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Donnerstag, 23. Juli 2026

Blog-Geburtstag: 10 Jahre Nicky's Welt!

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Ich konnte es kaum glauben, aber mein Blog hat heute tatsächlich Geburtstag! Vor genau 10 Jahren (!) hab ich hier den ersten Post hochgeladen :-D

Gebloggt habe ich davor schon ca. 3 Jahre, aber lediglich bei WeightWatchers. Bis die ihren Dienst eingestellt hatten und alles nur noch über die App lief. Das fand ich damals wirklich sehr schade, vor allem weil alle Posts einfach verloren gegangen sind. Aber ich habe mich hier echt schnell zurecht gefunden. Obwohl es ne Weile gedauert hat, bis ich meine eigene "Struktur" gefunden hatte. Das kann man sehr klar an den alten Beiträgen erkennen. Die waren noch ein wildes Durcheinander und sehr unstrukturiert :-D

In den 10 Jahren wurde mein Blog über eine viertel Millionen Mal angeschaut, es gibt fast 900 Posts (nur hier auf dem Haupt-Blog) und unglaubliche 3.350 Kommentare!

Zehn Jahre Nicky's Welt. Was hat sich in dieser Zeit alles getan? Was hab ich erlebt? Für diesen Post mein online Tagebuch nochmal durchzustöbern, war absolut spannend. Manche Sachen hatte ich tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm. Und getan hat sich einiges.

Ich habe mich vor inzwischen fast 1,5 Jahren von meinem Partner getrennt. Einige von euch haben nur durch's Blog lesen schon gemerkt, das ich nicht mehr glücklich war. Teilweise sogar noch bevor ich es mir selbst eingestanden habe. Seither bin ich glücklicher Single - auch wenn wir zwangsweise noch immer zusammen wohnen. Aber das WG-Leben hat sich glücklicherweise auch zu "ganz gut" entwickelt (freundschaftlich). Aber es war ein echt langer und teilweise anstrengender Prozess. Aber ich muss nach über einem Jahr WG mit dem Ex gestehen: Wir funktionieren als Freunde tatsächlich um einiges besser als als Paar. Hätte ich am Anfang ehrlich nicht gedacht. Jeder macht inzwischen sein eigenes Ding. Aber wenn einer Mal Hilfe braucht, ist der andere da.

Obwohl ich immer noch gerne meine eigenen vier Wände hätte, hat das WG Leben mit den geteilten Arbeiten und Kosten doch auch ein paar Vorteile. Und bis ich wieder flüssig bin, ist ein Umzug finanziell im Moment eh nicht drin. Denn...

...ich habe mir vor 3 Wochen mein erstes eigenes Auto gekauft :-D Das alte (Baujahr 2004) hatte so viele Defekte, dass sich eine Reparatur nicht lohnte. Ich hätte nochmal rund 1.500 EUR reinstecken müssen und keine Garantie, dass er nochmal TÜV bekommt und die nächsten 2 Jahre nicht wieder was kaputt geht. Und dann war eine "zur rechten Zeit am rechten Ort" Situation mit einem Angebot, was ich nicht ablehnen konnte. Und so hatte ich innerhalb von 2-3 Wochen einen fast nagelneuen fahrbaren Untersatz. In den letzten Wochen haben wir uns kennen und lieben gelernt. Das der Tankdeckel "auf der falschen Seite ist" bringt mich beim Tanken noch immer zum "stolpern". Und lange habe ich beim Abstellen des Autos versucht, den nicht mehr vorhandenen Schlüssel abzuziehen :-D Ich freue mich auf die Fahrt ins Sauerland (das erste Mal mit Klimaanlage!). Denn meine Familie weiß noch nichts. Das wird eine Überraschung.

Mein Gewicht war und ist eine wilde Achterbahnfahrt. Während ich hier im ersten Blog-Jahr fast 10 kg zugenommen hatte und es danach immer wieder nach oben und unten gependelt ist (Höchstgewicht waren, seit ich hier blogge, 113 kg!), bin ich inzwischen (ohne aktives diäten) noch rund 9 kg vom Blog-Startgewicht von 2016 und dem UHU (unter Hundert) entfernt :-) Gleichzeitig bin ich aber auch etwa 5 kg vom Höchstgewicht (hier auf dem Blog) entfernt. Das höchste Gewicht, dass ich in meinem Leben jemals hatte waren 115 kg und die liegen nun rund 7 kg hinter mir. Darauf bin ich mächtig stolz - aber zufrieden bin ich damit noch nicht. Es soll noch weniger werden - aber ohne Jojo-Falle und ohne zu große Einschränkungen. Das Leben ist zum genießen da.
Image by Rilson S. Avelar from Pixabay
Über WW habe ich 2014 auch meine Freundinnen kennengelernt. Und ich hätte niemals gedacht, dass aus einer Online-Gruppe, so eine schöne Freundschaft entstehen könnte. Was haben wir seither alles erlebt? All unsere Mädelswochenenden, auf die ich mich jedes Jahr wieder sehr freue:

25. bis 27. November 2016 in Frankfurt
31. März bis 2. April 2017 in Karlsruhe
13. bis 15. Oktober 2017 in Landstuhl und Kaiserslautern
16. Dezember 2017 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
23. bis 25. März 2018 in Mannheim
20. Mai 2018 haben wir mit AA, die damals noch bei Karlsruhe wohnte, zusammen Geburtstag gefeiert
7. bis 9. Dezember 2018 in Würzburg
3. bis 5. Mai 2019 in Mainz
7. Dezember 2019 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim mit Frühstück bei AM 
2020 ging mal so gar nichts, wegen der Pandemie!
17. bis 19. Juli 2021 in Ludwigshafen - immer noch unter Corona-Auflagen!
4. bis 6. März 2022 in Heidelberg
3. Dezember 2022 wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
17. bis 19. März 2023 in Trier
8. bis 10. März 2024 in Mainz
7. Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt in Deidesheim
11. bis 13. Juli 2025 in Koblenz
13. Dezember 2025 auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz und jetzt gerade Anfang des Monats 
3. bis 5. Juli 2026 in Stuttgart 
Vor 2016 waren wir noch in Speyer, Straßburg und Freiburg. Und ich freue mich auf alles, was noch kommt. Geplant ist nämlich auch schon wieder der Weihnachtsmarkt in Deidesheim Ende November. Das ist nach all den Jahren ja schon fast sowas wie eine kleine Tradition :-D Und einen Termin für nächsten Sommer (Düsseldorf) haben wir auch schon :-)
 
Täglich haben wir in all den Jahren über unsere WhatsApp Gruppe Kontakt. Und wenn es an manchen Tagen "nur" ein Guten Morgen ist. Aber wir hatten im Frühjahr 2023 auch einen Verlust zu beklagen, als unsere Freundin AF für immer Lebwohl gesagt hat. Wir waren alle zusammen auf ihrer Trauerfeier in Darmstadt. 

Verluste gab es auch innerhalb meiner Familie. So verstarben innerhalb von nur wenigen Wochen zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 sowohl meine Oma (väterlicherseits) als auch mein Opa (mütterlicherseits). Innerhalb von etwas über einem halben Jahr gleich drei geliebte Menschen zu verlieren, hatte mich ganz schön aus der Bahn geworfen :-(

Aber es gab in den letzten 10 Jahren auch neue Menschen in meinem Leben. So lernte mein Bruder 2019 seine jetzige Frau kennen und meine Schwägerin K brachte meine Nichte C mit in die Familie. Und im Februar 2023 wurde ich Patentante von der kleinen L :-D Geheiratet wurde letztes Jahr im April (standesamtlich).
Mit der großen Nichte im 4D-Kino
Ein weiterer neuer Mensch in meinem Leben ist Heidi, die ich durch reinen Zufall hier über Blogger kennengelernt habe und mit der ich inzwischen auch so gut wie täglich Kontakt über WhatsApp habe. Die ersten Kommentare müssen wir so Mitte/Ende 2018 oder Anfang 2019 gegenseitig hinterlassen haben. Und das erste Mal persönlich getroffen haben wir uns im August 2019 auf Kaffee und Kuchen (ganz neutral in einem Café). Und irgendwie hat es bei uns beiden sofort geklickt. Seither treffen wir uns jeden Sommer, wenn ich bei meiner Familie bin. Letztes Jahr sogar vom 15. bis 16. Februar zu einem Geburtstags-Wochenende in Fulda. Das wir uns diesen Sommer auch schon 7 Jahre (persönlich) kennen, will mir immer noch nicht ganz in den Kopf. Die Zeit rast und scheint doch manchmal still zu stehen.

Wir haben im November 2019 Gruselig und/oder Genial ins Leben gerufen, haben ein paar DIY Projekte zusammen gemacht und auf Distanz gemeinsame Gartenprojekte gemacht und dann die Ergebnisse verglichen. Wir haben gegenseitige, personalisierte Adventskalender etabliert, auf die ich mich jedes Jahr auf's neue freue.

Auch Bär und Bärchen sind neu in mein Leben getreten. Ich sehe die beiden nicht so häufig, aber wir haben regelmäßig Kontakt. Auch nach der Trennung, was ich super finde. Denn kennengelernt habe ich die beiden über meinen Ex.
Mit Bärchen in Ludwigsburg
Ich habe in den letzten 10 Jahren - nachdem mir endlich klar geworden war, dass ich unter Depressionen litt - die Pille abgesetzt und merkte schnell, dass es mir langsam wieder besser ging. Im Zuge der Umstellung habe ich die Signale meines Körpers wieder neu/besser kennengelernt und den Schritt bis heute nie bereut.

Das ständige "diäten" habe ich in dieser Zeit aktiv aufgehört. Mein letzter Versuch mit WW war 2019. Ja, ich zähle weiter meine Kalorien, um nicht wieder komplett zu entgleisen. Aber mir Dinge verbieten, besonders "mager" zu kochen, Verzicht... das alles mache ich nicht mehr. Und trotzdem geht das Gewicht gaaaaaanz langsam in die richtige Richtung: nach unten. Ich habe mir das Übergewicht über Jahrzehnte angefressen und erwarte nicht mehr, dass ich es wie durch Zauberhand innerhalb von ein paar Wochen wieder los werde. Es ist ein Prozess - mit Rückschlägen. Aber die grundsätzliche Richtung stimmt. Und für mich passt es soweit.
 
Ich habe im Mai wieder angefangen, regelmäßig schwimmen zu gehen und ich liebe es! Auch wenn ich jetzt bei der großen Hitze leider pausieren muss, weil es mir nach dem Schwimmen beim umziehen schon den Kreislauf umgehauen hat. Die feucht-warme Luft im Gebäude ist im Sommer nichts für mich :-(

Das russisch-schweizerische Hochzeitspaar
Auf einer sibirisch-schweizerischen Hochzeit war ich im Frühjahr 2017. Das war spannend und schön, aber ich hatte noch nie so einen Hunger nach einer Hochzeitsfeier :-D

Ich habe von den Schlaganfällen meiner Mutter erzählt und welche Folgen sie hatten. Und nachdem ich diesen Post nochmal gelesen habe muss ich sagen: Auch jetzt, 14 Jahre nach den Schlaganfällen (es waren über mehrere Monate 6 Stück!...und auch das kam erst später heraus), hat sich an meiner "neuen" Mutter nichts geändert. Es wird inzwischen eher noch schlimmer. Sie ist beratungsrestistent, bockig wie ein kleines Kind und weiß wirklich alles besser - was ihr im letzten Sommer und in diesem Frühjahr tatsächlich sogar Krankenhausaufenthalte bescherte. Bei dem Vorfall im letzten Sommer, wäre sie fast gestorben. Ich habe mich mit ihrer neuen Persönlichkeit inzwischen arrangiert. Aber mögen tue ich "meine neue Mutter" noch immer nicht wirklich. Auch ihren Enkelkindern gegenüber ist sie distanziert und eher kalt. Während sie ständig um den Opa herum tollen, halten sie sich instiktiv eher von der Oma fern. Sie strahlt einfach keine "einladenden Vibes" aus.
Meine Mutter und ich, Dezember 2025
Den Bruch in der Familie gibt es auch immer noch. Zu Onkel J und Tante R habe ich noch immer keinen Kontakt. Und wenn Onkel J (so passiert an diversen Weihnachts-Familientreffen) den Raum betritt, sagt er nichtmal Hallo zu uns. Daher war er auch nicht zur Hochzeit meines Bruders eingeladen. Das einzige Positive, was dieser ganze Mist tatsächlich am Ende gebracht hat ist, dass sowohl mein Bruder als auch ich heute ein ganz anderes Verhältnis zu unserem Vater haben. Er hat die ganze Geschichte irgendwann auch mal aus seiner Sicht erzählt und ich kann wirklich nur sagen, dass meine Mutter uns Kinder von klein auf irgendwie "indoktriniert" hat, um uns glauben zu lassen, unser Vater wolle uns eingentlich gar nicht. Und ihn hat sie so hin manipuliert, dass er nie was machen brauchte/sollte (klare alte Rollenverteilung), so dass wir gegenseitig nie auch nur in Versuchung gekommen sind, die ganze Situation zu hinterfragen und sie am Ende dann behaupten konnte, ihr Mann hätte ja nie was gemacht. Natürlich nicht, wenn er ständig gesagt bekommt, er soll doch die Füße hoch legen. Auch alles Tatsachen, die erst im Laufe der Jahre ans Tageslicht gekommen sind. Ein seltsames Gefühl, wenn man als Erwachsene herausfindet, dass man die gesamte Kindheit über irgendwie negativ beeinflusst und manipuliert wurde, ohne es zu merken. Aber wir sind so groß geworden. Wir kannten es nicht anders und haben daher auch nie was hinterfragt. Obwohl ich mich als Teenager mehr als einmal gefragt habe, wieso meine Eltern immer noch verheiratet und nicht längst geschieden waren.
 
Und ja, ich weiß ganz genau, wieso ich eine gewisse räumliche Distanz zu meiner Familie geschaffen habe. Diese ganzen negativen Schwingungen brauche ich nicht ständig in meinem Leben. Ich freue mich über meine Besuche und wenn ich die wichtigsten Leute sehe und bin auch wieder froh, wenn die knapp 500 km dazwischen sind :-)
Landesgartenschau Lahr
Im Sommer 2018 war ich in Lahr auf der LaGa. Himmel, war es an diesem Tag heiß! Aber sooo schön. Und nur ein paar Tage später, konnten wir eine totale Mondfinsternis bestaunen. Die nächste LaGa in der Nähe war dann erst wieder 2022 in Neuenburg.
Mondfinsternis & Landesgartenschau Neuenburg
Wir sind - als wir noch zusammen waren und mein Ex noch keine Arthrose im Fuß hatte - unglaublich viel gewandert. Ich habe einen extra Wander-Blog kreiert, der aber seit der Arthrose Diagnose leider brach lag und immer noch liegt. Aktuell ist meine Kondition total am Allerwertesten und aktuell in Freiburg viel zu heiß zum wandern. Aber ich möchte das auch wieder ändern. Wieder mehr wandern gehen - auch alleine. Denn ich habe im letzten Sommerurlaub gemerkt, dass es mir auch alleine Spaß macht. Und es ist ganz anders, wenn man alles in seinem eigenen Tempo ohne Rücksicht auf Mitwanderer machen kann. Mehr Ruhe, mehr Kontemplation, mehr sehen, mehr genießen. Dann wird es auf dem Wander-Blog auch wieder etwas belebter :-)
Mein dritter Blog ist mein Häkel-Blog :-) Denn nachdem mir meine Mutter 2017 eines ihre völlig unüberlegten Geschenke zum Geburtstag machte (ein Häkel-Anleitungsbuch), habe ich tatsächlich angefangen zu häklen.
Das sind nächsten Februar auch schon 10 Jahre! Was ich in all den Jahren schon gehäkelt habe ist der Wahnsinn!
Pointe du Raz & Paris 1997
Im Frühjahr 2018 habe ich mich an meinen Schüleraustausch 1997 in der Bretagne erinnert und an unseren Zwischenstopp (leider nur für einen Tag) in Paris. Es hat danach ganze 26 Jahre gedauert, bis ich es ein weiteres Mal (dieses Mal für ein langes Wochenende) nach Paris geschafft habe. 
Paris 2023
Immer mal wieder ist von unserer gemeinsamen Freundin S die Rede. Sie ist lieb und nett und manchmal etwas verrückt. Das schlimmste Erlebnis mit ihr war die Woche Urlaub im Allgäu 2013, die sich der Ex zum Geburtstag wünschte.
Allgäu 2013
Das war auch Anlass unserer Paris-Reise (ein Geschenk für ihn zum Geburtstag). Und nein, ich habe nie etwas vergleichbares zurück bekommen.
Im Jahre 2020 ist Freiburg 900 Jahre alt geworden. Das sollte das ganze Jahr über groß gefeiert werden mit vielen Aktionen und Veranstaltungen. Ich kann mich erinnern, dass ich in dem Jahr zum Jubiläums-Fasnet-Umzug am Rosenmontag in der Stadt war. Und zwar schon mit einem leicht mulmigen Gefühl, denn das Corona-Virus hatte es inzwischen bis zu uns nach Deutschland geschafft.
 
Tja, und statt der 900-Jahr-Feierlichkeiten hatten wir plötzlich eine Pandemie und Lockdown! Das fühlt sich schon wieder so weit weg und unwirklich an...dabei ist es noch gar nicht soooo lange her. Es gab, wie überall, auch in Freiburg Hamsterkäufe und leere Regale, leere Straßen und Busse. Und am 22. März 2020 gab es dann den ersten bundesweiten Lockdown. Anfang April die ersten selbstgenähten Masken - weil "die Gescheiten" ja nirgendwo zu bekommen waren. Ich kann mich noch so gut an das ganze Chaos erinnern...und trotzdem fühlt es sich so surreal an. Erst im April 2023 wurde die Pandemie offiziell für beendet erklärt. Das ist grad mal 3 Jahre her.
Villingen-Schwenningen mit dem 9 EUR Ticket
Im Jahre 2022 wurde das 9-EUR-Ticket eingeführt. Inzwischen heißt es Deutschland-Ticket und kostet stolze 63 EUR im Monat. Mit dem Schnäppchen-Ticket habe ich damals einen Ausflug nach Villingen-Schwenningen gemacht :-) Und auch durchs Sauerland ging's für 9 EUR.
Sauerland und Nordhessen mit dem 9 EUR Ticket
Seit ich Single bin, habe ich mich langsam ans alleine Reisen gewöhnt. 2025 war ich im Sommer das erste Mal seit Ewigkeiten wieder alleine im Urlaub - wenn auch nur wieder bei der Familie.
Erster Solo-Urlaub 2025
Ich mache Spaziergänge alleine (wie früh morgens im Seepark) oder ein Tagesausflug ins Elsass nach Colmar.
Seepark Freiburg

im französischen Colmar
Kleinere Wanderungen hab ich auch schon alleine gemacht. Ich fühle mich mit jedem Mal wohler und habe bereits im letzten Sommer gemerkt, dass mir das alleine Reisen sehr gut getan hat, weil mir nie bewusst war, wie stressig selbst Urlaub gewesen ist, weil ich ständig Rücksicht auf den Ex nehmen musste.
 
Ich treffe mich mehr mit alten Freunden und Kollegen, jetzt, wo ich mir nicht mehr überlegen muss, wo ich den Ex solange parken kann. Eine Freiheit, von der mir die ganzen Jahre nie bewusst war, wie sehr sie mir fehlte. Denn der Ex hat - jetzt im Nachhinein betrachtet - doch extrem geklammert. Und das kann ich eigentlich überhaupt gar nicht ab. 
Solo-Wanderung
So viel ist passiert. Gutes und Schlechtes. Langweiliges und Aufregendes. Und auch nach 10 Jahren blogge ich immer noch total gerne. Wanderungen werden hoffentlich künftig wieder mehr, Häkelprojekte brauchen Zeit und Lust (und weniger schwitzige Hände). Aber immer wenn was fertig ist, werden sie auch veröffentlicht. Mein online Tagebuch wird es auch weiterhin wöchentlich geben. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und ob ich hier nochmal 10 Jahre schaffe :-D 
Image by Gerd Altmann from Pixabay
Ein fettes DANKE an euch alle. Die aktiven Kommentierer und die stillen Mitleser. Viele Blogger sind gekommen und gegangen. Andere - wie ich - haben auch schon Jubliäen gefeiert mit ihren Blogs. Schön, dass ihr auch noch alle da seid und Freude an diesem tollen Hobby habt :-) Bei den meisten von euch, bin ich tatsächlich auch stille Mitleserin (meistens) :-) Wir lesen uns also auch in Zukunft wieder.

Dienstag, 23. September 2025

Sauerland-Urlaub 2025 - Tag 8

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Montag hatte ich dann direkt wieder einen Mädels-Tag. Aber dieses Mal mit meiner Nichte ;-) Eigentlich wollten wir gegen 10 Uhr los. Aber wie der Zufall es so wollte, klingelte um kurz vor 10 Uhr mein Telefon. Meine Schwägerin. Ob C schon da wäre? Nö. In der Kita hätten sie bei der Patenmaus eine Laus am Kopf gefunden. Die Regeln sind strikt: Das Kind muss SOFORT abgeholt werden - auch wenn's gar nicht "ihre Laus" ist. Jetzt war K allerdings selbst am arbeiten und mein Bruder mit der Feuerwehr unterwegs, einen Waldbrand löschen. Natürlich bin ich ohne zu zögern eingesprungen.

Ich hab mich direkt auf den Weg gemacht, denn die Patenmaus geht in den gleichen Kindergarten in dem ich schon war :-D Unterwegs hab ich versucht die Große zu erreichen. Nichts. Ich hab auch bei ihr geklingelt. Nichts. Hmmm... Also erstmal weiter, die Kurze einsammeln.

Im Kindergarten angekommen bin ich rein. Ich wusste nur, dass ihre Gruppe oben ist. Aber an allen Türen, an denen ich vorbei kam, war kein Pinguin zu entdecken :-/ Seit ich dort im Kindergarten war, hat sich soooo viel verändert! Das Gebäude wurde erweitert und aufgestockt. Und am Ende war ich irgendwie "verloren" und freute mich wie Bolle, als ich eine wartende Mama in einer Sitzecke im Flur fand, die ich um Hilfe gebeten habe. Zusammen haben wir im völlig verwinkelten oberen Stockwerk die Pinguin-Gruppe ausfindig gemacht :-)

So herzig die Patenmaus auch immer bei mir ist. Sie braucht jedes Mal Zeit zum warm werden. Und jetzt war ich auch noch alleine. Keine Mama, kein Papa, keine große Schwester weit und breit. Und zusätzlich wollte sie partout nicht nach Hause. Die Kurze wusste ganz genau, dass ihre Spielzeit eigentlich noch nicht rum war. Alles gut Zureden half am Ende nichts. Die Krokodilstränen wurden immer größer. Ach Mann...

Die Erzieherin hat dann am Schluss auch aufgegeben und K geholt. Die arbeitet dort im Kindergarten in einer anderen Gruppe und zusammen haben wir es geschafft, die Patenmaus aus der Gruppe zu holen. Aber selbst mit Mama im Schlepp fand L es absolut uncool, schon nach Hause zu müssen. K konnte uns allerdings nur bis zur Tür begleiten. Zum Glück wartete da schon die Große, die inzwischen mitbekommen hatte, was los war und zur Hilfe eilte :-)
 
C war tatsächlich (alleine) Zuhause, hat das Klingeln gehört und - gutes Kind! - NICHT aufgemacht. Sie hat am Ende durchs Fenster gesehen, dass ich das war, war aber nicht schnell genug wieder an der Tür, bevor ich weiter zur Patenmaus musste.

Mit den beiden Mädels im Schlepp haben wir den Weg zum Opa angetreten. Der wusste Bescheid und wollte auf die Kleine aufpassen, damit die Große und ich unseren Ausflug noch machen konnten. Weil aber ein Wechseln der Windel drohte, wollten C und ich noch eine Stunde warten. Mein Papa hat seit 39 Jahren keine Windel mehr gewechselt - wenn überhaupt. Das wollte ich ihm jetzt nicht antun :-D
 
Kurz drauf hielt ein Feuerwehrauto vorm Haus - Bruderherz. Hat sich vom Einsatz kurzzeitig befreit, um nach den Mädchen zu sehen, hat dann sogar noch - in Einsatzklamotten (Hut ab!) - die Windel der Patenmaus gewechselt. Papa des Jahres! Aber dann musste er auch schon wieder los - zurück zum Waldbrand. Jede Hand wurde gebraucht, denn etwas außerhalb vom Ort brannten 15.000 Quadratmeter!
 
Die Große war leicht enttäuscht, weil wir den Ausflug etwas nach hinten verlegen mussten. Aber später kam meine Mutter noch mit dem Hund und mit beiden Großeltern und Hundi war die Patenmaus dann bestens versorgt und beschäftigt, so dass C und ich uns endlich auf den Weg machen konnten. Rund eine Stunde später als geplant.
 
Wir wollten zum Edersee. Eigentlich zum Haus, wo alles auf dem Kopf steht. Aber leider haben die Montags Ruhetag (auch in den Sommerferien) :-(
 
Das Gleiche galt auch für das Besucherzentrum Edersee (an der Staumauer) wo es eine spannende Ausstellung zur Geschichte des Edersees gegeben hätte.
Gelandet sind wir am Ende im Infozentrum des Nationalparks Kellerwald. Das war auch total spannend. In 3D animierten Räumen mit und Wind- und Soundeffekten, wurden wir virtuell durch den Nationalpark Kellerwald geführt, haben die dort lebenden Pflanzen und Tiere kennengelernt und im Mitmachbereich Rätsel gelöst, Puzzel zusammengesetzt und Tierstimmen gelauscht. Wir haben eine Kugel durch ein Labyrinth geschaukelt und immer, wenn wir den richtigen (aufleuchtenden) Punkt erwischt haben, Infos zur Gegend erhalten und an einer Schnupperstation haben wir versucht, an Hand vom Geruch die dort versteckten Gegenstände zu erschnüffeln. Wir hatten einen Heidenspaß :-D
Das Highlight war allerdings das 4D Kino, das wir tatsächlich komplett für uns alleine hatten. Dort lief ein 15-minütiger Film über die 4 Jahreszeiten im Kellerwald aus Sicht einer Wildkatze. Auch hier 3D mit Wind- und Regeneffekten (wir sind echt gut nass geworden beim virtuellen Gewitterschauer!) :-D Absolut Klasse und genau das Richtige für eine 9-Jährige.

Von dort sind wir dann noch ne halbe Stunde nach Korbach gefahren. Denn ich hatte die Tage vernommen, dass Mademoiselle kürzlich schwer enttäuscht war, weil sie mit Bruderherz dort war und unbedingt "shoppen" wollte und am Ende dann doch die Zeit fehlte.

Was kann man besser am Tante-Nichte-Tag machen, als shoppen gehen?! Ja, ich weiß. Ich hasse shoppen. Aber für die Nichte mach ich ja fast alles ;-) Und mit ner 9-Jährigen shoppen war mal eine ganz andere Erfahrung. Wir waren im Tedi - da kriegt man nämlich mehr für's Taschengeld. Wir waren in der Parfümabteilung beim Müller und haben sämtliche "super teure Luxus-Parfüms" getestet. Am Ende stanken wir wie die Iltisse :-D Und ganz ehrlich? Nur weil's 180 EUR kostet, riecht es noch lange nicht gut.

Vom Müller haben wir die Eisdiele angesteuert, wo ich am Mittwoch mit der liebsten Ex-Kollegin frühstücken war, nur um dann festzustellen: Montags ist Ruhetag. Echt jetzt? Was ist denn da los in Hessen?!
Ein Stück die Straße rauf fanden wir zum Glück ein geöffnetes Eiscafé und haben uns erstmal jeder einen riesigen Eisbecher bestellt.

So gestärkt ging es noch zum Thalia - diese ganz besonderen Stifte kaufen, die C so gern mag. Und dann mussten wir schon wieder zurück zum Auto. Die 2 Stunden, die ich für's Parken bezahlt hatte, waren schon deutlich überzogen ;-) Hat zum Glück keiner gemerkt.

Da wir wegen der Baustelle ja wieder einen Umweg fahren mussten, hab ich die Nichte gefragt, ob sie noch Lust hat, kurz in Goldhausen zu halten. Da gibt es nämlich eine kleine Burgruine und einen Aussichtsturm. Außerdem kickte der Zucker vom Eisbecher und etwas im Wald rumrennen wäre da auf jeden Fall Balsam für mein Nervenkostüm :-D Zum Glück fand sie die Idee toll. Also habe ich den Wanderparkplatz am Eisenberg angesteuert. Und die Bewegung im Wald war wirklich hilfreich, um den Zuckerschock wieder etwas abzubauen, hihi.
Als wir oben auf dem Berg waren, haben wir direkt den Aussichtsturm angesteuert. Erstmal nur die Steinstufen hoch und in den Turm gucken. Innendrin: Holztreppe. Fand die Nichte jetzt nicht so toll. "Und wenn die zusammenbricht? Ich trau mich nicht." Ich hab dann zu ihr gesagt, dass ich zuerst hoch gehe, denn wenn die Treppe mich aushält, dann kracht sie auch bei ihr nicht zusammen ;-)

Ja, ich hab Höhenangst und war ebenfalls kein Fan von dieser verfluchten Holztreppe. Ob ich hoch gegangen wäre, wenn ich allein gewesen wäre, kann ich ehrlich nicht sagen. Aber ich wollte meiner Nichte auch keine Ängste vorleben. Also bin ich rauf. Erstmal bis auf die Plattform in der Mitte. Da gab es einen kleinen Steinbalkon. Bis dahin kam C dann auch vorsichtig mit. Höher wollte sie aber nicht.
Ich hab ihr dann gesagt, dass ich es toll finde, dass sie überhaupt bis hier gekommen ist und das sie auf dem Balkon gerne warten könnte, denn ich würde es noch bis ganz nach oben versuchen und dann auch sofort wieder runter kommen. Gesagt, getan. Als ich es dann bis ganz nach oben rauf geschafft hatte, habe ich nach unten gerufen, dass ich oben bin. Und kurz drauf hörte ich die Holztreppe knarren. Aha ;-)
Ein paar Minuten später stand die Nichte mit großen Augen vor mir - ganz oben auf dem Aussichtsturm. Wir waren beide stolz wie Bolle und haben die Aussicht von oben total genossen. Aber dann wollten wir doch schnell wieder runter :-D
Noch ein kleiner Spaziergang durch die Burgruine, ein Blick in den 30 Meter tiefen Burgbrunnen und sich überlegen, wie viele Menschen wohl schon die ausgetretene Treppe ins nun offenliegende Kellergewölbe hoch und runter gelaufen sind... es war richtig toll.
Auf dem Rückweg zum Auto hat sie sich noch am Trimm-Dich-Pfad und auf dem Spielplatz ausgepowert und anschließend haben wir den Heimweg angetreten. Leider musste ich nach 5 Minuten ein Helene-Fischer-Sing-Verbot aussprechen :-D Ich hab's nicht mehr ausgehalten. Stattdessen wurde was anderes gesungen und die Heimfahrt war in Null Komma Nichts schon wieder Geschichte. 

C hat dann spontan noch mit mir und meinen Eltern zu Abend gegessen und dann hab ich sie zu Fuß nach Hause gebracht. 

Es war ein grandioser Tag...auch wenn er anders begonnen hatte, als wir es geplant hatten.

Mittwoch, 17. September 2025

Sauerland-Urlaub 2025 - Tag 7

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Sonntag musste ich um kurz vor 10 Uhr bei Papa losfahren, denn ich war um 11 Uhr in Schmallenberg-Schanze mit der lieben Heidi verabredet.
Wir haben uns dort am Kyrillpfad getroffen, waren beide etwas früher dort als geplant und haben - wie es der Zufall so wollte, direkt den gleichen Parkplatz (es gibt zwei) angesteuert :-D Denn während Heidi gerade dabei war mir zu schreiben, auf welchem Parkplatz sie steht, hab ich schon neben ihr eingeparkt.
Mitte Januar 2007 hat der Orkan Kyrill im Sauerland massive Schäden angerichtet. Auf diesem kleinen aber feinen Erlebnispfad kann man sehen, wie sich die Natur von den Schäden erholt. Die verwüstete Fläche wird einfach sich selbst überlassen.
Und was sich da in den letzten fast 20 Jahren so getan hat, ist wahrlich beeindruckend. Denn mitten im Gelände steht ein kleiner Aussichtsturm. Damals konnte man von dort oben wahrscheinlich das komplette Gelände überblicken und die Schäden von oben bestaunen. Heute - 18 Jahre später - hat man keinen Weitblick mehr, denn die Bäume sind schon wieder so hoch, dass man nur gegen die Kronen guckt (Bild unten drunter, unten links) :-D

Wieder am Parkplatz haben wir überlegt, was wir als nächstes anstellen könnten. Kurzer Blick auf Google Maps, checken was so in der Gegend noch ist. Und siehe da, das nächste Ziel war schnell lokalisiert. Kannten wir beide noch nicht und es klang interessant.

Also, ab in die Autos, und kaum 15 Minuten später waren wir an der Waldemai. Das ist eine kleine Schmiede und Glashütte, mit riesiger Ausstellung samt Park, mitten im Schmallenberger Nirgendwo :-)
Im Internet stand irgendwas mit einem kleinen Eintrittsgeld, das man hätte bezahlen sollen. Aber wir wurden einfach so reingelotzt. Auch gut :-) Begonnen haben wir unseren Rundgang dort in der Werkstatt. Um die Bronzeskulpturen zu bearbeiten, braucht es teils riesige Maschinen.
Hinter der Werkstatt, waren Ausstellungsräume mit fertigen Skulpturen, die man alle auch käuflich erwerben konnte. Einige haben mir tatsächlich sehr gut gefallen. Aber bei Preisen im 5-stelligen Bereich, war ich leider raus. Nur gucken - nicht anfassen.
Im oberen Stockwerk lief ein kurzer Film über das Ehepaar Klute und die Gründung der Waldemai. Der war an sich schon sehr interessant, aber die Hintergrundmusik... echt nicht gelungen und viel zu laut.
Um die Ohren wieder zu entlasten sind wir noch durch den weitläufigen Skulpturenpark spaziert. Das hat mir sehr gut gefallen.
Die vielen Wasserspiele und Brunnen fand ich dabei natürlich am besten. Ich mag (fließendes) Wasser besonders.

Das gigantische Riesenmoskito an einem Teich, konnte zum Glück nicht stechen :-D Und mitten durch das Gelände läuft tatsächlich auch ein Wanderweg.
Wieder an den Autos beschlossen wir, nach etwas essbarem Ausschau zu halten. Denn inzwischen war es schon wieder Nachmittag, das Frühstück schon etwas her und wir hatten Hunger. Wieder bemühten wir Google Maps und fanden schnell den witzigen namen der "Knollenhütte". Klingt gut, hat geöffnet, ist nicht weit weg, da fahren wir hin.
Dummerweise haben wir weiter nichts überprüft außer der Öffnungszeiten und der Fahrzeit. Und irgendwann standen wir mitten im Wald, auf einem kleinen Forstweg. Das kann nie im Leben richtig sein. Und während ich mich noch wunderte, kam Heidi im Auto vor mir zum gleichen Schluss: Da stimmt was nicht! Denn sie fing auf der kleinen Kreuzung schon wieder an zu wenden :-) Wir sind noch etwas hin und her gefahren und haben dann einen kleinen Waldparkplatz an einem Tretbecken gefunden.
Von dort sind wir ca. 2 km durch den Wald spaziert und fanden am Ende auch die Knollenhütte, bei der es sich tatsächlich um ein Waldgasthaus handelt, dass man nur Zufuß oder mit dem Rad erreichen kann :-D Es wäre einfacher gewesen, wenn wir unten am angrenzenden Hotel geparkt hätten. Allerdings mussten wir so nicht so viel bergauf laufen. Hat beides Vor- und Nachteile :-D Gegessen haben wir Kartoffelsalat mit hausegmachten Frikadellen. Es war super lecker und vom schattigen Tisch aus, hatten wir sogar eine super schöne Aussicht.
Im nahen Bad Fredeburg haben wir den Tag dann gemütlich bei Eis und frischen Waffeln ausklingen lassen. Wir haben viel gequatscht, viel gelacht und den Mädelstag ohne Männer (ich ja eh, aber Herr Heidi konnte auch nicht mit) in vollen Zügen genossen.
 
Von Bad Fredeburg aus haben wir dann unsere jeweiligen Heimreisen angetreten. Ich freue mich jetzt schon wieder auf unser nächstes Treffen, auch wenn das wohl erst im nächsten Jahr sein wird. Aber bis dahin ist es ja auch nicht mehr allzu lange :-) 

Unseren Tag aus Heidis Sicht, könnt ihr euch HIER ansehen ;-)

Montag, 2. September 2024

Sauerland-Urlaub 2024 - Teil 2.1 - Treffen mit Heidi - Luisenhütte Wocklum

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Nachdem wir in Balve unser leckeres Eis verdrückt hatten, machten wir uns auf zum Auto und fuhren nochmal rund 10 Minuten zur Luisenhütte. Da hatte sich Heidi auch wieder was tolles einfallen lassen. Denn hier waren wir auch noch nie gewesen.
 
 
 
 Der Eintritt zur Luisenhütte war kostenlos, aber über eine kleine Spende freute man sich dennoch.
Waffeleisen
Die Luisenhütte ist die älteste mit vollständiger Einrichtung erhaltene Hochofenanlage Deutschlands. Belegt ist die Eisenhütte dort ab dem Jahr 1748. Nicht mehr lange also, bis zum 300. Geburtstag ;-)
 
Ein ausgeschilderter Rundweg führt durch die Hütte. Aber man muss auch gute Knie haben und etwas schwindelfrei sein, denn die hölzernen Treppen sind sehr hoch und sehr steil. Während man die erste Treppe nur hinauf unters Dach muss, um dann über eine Rampe aus dem Dach bequem wieder hinaus zu kommen...

...muss man die zweite steile Treppe zu den Aufenthaltsräumen auch wieder hinunter klettern. Im normalen Sauerländer Sommer war es dort oben schon unglaublich warm. Wenn ich mir nun vorstelle, der Hochofen würde noch laufen und Hitze abstrahlen... ich glaube, ich wäre den qualvollen Hitzetod gestorben. Die Arbeiter damals müssen echt hart im Nehmen gewesen sein.
Videosequenzen "ehemaliger Arbeiter" (Schauspieler), die einem erzählten, wie ihr Alltag so aussah, gab einen guten Einblick in die damalige Zeit. Wanderarbeiter waren hier am Werk und ein Schreiber wurde entlassen, weil er irgendwelche Kungeleien aufdeckte und meldete. Das sich manche an der harten Arbeit anderer bereichern und das lieber geheim halten wollen, gab es wohl zu allen Zeiten :-/
 
Während wir unseren Rundweg durch die Luisenhütte fortsetzten trafen wir immer wieder auf historisch gewandete Menschen. Hier war ein tolles Ferienprogramm geboten und die Kinder haben gebastelt, gemalt und im nahen Fluss nach "Eisenerz" geschürft. Das alles in historischen Klamotten und mit viel Spaß. Da hätte ich als Kind sicher auch gerne mitgemacht.
Nachdem wir in der Hütte alles angeschaut hatten, spazierten wir noch hinunter zum Stollen. Viel sehen konnte man dort aber leider nicht.

Inzwischen plagte uns der Hunger. Das Frühstück war schon eine Ewigkeit her und das Eis nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
 
Daher machten wir uns auf zum Mittagessen. Dies wollten wir in der Abtei Königsmünster schnabulieren. Die ist rund 45 Minuten von Balve entfernt in Meschede.
 
Blöderweise gab es da wohl aber ein dummes Missverständnis. Öffungszeit der Gaststätte zwar bis 17 Uhr. Mittagstisch aber nur bis 14 Uhr. Wir hatten gerade 14:20 Uhr. Knapp daneben beteutet trotzdem nur Kaffee und Kuchen. Nö. Das wollten wir dann doch nicht. Was nun?
 
Eine Alternative war schnell gefunden. Also wieder ab in die Autos und los. Das begehrte Futter war nochmal rund 30 Minuten Fahrzeit entfernt :-)
 
Wo es uns hinverschlug, erfahrt ihr im nächsten Teil am Freitag ;-)  

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