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Ein letztes Mal "Hallo", liebe Gartenfreunde!
Heidi und ich laden euch heute ein letztes Mal (für dieses Jahr) zu unserer Balkon und Garten Challenge ein.
Was bisher bei mir geschah, könnt ihr hier nochmal nachlesen:
Der Fokus lag dieses Jahr auf Paprika, Gurken und Sonnenblumen. Und Ende September neigt sich das Gartenjahr nun dem Ende entgegen.
Es war ein aufregendes Jahr. Denn ich musste mich viel aufregen :-D Balkongärtnern ist in Freiburg wirklich eine Herausforderung. Vor allem in den heißen Sommermonaten.
Wenn wir die Schirme zu lassen, haben wir zwar gute Durchlüftung auf dem Balkon, aber wir bekommen auch locker 50 Grad. Kaum eine meiner Pflanzen, macht das lange mit. So verbrannte unter anderem der Salat und ein Teil der Bienenweide (denn auf der Fensterbank wird es mega heiß!).
Machen wir die Schirme auf, haben wir zwar Schatten, aber auch dann wird es bis zu 38 Grad warm - und zusätzlich fehlt die Durchlüftung. Das wiederum finden Spinnmilben mega gut, weshalb ich in diesem Jahr mit 4 großen Spinnmilbenausbrüchen (und noch mehr kleineren) zu kämpfen hatte. Die Biester sind so klein, man sieht sie quasi erst, wenn es schon fast zu spät ist.
Gurke, Melone, Sonnenblume, Dahlie, Kartoffel, Kräuter...nichts war vor ihnen sicher! Ich habe immer großzügig die befallenen Blätter abgeschnitten und entsorgt. Den Rest mit einer Öko-Lauge behandelt. Bei der Dahlie versuchte ich es mit einer "Schwitzhütte". Das klappte zwar auch super, aber die Dahlie war danach trotzdem hinüber.
Den letzten Befall mit Spinnmilben, den ich Anfang September hatte, haben die
Gurken dann nicht mehr verkraftet. Ich konnte noch eine letzte kleine Gurke ernten, bevor ich die Pflanzen abgeräumt habe.
Es hätte keinen Zweck mehr gehabt. Ohne die Spinnmilben, hätte ich deutlich mehr Gurken ernten können, aber durch ihre Aktivität, vertrockneten die Baby-Gurken schon direkt nach der Blüte. Insgesamt habe ich nur 3 Gurken ernten können, dabei hatte ich duzende Gurken-Babys an den Pflanzen.
Bei der
Melone ist es das gleiche Problem. Der Mai war zu kalt, zu dunkel und zu nass. Die Melone brauchte ewig, um in Wallung zu kommen.
Und als es endlich soweit war: Spinnmilben! Die Melonen-Babys hinüber, bevor sie überhaupt richtig anfangen konnten zu wachsen. Ob ich überhaupt was ernten könnte, wenn es jetzt wieder kühler und dunkler wird, sollte sich noch zeigen. In Freiburg haben wir ja oft Glück, dass es bis in den November hinein noch recht warm bleibt. Aber wie ich am letzten Wochenende sehen konnte, ist der Rest der Melone noch immer von Spinnmilben befallen. Und das wird dieses Jahr wohl nichts mehr. Es wird dunkel und kühl. Die Melone braucht Sonne und Wärme. Schade!
Die vier
Paprikapflanzen sehen - nicht gut - aber besser aus. Scheinbar mögen Spinnmilben keine Paprika :-) Jedenfalls hatte ich da nicht einen einzigen Befall. Bei den Paprika hatte ich ein anderes Problem: Raupen!
Während Heidi in ihrem Garten mit Schnecken auf Kriegsfuß steht, hatte ich in diesem Jahr mit unzähligen grünen Raupen des Kohlweißlings zu kämpfen.
Die gefräßigen Biester machten sich über alles her, was nicht von den Spinnmilben befallen war: Bienenweide, Gazinie, Paprika und Tomaten. Auch an den nicht verwebten Blättern von Gurke und Melone fand ich Raupen.
Es war zum Mäuse melken. In einem Garten fallen die "Verluste" vielleicht nicht ganz so arg ins Gewicht. Aber wenn ich nicht regelmäßig gegen die Milben vorgegangen wäre und die Raupen mühselig aufgestöbert und abgesammelt hätte, hätte ich wohl schon Ende Juli keine einzige Pflanze mehr auf dem Balkon übrig gehabt!
Das ist wirklich alles mega ärgerlich. Da steckt man Zeit und auch Geld in den Balkon und die "Fressfeinde" machen einem das Gärtnervergnügen ruckzuck zu nichte. Es zeigt mir allerdings auch, dass ich es scheinbar sehr gut geschafft habe, auf meinem kleinen Balkon, mitten in der Großstadt im 2. Stockwerk, ökologischen Landbau zu betreiben. Sonst hätten sich die Viecher wohl nicht so wohl bei mir gefühlt. Ich bin mir also noch nicht ganz schlüssig, ob ich mich über meine Widersacher nun wirklich ärgern soll oder mich lieber freue, weil ich irgendwie doch alles richtig gemacht habe und ein wenig "heile Natur" in die Großstadt gebracht habe?
Die
Paprika wachsen jedenfalls echt gut. Ich habe mehrere kleine Früchte, die stetig größer werden. Ich hoffe, wenigstens hier kann ich in diesem Jahr nochmal was ernten. Denn durch den düsteren Mai sind auch die Paprikapflanzen gute 6 Wochen hinter der Zeit.
Bisher sind die Früchte noch nicht erntereif. Sogar die gerettete Paprika, macht sich ganz gut. Sie trägt zwar keine Früchte, sieht aber immerhin dekorativ aus, wo doch so viel anderes einfach verbrannt ist. Das sie überhaupt was wird, in ihrem viel zu kleinen Topf mit der falschen Erde, hätte ich zu Beginn wirklich nicht gedacht :-)
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Meine Paprika am 24.09.23
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Von meinen 6 gepflanzten
Sonnenblumen kamen 5 Pflanzen und es haben tatsächlich nur zwei überlebt. Aber! Diese blühen seit Anfang September in ihren wunderschönen, zweifarbigen Blüten. Ich hatte allerdings gedacht, die Blüten wären etwas größer. Aber sie sind nur etwa Handtellergroß. Macht nichts. Sie sehen trotzdem sehr schön aus und ich freue mich, dass es wenigstens zwei bis zur Blüte geschafft haben :-)
In den leeren Erdbeerkästen haben die
"Platzhalter-Stauden" tatsächlich bisher den Sommer überlebt. Naja, zumindest zwei von vieren ;-) Diese rot blühende Pflanze, die sich als
Konkardenblume entpuppt hat - die jetzt noch immer wieder neue Blüten produziert - und das
Löwenmäulchen - das zwischenzeitlich verblüht ist.
Die Konkardenblume ist winterhart. Ich werde sie in den nächsten 1-2 Wochen komplett zurückschneiden (so stand es im Internet) und hoffen, dass sie den Winter auch überlebt. Bei den Löwenmäulchen habe ich keine Ahnung, ob ich eine einjährige oder mehrjährige Pflanze erwischt habe. Aber auch dieses werde ich - auf gut Glück - mal stutzen und versuchen, es zu überwintern :-)
Die
Kartoffel hat Anfang September dann auch ihr letztes Grün abgeworfen. Nach dem Spinnmilbenbefall hatte sie sich gut erholt. Und nochmal ordentlich neues Grün gebildet. Das ist jetzt weg. Ich werde die Erde abtrocknen lassen und dann mal gucken, ob ich dieses Jahr Kartoffeln ernten kann :-)
Zumindest eine Kartoffel, war schon an der Oberfläche zu sehen. Wieviele der Kübel dann tatsächlich hergibt, werden wir aber erst noch abwarten müssen :-)
Meine zwei Kästen mit der
Bienenweide standen auf der Fensterbank. Das ist aber - auf Grund der Hitzeentwicklung - kein guter Standort. Denn mir ist fast alles verbrannt. Und der klägliche Rest wurde von den Kohlweißling-Raupen vernichtet.
Nur ein paar grüne Stängel waren immer zu sehen. Ich glaube nur 2-3 Blüten haben es überhaupt geschafft. Und was Hitze und Raupen nicht kaputt machten, darüber machten sich die Tripse her :-( Generell hat sich aber die großzügige Verteilung von Gelbfallen auf dem Balkon mehr als bewährt. Das werde ich für die kommende Saison definitiv wieder machen!
Aber für die Fensterbank muss ich mir was neues überlegen. Da braucht es was, das Hitze deutlich besser aushält. Vielleicht irgendwas mediterranes. Darüber werde ich mir im Winter mal so meine Gedanken machen.
Die
Radieschen haben mich in diesem Jahr sehr enttäuscht. Aber hier gehe ich einfach davon aus, dass mein Saatgut inzwischen einfach zu alt geworden ist. Ich werde die Reste also entsorgen und mir für die kommende Saison neue Samen besorgen.
Die
Tomaten sind so gut gewachsen wie immer. Insgesamt habe ich fast 2 kg Tomaten von den 8 Pflanzen ernten können! Und das trotz Raupen, Milben und Rost :-)
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Ob die noch rot werden? (am 24.09.23)
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Die letzten roten Tomaten am 24.09.23
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Mein
Blaukissen sieht super aus. Ich hoffe, ich bekomme es über den Winter und es schlägt im kommenden Jahr wieder aus, um Bienen und Hummeln anzulocken. Im Frühjahr werde ich sowohl die Stauden, als auch das Blaukissen, in passendere Töpfe umsetzen - sofern sie die dunkle Jahreszeit überstehen.
Bezüglich der Töpfe gab es den Tipp, Tontöpfe zu nehmen, weil die Feuchtigkeit besser speichern. Ja, das tun sie. Sie sind aber auch bedeutend schwerer als Plastiktöpfe und bei all meinen Pflanzen, habe ich ehrlich gesagt Angst, dass das Gewicht auf dem Balkon vielleicht zu viel wird, wenn ich so viele große Tongefäße, mit Erde und Bewuchs dort stehen habe. Denn da kommt ja einiges an Gewicht zusammen! Und sie müssten ja auch erstmal alle in den zweiten Stock hochgeschleppt werden.
Der
Fingerhut hat es leider auch nicht geschafft. Woran es lag, weiß ich leider nicht. Aber mehr als ein paar Blättchen kamen leider nicht aus der Erde. Und selbst die waren nach unserem Sommerurlaub vertrocknet :-(
Und mein
Lavendel macht mir auch Sorgen. Denn er hat sich nach dem Starkregen im Frühsommer leider nicht so gut erholt.
Ob er im kommenden Jahr wieder ausschlägt, muss ich abwarten.
Es war ein spannendes Gartenjahr mit Höhen und Tiefen. Am Wetter und am Standort kann ich leider nichts ändern. Da sind mir die Hände gebunden.
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Spinnmilben an der Melone (24.09.23)
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Ich bin gespannt, wie das nächste Jahr wird. Wir haben neue Pläne und Ideen, Heidi und ich. Aber jetzt gehe ich ein letztes Mal (für dieses Jahr) gucken, wie die letzten Wochen bei ihr so abgelaufen sind und was sich seit unserem Besuch im August so in ihrem Garten getan hat. Ihr wollt mit? Bitte...
HIER ENTLANG!