Mittwoch, 30. Dezember 2020

DIY Challenge #2: Winter

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Da ist sie schon! Die zweite Do It Yourself Challenge von Heidi und mir. Während ich zur Eröffnungs-Challenge eine Weile überlegen und mir was Passendes einfallen lassen musste, brauchte es bei der heutigen Herausforderung nur 10 Minuten bei Google und ich hatte eine Idee. Nochmal 3 Minuten überlegen, ob ich dafür alles bereits zuhause habe. Habe ich! Also los...

Das Thema ist der ⛄ WINTER ⛄. Auch wenn der Winter in Freiburg eher ein Witz ist (ich komme schließlich aus dem Sauerland), wird es auch hier manchmal empfindlich kalt. Frau - zumindest diese hier - hat da immer kalte Hände und Füße. Gegen kalte Füße habe ich mir schon selbst Socken gehäkelt (stricken kann ich ja nicht). Bei kalten Händen half bisher immer die Umklammerung einer heißen Tasse Tee. Gerade am Abend ist das aber kontraproduktiv, denn der Tee wird ja auch getrunken und so rennt Frau - mit warmen Händen zwar - die halbe Nacht zum WC :-D Was anderes musste her.

Ich habe bei Google einen Haufen tolle Bastelideen gesehen. Aber da ich ja nicht sooo gerne bastele, habe ich auch kaum Bastelzeug daheim. Was ich hingegen zu Hauf daheim habe, ist Wolle :-) Also gibt es heute - gegen kalte Winterhände - ein paar einfache, gehäkelte Handstulpen bzw. Pulswärmer. Die halten schön warm und malträtieren in der Nacht nicht die Blase :-D
 
Orientiert habe ich mich beim Häkeln am Video von Claudetta Crochet. Das hat mir auf Anhieb gefallen. Sie erklärt gut, was sie macht, zeigt die Arbeitsschritte deutlich und anschaulich. Das ist wirklich auch gut für Anfänger geeignet. 
Aber nun zu meinen Handstulpen. Wie im Video auch, habe ich eine Häkelnadel mit Stärke 5.5 genommen. Meine Wolle war ein Weihnachtsgeschenk einer Freundin. Weil es aber nur ein Knäuel davon gab, wusste ich ewig nicht, was ich damit anfangen sollte. Für die Handstulpen war es perfekt geeignet.
Die Wolle ist die Musica von Gründl und aus 81 % Polyacryl, 15 % Polyamid und 4 % Viskose. Sie ist weich, flauschig und kuschelig warm und hat einen tollen Petrol-Ton (was man auf den Bildern irgendwie gar nicht so gut sehen kann).
Wie in der Anleitung, habe ich das Bündchen auch 9 Luftmaschen breit gehäkelt.
Meine fetten Handgelenke benötigten dann allerdings 26 Reihen, damit alles bequem saß :-D
Mit 9 Kettmaschen habe ich das Bündchen geschlossen, dann die Innenseite nach außen gewendet und mit meinen zwei Runden von jeweils insgesamt 26 halben Stäbchen weiter gemacht.
Dann kam die 3. Reihe, in der ich jede 4. Masche zugenommen habe. So kam ich am Ende auf 32 halbe Stäbchen.
Dann nochmal 3 Runden mit 32 halben Stäbchen und wir sind schon beim Daumenloch angekommen. Dafür werden in der 7. Runde nur 2 HStb gehäkelt und dann eine Luftmaschenkette aus 6 LM gehäkelt. Das wird unser Loch für den Daumen.
Bei mir folgten danach noch 7 Runden mit je 32 HStb und ich hatte eine für mich bequeme Länge erreicht.


Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Runde Krebsmaschen (das sind feste Maschen "rückwärts" gehäkelt). Fäden vernähen und fertig. 

Natürlich hab ich mir auch noch eine zweite Handstulpe gemacht ;-) Ich hab (nach einem Fehlversuch, wo sie viel zu weit geworden waren) für jede Handstulpe einen Abend Zeit investiert. Wenn man schnell ist und sich nicht so viel ablenken lässt wie ich, bekommt man beide wahrscheinlich auch an einem Abend fertig. Sie sind also wirklich schnell gehäkelt.
Außerdem halten die Stulpen wirklich warm, sind kuschelig weich und weil die Finger alle frei bleiben, kann man damit trotzdem noch "arbeiten". Überaus praktisch für kalte Hände an kalten Wintertagen.
Meine Handstulpen sind bis 30 °C waschbar. Jetzt muss es nur wieder kälter werden ;-)
 
Habt ihr schon gesehen, was Heidi gemacht hat? Ich auch nicht! Also, kommt schnell mit und lasst uns nachschauen. Ich bin jedenfalls schon sehr neugierig --> KLICK!

Montag, 28. Dezember 2020

Corona-Weihnachten im Sauerland 2020

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Heiligabend hieß es für uns um 7 Uhr aufstehen. Wir haben nach dem Frühstück noch die letzten Handgriffe getan und kamen dann um etwa 10:20 Uhr los. Manchmal ist Schatz' Reisenervosität echt anstrengend ;-)
Zwischen 12 und 13 Uhr hatten wir gut die halbe Strecke zurückgelegt. Die Autobahn war zwar sehr gut frei und wir haben nur einmal kurz im Stau gestanden (Baustelle), aber das Wetter war eher suboptimal und durch den teils heftigen Regen war die Reisegeschwindigkeit halt etwas unter unserem Durchschnitt.
Wir haben uns einen "freien" Rastplatz gesucht. Da war deutlich weniger los als an den Serways Raststätten. Wir waren fast für uns alleine und fühlten uns dort deutlich wohler als auf den vollen Parkplätzen. Desinfektion haben wir ja seit Corona eh immer im Auto. Wir haben Pipipause gemacht und auch unser mitgenommenes Vesper (Saumagen im Brötchen und ein Ei) verputzt. Dann ging es weiter.
Unterwegs haben wir dann sogar die Sonne gefunden. Rund um Frankfurt am Main war das herrlichste Wetter. Aber wir sahen uns schon wieder auf die nächste Regenfront zufahren.
Kurz nach 15 Uhr kamen wir im Sauerland an. Wir hatten Papa schon kurz vor Frankenberg angerufen und so war der Heidelbeerkuchen schon fertig, als wir eintrudelten. Meine Mutter und Hundi waren auch kurz vor uns eingetroffen und so wurde von der Fellnase erstmal "Kofferkontrolle" gemacht, als wir ausluden.

Begrüßung auf Distanz, ohne Umarmung, ohne Händeschütteln. Meine Familie ist da zum Glück eh nicht so "herzig" ;-) Winken tut's auch :-D Am Esstisch und im Wohnzimmer alle mit dem größtmöglichen Abstand und trotzdem war es ein geselliges Beisammensein. 
Zum Abendessen waren wir auch noch zu viert. Papa machte eine Gulaschsuppe warm. Dazu gab es das Baguette, dass wir mitgebracht hatten.

Um 22 Uhr waren wir dann aber im Bett verschwunden. Der Tag war lang und anstrengend.
 
Am 1. Weihnachtstag haben wir lange geschlafen. Meine Nacht war dennoch sehr unruhig, denn Karlheinz hatte die tolle Idee, angestautes Wasser loszuwerden. So rannte ich gefühlt alle 20 Minuten zum Porzellanthron :-(

Nach dem Frühstück haben wir uns einen faulen Vormittag gemacht. Papa machte Fisch mit Kartoffelpüree und Gurkensalat zum Mittagessen. Als Dessert tischte er Rote Grütze mit Vanillesoße auf.

Und weil es nach dem Essen immer noch sonnig (aber saukalt) war, sind wir eine große Runde spazieren gegangen. Dabei entdeckten wir Medebachs allerersten Parkscheinautomat überhaupt!
Unsere Runde führte uns hinauf auf den Aventura SpielBerg. Wir hatten auf Youtube gesehen, dass dort oben von einem Wanderweg gesprochen wurde. Den wollten wir uns mal ansehen.

Wir haben den ominösen Weg tatsächlich gefunden. Aber als Wanderweg würde ich ihn nicht bezeichnen. Es war ein Arbeitsweg für die Waldarbeiter, der etwas "gescheiter" ausgebaut wurde, als die normalen Rückewege. Er war extrem steil. Ein normaler Mensch wäre nie auf die Idee gekommen, dort hinauf zu klettern. Wir taten es. 

Als wir oben ankamen, war selbst Schatz aus der Puste und total am Schwitzen - und das bei nur 0 Grad! Das soll schon was heißen :-D
Von oben kommend ist der Weg sogar "gesperrt", da Wildschutzzone.


Den Spielberg hatten wir an diesem Weihnachtstag fast für uns alleine. Klar, der Center Parc musste ja auch schließen. Normalerweise ist der an den Weihnachtstagen ja auch immer voll.

Gute 10 km haben wir an dem Nachmittag gemacht. Meine 10.000 Schritte habe ich locker erreicht. Pünktlich zu Kaffee und Christstollen waren wir wieder zurück.
Es war ein tolles Erlebnis, mal lange in der Natur zu spazieren, ohne alle paar Meter die Maske aufsetzen zu müssen, weil einem eine Horde anderer Menschen auf engen Wegen begegnet. Wir genießen die paar Tage hier oben sehr. In Freiburg werden wir uns beim Aufenthalt im Freien auch wieder etwas mehr einschränken müssen.
Am Nachmittag riefen wir die Großeltern an. Die Oma im Pflegeheim war gut drauf und quatschte fast 5 Minuten mit uns. Besuchen werden wir sie leider nicht. Auch wenn von den Bewohnern dort keine Corona-Gefahr droht, wollen wir nicht irgendwelche Keime dort einschleppen. Selbst meine Tante K, die dort arbeitet, ist mit Onkel W nur sehr kurz bei Oma zu Besuch gewesen. Zu sich nach Hause geholt wie sonst immer, haben sie sie dieses Jahr aber auch nicht.

Die anderen Großeltern freuen sich auf einen kurzen Besuch nach den Feiertagen, wenn es "etwas ruhiger" ist. Die Masken werden wir bei ihnen aber sicherheitshalber auch aufbehalten.
 
Am 2. Weihnachtstag haben wir auch wieder lange geschlafen. Es gab wieder ein kleines Frühstück und ich freute mich den ganzen Vormittag, weil es in der Nacht ein klitzekleines Bisschen geschneit hatte.

Mittags kamen Mama und Sina zum Essen vorbei. Papa hat Ratsherrenpfanne aufgetaut und zum Nachtisch gab es nochmal Rote Grütze mit Vanillesoße für jeden. Wir haben danach noch eine Weile gemütlich auf der Couch gesessen bevor wir zu einem Spaziergang aufbrachen.

Meine Eltern fuhren mit dem Hund rauf auf den Berg, in der Hoffnung, dem Hund etwas Schneevergnügen zu bereiten.
Wir spazierten eine Stunde unten durch das Gelängebachtal. Hier hielten wir uns allerdings an die asphaltierten Straßen, denn inzwischen hatte Tauwetter begonnen und die Waldwege waren unglaublich schlammig.



Als wir schon fast wieder Zuhause waren, kamen meine Eltern mit dem Auto angefahren. Auch auf dem Berg gab es keinen Schnee mehr. Die leckere Sauerländer Torte haben sie auch nicht mehr bekommen.

Zum Kaffee gab es daher fertigen Marmorkuchen. Am Nachmittag kam meine Tante M noch (ohne Cousin D) vorbei. Sie blieb bis zum Abend und wir hatten viel Spaß. Bevor es Abendessen gab, sprang ich fix unter die Dusche und später vorm Fernseher haben wir uns noch die Plätzchen genehmigt, die Mama uns geschenkt hatte.
Nachdem wir vom Binge-Watching müde waren, gingen wir gegen Mitternacht ins Bett.

Sonntag zählen wir dieses Jahr auch mal zu Weihnachten dazu. Denn kurz vor Mittag kam mein Bruder mit seiner Freundin KB. Papa stand den halben Vormittag in der Küche, um uns seine Saunudeln zu kochen. Meine Mutter und Sina schneiten dann auch püntklich zum Mittagessen rein.

Für diesen einen Tag - eigentlich waren es ja nur ein paar Stunden - mussten wir die gültigen Corona-Regeln ein kleines Bisschen dehnen. Wir waren 1 Person und 1 Haushalt zu viel. Allerdings hatten die zwei sich auch vorab so gut es ging freiwillig isoliert und wirklich nur das Nötigste an Kontakten gehabt. Alle unsere Corona-Apps zeigten 0 Risikobegegnungen an. Wir fühlten uns nicht, als würden wir unsere Eltern auf irgendeine Weise gefährden. Nur die Großeltern haben Bruder und Freundin auch sicherheitshalber nicht besucht und sich auf einen Anruf beschränkt.

Mein Bruder und KB sind schon seit 1,5 Jahren zusammen. Am Sonntag habe ich sie allerdings das erste Mal persönlich kennengelernt. Im Sommer hatte es ja leider nicht geklappt. KB brachte selbstgebackenen Kuchen mit und wir hatten richtig tolle Familienzeit zusammen. Sie ist super nett. Ich mag sie gerne.

Raus gehen konnten wir eh nicht. Das Wetter war zum Abgewöhnen. In der Nacht hatte es wieder leicht geschneit. Aber wir hatten Sturmböen bei -2 Grad. Das ist wirklich extrem ungemütlich. Den Tag über schneite es auch immer mal wieder ziemlich heftig.

Gegen 17 Uhr machten sich M und KB wieder auf den Heimweg. Es war so schön, meinen Bruder nach über einem Jahr mal wieder persönlich sehen und sprechen zu können :-)

Und so lief unser Corona-Weihnachten im Sauerland - bis auf ein paar wenige Stunden - unter Einhaltung sämtlicher Regeln nur ein klitzekleines Bisschen anders als sonst ab. Ein paar Tage genießen wir noch die relative Freiheit auf dem Lande, bevor es in die überfüllte Großstadt zurück geht, nach BW mit seinen viel strengeren Regeln samt Ausgangssperre.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Wunschgewicht: KW 52 - 2020

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Samstag bin ich um 6:30 Uhr aufgestanden. Dass Schatz am Freitag erst um 23:30 Uhr ins Bett kam habe ich nur deshalb mitbekommen, weil ich nochmal zum WC musste. Davor war ich aber schonmal komplett weg gewesen! Als dann jedoch am Samstag früh der Wecker klingelte, war ich wach, ausgeschlafen und von der Pseudo-Erkältung war kaum noch was zu merken. Sehr seltsam. Aber ich werde den Teufel tun, und mich beklagen :-D Also, auf zum Wocheneinkauf. Unsere Liste war recht kurz, da wir ja immer noch gedachten, zu meiner Familie zu fahren. Dafür war SchwieMus Liste länger als sonst, da wir ja im neuen Jahr (wegen der Feiertage und der Fahrt ins Sauerland) den nächsten Wocheneinkauf eine Woche später machen, als er sonst dran gewesen wäre.

Im Discounter hab ich keinen Unterschied zu sonst festgestellt. Im Supermarkt war mehr los, da dieser ja jetzt auch (wegen der Sperrstunde abends) früher öffnet.
Nach dem Einkauf haben wir lecker gefrühstückt und dann den restlichen Tag die Füße hoch gelegt. Wir haben ferngesehen, die letzten Weihnachtskarten geschrieben und ich habe weiter am Minzhorn gearbeitet, bin mit letzterem allerdings nicht ganz fertig geworden.
Zum Mittagessen gab es Hähnchenschenkel mit Pommes und Salat. Das gab es recht spät, denn just in dem Moment, wo ich mich erhoben hatte, um in die Küche zu stiefeln, klingelte das Telefon. Es war Ruby. Ein Stöhnen, als ich ihre Nummer sah, konnte ich mir nicht verkneifen. Den ersten Impuls, das Telefon direkt an Schatz weiter zu reichen, musste ich mir verkneifen. Ich war dran! Bei Ruby wechseln wir uns nämlich ab, beim Annehmen der Gespräche. Damit jeder mal heiße Ohren bekommt :-D Und so kam es, wie es kommen musste: Ruby kaute mir die nächsten 2 Stunden bald das Ohr ab. Ich mag sie gerne, aber diese Dauertelefonate sind wahrlich anstrengend. Immerhin sind wir jetzt im Bilde über ihre Weihnachtspläne, die neue Wohnung, die neue Haushaltshilfe (sie mit ihren ca. 180 kg und Ritter Rost sind nicht mehr in der Lage, den Haushalt selbst zu schmeißen, dabei sind sie in unserem Alter) und sämtliche andere Dinge, die sich seit dem letzten Telefonat ereignet hatten.

Irgendwann musste ich dann mal dringend wo hin. Perfekt, um das Telefon an Schatz zu überreichen ;-) Ich hab dann noch in Ruhe gekocht und Schatz hatte einen guten Grund, das Gespräch zu beenden, als das Essen fertig war :-D

Den restlichen Abend haben wir es dann weiter gemütlich angehen lassen.

Sonntag haben wir ausgeschlafen. Nach dem Frühstück habe ich den Abwasch erledigt und wollte dann eigentlich die letzten Teile ans Minzhorn nähen und die Mähne knüpfen. Aber weil ich Schatz noch bei etwas Papierkram geholfen hatte und es schon recht spät war, hab ich dass dann zeitlich gar nicht mehr geschafft, bevor wir los mussten. 
Um 15 Uhr waren wir nämlich bei den Schwägers zum Adventskaffee eingeladen. Vorher mussten wir noch die Einkäufe vom Samstag zu SchwieMu bringen und sie samt ihrem sperrigen Equipment ins Auto bugsieren. Weil ich ewig nicht mehr bei den Schwägers war, hab ich auch glatt die Abfahrt von der Bundesstraße verpennt (danke, Corona!) und wir mussten eine extra Runde durch den Ort drehen :-D Der Mann auf dem Rücksitz merkte zwar rechtzeitig, dass ich gar nicht auf die Ausfahrt zuhielt, hat aber nichts gesagt - fiese Möpp!

Trotz allem kamen wir pünktlich bei den Schwägers an. Schatz ludt seine Mutter aus, ich parkte das Auto um. Da ist echt kaum Platz vorm Haus. Dann hatten wir einen richtig schönen und gemütlichen Nachmittag bei den Schwägers. Unter Einhaltung aller Corona-Regeln gab es Kaffee und Apfelkuchen, Plätzchen und Co. am ausgezogenen Esstisch für möglichst viel Abstand zueinander. Regelmäßig wurde kurz gelüftet. SchwieMu bekam einen Bürostuhl zum sitzen, um sich selbstständig fortbewegen zu können und hat sich darüber gefreut wie Bolle :-)
B brachte SchwieMu dann heim, so dass wir selbst den Heimweg direkt antreten konnten. Zum Abendessen gab es das letzte 3-Gänge Menü zum 4. Advent: Entenkeulen mit Kaisergemüse und Kroketten (alles TK). Vorspeise wie üblich diese Ziegenkäse-Dinger (TK) und zum Dessert, weil das Eis alle war, ein Tiramisu (fertig gekauft). Danach waren wir voll. Um kurz nach 22 Uhr ging es dann schon wieder ins Bettchen.
Von der Pseudo-Erkältung war nichts mehr zu spüren! Ich hab keine Ahnung was es war, aber es war nach zwei Tagen so schnell weg, wie es gekommen war. Praktisch über Nacht. Von mir aus soll es auch bloß weg bleiben! Brauch ich nicht. Vielleicht war es auch nur irgendeine neue Allergie?! Ich weiß es echt nicht.

Außerdem war ich Karlheinz zu Dank verpflichtet. Der läutete schon am Sonntagabend die Erdbeerwoche ein. Ein paar Tage früher als gedacht/berechnet. Dann muss ich den ganzen Hygienekrämpel gar nicht mit ins Sauerland karren. Wenn wir fahren, wird es wohl schon wieder so gut wie vorbei sein :-D Das gibt wirklich fröhliche Weihnachten :-)

Montag hieß es dann wieder früh aufstehen. Der vorletzte Arbeitstag stand auf dem Plan. Allerdings fühlte ich mich nach der Mittagspause schon etwas wie Urlaub, denn es war der letzte Tag in diesem Jahr, an dem ich SIE ertragen musste.
 
Erst hat sie gesagt, sie müsse um 10 Uhr an den Rechner. Ich hab alles beendet, mich abgemeldet und als gerade alles soweit war, bölkte sie über den Flur, dass sie jetzt doch länger brauchen würde. Also hab ich mich wieder angemeldet und wollte weiter arbeiten. Der PC fand dieses fixe hin und her wohl nur mäßig und reagierte entsprechend lahmarschig. Als ich noch mitten in der angefangenen Arbeit steckte, schneite sie samt Papierberg bei mir rein und wollte JETZT an den PC. Ich hätte sie am liebsten gegen die Wand geklatscht :-/ Ein paar rassistische Anmerkungen zu irgendwas (ich hab ihr gar nicht richtig zugehört), habe ich gekonnt ignoriert und dann war endlich Pause. 
Die Pause musste ich kurz unterbrechen, da wir alle ins große Büro zitiert wurden, wo wir uns um den Tresen versammeln mussten, um IHRE Weihnachtsansprache zu empfangen. Hauptsächlich ging es darum, dass ja das erste Mal seit bestehen des Unternehmens KEINE Weihnachtsfeier stattfinden konnte und die "Drohung", diese würde im nächsten Jahr zum halbrunden Firmenjubiläum nachgeholt, so denn die Restaurants wieder geöffnet werden dürften.
 
Die Weihnachtsgeschenke unserer Lieferanten wurden verteilt, von IHR gab es noch eine Weihnachtskarte und dann machte sie sich endlich von dannen. Chefe verkündete nur, dass wir noch nie einen so starken Dezember hatten, dass alles gut geklappt hat und wir sehr gut durch dieses seltsame Corona-Jahr gekommen sind. Januar und Februar wird es wohl einen kleinen "Einbruch" geben - bedingt durch Betriebsferien bei uns und den Lieferanten und weil erwartungsgemäß in den zwei Monaten eh immer tote Hose ist.

An sich lief der Arbeitstag recht ruhig. Chefe kam erst kurz vor Mittag rein, so konnten sich die zwei immerhin nicht anzicken ;-) Nachmittags haben wir noch ein paar Aufträge bearbeitet, damit die Warenlieferungen nach den Betriebsferien zügig wieder Fahrt aufnehmen. 

Vom Wetter her hat es tagsüber auch gut gepasst. Der Himmel öffnete seine Schleusen kurz vor Feierabend, so dass ich auf dem Heimweg den Arsch nass bekam. Ich durfte mal wieder in der Schlange vor der Post anstehen, weil ich für Chefe noch ein Einschreiben abschicken wollte. Danach die fehlende Zucchini kaufen und nichts wie ab nach Hause. 
Dort habe ich uns Saunudeln gekocht. Ich musste unbedingt diese angebrochene Flasche Sweet Chili Soße loswerden. Und Saunudeln sind dafür perfekt geeignet. Und obwohl ich mich an alle Tricks und Kniffe meines Vaters halte, schmecken meine Saunudeln nie so gut wie seine. Mein Bruder hat das gleiche Problem. Wir haben jetzt für den 27. Dezember, wenn mein Vater diese Nudeln für uns kocht, "Industriespionage" vereinbart und werden die Ergebnisse geschwisterlich teilen :-D Pssst... ;-)

Danach hab ich mich noch etwas mit dem Blog verzettelt. Das Montagstelefonat mit Papa fiel aus. Wir telefonieren am Mittwoch nochmal, bevor wir fahren.

Schatz kam um 21:15 Uhr auch endlich von der Arbeit. Weil ich mit waschen, kochen und Co. so lange gebraucht habe, hab ich das olle Minzhorn wieder nicht fertig bekommen. Dienstag. Komme was da wolle! Schatz erzählte, dass er mehr als froh ist, nicht mehr auf der alten Position zu arbeiten, denn dann wäre er wohl nicht vor Mitternacht nach Hause gekommen. Als er gehen durfte, standen in der alten Abteilung wohl noch 40 Rollwagen bis oben hin voll mit Briefpost, die noch bearbeitet werden musste. Von wegen, keiner schreibt mehr normale Briefe...

Dienstag war mein letzter Arbeitstag in 2020. Die Straßenbahn hatte ich tatsächlich fast für mich alleine. 
Im Büro war es ruhig. Bevor es irgendwie turbulent werden konnte, habe ich schnell unsere Betriebsferien auf den AB gelabert und dann die Telefonanlage neugestartet. Nach dem letzten Update wurden mir die Nachrichten auf dem AB nämlich nicht mehr angezeigt und ich wurderte mich über 7 nicht abgehörte Nachrichten in den letzten 3 Wochen :-/

Ansonsten habe ich die komplette Ablage weggehauen, neues Schmierpapier gebastelt, den Drucker nachgefüllt, die Blumen gegossen und mich mit den Jungs rumgeärgert, die am liebsten um 12 Uhr schon Feierabend gemacht hätten. Chefe hatte zwischenzeitlich auch recht miese Laune, weil bei der letzten großen Montage, die an diesem Tag abgeschlossen werden sollte, irgendwer die Aluteile verkratzt hat und der Kunde recht pingelig ist. Was ich verstehen kann, bei so einem teuren Spaß.
Ein älterer Kunde wollte uns noch schnell Daten schicken, damit wir ihm ein Angebot machen können und fragte dann nach unserer Fax-Nummer. Er war ziemlich irritiert, als ich ihm sagen musste, dass wir kein Fax (mehr) haben. Es steht da zwar noch rum, funktioniert aber nicht mehr, seit der Telefonanbieter uns gezwungen hat, auf digitale Telefonie umzusteigen - trotz der Versicherung, es würde problemlos weiter funktionieren. Is' klar...
Dann wurde es irgendwann endlich Feierabend und ich habe den schnellsten Heimweg angetreten, der mir möglich war. Daheim dann gleich gekocht und mich nach dem Essen direkt an die Fertigstellung des Minzhorns gemacht. Wär doch gelacht, wenn ich das nicht bis Heiligabend fertig bekäme - wo es doch schon seit Sommer da rum liegt :-D
Zu Essen gab es ein Steak mit den restlichen Kartoffeln und dem restlichen TK Brokkoli. Nichts besonderes, aber jetzt hatte ich Platz im TK Fach, um ein Brot einzufrieren :-)Und dann habe ich es wirklich geschafft, dieses Minzhorn fertig zu bekommen und freute mich wie Bolle, dass das endlich geklappt hat. 
30 Minuten bevor Schatz von der Arbeit kam, hatte ich das Häkeltierchen fertig. Und ich hoffte, er würde am letzten Arbeitstag wieder so "früh" kommen.
Mittwoch war mein erster Urlaubstag. Wobei ich von Urlaub irgendwie so gar nichts gemerkt habe. Meine To Do Liste war lang und wurde nur langsam kürzer. Aber lieber jetzt, bevor wir fahren, als das ganze Elend nach der Fahrt ins Sauerland weiter vor der Nase zu haben, und dann den restlichen Urlaub nicht richtig genießen zu können. Und so klingelte uns der Wecker um 7:30 Uhr aus dem Bett. Immerhin etwas über eine Stunde länger als sonst an einem Mittwoch ;-)

Zum Frühstück gab es Knäckebrot mit Quart und Marmelade und eine Grapefruit. Und dann habe ich mich an die Abarbeitug meines straffen Programms gemacht. Betten abziehen, neu beziehen, Bettwäsche waschen, Blumen gießen, den Balkon sturmfest machen (Heiligabend soll es in Freiburg ganz schön zur Sache gehen), Staub wischen, saugen und feucht wischen.

Zwischendrin ist mir noch eingefallen, dass ich die Geschenke für meine Familie noch gar nicht eingepackt hatte. Das habe ich parallel zum Mittagessen kochen erledigt. Und dann erstmal kurz Pause. 
Zum Mittagessen gab es Erbsen-Garnelen-Spaghetti. Ging schnell und ist immer wieder lecker. Zum Dessert schnabulierten wir eine Pitahaya.
Nach dem Essen ging es direkt weiter mit Wäsche aufhänen, aufräumen, abwaschen, Geschenke fertig einpacken, beide Koffer packen und Programmierung der Zeitschaltuhr für die Weihnachtsbeleuchtung im Fenster :-) Schatz hat noch das Bad geputzt und entschwand dann zu seinem letzten Arbeitstag in 2020.
Als ich dann gegen 16 Uhr endlich mit ALLEM fertig war, habe ich mich in die Badewanne gelegt. Das tat wirklich gut.
Im Anschluss hab ich dann Bescherung gemacht. Da kam ja doch so einiges für mich an die letzten Tage :-D
Vielen Dank an Christine von Christines Nostalgie für die schöne Karte!

Diese schöne Karte kam von Walli

von SchwieMu

von der Oma von Schatz' Sohn

von Tante M

von AA
 
Eigentlich wollte ich das Heiligabend machen, bevor wir fahren, aber ich befürchte, da haben wir keine Zeit für. Es wird wohl schon recht hektisch werden morgen früh. Und wann Schatz heute von der Arbeit kommt, steht ja auch noch nicht fest. Aufstehen müssen wir jedenfalls um 7 Uhr. Spätestens um 10 Uhr sollte Abfahrt sein.
von Aussie Girl

von meiner Freundin aus Stuttgart

vom Büro

Diese tollen Sachen von Heidi hab ich schonmal gezeigt :-)

von KK

Und so werde ich den Abend gemütlich beenden, auf Schatz warten und dann schleunigst im Bett verschwinden und hoffen, dass die Autobahn morgen frei sein wird :-D
 
Donnerstag (Heiligabend) und Freitag (1. Weihnachtstag) werden wir im Sauerland bei meiner Familie sein. Ich freu mich schon so darauf :-D
Mein letzter Wiegetag in diesem Jahr wurde vorgezogen, weil wir am Freitag ja schon weg sind. Berta bescheinigte mir eine Abnahme von fast 1 kg. 109,3 kg hab ich gewogen und somit 0,8 kg leichter als letzte Woche :-D

Da mein Startgewicht in 2020 114 kg betrug, habe ich in diesem Jahr immerhin 4,7 kg abgenommen. Klar, hätte mehr sein können. Aber besser als gar nichts. Ich freu mich drüber. Auf ein weiterhin erfolgreiches Abnehmjahr 2021 :-D



Die KW 52 in kurz:
Samstag: 4.968/1.800 kcal, 3.478 Schritte
Sonntag: 3.638/1.800 kcal, 3.612 Schritte
Montag: 2.815/1.800 kcal, 6.375 Schritte
Dienstag: 2.173/1.800 kcal, 5.010 Schritte
Mittwoch: bisher 1.638/1.800 kcal und 4.574 Schritte
Donnerstag: nichts aufgeschrieben
Freitag: nichts aufgeschrieben

Abnahme: -0,8 kg