Mittwoch, 29. März 2023

Mädelswochenende in Trier

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Vom 17. bis 19. März verbrachte ich ein super schönes Wochenende mit meinen Freundinnen in Trier an der Mosel. Nur AF fehlte. Die hatte sich leider pünktlich zum Mädelswochenende Corona eingefangen und lag flach :-(

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands (behaupten zumindest die Trierer) und wurde vor über 2.000 Jahren als Augusta Treverorum von den Römern gegründet.

Am Freitag hatte ich einen Tag Urlaub eingereicht. Ausschlafen ging aber nicht, denn ich musste um 9 Uhr schon los, da mein ICE um 9:40 Uhr abfuhr.

Irgendwie hatte ich völlig verpeilt, dass ich zwar mit dem ICE in 90 Minuten in Mannheim bin, von dort aber nochmal gut 3 Stunden mit dem RE bis nach Trier brauchen würde. Gefrühstückt hatte ich nur ein bisschen Obst, weil ich so früh am Tag einfach sonst nichts runterbekomme. Und wegen der verpennten Fahrtdauer hatte ich mir auch für unterwegs nichts mitgenommen. Auch, dass das Abendessen erst um 20:15 Uhr stattfinden würde, hatte ich irgendwie nicht mehr so richtig auf dem Schirm.
Zugfahrt, vorbei an Saarburg
Schön blöd, wenn man also morgens gegen 7:30 Uhr frühstückt und dann aus eigener Doofheit bis 20 Uhr nichts mehr bekommt. Immerhin die Zugfahrt klappte bei mir ansonsten perfekt. Aber ich hatte Hunger! Und zwar gewaltig. Da war es echt fies, dass die Herren vor mir jeweils ein Fleischkäsweckle auspackten, mich mit deren Düften einnebelten und fast gleichzeitig ein Foto in den Gruppenchat kam, auf dem frisch gebackene Waffeln mit Eis und Sahne zu sehen waren. FOLTER!

Denn, während alle noch auf dem Weg waren, waren AA und AM bereits gegen 12 Uhr mit dem Auto in Trier eingetrudelt und ließen es sich schon gut gehen :-)

Da ich von den Zugfahrern dieses Mal tatsächlich pünktlich und die erste war, wurde ich von den beiden am Bahnhof in Empfang genommen. Wir suchten die richtige Bushaltestelle und fuhren zum Hotel.
Unser Hotel(zimmer)
Wir checkten ein, machten es uns kurz in unseren Zimmern gemütlich und trafen uns - nachdem auch KK und CI eingetroffen waren - unten in der Hotellobby.
Vom Hotel war es ein ca. 20 Minuten Spaziergang in die Stadtmitte Triers. Der Weg führte vorbei an den Kaiserthermen und durch einen Park. Ließ sich echt gut laufen. Sightseeing war komplett auf Samstag verschoben. Dazu hätte ich auch am Freitagabend keinen Nerv mehr gehabt. Ich war irgendwie fertig. Das frühe aufstehen, die lange Zugfahrt und die Fehlplanung bei der Nahrungsversorgung... so verpeilt war ich echt schon lange nicht mehr!
AM und AA hatten am Nachmittag schon einen Weinstand auf dem Hauptmarkt ausgekundschaftet und da sollte es nun hin gehen. Allerdings war dort am Abend deutlich mehr los als am frühen Nachmittag und so standen wir gefühlt eine Ewigkeit an, ohne dass es vor uns weiter ging. Scheinbar herrschte ein Mangel an sauberen Gläsern bei zu großem Andrang.
Irgendwann gaben wir auf, kehrten zum Dom zurück und ließen uns im wunderschönen Außenbereich der Weinstube Kesselstatt nieder. Dort gab es für die Mädels ein Weinchen und ich bekam eine super leckere Traubensaft-Schorle :-)
Als es dann endlich Zeit wurde für's Abendessen, liefen wir wieder los. Wir hatten einen Tisch im Masons reserviert. AM kannte das bereits aus Kaiserslautern und hatte uns das empfohlen. Weil es von diesem Restaurant auch eines in Trier gibt, wollten wir das unbedingt ausprobieren. Das Motto: Taste the World! In einem Restaurant wie diesem war ich noch NIE. Allein das Konzept war mir völlig unbekannt. Die "Spielregeln" hatte man allerdings schnell raus.
Man hat 2 Stunden Zeit (wird dann auch freundlich an den Ablauf der Zeit erinnert, länger bleiben geht nicht). Man bekommt ein Tablet auf den Tisch über das man alle 6 Minuten pro Person ein Gericht bestellen kann (da läuft ein Timer ab). Man zahlt einmalig rund 30 EUR und kann dafür in der vorgegebenen Zeit quasi All You Can Eat à la Carte bestellen. Getränke kosten extra. Die Portionen sind in Tapas-Größe gehalten, so dass man sich tatsächlich durch die Geschmäcker der ganzen Welt probieren kann. Ich fand's mega! Und da ich Hunger hatte, konnte ich echt viel probieren, bevor ich satt war :-D 
Geschmeckt hat alles richtig lecker! Es war nur ein Gericht dabei, was ich persönlich nicht ganz so gut fand. Unlecker war es deswegen aber nicht. Es hat einfach nur nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ein einziges von so vielen verschiedenen Sachen ist ein wirklich sehr guter Schnitt. Und auch von den anderen Damen am Tisch kamen keine Klagen :-)
So sah Trier zur Zeit der Römer aus
Gegen 23 Uhr waren wir wieder im Hotel. Da meine Kopfschmerzen durch das Essen nicht wieder verschwunden waren, der Espresso sie zwar besser machte, aber nicht verschwinden ließ, schnorrte ich von AM noch eine Schmerztablette und sank ins Bett. Mit meiner Zimmergenossin CI habe ich noch etwas gequatscht. Aber nicht lange. Wir waren beide platt.
Die erste Nacht im Hotel war super. Die Matratzen waren bequem, die Kissen klasse. Ich habe geschlafen wie ein Stein. War allerdings auch um 6:30 Uhr wieder wach, weil ich Trantüte vergessen hatte, den Wecker an meiner Fitnessuhr abzustellen. Es wäre ja Einkaufssamstag gewesen. Da CI aber auch bereits wach war, haben wir bis zum Frühstück noch quatschend im Bett gelegen und hatten einen echt witzigen und relaxten Start in den Tag :-D
Das Essen am Freitag war so spät, dass ich am Samstagmorgen zwar was gefrühstückt habe, aber nicht viel. Den anderen ging es nicht anders. Das Frühstücksbuffet war ausreichend groß. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Für jeden war was dabei. Das Personal war auf Zack, es wurde zügig nachgefüllt. Alles war frisch und sehr lecker. Was will man mehr?
Nach dem Frühstück ging es dann in die Stadt. Während AA am Freitag noch eine Stadtführung vorschlug, wollten sie und AM dann am Samstag doch lieber shoppen gehen. Hauptgrund: Klamotten für ein Bewerbungsgespräch. Wir sind alle so unterschiedlich (sowohl beruflich, als auch privat und charakterlich) und doch funktioniert die Gruppe echt super. Das finde ich echt toll - und manchmal erstaunt es mich auch. 
Aber ich persönlich kaufe nicht für über 100 EUR ein Zugticket, fahre dann 5 Stunden mit der Bahn in eine Stadt in der ich noch nie war, nur um dann durch die immer gleichen Läden zu streunen. Zum Glück ging es CI und KK genauso (obwohl die beiden Trier schon ein bisschen kannten).
Ich hätte mich auch allein in Trier umgesehen (so wie ich es schon in Speyer gemacht habe), aber in Gesellschaft ist es doch viel schöner :-) Wir drei sind zur Touristeninfo an der Porta Nigra spaziert und haben da doch glatt die letzten 3 freien Tickets für die Stadtführung 30 Minuten später um 11 Uhr ergattert. Bis dahin haben wir uns rund um die Porta Nigra etwas umgesehen, entdeckten einen tollen Innenhof mit einem wunderschönen Magnolienbaum. Und dann war es auch schon so weit: "2.000 Schritte - 2.000 Jahre".
Der schmucke Innenhof
Die Stadtführung begann an der Porta Nigra. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und das besterhaltene Römische Stadttor Deutschlands. Erbaut wurde sie ca. 170 n. Chr. und ist somit auch gute 1.800 Jahre alt.
Porta Nigra
Unsere Stadtführerin ging mit uns vorbei am Wohnhaus von Karl Marx - in dem jetzt passenderweise ein 1-EUR-Laden drin ist :-D und über den Hauptmarkt, vorbei am Dom bis zur Konstantinbasilika.
Da die Stadtführung kein "Rundweg" war (wie wir zuerst dachten), kamen wir nicht mehr zur Porta Nigra zurück, weshalb wir die Besichtigung in diesem beeindruckenden Bauwerk, nicht mehr schafften. Denn ja, man kann für kleines Geld wohl auch IN die Porta Nigra hinein gehen.
Kurfürstliches Palais
Die Führung endete am Kurfürstlichen Palais, nahe den Kaiserthermen. Das Palais lässt sich leider nur von außen besichtigen, denn dort ist irgendeine Verwaltungsbehörde untergebracht - was für eine Verschwendung!
Am Kurfürstlichen Palais
Die riesigen Ruinen der Therme konnte ich inzwischen mehrfach beim Vorbeigehen bestaunen und wollte da unbedingt hin. Die anderen beiden schlossen sich gerne an. Aber einfach reinlaufen und staunen war nicht. Die 4 EUR Eintritt pro Nase haben sich allerdings wirklich gelohnt.
Kaiserthermen
Überirdisch sind die verbliebenen Mauern der ursprünglich geplanten Badeanlage - und später doch zum einer Reiterkaserne umgemodelten Gebäude - schon beeindruckend.
Kaiserthermen
Die Anlage muss riesig gewesen sein und zählt daher zurecht zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen. Dabei wurde sie nie als Therme fertiggestellt.
Kaiserthermen
Aber was unterirdisch zu sehen ist...wir waren einfach nur sprachlos. Ein wahres Labyrinth aus breiten und schmalen Gängen und Kammern. Alles von den Römern mit flachen Ziegelsteinen gemauert. Der helle Wahnsinn! Von hier aus hätte die Therme samt heißem Wasser und Fußbodenheizung betrieben werden sollen...wäre sie denn mal fertig geworden.
Kaiserthermen
Von den Kaiserthermen ging es hinüber zur Mosel, wo wir uns die alte Römerbrücke angeschaut haben. Sie gilt heute als älteste Brücke Deutschlands.
Mosel
 
Mariensäule
Gebaut von den alten Römern etwa 150 n. Chr., damals einziger Moselübergang im Umkreis von mehreren hundert Kilometern, trägt die Brücke auch heute noch den Straßenverkehr der Region. Während die Römer nur die steinernen Pfeiler, aber die "Straße" aus Holz hatten, ist sie heute komplett aus Stein/Beton. Die Pfeiler sind noch immer original.
Römerbrücke und Nilgänse
An der Mosel entlang spazierten wir wieder auf Höhe des Doms. Unterwegs kamen wir an kleinen runden Gebäuden mit Kranauslegern vorbei. Historische Kräne für die Mosel-Schiffe? Heute ist die Mosel deutlich tiefer und viel zu weit weg, um irgendwas mit diesem Kran entladen zu können. Außer vielleicht einem Ochsenkarren ;-) Erst später las ich über die Bedeutung des Alten Krahnen. Toll, dass wir ihm (ohne es geplant zu haben) begegnet sind.
Alter Krahnen und Kormoran an der Mosel
Auf Höhe des Doms verließen wir die Mosel schließlich und steuerten den Domfreihof an. Kurz bevor wir diesen erreichten, trafen wir AA und AM in einem Eiscafé. Wir kamen, die beiden wollten quasi gerade gehen. Wir quatschten noch kurz, konnten aber so den schönen Tisch draußen direkt übernehmen ;-) Es gab frische Waffeln mit Eis und etwas zu trinken. 
Nach der kurzen Pause ging es für uns drei noch in den Trierer Dom. Der war ja vom Café aus in Sichtweite und das Bauwerk ist wirklich riesig und sehenswert, wie ich finde. Und ja, das sage ich auch als Atheist.
Trierer Dom
Allein die schiere Größe ist beeindruckend. Die wunderschön verzierte Orgel, der Stuck, der Marmor, dieser riesige Hochaltar mit "Guckloch" in die Kammer dahinter, dieser eine Raum mit dem vielen Gold und der andere mit den wunderschönen Holzarbeiten mit leichtem 3D-Effekt... Kirche hin oder her. Dieses Gebäude ist ein einziges Kunstwerk und die älteste Bischofskirche Deutschlands. Außerdem steht sie über den Überresten eines römischen Wohnhauses.
Trierer Dom
 
Trierer Dom
 Interessant fand ich auch, dass der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche direkt nebeneinander stehen.
Trierer Dom und Liebfrauenkirche
Zwischen den beiden Gebäuden gibt es einen schönen grünen Innenhof mit Kreuzgang, in dem die Sonne hübsche florale Schatten warf.
Innenhof zwischen den Kirchen

Trierer Dom
 Theoretisch hätten wir von dort direkt auch in die Liebfrauenkirche gehen können, ohne den Dom direkt verlassen zu müssen. Aber die Tür war verschlossen. Also, doch wieder raus und keine 4 Meter weiter in die andere Kirche hinein.
Liebfrauenkirche
Die sieht von außen ähnlich riesig aus wie der Dom, ist aber innen nur einen Bruchteil so groß wie der Dom. Dafür hat sie die schöneren Fenster, wunderschöne Deckenmalerei und sehr spannend war das Loch im Boden, in dem man quasi eine senkrechte Zeitachse der Bebauung sehen konnte. Wahnsinn!
Inzwischen war es schon mitten am Nachmittag, fast schon später Nachmittag. Wir machten uns langsam auf den Weg ins Hotel, wo wir nochmal kurz Pause machen wollten, bevor es wieder zum Abendessen ging. 
Auf dem Weg ins Hotel kamen wir allerdings auch wieder an der Konstantinbasilika vorbei. Die hat - wegen der enormen Heizkosten - aktuell nur sehr wenig geöffnet. Vormittags war sie noch geschlossen. Auf dem Weg zurück zum Hotel war sie allerdings geöffnet. Einen Blick hinein konnten wir uns - trotz müder Füße - nicht verkneifen.
Die Konstantinbasilika war früher eine römische Palastaula. Sie wurde im 4. Jahrhundert erbaut und diente den römischen Kaisern ursprünglich, um Audienzen abzuhalten. Innen eher unspektakulär...bis man der Dame zuhörte, die dort gerade eine Führung machte. Vom Boden bis zur Decke haben wir dort eine Raumhöhe von rund 30 Metern!
Konstantinbasilika
Die vertäfelte Decke mit den Quadraten sieht von unten sehr unscheinbar und schlicht aus - bis man sich vorstellt, dass jedes einzelne Quadrat 3 x 3 Meter groß ist! Von diesem Gebäude wurde damals ein sehr großer Teil des Römischen Reiches verwaltet. Außerdem fanden dort rauschende Feste statt. Ich denke, dass man allein mit den riesigen Dimensionen dieses Bauwerks damals schon ordentlich angeben konnte ;-)
Hotel
Irgendwann schafften wir es dann doch wieder ins Hotel. Rund 90 Minuten haben wir die Füße hochgelegt, was getrunken, einen kleinen Snack gegessen. Und dann war schon wieder Zeit für's Abendessen.
Mittelalterliche Stadtmauer
Der Hunger führte uns ins Restaurant Zum Domstein. Da wir als Gruppe einen Tisch reserviert hatten, durften wir im Römerkeller Platz nehmen. Es war, als würde man mitten in einem Museum dinieren! Voll cool! 

Das Domstein bietet original römische Gerichte an, die originalgetreu aus dem ältesten gedruckten Kochbuch der Welt nachgekocht werden. Das MUSSTE ich unbedingt probieren. Es gab die Römergerichte als Menü. Da ich mir darunter aber nichts vorstellen konnte, habe ich mich mit den Römischen Tapas als Vorspeise begnügt. Die bestanden aus Mini-Portionen von 5 römischen Gerichten. Und jedes einzelne war so mega lecker, dass ich mich am Ende doch etwas ärgerte, nicht das Menü geordert zu haben. 
Römerkeller im Domstein
Als Hauptgang gab es lediglich einen Salat mit gebackenem Ziegenkäse. War auch sehr lecker. Aber eben kein "Römer-Essen".
Das erste Mal seit Ewigkeiten hätte mein Magen noch Platz für ein Dessert gehabt, obwohl es schon eine Vorspeise gab. Aber Dessert fiel wegen Zeitmangel aus. Denn: Wir hatten ja noch was vor! Außerdem war dieser etwas lärmintensive Junggesellinnen-Abschied, der ebenfalls bei uns im Keller einquartiert wurde, etwas anstrengend ;-) Von daher war es dann auch gut, dass wir direkt wieder los mussten.

Es ging nämlich noch in den Mergener Hof zum Poetry Slam. Poetry Slam kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen aus amerikanischen Filmen und Serien. Das das hier in Deutschland auch ein großes Ding - mit Meisterschaften und allem - ist, war mir nicht bekannt. Von daher: Probieren geht über studieren. Man kann ja nicht wissen, wie es einem gefällt, wenn man es nie getestet hat. Und für knapp 8 EUR Eintritt kann man auch nichts falsch machen ;-)

Sechs Slammer gaben sich an diesem Abend die Ehre. Zwei Frauen und vier Männer. Die Namen habe ich natürlich nicht alle behalten. Die erste Dichterin las einen Text vor, der sich anhörte, wie eine irre Drogenfantasie...am Ende war sie wohl aber doch eher in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie angesiedelt. Irgendwie seltsam...nicht so wirklich meins. Mit meiner Meinung war ich wohl auch nicht alleine, denn sie schied bereits in Runde 1 aus.
Lennart erzählte eher in die Richtung Beziehungskiste, etwas aggressiv und leicht "dreckig". Witzig an manchen Stellen. Ich fand's ganz gut. Und er kam auch weiter. Ein weiterer Kerl, Tobi, hatte eher so Depri-Texte vorbereitet. Auch nicht so ganz meins, aber doch interessant. 

Die andere Frau, Sonja, hatte zuerst einen Text über den Krieg vorgetragen. Über zwei Freunde, die sich im Kampf entzweiten, da sie in gegnerische Lager gerufen wurden und dann doch wieder zueinander fanden. Im zweiten Text ging es über die Freundschaft zu ihrem besten Freund. Sie hat den Abend gewonnen - verdient :-) Während dieser Lennart am Ende ein ziemliches Gesicht zog und irgendwie schwer beleidigt wirkte. Kam eher unsympathisch rüber.

Mein persönliches Fazit: Nicht alles hat gefallen, aber das Meiste. Es war ein kurzweiliger Abend. Aber auch etwas anstrengend, da man wirklich viel Text - zum Teil mit ordentlich Tiefgang - auf die Ohren bekam. Würde ich mir einen Poetry Slam nochmal ansehen? Durchaus!

Danach ging's ins Hotel zurück. Wir fielen ins Bett und am nächsten Morgen gab es um kurz nach 8 Uhr schon wieder Frühstück. Das war schon eher meine Zeit. Auf die Rückfahrt habe ich mich frühstückstechnisch deutlich besser vorbereitet ;-)

Während AM und AA die Rückfahrt auch wieder gemeinsam im Auto antraten, fuhren KK, CI und ich mit dem Bus zum Bahnhof. Es war leicht am regnen, da wollten wir nicht unbedingt laufen. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit, bevor unser Zug abfuhr. Zeit für eine Tasse Kaffee.
Wir bestiegen alle den gleichen Regional Express. KK war die erste, die wieder ausstieg. CI fuhr bis kurz vor Mannheim mit, so dass ich die meiste Zeit der Rückfahrt über in guter Gesellschaft war. Wenn man wen zum quatschen hat, vergeht die Zeit wie im Flug. Die Rückfahrt kam mir bei weitem nicht so lang vor, wie die Hinfahrt. Allerdings wünschte ich mir ein paar Mal die Coronaregeln mit FFP2 Maske und literweise Desinfektionsmittel zurück. Himmel, waren da teilweise Gestalten unterwegs :-/ Die osteuropäische Oma ohne Zähne, die roch, als hätte sie seit Wochen kein Wasser und Seife gesehen oder der Typ, der ständig im Zug auf und ab hetzte, um die Mülleimer nach Verwertbarem zu durchwühlen, dabei ständig seine halbseidene Jogginghose verlor und den Blick auf eine Unterbuchse mit braunem Fleck freigab. Igitt!
mit KK und CI im RE Richtung Mannheim
In Mannheim wechselte ich dann in den ICE. Dort hatte ich einen Platz reserviert - den ich spontan wechselte. In dem Waggon waren noch sooooo viele Plätze frei. Und ausgerechnet auf dem Platz neben "meiner Reservierung" hockte so ein komischer Typ. Muss sowas sein? Egal. Es war genug frei. Ich nahm den Platz zwei Reihen vor dem Blödmann. Beim Comfort Check-In über die Bahn App konnte ich auch direkt den neu gewählten Sitzplatz angeben. Die Zugbegleiterin kam zwar mehrfach vorbei, beachtete mich aber gar nicht. Ein hoch auf die moderne Technik - so sie denn mal problemlos funktioniert ;-) So konnte ich die letzten 90 Minuten der Heimreise allein und für mich in Stille genießen und den am Wochenende gesammelten Eindrücken und neuen Erfahrungen nachhängen :-)

Irgendwie hatte ich erwartet, dass Schatz mich am Bahnhof in Empfang nehmen würde. Tat er aber nicht. Stattdessen hatte er daheim schon fast den kompletten Haushalt alleine geschmissen - ohne, dass ich was sagen musste. Das kommt eher selten vor und daher freute ich mich umso mehr :-)

Wie üblich ging unser Wochenende viel zu schnell vorbei. Aber da wir teilweise echt lange unterwegs waren, wäre eine Verlängerung ohne einen weiteren Urlaubstag nicht drin gewesen. Und dieses Jahr hab ich - da ich noch zweimal Betriebsferien stämmen muss und die Reise im Oktober ansteht - keine Urlaubstage mehr übrig gehabt. Es war schön, die Mädels mal wieder zu sehen. Es war schade, das AF nicht dabei sein konnte. Trier ist definitiv eine Reise wert.

8 Kommentare:

  1. Ich kann ebenfalls bestätigen, dass Trier eine schöne und interessante Stadt ist. Schade, dass jedes Mal die lange Anfahrt in Kauf genommen werden muss. Wir haben es zwar nicht ganz so weit wie Du, waren aber bisher nur zweimal dort.
    Dass jemand eine Stadt besucht und nur shoppen gehen will, verstehe ich auch nicht. Auch ich würde lieber Sightseeing machen und mir vor allem die historischen Denkmäler anschauen.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

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    1. Wie gut die anderen beiden Trier schon kannten, kann ich gar nicht sagen. Die hatten zwei hatten auch eine nicht ganz so lange Anfahrt und waren vielleicht schon öfters dort. Für mich war es das erste Mal. Und selbst wenn ich schon zehnmal dort gewesen wäre, hätte ich mich nicht 5 Stunden in den Zug gesetzt, um dann shoppen zu gehen :-D

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  2. Hallo Nicky,
    da schließe ich mich Ingrid an. Von Köln aus geht es auch Rucki-Zucki. Ich war schon öfters in Trier und habe dann immer etwas anderes besichtigt.
    Noch eine schöne Restwoche
    Gruß
    Hannelore

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    1. Von einer Römerstadt in die andere. Super! Von Köln ist man wirklich schnell an so vielen tollen Orten. Da hast du echt Glück. Freiburg liegt diesbezüglich ziemlich "abseits".

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  3. Hallo liebe Nicky,

    ein schöner Wochenendtrip den Du da gemacht hast. Schade finde ich allerdings, wenn man sich schon mit Freundinnen trifft, das da jemand aus der Reihe fällt und sein eigenes Ding macht. So ein Treffen ist doch gedacht, dass alle zusammen bleiben und etwas unternehmen und nicht shoppen gehen. Ich glaube, mich würde sowas arg ärgern.

    Liebe Grüße
    Burgi

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    1. Naja, die Abende hatten wir ja immer zusammen. Und sich kurz mal trennen ist ja auch nicht schlimm. So lange "separiert" wie hier waren wir jedoch tatsächlich zum ersten Mal - glaube ich zumindest.

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  4. Fabelhaft was ihr alles geschafft habt zu sehen. Und vor allem
    was ihr so noch ausprobiert habt. Ich bin beeindruckt. Da wäre ich echt gerne dabei gewesen.
    In Trier waren wir auch schon zwei mal. Guck mal in meine Unterwegs-Liste....*gg . Da wird Dir manches bekannt vorkommen. Ich bin jedes mal beeindruckt und begeistert.
    Das Restaurant muss ich mir merken. Und das mit dem Poentry .... ist mir auch schon untergekommen. Ich hab´s noch nicht Live gesehen. Youtube habe ich bemüht ;)
    Ein schöner Reisebericht :)) Danke für´s erinnern .
    LG heidi

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    1. Verflixt: Diesen hübschen Handwerkerbrunnen haben wir tatsächlich nicht gesehen! Aber sonst kommt mir alles bekannt vor :-D

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