaters seit Jahren nicht mehr. Und das ist peinlich und traurig.
 
Gegen 14 Uhr sind wir mit den Kindern auf dem Spielplatz und beim Oberntorfest gewesen. Während die Große sich mit ihren Freundinnen auf das Tanzen vorbereitete, bespaßten wir das Patenkind. Hüpfburg, Karussell, Klettergerüst und Kinderschminken. 
Als die Kleine auf dem Klettergerüst war, sagte M noch zu mir: "Lauf nicht so weit vor! Die eine Stelle kann sie noch nicht oder traut sich noch nicht, die kommt gleich wieder zurück." Tja, kaum waren die Worte gesprochen, kletterte die Paten-Maus über genau diese Stelle! Mein Bruder, total perplex, fragte seine Jüngste, was denn da auf einmal los wäre, dass sie sich da plötzlich rüber traut. Da sagt L ganz trocken: "Mit Nicole kann ich das schon alles!". Tanten-Superkräfte :-D
 
Die Große hat dann noch richtig toll mit ihrer Gruppe getanzt und danach ging es zum Grillen zum Opa. Allen ist aufgefallen, dass keine Spinnweben mehr rumhängen und man den "Küchenboden wieder sehen kann". Während M den Grill anheizte, haben die Mädchen mir beim Salat machen "geholfen". Und wir haben alle lecker und reichlich gegessen.
 
Und so ging ein etwas chaotisches Familien-Wochenende mit gefühlt zwei Duzend Planänderungen auch über die Bühne und am Ende hatten wir doch alle unseren Spaß - mehr oder weniger. 

Dienstag, 25. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 4 - Tante-Nichte-Tag am Edersee

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Am Donnerstag (13. August) gab es das Standard-bei-Papa-Frühstück und gegen 10 Uhr kam die Große vorbei für unseren Tagesauflug. Nur sie und ich. Da freut sie sich jedes Mal wie Bolle drauf - weil sie mich nicht mit ihrer Schwester teilen muss. Denn eine gewisse Eifersucht spielt da leider eine große Rolle bei ihr.
Es ging nochmal an den Edersee. Durch die langanhaltende Dürre ist dort ein großer Teil vom Edersee-Atlantis schon seit Wochen zu sehen. Normalerweise ist es immer erst im Herbst und frühen Winter soweit. Weil es von der Strecke her am günstigsten lag, ging es vom Heimatkaff erstmal 30 Minuten zur Aseler Brücke. 
Die Brücke im alten Dorf Asel wurde 1890 eingeweiht und ist das am besten erhaltene Bauwerk im alten Edertal. Als das Tal 1914 geflutet wurde, war die Brücke also noch relativ jung. Und wenn der Edersee voll aufgestaut ist, liegt diese kleine Brücke satte 10 Meter unter Wasser. Dort drauf zu stehen und drüber zu laufen, mit dem Wissen, dass normalerweise 10 Meter über mir erst die Wasseroberfläche ist, war schon sehr beeindruckend.
Von der Aseler Brücke ging es 15 Minuten weiter zu einem Mini-Parkplatz an der Edersee-Randstraße. Von dort kann man das steile Ufer hinabstiegen zur Bericher Hütte und zum Sperrmauer-Modell.
Das die Überreste der Bericher Hütte freiliegen sollen, hatte ich bereits von Bekannten gehört. Und die bekloppte KI hat sehr überzeugend behauptet, dass auch das Sperrmauer-Modell bereits zu sehen sein soll. Tja, ratet wer hier wieder nur Schwachsinn erzählt hat? ;-) Tipp: Es waren nicht die Bekannten!
Die Bericher Hütte war bis 1875 eine bedeutende Eisenhütte des Fürstentums Waldeck. Heute sieht man nur noch ein paar Mauerreste. Das Wasser war hier noch nicht so lange weg, weshalb das "neue Ufer" noch sehr schlammig und rutschig war. Wir hätten uns beide fast lang gelegt :-D Das hätte was gegeben.
 
Wir sind eine Weile hin und her gelaufen. Immer auf der Suche nach dem Sperrmauer-Modell. Im Maßstab 1:40 wurde es vor dem Bau der eigentlichen Talsperre für hydraulische Versuche benutzt. Am Ende war aber klar: Dort, wo das Modell hätte sein sollen, war tatsächlich noch ein bisschen Wasser. Es müsste wohl nochmal mind. 2 Wochen so trocken bleiben, damit die Stelle ohne Wasser wäre und dann müssten die Ehrenamtlichen vom Verein das Ding auch noch wieder aus dem Schlamm ausgraben. Also, kein Sperrmauer-Modell für uns.
 
Dafür konnten wir das grell-grüne Wasser des Sees sehen. Auf sämtlichen Homepages wurde vor dem Baden gewarnt, denn die sich dort gerade rasch ausbreitende Blaualge ist gefährlich für Mensch und Tier. 
 
Von hier fuhren wir nochmal 15 Minuten weiter zum Tollen Haus am Edersee. Ich war mit dem Ex 2017 nach einer Wanderung schonmal dort. 
Und irgendwie hatte ich das ganze deutlich cooler in Erinnerung. Auch die Große hatte sich hierauf schon besonders gefreut. Am Ende waren wir beide etwas enttäuscht. Sie hatte sich mehr erhofft. Ich hatte es besser in Erinnerung. Das Ganze wirkte irgendwie "leerer" als damals. Mit weniger Kleinigkeiten zu entdecken. Entweder hat meine Erinnerung sich sehr verklärt oder es ist wirklich in den Jahren "schlechter" geworden. Ich kann es ehrlich nicht sagen.
Das Café, wo der Ex und ich damals waren, ist jetzt scheinbar nur noch eine Art Eisdiele. Die Große und ich haben uns ein Eis gegönnt. Während sie die "vernünftigen" Sorten (Stracciatella und Vanille) bestellte, hatte ich Bock auf die "komsichen". So orderte ich "Rosa Marshmellow" und "Zuckerwatte". Das blaue Zuckerwatte-Eis war durchaus lecker. Das rosa Marshmellow-Eis war widerlich und schmeckte nach Kaugummi. Und C hatte natürlich nichts besseres zu tun als mich anzugrinsen und zu sagen: "Siehste, deswegen traue ich mich nie an die bunten Sorten. Die meisten schmecken nämlich einfach nur nach Bubblegum und das ist eklig!". Ja, danke! Den Hinweis hätte ich gerne vorher gehabt :-D
 
Da es noch recht früh war, haben wir beim Eisessen überlegt, was wir noch machen könnten. Wir hatten bei mehreren Gelegenheiten das Schloss Waldeck in der Ferne gesehen und ich war mir nich sicher, ob sie da Lust drauf hat. Ich hab ihr erzählt, dass ich mal dort oben war und das eine kleine Seilbahn hinauf fährt. Parallel hatte ich aber auch vorgeschlagen, dass wir ins nahe Korbach zum Shoppen fahren könnten. Ihr Tag. Sie sollte entscheiden. Die Große entschied sich dann tatsächlich für das Schloss. 
Ich hatte kurzfristig nach Öffnungszeiten für die historische Seilbahn gegoogelt und musste leider feststellen, dass der Betrieb "vorübergehend" eingestellt wurde (wegen Betreiberwechsel). Laut einigen Rezensionen ist dieses "vorübergehend" aber schon reichlich 1 Jahr so. Ob sie jemals wieder öffnet? Alternativ fährt alle 15 Minuten so eine komische Bimmelbahn. Auf die hatten wir aber beide keinen Bock und sind stattdessen direkt auf den Parkplatz unterhalb vom Schloss gefahren. Da gab es auch ein sauberes, öffentliches WC, was wir freudig genutzt haben. Denn weil es der heißeste Tag der Woche war, hatten wir inzwischen doch reichlich getrunken.
Ins Museum wollte meine Nichte nicht. Das ist (noch) nicht so ihr Ding. Muss es auch nicht. Sie ist ja erst 10 Jahre alt. Wir haben uns das Schloss also nur von außen angesehen, die Aussicht von oben genossen und die großen Kanonen und den Pranger bestaunt. Sie hat im Museumsshop noch ein paar Andenken gekauft und dann hat sie gefragt, ob wir noch zur Staumauer fahren könnten, die wir von dort oben auch entdeckt haben. Klar doch. Machen wir :-)
Und wieder 15 Minuten später standen wir auf dem Parkplatz nahe der Staumauer. Ein kleiner Spaziergang vom Parkplatz durch das Örtchen Edersee, brachte uns in kaum 10 Minuten zur Staumauer. Dort stand ein (kleines) Riesenrad. Mit dem sind wir spontan auch noch gefahren und hatten einen Heidenspaß. Der Blick von oben auf die Staumauer war super. Die vom See abgewandte Seite wird aber gerade saniert. Das Baugerüst war nicht so hübsch. Aber was muss, das muss.
Über die 400 m lange Talsperre sind wir noch einmal ans andere Ende und wieder zurück gelaufen, bevor wir zurück zum Auto sind, um den Heimweg anzutreten. Und auch vor der Staumauer und an den Ufern schimmerte das Wasser widerlich grün von den Blaualgen.
 
Die Familie hat sich zum Abendessen wieder bei Papa versammelt und die Große und ich sind später nochmal los, um Futter bei Winnie zu besorgen. Für mich gab es nochmal Hamburger mit Pommes (ohne Bild). Es war ein richtig schöner Tag.
 
Leider habe ich mir trotz aller Vorsicht auf den Schultern und im Dekoltee einen recht miesen Sonnenbrand eingefangen :-( Rucksack auf- und absetzen sowie die Reibung vom Anschnallgurt hält auch die beste Sonnencreme nicht lange durch. Und eigentlich weiß ich das. 
 
Edit: Jetzt, fast 2 Wochen nach unserem Ausflug, ragt tatsächlich die obere Hälfte des Sperrmauer-Modells aus dem giftig grünen Wasser!

Sonntag, 23. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 3 - Partielle Sonnenfinsternis

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Am Mittwoch (12. August) bin ich vormittags nicht wirklich draußen gewesen. Es war so heiß an diesem Tag. Meine Mutter kam kurz vor Mittag vorbei, denn wir wollten alle zusammen Mittag essen.
Mein Vater wollte schon ewig diesen neuen Burger-Laden im Heimatkafft ausprobieren. Wer schon länger im Blog mitliest, wird wissen, dass mein Vater ein recht bequemer - man möchte sagen super fauler - Mensch (geworden) ist. Daher war es natürlich voll praktisch, dass die Tochter da war, um das Essen aus besagter Burger-Bude zu organisieren, ohne dass der werte Herr Vater seinen Hintern aus dem Sessel bewegen musste.
Mein Bruger und meine Chili Cheese Fries waren absolut lecker. Kann ich also weiter empfehlen. Personal war super freundlich und alles wurde frisch gegrillt. Aber vor Ort essen wäre schwierig gewesen. Erstens ist grundsätzlich nur Platz für wenige Leute (sehr wenige kleine Tische) und es war brüllend heiß in der Bude.
Nachmittags war ich dann zum Dog-Sitting abgestellt, denn Mama hatte Termine bzgl. Rente bei der Stadt. Weil Hundi wegen Hitze auch nicht wirklich Bock auf draußen hatte, haben wir nur eine kleine Runde gedreht. Danach kollabierte die Fellnase quasi im kalten Flur.
Am späten Nachmittag hatte ich mich telefonisch bei der Sternwarte angemeldet, die für die Sonnenfinsternis einen Sondertermin veröffentlicht hatte. Der nette Herr sagte am Telefon, ich solle zwischen 18:00 und 18:30 Uhr mit Klappstuhl und Decke dort sein. Als er mir den Weg erklären wollte, hab ich ihm gesagt, ich wüsste wo das ist. Denn ich war ja im Sommer 2018 schonmal zum Sterne gucken dort :-)
Einen Campingstuhl hatte ich mir von Papa geliehen und für abendliche Kühle die Decke von der Rückbank im Auto bemüht - die ich am Ende aber gar nicht brauchte. Es war sogar nach Sonnenuntergang noch sehr warm.
 
Zum Glück hatte ich meine eigene SoFi-Brille schon vorab besorgt. Vor Ort wurden zwar "selbstgebastelte Brillen" gegen Spende verteilt. Aber viele von denen waren leider nicht mehr zu gebrauchen und wurden aussortiert. Auch für meine Kamera hatte ich einen SoFi-Filter. Der war im Set mit der Brille dabei.
 
Es waren sooo viele Leute dort. Einige Urlauber, aber auch Einheimische. Manche sind extra aus Olsberg und Brilon angereist. Es war eine richtig tolle Stimmung vor Ort und man kam sich vor wie auf einem Campingplatz :-) Manche hatten sogar Kühlboxen mit Sekt, Bier und Snacks dabei.
 
Ich hab mir einen Platz etwas abseits der Familien gesucht und in Ruhe mein Stativ aufgebaut. Zuhause hatte ich mir schon den Billig-Filter mit Tesa an die Kamera geklebt. Nicht sehr professionell - aber es hat funktioniert :-) Und irgendwann nach 19 Uhr ging es dann endlich los: 

Der Billig-SoFi-Filter hat mega gut funktioniert - auch wenn ich gelegentlich das Tesa wieder festdrücken musste. Auf manchen Bildern (siehe unten) kann man sogar ein paar kleine Sonnenflecken erkennen!
Ich habe die totale Sonnenfinsternist vor fast genau 25 Jahren (11. August 1999) als 16-jährige miterlebt. Ich weiß, dass ich aus der Schule kam und früher aus dem Bus ausgestiegen bin, um das Spektakel nicht zu verpassen. Damals gab es die SoFi Brillen gratis in Zeitschriften und an jeder Supermarktkasse. Leider habe ich von damals keine Fotos als Erinnerung. 
Von daher fand ich diese partielle Sonnenfinsternis auch sehr spannend. Und ich habe sogar schöne Bilder als Erinnerung mitgebracht. Leider konnte ich nicht mehr komplett miterleben, wie der Mond von der Sonne wieder weg wanderte. Denn irgendwann waren die Bäume dann doch im Weg.
Einige Leute hatten bemerkt, dass ich Fotos machte und kamen an, stellten Fragen und wir unterhielten uns eine Weile. Eine Frau konnte erst gar nicht glauben, dass ich "mit der Kamera?" solche tollen Bilder machen konnte :-D Am Ende scharten sich ein Duzend Menschen um mich, die mit ihren Handys meine Bilder vom Kamera-Display abfotografierten :-D Als Dankeschön gab es Tuc Cracker geschenkt. Es war voll witzig. 
Als die Sonne hinter den Bäumen verschwand, fing ich dann auch an abzubauen. Durch die großen Teleskope habe ich gar nicht geschaut. Da war so viel los (vor allem die Kinder) und ich wollte nicht die ganze Zeit dort anstehen. Ich hätte noch bleiben können, um ab 22 Uhr Mars, Venus und Saturn zu beobachten - wie schon 2018. Und die Perseiden sollten ja auch in dieser Nacht zu sehen sein - noch später! Aber ich war plötzlich so müde, dass ich lieber wieder zurück bin.

Denn am nächsten Tag stand der Tante-Nichte-Ausflug auf dem Programm ;-)
 
Und dass meine Familie an diesem tollen Ereignis so absolut gar kein Interesse hatte, finde ich schade und bedauerlich. Aber ich hatte dort auch "alleine" (mit vielen anderen) eine richtig schöne Zeit.

Freitag, 21. August 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 1 & 2 - Anreise, Freunde und Familie

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Am Montag (10. August) bin ich mit meinem neuen Flitzer in den Urlaub aufgebrochen. Der kleine Suzuki ist das perfekte Gefährt für Single-Reisen. Denn mein Gepäck für 10 Tage Urlaub passte perfekt in den Kofferraum. Nichts musste auf die Rückbank :-)
Ich bin - weil ich alles in meinem Tempo machen konnte und nicht auf jemand anderen warten musste - eine ganze Stunde früher losgekommen, als ich geplant hatte. Die Fahrt über die Autobahn verlief absolut reibungslos und als ich so auf dem Rastplatz saß und Pause machte, habe ich - weil ja noch genug Zeit war - spontan beschlossen, nochmal einen Abstecher nach Kirchhain bei Marburg zu machen, um das Grab meiner Freundin zu besuchen.
Beim Blumenladen direkt neben dem Friedhof habe ich 5 Rosen (denn 5 Freundinnen aus der 6er-Gruppe sind ja noch übrig) besorgt und diese auf dem Grab nieder gelegt. Eine für jede von uns. Ich habe eine Weile auf einer Bank in der Nähe gesessen und habe dann das letzte Stündchen Fahrt ins Heimatkaff angetreten.
Den Tag ist dann auch nicht mehr viel passiert. Ich war platt von der Hitze und der Fahrt. Denn auch im Heimatkaff war es total warm. Das bin ich aus den letzten Jahren ja so gar nicht gewöhnt. Klar, deutlich kühler als in Freiburg, aber trotzdem zu warm (für mich) um viel draußen zu machen.
 
Mama blieb zum Abendessen. Mein Vater hatte Djuvec Reis (ohne Foto) für alle gekocht. Der war echt lecker.
Nachdem ich abends meine Mutter nach Hause gebracht hatte, habe ich mich noch spontan zur Sternwarte begeben. Denn es war 19:30 Uhr und genau um diese Uhrzeit sollte ja zwei Tage später die partielle Sonnenfinsternis stattfinden und ich wollte gucken, wie gut man die Sonne von dort aus sehen kann. Denn die Frage "Von wo aus sehe ich mir das Spektakel an?" war zu diesem Zeitpunkt ja immer noch offen.
Als ich dann sah, wie super man von dort die Sonne noch sehen konnte, war der Entschluss schnell gefasst. Wieso ewig lange fahren, wenn man den perfekten Platz quasi direkt vor der Haustür hat? Ich würde dort auf's Feld gehen.
 
Am Dienstag (11. August) war ich morgens um 9 Uhr zum Frühstücken mit meiner ehem. Arbeitskollegin verabredet. Und das Wetter im Sauerland war an diesem Tag einfach herrlich. Mein persönlicher "Hitzefrei" Urlaub :-)
Ich habe mich mit Tine in Winterberg im Extrablatt getroffen. Dort gab es ein richtig tolles Frühstücksbuffet. Unter der Woche kostete das auch nicht viel Geld. Leider hab ich dort vor lauter Quatschen und Spaß nicht ein einziges Foto gemacht. Wir haben uns über alles und nichts unterhalten und voll viel gelacht. Anekdoten von damals erzählt und uns ansonsten auch auf den neuesten Stand gebracht. Gegen 12 Uhr haben wir dann den jeweiligen Heimweg angetreten und beschlossen: Das machen wir definitiv wieder.
Als mein Vater kurz nach Mittag mit meiner Mutter und dem Hund los zog, habe ich erstmal mein Zimmer geputzt. Denn die erste Nacht war eine mittlere Katastrophe. Die Hausstauballergie hielt mich trotz Tabletten mehr als wach. Das konnte so nicht bleiben!
 
Am Nachmittag kam mein Bruder mit Familie auch noch vorbei um schonmal Hallo zu sagen und wir hatten einen richtig gemütlichen Familien-Nachmittag mit Hund, Kind und Kegel.
Mein Patenkind klebte wie eine Klette an mir und wir haben auf der Couch getollt bevor sie unbedingt mit in mein Zimmer wollte: Koffer Kontrolle! "Was ist da drin?" - "Wozu brauchst du das?" - "Wo sind deine Schuhe?" - "Was ist in dem Rucksack?"...
Nachdem alles inspiziert und abgenommen war, durften wir dann auch wieder zu den anderen ins Wohnzimmer zurück :-D 
Als alle wieder weg waren, hat Papa noch Abendessen aufgefahren. Passend zum sommerlichen Wetter gab es Rotkohl (hüstel) mit Kartoffen und einem Schweinenackensteak. Und so schnell waren die ersten zwei Tage vom Sommerurlaub auch schon wieder vorbei.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Blog-Geburtstag: 10 Jahre Nicky's Welt!

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Ich konnte es kaum glauben, aber mein Blog hat heute tatsächlich Geburtstag! Vor genau 10 Jahren (!) hab ich hier den ersten Post hochgeladen :-D

Gebloggt habe ich davor schon ca. 3 Jahre, aber lediglich bei WeightWatchers. Bis die ihren Dienst eingestellt hatten und alles nur noch über die App lief. Das fand ich damals wirklich sehr schade, vor allem weil alle Posts einfach verloren gegangen sind. Aber ich habe mich hier echt schnell zurecht gefunden. Obwohl es ne Weile gedauert hat, bis ich meine eigene "Struktur" gefunden hatte. Das kann man sehr klar an den alten Beiträgen erkennen. Die waren noch ein wildes Durcheinander und sehr unstrukturiert :-D

In den 10 Jahren wurde mein Blog über eine viertel Millionen Mal angeschaut, es gibt fast 900 Posts (nur hier auf dem Haupt-Blog) und unglaubliche 3.350 Kommentare!

Zehn Jahre Nicky's Welt. Was hat sich in dieser Zeit alles getan? Was hab ich erlebt? Für diesen Post mein online Tagebuch nochmal durchzustöbern, war absolut spannend. Manche Sachen hatte ich tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm. Und getan hat sich einiges.

Ich habe mich vor inzwischen fast 1,5 Jahren von meinem Partner getrennt. Einige von euch haben nur durch's Blog lesen schon gemerkt, das ich nicht mehr glücklich war. Teilweise sogar noch bevor ich es mir selbst eingestanden habe. Seither bin ich glücklicher Single - auch wenn wir zwangsweise noch immer zusammen wohnen. Aber das WG-Leben hat sich glücklicherweise auch zu "ganz gut" entwickelt (freundschaftlich). Aber es war ein echt langer und teilweise anstrengender Prozess. Aber ich muss nach über einem Jahr WG mit dem Ex gestehen: Wir funktionieren als Freunde tatsächlich um einiges besser als als Paar. Hätte ich am Anfang ehrlich nicht gedacht. Jeder macht inzwischen sein eigenes Ding. Aber wenn einer Mal Hilfe braucht, ist der andere da.

Obwohl ich immer noch gerne meine eigenen vier Wände hätte, hat das WG Leben mit den geteilten Arbeiten und Kosten doch auch ein paar Vorteile. Und bis ich wieder flüssig bin, ist ein Umzug finanziell im Moment eh nicht drin. Denn...

...ich habe mir vor 3 Wochen mein erstes eigenes Auto gekauft :-D Das alte (Baujahr 2004) hatte so viele Defekte, dass sich eine Reparatur nicht lohnte. Ich hätte nochmal rund 1.500 EUR reinstecken müssen und keine Garantie, dass er nochmal TÜV bekommt und die nächsten 2 Jahre nicht wieder was kaputt geht. Und dann war eine "zur rechten Zeit am rechten Ort" Situation mit einem Angebot, was ich nicht ablehnen konnte. Und so hatte ich innerhalb von 2-3 Wochen einen fast nagelneuen fahrbaren Untersatz. In den letzten Wochen haben wir uns kennen und lieben gelernt. Das der Tankdeckel "auf der falschen Seite ist" bringt mich beim Tanken noch immer zum "stolpern". Und lange habe ich beim Abstellen des Autos versucht, den nicht mehr vorhandenen Schlüssel abzuziehen :-D Ich freue mich auf die Fahrt ins Sauerland (das erste Mal mit Klimaanlage!). Denn meine Familie weiß noch nichts. Das wird eine Überraschung.

Mein Gewicht war und ist eine wilde Achterbahnfahrt. Während ich hier im ersten Blog-Jahr fast 10 kg zugenommen hatte und es danach immer wieder nach oben und unten gependelt ist (Höchstgewicht waren, seit ich hier blogge, 113 kg!), bin ich inzwischen (ohne aktives diäten) noch rund 9 kg vom Blog-Startgewicht von 2016 und dem UHU (unter Hundert) entfernt :-) Gleichzeitig bin ich aber auch etwa 5 kg vom Höchstgewicht (hier auf dem Blog) entfernt. Das höchste Gewicht, dass ich in meinem Leben jemals hatte waren 115 kg und die liegen nun rund 7 kg hinter mir. Darauf bin ich mächtig stolz - aber zufrieden bin ich damit noch nicht. Es soll noch weniger werden - aber ohne Jojo-Falle und ohne zu große Einschränkungen. Das Leben ist zum genießen da.
Image by Rilson S. Avelar from Pixabay
Über WW habe ich 2014 auch meine Freundinnen kennengelernt. Und ich hätte niemals gedacht, dass aus einer Online-Gruppe, so eine schöne Freundschaft entstehen könnte. Was haben wir seither alles erlebt? All unsere Mädelswochenenden, auf die ich mich jedes Jahr wieder sehr freue:

25. bis 27. November 2016 in Frankfurt
31. März bis 2. April 2017 in Karlsruhe
13. bis 15. Oktober 2017 in Landstuhl und Kaiserslautern
16. Dezember 2017 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
23. bis 25. März 2018 in Mannheim
20. Mai 2018 haben wir mit AA, die damals noch bei Karlsruhe wohnte, zusammen Geburtstag gefeiert
7. bis 9. Dezember 2018 in Würzburg
3. bis 5. Mai 2019 in Mainz
7. Dezember 2019 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim mit Frühstück bei AM 
2020 ging mal so gar nichts, wegen der Pandemie!
17. bis 19. Juli 2021 in Ludwigshafen - immer noch unter Corona-Auflagen!
4. bis 6. März 2022 in Heidelberg
3. Dezember 2022 wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
17. bis 19. März 2023 in Trier
8. bis 10. März 2024 in Mainz
7. Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
11. bis 13. Juli 2025 in Koblenz
13. Dezember 2025 auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz und jetzt gerade Anfang des Monats 
3. bis 5. Juli 2026 in Stuttgart 
Vor 2016 waren wir noch in Speyer, Straßburg und Freiburg. Und ich freue mich auf alles, was noch kommt. Geplant ist nämlich auch schon wieder der Weihnachtsmarkt in Deidesheim Ende November. Das ist nach all den Jahren ja schon fast sowas wie eine kleine Tradition :-D Und einen Termin für nächsten Sommer (Düsseldorf) haben wir auch schon :-)
 
Täglich haben wir in all den Jahren über unsere WhatsApp Gruppe Kontakt. Und wenn es an manchen Tagen "nur" ein Guten Morgen ist. Aber wir hatten im Frühjahr 2023 auch einen Verlust zu beklagen, als unsere Freundin AF für immer Lebwohl gesagt hat. Wir waren alle zusammen auf ihrer Trauerfeier in Darmstadt. 

Verluste gab es auch innerhalb meiner Familie. So verstarben innerhalb von nur wenigen Wochen zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 sowohl meine Oma (väterlicherseits) als auch mein Opa (mütterlicherseits). Innerhalb von etwas über einem halben Jahr gleich drei geliebte Menschen zu verlieren, hatte mich ganz schön aus der Bahn geworfen :-(

Aber es gab in den letzten 10 Jahren auch neue Menschen in meinem Leben. So lernte mein Bruder 2019 seine jetzige Frau kennen und meine Schwägerin K brachte meine Nichte C mit in die Familie. Und im Februar 2023 wurde ich Patentante von der kleinen L :-D Geheiratet wurde letztes Jahr im April (standesamtlich).
Mit der großen Nichte im 4D-Kino
Ein weiterer neuer Mensch in meinem Leben ist Heidi, die ich durch reinen Zufall hier über Blogger kennengelernt habe und mit der ich inzwischen auch so gut wie täglich Kontakt über WhatsApp habe. Die ersten Kommentare müssen wir so Mitte/Ende 2018 oder Anfang 2019 gegenseitig hinterlassen haben. Und das erste Mal persönlich getroffen haben wir uns im August 2019 auf Kaffee und Kuchen (ganz neutral in einem Café). Und irgendwie hat es bei uns beiden sofort geklickt. Seither treffen wir uns jeden Sommer, wenn ich bei meiner Familie bin. Letztes Jahr sogar vom 15. bis 16. Februar zu einem Geburtstags-Wochenende in Fulda. Das wir uns diesen Sommer auch schon 7 Jahre (persönlich) kennen, will mir immer noch nicht ganz in den Kopf. Die Zeit rast und scheint doch manchmal still zu stehen.

Wir haben im November 2019 Gruselig und/oder Genial ins Leben gerufen, haben ein paar DIY Projekte zusammen gemacht und auf Distanz gemeinsame Gartenprojekte gemacht und dann die Ergebnisse verglichen. Wir haben gegenseitige, personalisierte Adventskalender etabliert, auf die ich mich jedes Jahr auf's neue freue.

Auch Bär und Bärchen sind neu in mein Leben getreten. Ich sehe die beiden nicht so häufig, aber wir haben regelmäßig Kontakt. Auch nach der Trennung, was ich super finde. Denn kennengelernt habe ich die beiden über meinen Ex.
Mit Bärchen in Ludwigsburg
Ich habe in den letzten 10 Jahren - nachdem mir endlich klar geworden war, dass ich unter Depressionen litt - die Pille abgesetzt und merkte schnell, dass es mir langsam wieder besser ging. Im Zuge der Umstellung habe ich die Signale meines Körpers wieder neu/besser kennengelernt und den Schritt bis heute nie bereut.

Das ständige "diäten" habe ich in dieser Zeit aktiv aufgehört. Mein letzter Versuch mit WW war 2019. Ja, ich zähle weiter meine Kalorien, um nicht wieder komplett zu entgleisen. Aber mir Dinge verbieten, besonders "mager" zu kochen, Verzicht... das alles mache ich nicht mehr. Und trotzdem geht das Gewicht gaaaaaanz langsam in die richtige Richtung: nach unten. Ich habe mir das Übergewicht über Jahrzehnte angefressen und erwarte nicht mehr, dass ich es wie durch Zauberhand innerhalb von ein paar Wochen wieder los werde. Es ist ein Prozess - mit Rückschlägen. Aber die grundsätzliche Richtung stimmt. Und für mich passt es soweit.
 
Ich habe im Mai wieder angefangen, regelmäßig schwimmen zu gehen und ich liebe es! Auch wenn ich jetzt bei der großen Hitze leider pausieren muss, weil es mir nach dem Schwimmen beim umziehen schon den Kreislauf umgehauen hat. Die feucht-warme Luft im Gebäude ist im Sommer nichts für mich :-(

Das russisch-schweizerische Hochzeitspaar
Auf einer sibirisch-schweizerischen Hochzeit war ich im Frühjahr 2017. Das war spannend und schön, aber ich hatte noch nie so einen Hunger nach einer Hochzeitsfeier :-D

Ich habe von den Schlaganfällen meiner Mutter erzählt und welche Folgen sie hatten. Und nachdem ich diesen Post nochmal gelesen habe muss ich sagen: Auch jetzt, 14 Jahre nach den Schlaganfällen (es waren über mehrere Monate 6 Stück!...und auch das kam erst später heraus), hat sich an meiner "neuen" Mutter nichts geändert. Es wird inzwischen eher noch schlimmer. Sie ist beratungsrestistent, bockig wie ein kleines Kind und weiß wirklich alles besser - was ihr im letzten Sommer und in diesem Frühjahr tatsächlich sogar Krankenhausaufenthalte bescherte. Bei dem Vorfall im letzten Sommer, wäre sie fast gestorben. Ich habe mich mit ihrer neuen Persönlichkeit inzwischen arrangiert. Aber mögen tue ich "meine neue Mutter" noch immer nicht wirklich. Auch ihren Enkelkindern gegenüber ist sie distanziert und eher kalt. Während sie ständig um den Opa herum tollen, halten sie sich instiktiv eher von der Oma fern. Sie strahlt einfach keine "einladenden Vibes" aus.
Meine Mutter und ich, Dezember 2025
Den Bruch in der Familie gibt es auch immer noch. Zu Onkel J und Tante R habe ich noch immer keinen Kontakt. Und wenn Onkel J (so passiert an diversen Weihnachts-Familientreffen) den Raum betritt, sagt er nichtmal Hallo zu uns. Daher war er auch nicht zur Hochzeit meines Bruders eingeladen. Das einzige Positive, was dieser ganze Mist tatsächlich am Ende gebracht hat ist, dass sowohl mein Bruder als auch ich heute ein ganz anderes Verhältnis zu unserem Vater haben. Er hat die ganze Geschichte irgendwann auch mal aus seiner Sicht erzählt und ich kann wirklich nur sagen, dass meine Mutter uns Kinder von klein auf irgendwie "indoktriniert" hat, um uns glauben zu lassen, unser Vater wolle uns eingentlich gar nicht. Und ihn hat sie so hin manipuliert, dass er nie was machen brauchte/sollte (klare alte Rollenverteilung), so dass wir gegenseitig nie auch nur in Versuchung gekommen sind, die ganze Situation zu hinterfragen und sie am Ende dann behaupten konnte, ihr Mann hätte ja nie was gemacht. Natürlich nicht, wenn er ständig gesagt bekommt, er soll doch die Füße hoch legen. Auch alles Tatsachen, die erst im Laufe der Jahre ans Tageslicht gekommen sind. Ein seltsames Gefühl, wenn man als Erwachsene herausfindet, dass man die gesamte Kindheit über irgendwie negativ beeinflusst und manipuliert wurde, ohne es zu merken. Aber wir sind so groß geworden. Wir kannten es nicht anders und haben daher auch nie was hinterfragt. Obwohl ich mich als Teenager mehr als einmal gefragt habe, wieso meine Eltern immer noch verheiratet und nicht längst geschieden waren.
 
Und ja, ich weiß ganz genau, wieso ich eine gewisse räumliche Distanz zu meiner Familie geschaffen habe. Diese ganzen negativen Schwingungen brauche ich nicht ständig in meinem Leben. Ich freue mich über meine Besuche und wenn ich die wichtigsten Leute sehe und bin auch wieder froh, wenn die knapp 500 km dazwischen sind :-)
Landesgartenschau Lahr
Im Sommer 2018 war ich in Lahr auf der LaGa. Himmel, war es an diesem Tag heiß! Aber sooo schön. Und nur ein paar Tage später, konnten wir eine totale Mondfinsternis bestaunen. Die nächste LaGa in der Nähe war dann erst wieder 2022 in Neuenburg.
Mondfinsternis & Landesgartenschau Neuenburg
Wir sind - als wir noch zusammen waren und mein Ex noch keine Arthrose im Fuß hatte - unglaublich viel gewandert. Ich habe einen extra Wander-Blog kreiert, der aber seit der Arthrose Diagnose leider brach lag und immer noch liegt. Aktuell ist meine Kondition total am Allerwertesten und aktuell in Freiburg viel zu heiß zum wandern. Aber ich möchte das auch wieder ändern. Wieder mehr wandern gehen - auch alleine. Denn ich habe im letzten Sommerurlaub gemerkt, dass es mir auch alleine Spaß macht. Und es ist ganz anders, wenn man alles in seinem eigenen Tempo ohne Rücksicht auf Mitwanderer machen kann. Mehr Ruhe, mehr Kontemplation, mehr sehen, mehr genießen. Dann wird es auf dem Wander-Blog auch wieder etwas belebter :-)
Mein dritter Blog ist mein Häkel-Blog :-) Denn nachdem mir meine Mutter 2017 eines ihre völlig unüberlegten Geschenke zum Geburtstag machte (ein Häkel-Anleitungsbuch), habe ich tatsächlich angefangen zu häklen.
Das sind nächsten Februar auch schon 10 Jahre! Was ich in all den Jahren schon gehäkelt habe ist der Wahnsinn!
Pointe du Raz & Paris 1997
Im Frühjahr 2018 habe ich mich an meinen Schüleraustausch 1997 in der Bretagne erinnert und an unseren Zwischenstopp (leider nur für einen Tag) in Paris. Es hat danach ganze 26 Jahre gedauert, bis ich es ein weiteres Mal (dieses Mal für ein langes Wochenende) nach Paris geschafft habe. 
Paris 2023
Immer mal wieder ist von unserer gemeinsamen Freundin S die Rede. Sie ist lieb und nett und manchmal etwas verrückt. Das schlimmste Erlebnis mit ihr war die Woche Urlaub im Allgäu 2013, die sich der Ex zum Geburtstag wünschte.
Allgäu 2013
Das war auch Anlass unserer Paris-Reise (ein Geschenk für ihn zum Geburtstag). Und nein, ich habe nie etwas vergleichbares zurück bekommen.
Im Jahre 2020 ist Freiburg 900 Jahre alt geworden. Das sollte das ganze Jahr über groß gefeiert werden mit vielen Aktionen und Veranstaltungen. Ich kann mich erinnern, dass ich in dem Jahr zum Jubiläums-Fasnet-Umzug am Rosenmontag in der Stadt war. Und zwar schon mit einem leicht mulmigen Gefühl, denn das Corona-Virus hatte es inzwischen bis zu uns nach Deutschland geschafft.
 
Tja, und statt der 900-Jahr-Feierlichkeiten hatten wir plötzlich eine Pandemie und Lockdown! Das fühlt sich schon wieder so weit weg und unwirklich an...dabei ist es noch gar nicht soooo lange her. Es gab, wie überall, auch in Freiburg Hamsterkäufe und leere Regale, leere Straßen und Busse. Und am 22. März 2020 gab es dann den ersten bundesweiten Lockdown. Anfang April die ersten selbstgenähten Masken - weil "die Gescheiten" ja nirgendwo zu bekommen waren. Ich kann mich noch so gut an das ganze Chaos erinnern...und trotzdem fühlt es sich so surreal an. Erst im April 2023 wurde die Pandemie offiziell für beendet erklärt. Das ist grad mal 3 Jahre her.
Villingen-Schwenningen mit dem 9 EUR Ticket
Im Jahre 2022 wurde das 9-EUR-Ticket eingeführt. Inzwischen heißt es Deutschland-Ticket und kostet stolze 63 EUR im Monat. Mit dem Schnäppchen-Ticket habe ich damals einen Ausflug nach Villingen-Schwenningen gemacht :-) Und auch durchs Sauerland ging's für 9 EUR.
Sauerland und Nordhessen mit dem 9 EUR Ticket
Seit ich Single bin, habe ich mich langsam ans alleine Reisen gewöhnt. 2025 war ich im Sommer das erste Mal seit Ewigkeiten wieder alleine im Urlaub - wenn auch nur wieder bei der Familie.
Erster Solo-Urlaub 2025
Ich mache Spaziergänge alleine (wie früh morgens im Seepark) oder ein Tagesausflug ins Elsass nach Colmar.
Seepark Freiburg

im französischen Colmar
Kleinere Wanderungen hab ich auch schon alleine gemacht. Ich fühle mich mit jedem Mal wohler und habe bereits im letzten Sommer gemerkt, dass mir das alleine Reisen sehr gut getan hat, weil mir nie bewusst war, wie stressig selbst Urlaub gewesen ist, weil ich ständig Rücksicht auf den Ex nehmen musste.
 
Ich treffe mich mehr mit alten Freunden und Kollegen, jetzt, wo ich mir nicht mehr überlegen muss, wo ich den Ex solange parken kann. Eine Freiheit, von der mir die ganzen Jahre nie bewusst war, wie sehr sie mir fehlte. Denn der Ex hat - jetzt im Nachhinein betrachtet - doch extrem geklammert. Und das kann ich eigentlich überhaupt gar nicht ab. 
Solo-Wanderung
So viel ist passiert. Gutes und Schlechtes. Langweiliges und Aufregendes. Und auch nach 10 Jahren blogge ich immer noch total gerne. Wanderungen werden hoffentlich künftig wieder mehr, Häkelprojekte brauchen Zeit und Lust (und weniger schwitzige Hände). Aber immer wenn was fertig ist, werden sie auch veröffentlicht. Mein online Tagebuch wird es auch weiterhin wöchentlich geben. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und ob ich hier nochmal 10 Jahre schaffe :-D 
Image by Gerd Altmann from Pixabay
Ein fettes DANKE an euch alle. Die aktiven Kommentierer und die stillen Mitleser. Viele Blogger sind gekommen und gegangen. Andere - wie ich - haben auch schon Jubliäen gefeiert mit ihren Blogs. Schön, dass ihr auch noch alle da seid und Freude an diesem tollen Hobby habt :-) Bei den meisten von euch, bin ich tatsächlich auch stille Mitleserin (meistens) :-) Wir lesen uns also auch in Zukunft wieder.