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Freitag, 4. September 2026

Sauerland-Urlaub 2026 - Tag 8 - Treffen mit Heidi

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Am Montag (17. August) stand das Treffen mit Heidi auf dem Programm. Da hab ich mich schon lange drauf gefreut.
 
Sie kam mittags nach Medebach und wir haben uns bei Winnie getroffen, um dort zu essen. Es gab Currywurst mit Pommes und danach noch einen Kaffee. Und weswegen auch immer hab ich von der besten Currywurst der Gegend gar kein Bild gemacht :-/ 
 
Ein Dessert musste auch noch her, daher sind wir spontan noch in der Eisdiele gelandet. Die hatten ein furchtbar leckeres Waldmeister-Eis. Sowas hatte ich schon ewig nicht mehr. Aber auch Minze (After-Eight) und Yoghurette-Eis waren super lecker. 
Und weil ja meine Familie das Lagunenbad in Willingen abgesagt hatte, haben wir den usseligen halb verregneten Tag halt zu zweit dort im Schwimmbad verbracht :-) Und es war mega! In Hessen waren nämlich keine Ferien mehr und es war Montag nachmittag. Es war kaum was los und wir hatten reichlich Platz. Und während Heidi das Dampfbad genoss - was ich nach einem kurzen Testlauf leider so gar nicht vertragen habe - konnte ich tatsächlich ein paar Bahnen ziehen. Das wäre bei meinem letzten Besuch im Februar nicht möglich gewesen. Nicht nur, weil die Kinder dabei waren, sondern auch weil das Bad aus allen Nähten platzte.
 
Wir haben uns kurz vor Schluss noch einen Kaffee bzw. einen heißen Kakao (beides recht überteuert) gegönnt, bevor wir wieder raus sind. Fotos von dort gibt es natürlich keine, weil man sein Handy nicht mit reinnehmen darf. Aber wir waren beide begeistert vom Lagunenbad in Willigen.
 
Und zum Abendessen ging es ins Willinger Brauhaus. Wir haben tatsächlich beide das gleiche bestellt. Johannisbeer-Schorle, das Bierkutscher-Rösti mit Schinken, Rahm-Champignons und Salat und zum Dessert noch die gebackenen Apfelringe in Vanillesoße.
Alles super lecker, nicht zu teuer und satt geworden sind wir auch. Wir haben viel gequatscht und viel gelacht - wie immer. Und, wie immer, ging die Zeit viel zu schnell vorbei.
Falls Weihnachten nicht wieder eine von uns krank das Bett hüten muss, wollen wir uns nochmal treffen. Hoffen wir mal, dass es dieses Mal klappt. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit. 
 
Unseren Tag aus Heidis Sicht könnt ihr euch HIER ansehen. 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Blog-Geburtstag: 10 Jahre Nicky's Welt!

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Ich konnte es kaum glauben, aber mein Blog hat heute tatsächlich Geburtstag! Vor genau 10 Jahren (!) hab ich hier den ersten Post hochgeladen :-D

Gebloggt habe ich davor schon ca. 3 Jahre, aber lediglich bei WeightWatchers. Bis die ihren Dienst eingestellt hatten und alles nur noch über die App lief. Das fand ich damals wirklich sehr schade, vor allem weil alle Posts einfach verloren gegangen sind. Aber ich habe mich hier echt schnell zurecht gefunden. Obwohl es ne Weile gedauert hat, bis ich meine eigene "Struktur" gefunden hatte. Das kann man sehr klar an den alten Beiträgen erkennen. Die waren noch ein wildes Durcheinander und sehr unstrukturiert :-D

In den 10 Jahren wurde mein Blog über eine viertel Millionen Mal angeschaut, es gibt fast 900 Posts (nur hier auf dem Haupt-Blog) und unglaubliche 3.350 Kommentare!

Zehn Jahre Nicky's Welt. Was hat sich in dieser Zeit alles getan? Was hab ich erlebt? Für diesen Post mein online Tagebuch nochmal durchzustöbern, war absolut spannend. Manche Sachen hatte ich tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm. Und getan hat sich einiges.

Ich habe mich vor inzwischen fast 1,5 Jahren von meinem Partner getrennt. Einige von euch haben nur durch's Blog lesen schon gemerkt, das ich nicht mehr glücklich war. Teilweise sogar noch bevor ich es mir selbst eingestanden habe. Seither bin ich glücklicher Single - auch wenn wir zwangsweise noch immer zusammen wohnen. Aber das WG-Leben hat sich glücklicherweise auch zu "ganz gut" entwickelt (freundschaftlich). Aber es war ein echt langer und teilweise anstrengender Prozess. Aber ich muss nach über einem Jahr WG mit dem Ex gestehen: Wir funktionieren als Freunde tatsächlich um einiges besser als als Paar. Hätte ich am Anfang ehrlich nicht gedacht. Jeder macht inzwischen sein eigenes Ding. Aber wenn einer Mal Hilfe braucht, ist der andere da.

Obwohl ich immer noch gerne meine eigenen vier Wände hätte, hat das WG Leben mit den geteilten Arbeiten und Kosten doch auch ein paar Vorteile. Und bis ich wieder flüssig bin, ist ein Umzug finanziell im Moment eh nicht drin. Denn...

...ich habe mir vor 3 Wochen mein erstes eigenes Auto gekauft :-D Das alte (Baujahr 2004) hatte so viele Defekte, dass sich eine Reparatur nicht lohnte. Ich hätte nochmal rund 1.500 EUR reinstecken müssen und keine Garantie, dass er nochmal TÜV bekommt und die nächsten 2 Jahre nicht wieder was kaputt geht. Und dann war eine "zur rechten Zeit am rechten Ort" Situation mit einem Angebot, was ich nicht ablehnen konnte. Und so hatte ich innerhalb von 2-3 Wochen einen fast nagelneuen fahrbaren Untersatz. In den letzten Wochen haben wir uns kennen und lieben gelernt. Das der Tankdeckel "auf der falschen Seite ist" bringt mich beim Tanken noch immer zum "stolpern". Und lange habe ich beim Abstellen des Autos versucht, den nicht mehr vorhandenen Schlüssel abzuziehen :-D Ich freue mich auf die Fahrt ins Sauerland (das erste Mal mit Klimaanlage!). Denn meine Familie weiß noch nichts. Das wird eine Überraschung.

Mein Gewicht war und ist eine wilde Achterbahnfahrt. Während ich hier im ersten Blog-Jahr fast 10 kg zugenommen hatte und es danach immer wieder nach oben und unten gependelt ist (Höchstgewicht waren, seit ich hier blogge, 113 kg!), bin ich inzwischen (ohne aktives diäten) noch rund 9 kg vom Blog-Startgewicht von 2016 und dem UHU (unter Hundert) entfernt :-) Gleichzeitig bin ich aber auch etwa 5 kg vom Höchstgewicht (hier auf dem Blog) entfernt. Das höchste Gewicht, dass ich in meinem Leben jemals hatte waren 115 kg und die liegen nun rund 7 kg hinter mir. Darauf bin ich mächtig stolz - aber zufrieden bin ich damit noch nicht. Es soll noch weniger werden - aber ohne Jojo-Falle und ohne zu große Einschränkungen. Das Leben ist zum genießen da.
Image by Rilson S. Avelar from Pixabay
Über WW habe ich 2014 auch meine Freundinnen kennengelernt. Und ich hätte niemals gedacht, dass aus einer Online-Gruppe, so eine schöne Freundschaft entstehen könnte. Was haben wir seither alles erlebt? All unsere Mädelswochenenden, auf die ich mich jedes Jahr wieder sehr freue:

25. bis 27. November 2016 in Frankfurt
31. März bis 2. April 2017 in Karlsruhe
13. bis 15. Oktober 2017 in Landstuhl und Kaiserslautern
16. Dezember 2017 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
23. bis 25. März 2018 in Mannheim
20. Mai 2018 haben wir mit AA, die damals noch bei Karlsruhe wohnte, zusammen Geburtstag gefeiert
7. bis 9. Dezember 2018 in Würzburg
3. bis 5. Mai 2019 in Mainz
7. Dezember 2019 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim mit Frühstück bei AM 
2020 ging mal so gar nichts, wegen der Pandemie!
17. bis 19. Juli 2021 in Ludwigshafen - immer noch unter Corona-Auflagen!
4. bis 6. März 2022 in Heidelberg
3. Dezember 2022 wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
17. bis 19. März 2023 in Trier
8. bis 10. März 2024 in Mainz
7. Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
11. bis 13. Juli 2025 in Koblenz
13. Dezember 2025 auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz und jetzt gerade Anfang des Monats 
3. bis 5. Juli 2026 in Stuttgart 
Vor 2016 waren wir noch in Speyer, Straßburg und Freiburg. Und ich freue mich auf alles, was noch kommt. Geplant ist nämlich auch schon wieder der Weihnachtsmarkt in Deidesheim Ende November. Das ist nach all den Jahren ja schon fast sowas wie eine kleine Tradition :-D Und einen Termin für nächsten Sommer (Düsseldorf) haben wir auch schon :-)
 
Täglich haben wir in all den Jahren über unsere WhatsApp Gruppe Kontakt. Und wenn es an manchen Tagen "nur" ein Guten Morgen ist. Aber wir hatten im Frühjahr 2023 auch einen Verlust zu beklagen, als unsere Freundin AF für immer Lebwohl gesagt hat. Wir waren alle zusammen auf ihrer Trauerfeier in Darmstadt. 

Verluste gab es auch innerhalb meiner Familie. So verstarben innerhalb von nur wenigen Wochen zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 sowohl meine Oma (väterlicherseits) als auch mein Opa (mütterlicherseits). Innerhalb von etwas über einem halben Jahr gleich drei geliebte Menschen zu verlieren, hatte mich ganz schön aus der Bahn geworfen :-(

Aber es gab in den letzten 10 Jahren auch neue Menschen in meinem Leben. So lernte mein Bruder 2019 seine jetzige Frau kennen und meine Schwägerin K brachte meine Nichte C mit in die Familie. Und im Februar 2023 wurde ich Patentante von der kleinen L :-D Geheiratet wurde letztes Jahr im April (standesamtlich).
Mit der großen Nichte im 4D-Kino
Ein weiterer neuer Mensch in meinem Leben ist Heidi, die ich durch reinen Zufall hier über Blogger kennengelernt habe und mit der ich inzwischen auch so gut wie täglich Kontakt über WhatsApp habe. Die ersten Kommentare müssen wir so Mitte/Ende 2018 oder Anfang 2019 gegenseitig hinterlassen haben. Und das erste Mal persönlich getroffen haben wir uns im August 2019 auf Kaffee und Kuchen (ganz neutral in einem Café). Und irgendwie hat es bei uns beiden sofort geklickt. Seither treffen wir uns jeden Sommer, wenn ich bei meiner Familie bin. Letztes Jahr sogar vom 15. bis 16. Februar zu einem Geburtstags-Wochenende in Fulda. Das wir uns diesen Sommer auch schon 7 Jahre (persönlich) kennen, will mir immer noch nicht ganz in den Kopf. Die Zeit rast und scheint doch manchmal still zu stehen.

Wir haben im November 2019 Gruselig und/oder Genial ins Leben gerufen, haben ein paar DIY Projekte zusammen gemacht und auf Distanz gemeinsame Gartenprojekte gemacht und dann die Ergebnisse verglichen. Wir haben gegenseitige, personalisierte Adventskalender etabliert, auf die ich mich jedes Jahr auf's neue freue.

Auch Bär und Bärchen sind neu in mein Leben getreten. Ich sehe die beiden nicht so häufig, aber wir haben regelmäßig Kontakt. Auch nach der Trennung, was ich super finde. Denn kennengelernt habe ich die beiden über meinen Ex.
Mit Bärchen in Ludwigsburg
Ich habe in den letzten 10 Jahren - nachdem mir endlich klar geworden war, dass ich unter Depressionen litt - die Pille abgesetzt und merkte schnell, dass es mir langsam wieder besser ging. Im Zuge der Umstellung habe ich die Signale meines Körpers wieder neu/besser kennengelernt und den Schritt bis heute nie bereut.

Das ständige "diäten" habe ich in dieser Zeit aktiv aufgehört. Mein letzter Versuch mit WW war 2019. Ja, ich zähle weiter meine Kalorien, um nicht wieder komplett zu entgleisen. Aber mir Dinge verbieten, besonders "mager" zu kochen, Verzicht... das alles mache ich nicht mehr. Und trotzdem geht das Gewicht gaaaaaanz langsam in die richtige Richtung: nach unten. Ich habe mir das Übergewicht über Jahrzehnte angefressen und erwarte nicht mehr, dass ich es wie durch Zauberhand innerhalb von ein paar Wochen wieder los werde. Es ist ein Prozess - mit Rückschlägen. Aber die grundsätzliche Richtung stimmt. Und für mich passt es soweit.
 
Ich habe im Mai wieder angefangen, regelmäßig schwimmen zu gehen und ich liebe es! Auch wenn ich jetzt bei der großen Hitze leider pausieren muss, weil es mir nach dem Schwimmen beim umziehen schon den Kreislauf umgehauen hat. Die feucht-warme Luft im Gebäude ist im Sommer nichts für mich :-(

Das russisch-schweizerische Hochzeitspaar
Auf einer sibirisch-schweizerischen Hochzeit war ich im Frühjahr 2017. Das war spannend und schön, aber ich hatte noch nie so einen Hunger nach einer Hochzeitsfeier :-D

Ich habe von den Schlaganfällen meiner Mutter erzählt und welche Folgen sie hatten. Und nachdem ich diesen Post nochmal gelesen habe muss ich sagen: Auch jetzt, 14 Jahre nach den Schlaganfällen (es waren über mehrere Monate 6 Stück!...und auch das kam erst später heraus), hat sich an meiner "neuen" Mutter nichts geändert. Es wird inzwischen eher noch schlimmer. Sie ist beratungsrestistent, bockig wie ein kleines Kind und weiß wirklich alles besser - was ihr im letzten Sommer und in diesem Frühjahr tatsächlich sogar Krankenhausaufenthalte bescherte. Bei dem Vorfall im letzten Sommer, wäre sie fast gestorben. Ich habe mich mit ihrer neuen Persönlichkeit inzwischen arrangiert. Aber mögen tue ich "meine neue Mutter" noch immer nicht wirklich. Auch ihren Enkelkindern gegenüber ist sie distanziert und eher kalt. Während sie ständig um den Opa herum tollen, halten sie sich instiktiv eher von der Oma fern. Sie strahlt einfach keine "einladenden Vibes" aus.
Meine Mutter und ich, Dezember 2025
Den Bruch in der Familie gibt es auch immer noch. Zu Onkel J und Tante R habe ich noch immer keinen Kontakt. Und wenn Onkel J (so passiert an diversen Weihnachts-Familientreffen) den Raum betritt, sagt er nichtmal Hallo zu uns. Daher war er auch nicht zur Hochzeit meines Bruders eingeladen. Das einzige Positive, was dieser ganze Mist tatsächlich am Ende gebracht hat ist, dass sowohl mein Bruder als auch ich heute ein ganz anderes Verhältnis zu unserem Vater haben. Er hat die ganze Geschichte irgendwann auch mal aus seiner Sicht erzählt und ich kann wirklich nur sagen, dass meine Mutter uns Kinder von klein auf irgendwie "indoktriniert" hat, um uns glauben zu lassen, unser Vater wolle uns eingentlich gar nicht. Und ihn hat sie so hin manipuliert, dass er nie was machen brauchte/sollte (klare alte Rollenverteilung), so dass wir gegenseitig nie auch nur in Versuchung gekommen sind, die ganze Situation zu hinterfragen und sie am Ende dann behaupten konnte, ihr Mann hätte ja nie was gemacht. Natürlich nicht, wenn er ständig gesagt bekommt, er soll doch die Füße hoch legen. Auch alles Tatsachen, die erst im Laufe der Jahre ans Tageslicht gekommen sind. Ein seltsames Gefühl, wenn man als Erwachsene herausfindet, dass man die gesamte Kindheit über irgendwie negativ beeinflusst und manipuliert wurde, ohne es zu merken. Aber wir sind so groß geworden. Wir kannten es nicht anders und haben daher auch nie was hinterfragt. Obwohl ich mich als Teenager mehr als einmal gefragt habe, wieso meine Eltern immer noch verheiratet und nicht längst geschieden waren.
 
Und ja, ich weiß ganz genau, wieso ich eine gewisse räumliche Distanz zu meiner Familie geschaffen habe. Diese ganzen negativen Schwingungen brauche ich nicht ständig in meinem Leben. Ich freue mich über meine Besuche und wenn ich die wichtigsten Leute sehe und bin auch wieder froh, wenn die knapp 500 km dazwischen sind :-)
Landesgartenschau Lahr
Im Sommer 2018 war ich in Lahr auf der LaGa. Himmel, war es an diesem Tag heiß! Aber sooo schön. Und nur ein paar Tage später, konnten wir eine totale Mondfinsternis bestaunen. Die nächste LaGa in der Nähe war dann erst wieder 2022 in Neuenburg.
Mondfinsternis & Landesgartenschau Neuenburg
Wir sind - als wir noch zusammen waren und mein Ex noch keine Arthrose im Fuß hatte - unglaublich viel gewandert. Ich habe einen extra Wander-Blog kreiert, der aber seit der Arthrose Diagnose leider brach lag und immer noch liegt. Aktuell ist meine Kondition total am Allerwertesten und aktuell in Freiburg viel zu heiß zum wandern. Aber ich möchte das auch wieder ändern. Wieder mehr wandern gehen - auch alleine. Denn ich habe im letzten Sommerurlaub gemerkt, dass es mir auch alleine Spaß macht. Und es ist ganz anders, wenn man alles in seinem eigenen Tempo ohne Rücksicht auf Mitwanderer machen kann. Mehr Ruhe, mehr Kontemplation, mehr sehen, mehr genießen. Dann wird es auf dem Wander-Blog auch wieder etwas belebter :-)
Mein dritter Blog ist mein Häkel-Blog :-) Denn nachdem mir meine Mutter 2017 eines ihre völlig unüberlegten Geschenke zum Geburtstag machte (ein Häkel-Anleitungsbuch), habe ich tatsächlich angefangen zu häklen.
Das sind nächsten Februar auch schon 10 Jahre! Was ich in all den Jahren schon gehäkelt habe ist der Wahnsinn!
Pointe du Raz & Paris 1997
Im Frühjahr 2018 habe ich mich an meinen Schüleraustausch 1997 in der Bretagne erinnert und an unseren Zwischenstopp (leider nur für einen Tag) in Paris. Es hat danach ganze 26 Jahre gedauert, bis ich es ein weiteres Mal (dieses Mal für ein langes Wochenende) nach Paris geschafft habe. 
Paris 2023
Immer mal wieder ist von unserer gemeinsamen Freundin S die Rede. Sie ist lieb und nett und manchmal etwas verrückt. Das schlimmste Erlebnis mit ihr war die Woche Urlaub im Allgäu 2013, die sich der Ex zum Geburtstag wünschte.
Allgäu 2013
Das war auch Anlass unserer Paris-Reise (ein Geschenk für ihn zum Geburtstag). Und nein, ich habe nie etwas vergleichbares zurück bekommen.
Im Jahre 2020 ist Freiburg 900 Jahre alt geworden. Das sollte das ganze Jahr über groß gefeiert werden mit vielen Aktionen und Veranstaltungen. Ich kann mich erinnern, dass ich in dem Jahr zum Jubiläums-Fasnet-Umzug am Rosenmontag in der Stadt war. Und zwar schon mit einem leicht mulmigen Gefühl, denn das Corona-Virus hatte es inzwischen bis zu uns nach Deutschland geschafft.
 
Tja, und statt der 900-Jahr-Feierlichkeiten hatten wir plötzlich eine Pandemie und Lockdown! Das fühlt sich schon wieder so weit weg und unwirklich an...dabei ist es noch gar nicht soooo lange her. Es gab, wie überall, auch in Freiburg Hamsterkäufe und leere Regale, leere Straßen und Busse. Und am 22. März 2020 gab es dann den ersten bundesweiten Lockdown. Anfang April die ersten selbstgenähten Masken - weil "die Gescheiten" ja nirgendwo zu bekommen waren. Ich kann mich noch so gut an das ganze Chaos erinnern...und trotzdem fühlt es sich so surreal an. Erst im April 2023 wurde die Pandemie offiziell für beendet erklärt. Das ist grad mal 3 Jahre her.
Villingen-Schwenningen mit dem 9 EUR Ticket
Im Jahre 2022 wurde das 9-EUR-Ticket eingeführt. Inzwischen heißt es Deutschland-Ticket und kostet stolze 63 EUR im Monat. Mit dem Schnäppchen-Ticket habe ich damals einen Ausflug nach Villingen-Schwenningen gemacht :-) Und auch durchs Sauerland ging's für 9 EUR.
Sauerland und Nordhessen mit dem 9 EUR Ticket
Seit ich Single bin, habe ich mich langsam ans alleine Reisen gewöhnt. 2025 war ich im Sommer das erste Mal seit Ewigkeiten wieder alleine im Urlaub - wenn auch nur wieder bei der Familie.
Erster Solo-Urlaub 2025
Ich mache Spaziergänge alleine (wie früh morgens im Seepark) oder ein Tagesausflug ins Elsass nach Colmar.
Seepark Freiburg

im französischen Colmar
Kleinere Wanderungen hab ich auch schon alleine gemacht. Ich fühle mich mit jedem Mal wohler und habe bereits im letzten Sommer gemerkt, dass mir das alleine Reisen sehr gut getan hat, weil mir nie bewusst war, wie stressig selbst Urlaub gewesen ist, weil ich ständig Rücksicht auf den Ex nehmen musste.
 
Ich treffe mich mehr mit alten Freunden und Kollegen, jetzt, wo ich mir nicht mehr überlegen muss, wo ich den Ex solange parken kann. Eine Freiheit, von der mir die ganzen Jahre nie bewusst war, wie sehr sie mir fehlte. Denn der Ex hat - jetzt im Nachhinein betrachtet - doch extrem geklammert. Und das kann ich eigentlich überhaupt gar nicht ab. 
Solo-Wanderung
So viel ist passiert. Gutes und Schlechtes. Langweiliges und Aufregendes. Und auch nach 10 Jahren blogge ich immer noch total gerne. Wanderungen werden hoffentlich künftig wieder mehr, Häkelprojekte brauchen Zeit und Lust (und weniger schwitzige Hände). Aber immer wenn was fertig ist, werden sie auch veröffentlicht. Mein online Tagebuch wird es auch weiterhin wöchentlich geben. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und ob ich hier nochmal 10 Jahre schaffe :-D 
Image by Gerd Altmann from Pixabay
Ein fettes DANKE an euch alle. Die aktiven Kommentierer und die stillen Mitleser. Viele Blogger sind gekommen und gegangen. Andere - wie ich - haben auch schon Jubliäen gefeiert mit ihren Blogs. Schön, dass ihr auch noch alle da seid und Freude an diesem tollen Hobby habt :-) Bei den meisten von euch, bin ich tatsächlich auch stille Mitleserin (meistens) :-) Wir lesen uns also auch in Zukunft wieder.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Mädelswochenende in Stuttgart 2026

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Vom 3. bis 5. Juli war ich mit meinen Freundinnen in Stuttgart. Ich hatte mir den Freitag extra Urlaub genommen, um kostengünstig mit dem Deutschland-Ticket anzureisen. Und weil ich nicht wissen konnte, ob mit den Anschlüssen alles glatt laufen würde und ob die Fahrt wirklich nur 3 Stunden dauern würde - oder am Ende gar 5 Stunden - bin ich rechtzeitig losgefahren.
Ich hab mich morgens vom MBW wecken lassen, als der zur Arbeit los ist und hab dann ganz gemütlich meine Schlotze gefrühstückt, geduscht und noch ein paar Handgriffe erledigt. Und gegen 9 Uhr musste ich dann schon los, um pünktlich am Hauptbahnhof zu sein. Der erste Zug ging nämlich um 10 Uhr.
Etappe 1: Freiburg - Offenburg
Und widererwarten war der erste Zug absolut pünktlich und ich habe Problemlos den verspäteten Anschlusszug erwischt. Und weil die Bahn an diesem Freitag so zuverlässig unzuverlässig war, hat die 15-minütige Verspätung beim 2. Zug nichts gemacht, denn der dritte und letzte Zug hatte auch 20 Minuten Verspätung :-D Und die Züge waren brechend voll.
Etappe 2: OG-KA (links) / Etappe 3: KA-S (rechts)
Im Stuttgarter Hauptbahnhof - der ja noch immer Baustelle ist - habe ich gefühlt mehrere Kilometer zurück gelegt, um die S-Bahn im 2. Untergeschoss zu erreichen. Ich fand, für ortsunkundige Menschen war der Weg nicht besonders gut augeschildert. Wahrscheinlich wäre ich mit mehr Wissen oder besserer Beschilderung deutlich schneller ans Ziel gekommen. 

Mit der S-Bahn ging es eine Haltestelle weiter und von dort nochmal 5 Minuten zu Fuß zum Hotel.

Einchecken ging schnell. Leider war das Zimmer - entgegen der Aussage an der Rezeption - noch nicht fertig. Denn als ich oben ankam, war der nette Mann vom Housekeeping ("No German. English please!") dort noch am Putzen. Ich hab ein paar Minuten gewartet und im Flur war es unerträglich heiß.
Unser Hotelzimmer
Als ich endlich ins Zimmer konnte, war es dort nicht viel besser. Immerhin hatte das Hotel einen Ventilator zur Verfügung gestellt. Denn Klimaanlage gab es keine. Ich hatte gerade meinen Koffer abgestellt, als CI auch schon eintrudelte. Wir haben die Fenster grad offen gelassen und den Ventilator davor geparkt, damit er die etwas kühlere Luft von draußen ins Zimmer wehen konnte.

Anschließend haben wir uns zusammen mit KK in ein nahegelegenes Café gesetezt und auf die Ankunft der anderen beiden gewartet. 
Zwischendrin immer wieder der Blick auf den Live-Standort von AA. Mit ihr wollte ich mich ja im Parkhaus treffen. Ich bin also los, hab CI und KK im Café sitzen lassen und stand dann vor unter Tage führenden Gleisen, die man nicht "mal eben" einfach queren konnte. Blöd.
Das erste Treffen mit meinem neuen Auto
Im Parkhaus wartete daher schon AA mit meinem neuen Auto auf mich. Einmal kurz gucken, schonmal reinsetzten... Hach! Schön. Mit AA bin ich zurück ins Café, wo wir dann zu viert noch ein bisschen gesessen haben, bevor es zurück zum Hotel ging.
Als wir endlich vollzählig waren, sind wir noch was trinken gegangen. Ich hatte eine richtig leckeren hausgemachten Eistee aus grünem Tee mit Pfirsich-Maracuja. Super erfrischend.
Zum Abendessen waren wir im Stuttgarter Stäffele, wo es für mich hausgemachte Maultaschen mit Ei und Salat gab. Ich habe in meinem Leben noch nie so leckere Maultaschen gegessen! Und zum Dessert noch Apfelküchle mit Vanilleeis.
Stuttgarter Feuersee
Ein Verdauungspaziergang am Feuersee entlang führte uns zu einer Bar, wo wir noch was getrunken haben, bevor wir zurück zum Hotel sind.
Virgin Mojito
Die Nacht auf Samstag war einfach nur anstrengend. Nicht nur, weil es im Hotelzimmer brütendwarm war und wegen der WM nachts noch ewig viel Hupkonzert. Nein, ich hab am Freitag auch noch lustig meine Periode bekommen und hatte die halbe Nacht mit Unterleibsschmerzen zu kämpfen. CI hat - aus anderen Gründen - auch nicht gut geschlafen. Wir sind tatsächlich beide erst gegen 1 Uhr nachts eingepennt. Und waren trotzdem morgens schon sehr früh wieder wach.
Zum Frühstück ging es am Samstagmorgen zu Isabella's glutenfreier Patisserie. Dort hatten wir am Vortag eine Kleinigkeit getrunken und sind über das glutenfreie Frühstück gestolpert. Da KK an diversen Unverträglichkeiten (u. a. Gluten) leidet, sind wir hier frühstücken gegangen, damit sie endlich mal einfach was von der Karte wählen konnte, ohne sich vorher groß Gedanken zu machen.
Und ich muss sagen: Das war das leckerste glutenfreie Brot, dass ich je gegessen habe. Kein seltsamer Geschmack und gar nicht trocken. Lecker, locker, fluffig, saftig. Mega lecker. Auch die diversen Beläge und das Rührei. Einfach eine klare Empfehlung, falls ihr mal in Stuttgart seid.
Nach dem Frühstück, sind wir ein weilchen durch die Innenstadt gelaufen, bis es Zeit war für die gebuchte Stadtführung. Die war mit einer Stunde kurz und knackig, sehr kurzweilig und informativ. Danke an unseren Stadtführer Ulrich. Klasse gemacht. Und ich hab gelernt, dass sich der Name Stuttgart tatsächlich vom "Stuten Garten" - einer alten Pferdezucht - ableitet, die hier einst stand, um den kriegerischen Stämmen Nachschub an frischen Schlachtrössern zu liefern. Daher auch das Pferd im Stadtwappen.
In der Stuttgarter Markthalle waren wir auch noch. Von Essen über Dekofirlefanz, Spezialitäten und Stoffen, Blumen und Haustierbedarf konnte man dort alles kaufen. Und das in historischer Atmosphäre in dem alten Gemäuer. Für mich hab ich tatsächlich nichts gefunden. Denn alles was ich irgendwie interessant fand, hätte ich Zuhause eh nie hingestellt.
Einfach weil es nicht wirklich zur Einrichtung passt oder sich nie die passenden Anlässe bieten. Für die Nichten hätte ich tolle Trinkgläser mit ihren Anfangsbuchstaben drauf mitgenommen, wenn sie das L gehabt hätten. Aber ich kann der Großen nichts mitbringen und die Kleine geht leer aus. So gab es auch keine Mitbringsel für die Kinder.
Breuninger
Im Breuninger Kaufhaus sind wir noch gewesen, was mich ein kleines bisschen an die Galleries Lafayette in Paris erinnert hat. Dort in der Nähe haben wir uns nochmal für ein kühles Getränk niedergelassen.
Hausgemachte Zitronenlimonade
Weil die Stadtführung am Schloss endete, haben wir uns dort getrennt. AA und AM sind allein losgezogen während wir anderen beiden CI die Eugenstaffel hinauf gefolgt sind. Das sind mehrere Treppenfluchten, die hinauf zum hübschen Galateabrunnen führen. Oberhalb vom Brunnen gibt es einen schattigen Platz mit einer herrlichen Aussicht über Stuttgart. KK hat uns da oben noch ein Eis spendiert. Für mich gab es Limette-Minze (wie Mojito) und Joghurt-Brombeere. Super lecker!
Wieder unten in der Stadt sind wir über einen Ableger des Hamburger Fischmarktes spaziert, bevor es kurz zurück ins Hotel ging. Einmal schnell duschen, kurz die Füße hochlegen und umziehen für's Abendessen.
Ich habe das erste Mal in meinem Leben, das im lezten Jahr für 6 EUR gekaufte, China-Kleid angehabt. Und obwohl mir tatsächlich jeder gesagt hat, dass das gut an mir aussieht, fühlte ich mich darin total unwohl.
Das komische Gefühl war aber bald vergessen. Denn das Abendessen beim Italiener war absolut köstlich.
Ich hab mir hausgemachte Pasta mit Garnelen, Tintenfisch und grünem Spargel in einer Zitronensoße ausgesucht. Zum Dessert gab es ein richtig leckeres Tiramisu.
Weil wir nach der schlechten Nacht und dem langen, heißen Tag alle ziemlich platt waren, haben wir den Absacker ausgelassen und sind direkt zurück ins Hotel.
In der zweiten Nacht habe ich besser geschlafen, war aber trotzdem am Sonntag mordsfrüh wach. Weil es mir nicht alleine so ging, hat CI beschlossen, spontan den früheren Zug nach Hause zu nehmen, um dort mit ihrem Mann zu frühstücken. AA ist ja auch immer früh wach, so dass wir uns auch spontan schon um 7:15 Uhr statt 9:30 Uhr getroffen haben. 
Die letzten Unterschriften auf dem Kaufvertrag, ab ins Parkhaus und eine kleine Einweisung in mein neues Vehikel. 

Ich wollte AA dann noch zum Bahnhof fahren, hab sie aber dann nur dort in der Nähe rausgelassen, weil wegen Baustelle irgendwie alles komisch war. Sie ist dann mit dem Zug nach Hause und ich mit meinem neuen Auto.

Zum Glück war so früh in Stuttgart noch nichts los. Denn "fremdes Auto, fremde Stadt"... Das Navi hat mich zielsicher zur Autobahn gelotst und die Rückfahrt klappte problemlos. Ich bin total zufrieden mit dem neuen Auto und werde mich schnell dran gewöhnen :-)
Zuhause war der Tank fast leer und ich hab mein neues Auto direkt das erste Mal vollgetankt. Und weil das gute Stück tatsächlich E10 verträgt, war volltanken am Sonntag auch gar nicht sooo teuer.
Zum Frühstück (gegen 11 Uhr) gab es ein Stück Kuchen, dass ich mir vom Bäcker bei der Tanke mitgebracht hatte. Denn das neue Auto endlich Zuhause zu haben, schrie förmlich nach Kuchen zum Frühstück :-D 
 
Weil zu warm, habe ich den restlichen Tag gemütlich Zuhause verbracht und Abends wurde Essen bestellt. Bei mir wurde es ein Burger mit Salat. Lecker war's. Und dann war das tolle Wochenende auch leider schon wieder vorbei.
ABER! Wir haben bereits das nächste Mädelswochenende in Arbeit. Termin und Hotel stehen inzwischen. In fast genau einem Jahr geht es nach Düsseldorf. Und kurz vor Weihnachten sehen wir uns ja auch nochmal alle in Deidesheim auf dem Weihnachtsmarkt :-D