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Am vorletzten Urlaubstag hat es endlich auch in Medebach mal richtig geregnet. Ausgerechnet am 90. Geburtstag meiner Oma.Von Omas Geburtstag habe ich einen Haufen Fotos. Aber ich werde hier bewusst keine davon veröffentlichen. Denn meine Familie weiß auch nach 10 Jahren nichts von meinem Blog. Und ich persönlich finde das auch gut so. Denn so kann ich frei heraus meine Meinung kund tun, ohne das irgendwer beleidigt reagiert ;-)
Der Geburstag sollte um 11 Uhr losgehen und wir wollten uns um 10:45 Uhr bei Oma treffen. Als ich um 10:41 Uhr dort eintraf, war mein Vater schon wieder gestresst und knütterig und versuchte mich zu hetzen, weil ich "die letzte war" und alle auf mich warten würden. Hallo?! Dann sollen sie doch sagen, dass wir uns schon um 10:30 Uhr treffen! Ich war verdammt nochmal pünktlich zum angegebenen Zeitpunkt dort. Herrgott nochmal! Ist ja nicht so, dass wir nicht alle ein verdammtes Telefon in der Tasche haben. Dann müssen die "Planer" halt mal das Maul auf machen, wenn sich die Uhrzeit spontan ändert. Ich hab von Papas Wohnung keine 5 Minuten Fußweg zu Oma. Ein Anruf hätte genügt!
Wir "durften" Oma dann auch noch ein Geburstagsständchen singen. Und danch wurde gratuliert und ihr Geschenk - der gewünschte Mini-Tiefkühlschrank für das Esszimmer - ausgepackt. Jetzt kann sie auch oben in der Wohnung Reste einfrieren und muss nicht mehr für jede Kleinigkeit die steile Kellertreppe runter.
Direkt danach gab es Schnittchen und Nudelsalat, Käseröllchen und Spießchen. Anschließend wurde Suppe aufgefahren. Meine Oma ist da sehr traditionell. Geburtstag feiern über Mittag geht nicht ohne eine heiße Suppe!
Als die ersten wieder gingen, half ich meinen Tanten M und I noch beim aufräumen und abwaschen. Am frühen Nachmittag gingen tatsächlich auch die restlichen Familienmitglieder wieder nach Hause, um Oma eine kleine Pause zu gönnen. Scheinbar ist die Sippe doch noch lernfähig. Bei Opa lief das nämlich leider noch anders.
Um 15:30 Uhr (nach ca. 90 Minuten Pause) versammelten wir uns dann wieder alle zu Kaffee und Kuchen. Der Kaffee war, wie üblich, viel zu stark und meine Tante brachte (wie immer) ihre Yoghurette-Erdbeer-Torte mit. Eine andere Tante machte Mandarinen-Schmand-Kuchen. Danach wurden salzige Knabberein (Chips, Salzstangen und Erdnussflips) aufgefahren. Und zum Abendessen gab es die Reste vom Vormittag.
Es war schön, alle mal wieder zu sehen. Onkel J hat immer noch nicht mit mir geredet, auch wenn wir uns gegenüber saßen. Angesprochen hat er nur die anderen. Ich betrachte es als kleines Wunder, dass sein Smartphone auch an mich weitergereicht wurde, als er stolz wie Bolle das Video vom Orgel-Cousin (der nicht zugegen war) auf voller Lautstärke abspielte. Sogar der Rest der Sippe war davon leicht genervt. Scheinbar bringt Onkel J diese Aktion bei jeder sich bietenden Gelegenheit und alle sind es schon leid :-D Und wieder einmal war ich froh, dass ich sowas für gewöhnlich ja gar nicht mitbekomme, weil ich 500 km weit weg bin.
Am härtesten fand ich aber Tante R (Onkel J's Frau). Als ich vormittags noch nicht da war, sagte mein Bruder ihr, dass sie noch kurz auf mich warten, bevor sie anfangen können. Und meine Tante R hat meinen Bruder doch allen ernstes gefragt, wär ich wäre. Denn sie dachte, er hätte ja nur 2 Töchter. Hat er ja auch. Aber seine Schwester ist wohl schon aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Immerhin weiß ich jetzt Bescheid, dass ich für die beiden wirklich nicht mehr existiere und damit kann ich leben :-D Aber als M mir davon erzählte, fiel mir trotzdem erstmal die Kinnlade runter.
Als ich an dem Abend im Bett lag, war ich mehr als froh. Der Tag war schön, aber auch lang und irgendwie anstrengend.
Und am nächsten Morgen habe ich ausgeschlafen, gefrühstückt und habe um kurz nach 10 Uhr bereits die Rückfahrt nach Freiburg angetreten.
Alles lief wie am Schnürchen und in Freiburg konnte ich sogar für 2,09 EUR/Liter den Tank wieder vollknallen, während das E10 zur gleichen Zeit im Heimatkaff satte 2,30 EUR pro Liter kostete.
Ich habe an dem Nachmittag und Abend nur noch meine Koffer und Taschen hochgeschleppt und ausgepackt und einen Salat mit Rinderfiletstreifen und einen Ziegenkäse Wrap beim Lieferdienst bestellt. Gegen 22 Uhr lag ich im Bett.
Der große Karton mit meinem Adventskalender (den Heidi mir in Willingen spontan überreichte) musste noch eine Nacht im Auto auf der Rückbank verweilen. Denn am Mittwochnachmittag war es in Freiburg viel zu warm, um ein drittes mal "Zeug" vom Auto in den zweiten Stock zu schleppen.
Ich war morgens mit 16 Grad und Regen im Sauerland aufgebrochen. Der Regen begleitete mich fast durchgehend bis ca. Darmstadt. Bis Karlsruhe war es dann nur noch wolkig und danach war wieder Sommer. Freiburg empfing mich gegen 15:30 Uhr mit einem wolkenlosen Himmel und 34 Grad :-/
Und erfreulicherweise hatte der MBW das Lüftungs-Management dieses Jahr nicht vergeigt. Ich hatte erträgliche 26 Grad in meinem Zimmer.
Vier Tage hatte ich noch Zuhause frei. Zeit in Ruhe zu waschen, einzukaufen und noch etwas zu faulenzen, bevor es am Montag wieder ab ins Büro ging.
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