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Hallo und herzlich Willkommen zum 14. Gruselig und/oder Genial von Heidi und mir. Hier zeigen wir euch immer am ersten Mittwoch im Monat ein gruseliges und/oder geniales Fundstück.
Mein
heutiges Fundstück ist das hier und ich finde es genial und gruselig:
Na, was könnte das sein? Fasziniert hat mich vor allem die Farbe. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen. Es ist EIS!!! Nicht irgendwelches Eis. Gletschereis! Und für mich total genial. Gletscher entstehen, indem im Winter mehr Schnee fällt, als im Sommer schmelzen kann. Der Neuschnee verdichtet sich im Laufe des Jahres zu Firn und schließlich zu Eis.
Am 28. August 2011 hatten wir die Möglichkeit, den Rhonegletscher in der Schweiz (im Kanton Wallis) zu besuchen. Einen Gletscher an sich aus der Nähe zu sehen, war schon beeindruckend. Aber für die Besucher wurden am unteren Ende auch ein paar kurze Gänge ins Eis geschlagen, so dass man in den Gletscher hinein laufen konnte.
Auf dem nächsten Bild kann man die Größe des Rhonegletschers vielleicht etwas erahnen. Ich hab euch den Mann, der davor steht mit einem roten Kreis markiert. WAHNSINN! Aktuell ist der Rhonegletscher ca. 8 km lang und durchschnittlich 2 km breit. Er bedeckt damit eine etwa 15 km² große Fläche. Im 19. Jahrhundert reichte die Gletscherzunge noch bis dort unten ins Tal hinab. Das dieser riesige Teil vom Gletscher inzwischen einfach so verschwunden ist, finde ich wahrlich gruselig. Wie kann man bei so einem Anblick noch immer die Erderwärmung und den Klimawandel ins Tal der Mythen und Legenden verweisen?
Forscher haben berechnet, dass der Rhonegletscher, wenn es so weiter geht wie bisher, bis um das Jahr 2100 herum, komplett verschwunden sein wird. Das sind "nur" noch gut 80 Jahre! Ich finde diese Entwicklung wirklich dramatisch. Um das Abschmelzen des Gletschers etwas hinauszuzögern, wird er mit weißen Planen abgedeckt, um ihn vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Umso mehr bin ich froh, dass wir die Gelegenheit hatten, mal einen Gletscher zu besuchen. Auch wenn er schon touristisch aufgemacht war. Aber immerhin kann man so auch der "breiten Masse" dieses Naturschauspiel etwas näher bringen. Nur weil der Gletscher an der Furkastraße liegt, einer klassischen Reiseroute durch die Schweizer Alpen, ist er heute der am leichtesten zugängliche Gletscher in der Schweiz.
Im Gletscher drin, war es nicht so kalt, wie ich es erwartet hatte. Eigentlich sogar etwas wärmer als draußen. Als die Sonne raus kam, schimmerte das Eis in einem unglaublich schönen türkis.
Das Eis eine so tolle Farbe annehmen kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Und auch nicht jeder Gletscher leuchtet blau. Nur die, die aus blankem Eis bestehen und auf denen weder Neuschnee noch Firn liegt, haben diese Farbe. Das liegt daran, dass blankes Eis ein bestimmtes Spektrum des Sonnenlichts so filtert, dass nur noch Blau übrig bleibt. Neuschnee und Firn haben diese Eigenschaften nicht.Wie sieht es bei euch aus? Konntet ihr schonmal einen Gletscher und/oder blaues Gletschereis sehen? Und was meint ihr? Findet ihr es gruselig und/oder genial? Den geplanten Spaziergang im Gletscher fand ich definitiv genial. Ich hörte aber auch schon von Leuten, die beim Wandern in Gletscherspalten fielen. Diesen Gedanken finde ich definitiv sehr gruselig.So, aber jetzt bin ich gespannt, was Heidi diesen Monat für uns in Petto hat. Ihr auch? Dann kommt doch einfach mit --> KLICK!


Bei dem Anblick bin ich schwer begeistert. Das blau und die Möglichkeit es von so nah zu sehen finde ich genial. Das Gletscher immer mehr verschwinden finde ich gruselig. Sehr Schade. Bei dem blau muss ich an Tiffany denken :))
AntwortenLöschenAm Großglockner sieht es ähnlich aus. Da geht das Eis auch immer mehr zurück. Die Tafeln zeigen genau wie viel pro Jahr verschwindet. Es ist erschreckend.
in sehr cooles Fundstück :))
LG heidi
Sagenhaft schön! Das Blau ist wirklich wie nicht von dieser Welt, ein einmaliges Erlebnis!
AntwortenLöschenUnd ja ich war schon mal an bzw. auf einem Gletscher, und zwar als Kind und später als Jugendliche mit meinen Eltern am Zugspitzgletscher. Das muss so in den 60er bzw. 70er Jahren gewesen sein und der Gletscher stellt noch echt was dar.
Dann war ich mit meinem jüngsten Sohn vor ca. 15 Jahren (bin zu faul, die Fotos zu suchen) auch nochmal auf der Zugspitze, ein Wahnsinn, was aus dem Gletscher geworden ist...ein dreckiger kleiner Rest, ich konnte dem Kind nicht vermitteln, wie das zuvor ausgesehen hat und zu "meiner Zeit" war er ja auch schon reduziert.
Ja, man muss schon über besondere Ignoranzfähigkeiten verfügen um die globale Erwärmung zu leugnen.
Ich bin ja mit 66 jetzt nicht schon sooo uralt, aber ich weiß genau, dass wir als Kinder ständig im Schnee waren, es gab noch keine wasserdichten Handschuhe, beim vielen Schlittenfahren hatte man an den Wollhandschuhen nach kurzer Zeit kleine Eisklümpchen hängen etc.pp.
Und ich weiß noch gut, wie fast schmerzhaft grün eine Wiese im März nach all dem Schnee aussah...
Stimmt, der Zugspitzgletscher. Da waren wir vor 7 Jahren auch. Allerdings habe ich den kläglichen Rest tatsächlich erst nach einem Hinweis als Gletscher erkannt :-( Ich dachte, es sei einfach nur ein normales Schneefeld. Vielleicht ist er mir daher nicht auch gleich in den Sinn gekommen.
LöschenIch kann mit meinen 37 Jahren anhand meiner Kinderfotos belegen, wie viel Schnee die Winter in meiner Kindheit und Jugend noch hatten. Selbst da oben im Sauerland fällt nicht mehr so viel Schnee wie früher. Vor zwei Jahren war da oben der Winter so schneearm, dass wir über die Feiertage jeden Tag 2 Stunden wandern konnten, um die üppigen Essen wieder loszuwerden :-D
In einen Gletscher hinein gehen zu können ist der Wahnsinn! Das würde ich auch mal gerne machen.
AntwortenLöschenVor mehr als 35 Jahren war ich auf einem Gletscher oberhalb des Königsees. Leider hatten wir es damals nicht bis zur Eiskapelle geschafft. Das ist ebenfalls eine Blaueishöhle. Ich habe keine Ahnung, wie es heute dort ausschaut.
Also würde ich sagen: Genial!
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin