Mittwoch, 8. Juni 2022

DIY Challenge #6 - Garten-Spezial - Balkon & Garten (Teil 3)

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Hallo Gartenfreunde! Heute gibt's ein weiteres Update zu unserer Garten-Spezial Do It Yourself Challenge. Heidi und ich wollten wissen, wie die Unterschiede zwischen Balkon-Gärtnern und klassischem Garten aussehen. Und es gibt doch größere Unterschiede als man denken könnte. Nicht nur was Werkzeuge, Platz und Möglichkeiten anbelangt. Aber ein großes Fazit gibt es erst ganz am Schluss :-)
Im ersten Teil habe ich euch meinen Balkon und seine Bewohner vorgestellt. 
Im zweiten Teil gab es ein erstes Update, wie sich in den paar Wochen alles entwickelt hatte. 
Und was hat sich die letzten 6 Wochen so getan? Na, einiges! Aber seht selbst:

Unser Balkon

Die geflickte Sichtschutzmatte hält :-) Die Kästen und Töpfe sind deutlich grüner und üppiger geworden. Zwischenzeitlich mussten wir mehrfach den Boden absaugen - fegen reichte bei den Massen an Blütenstaub in diesem Jahr nicht aus.
Spatzen bedienen sich am Gießwasser und offenbar auch an den reifen Erdbeeren
Die Sitzkissen durften auch raus. Unsere grüne Oase ist wohnlich geworden :-) Wenn wir jetzt noch die rauchenden Nachbarn einsperren könnten, damit wir weder vom Gestank noch von heruntergewehter Asche belästigt werden würden. Das ist echt ekelig. Draußen gegessen haben wir daher noch nicht. Dauernd liegt Zigarettenasche auf dem Tisch :-( Zumindest die Spatzen freuen sich, dass wir nicht oft draußen sitzen. Sie nutzen dann meine Gießkanne als Trinkbrunnen :-D Und so wie es aussieht picken sie auch an den reifen Erdbeeren. Zwei, drei Stück waren nämlich irgendwie "angefessen" :-/


Verbrauch an Erde

Nachdem ich auch endlich die letzten Pflanzen ein- und umgepflanzt hatte, ist von den gekauften 120 Litern Hochbeet-Erde so gut wie nichts mehr übrig. Der Rest wird wohl beim Kartoffeln anhäufeln drauf gehen.

Dünger

Gedüngt habe ich in den letzten 6 Wochen nicht wieder. Das mache ich erst später wieder.
 

Wasserverbrauch

Bei den Wasserspeicherkästen reichte es - auch in der großen Hitze (wir hatten ja schon weit über 30 Grad in Freiburg) - einmal die Woche zu gießen. Die anderen Kästen mussten 2mal die Woche gegossen werden und die Kräutertöpfe alle 2 Tage.
Beim Wasserverbrauch ist mir ein großer Unterschied zu Heidis Garten aufgefallen. Zwar profitiere ich nicht von Regen, der auf natürlichem Wege den Boden wässert, aber dafür kommt mein Wasser fast 100% den Pflanzen zu Gute, da bei mir nichts im Boden einfach so versickert :-)

Dauerbewohner auf dem Balkon

Erdbeeren - haben wie verrückt geblüht und tragen inzwischen Früchte - und zwar viele. Scheint ein super Erdbeer-Jahr zu sein :-) Die ersten konnten wir sogar schon naschen (3 Dessertschälchen voll konnten bisher geerntet werden - nacheinander). Für einen ganzen Kuchen oder ein ganzes Dessert reicht das leider nicht. Dazu habe ich mit 6 Pflanzen einfach zu wenig, da ja die Beeren nicht alle gleichzeitig reif werden.
Fingerhut - blüht wieder wunderschön und hat - wie im letzten Jahr - zwei Stängel gebildet.
 
Mein Kräutergarten mit Minze, Melisse, Rosmarin, Schoko-Minze, Petersilie und Waldmeister macht sich super. Aus den paar Stängeln sind richtige Büsche geworden. Die Petersilie hat einen langen Ausleger bekommen, der auch hübsch geblüht hat. Danach hab ich ihn aber abgeschnitten. Alles andere kommt regelmäßig in die Küche und schmeckt frisch einfach am Besten. 
Petersilienblüte

Basilikumblüte

Basilikum

Kräutergarten
Die Blaubeeren haben super geblüht. Ein wahres Blütenmeer! Jetzt hoffe ich, dass sich auch Beeren ausbilden. Denn aktuell sieht man noch nichts, außer den Beerenansätzen. Erntezeit ist laut dem Schildchen aber auch erst ab Juli/August.
Heidelbeere mit Blüte und Beerenansätzen
Der Bärlauch ist verblüht, hat sich aber noch nicht wieder komplett in die Erde zurück gezogen. Das wird wohl noch ein bisschen dauern.
Und ob die Krokusse sich in der neuen Erde wohler fühlen, sehen wir ja eh erst im kommenden Frühjahr.
Tomaten
Die Buschtomaten sind deutlich größer und Kräftiger geworden. Inzwischen musste ich sie schon am Bambusstab befestigen, damit sie nicht zu krumm werden. Und nur 1-2 Wochen später musste ich die oberen Ausläufer zusätzlich mit einer Schnur an die Sichtschutzmatte binden. Auch ein kleiner Nachteil beim Balkongärtnern - Sonne gibt's nur von einer Seite und die Pflanzen wachsen nun mal immer zur Sonne ;-) Da gibt's schnell auf einer Seite "Übergewicht".
Tomatenblüte am 5. Juni
Ende Mai konnte ich die ersten Tomatenblüten entdecken, die sich Anfang Juni öffneten :-)
Die erste Fuhre Radieschen konnte bereits geerntet werden. Neue habe ich direkt wieder ausgesäht, vorher aber die Erde noch einmal schön gelockert, Wurzelreste der alten Pflanzen entfernt und ordentlich gegossen.

Neue Radieschen wurden am 26.05.22 eingesäht...
 
...und waren nach 1,5 Wochen schon wieder gut gewachsen.

Die Schmetterlingswiese war ein spannendes Schauspiel. Schon nach einer Woche, konnte man das erste Grün aus der Erde kommen sehen. Lustigerweise nur an den äußeren Rändern. Quasi direkt an der Wand des Kastens. In der Mitte blieb alles Erde. Inzwischen ist aber auch die Mitte des Kastens grün und ich bin gespannt, was da mal für Blüten kommen :-)
Schmetterlingswiese
Mit den Kartoffeln bin ich dieses Jahr super spät dran. Die ersten, die ich zum Keimen beiseite gestellt hatte, sind einfach kaputt gegangen, ohne dass sich Keime gebildet haben. Also mussten neue her. Danach hatte ich chronischen Zeitmangel, weshalb ich die Kartoffeln erst am 26. Mai in die Erde gebracht habe!
Endlich die Kartoffeln in der Erde!
So spät war ich noch nie. Ich bin gespannt, ob sie noch was werden. Immerhin ist es hier ja deutlich wärmer, als bei Heidi im Sauerland. Nach 1,5 Wochen kam das erste Grün der Kartoffeln aus der Erde. Ich werde also die Tage das erste Mal die Kartoffeln anhäufeln :-)
Kartoffeln am 5. Juni
Anhäufeln bedeutet, das erste Grün wieder mit Erde zu bedecken, sobald es etwa 10 cm hoch gewachsen ist. In meinem Kübel kann ich die Kartoffeln etwa 2-3 Mal anhäufeln. Das Anhäufeln erhöht den Ernteertrag und sorgt dafür, das die Knollen kein Sonnenlicht abbekommen. Es bleibt also spannend.
 

Wechselnde Bewohner auf dem Balkon

Der Kopfsalat auf dem Saatband ist super angegangen. Ich hoffe nur, dass er auch Köpfe bildet :-)
Kopfsalat
Die eine Pflanze der gekillten Pineberries konnte ich tatsächlich retten. Sie kam ebenfalls in einen eigenen Topf. Ob sie weiter überlebt, werden wir sehen. Und vor allem, ob ich endlich mal Beeren bekomme und nicht nur Blattwerk :-)
Die letzte überlebende Pineberry-Pflanze
Ich habe noch Samen der Pineberries übrig. Diese direkt in einen Kasten zu säen, hab ich aus Zeitmangel dieses Jahr nicht mehr geschafft.
Pineberry am 6.  Juni
Das mache ich dann einfach im nächsten Frühjahr und dann sehen wir ja, ob das was wird. 
Gurkensamen auch endlich gepflanzt!
Da das mit dem Gurken vorziehen ja nicht geklappt hat, kamen die Gurken auch erst Ende Mai - zusammen mit den Kartoffeln - draußen in den Kübel. Ich war gespannt, ob sie direkt aus der Erde und so spät gepflanzt was werden würden, und ob es noch für eine Ernte reichen würde. Laut Beschreibung auf der Tüte sollte es was werden, denn da stand Aussaat bis Mai im Freiland.
Gurken am 6. Juni
Umso erfreuter war ich, als ich nach etwas über einer Woche entdeckte, dass tatsächlich 2 von 3 Gurkensamen sprossen und die Pflänzchen schon satte 3-4 cm aus der Erde lugten! Also, Daumen weiter drücken :-)
Paprika im großen Topf
Die beiden Paprikapflanzen machen sich prächtig. Bisher gibt es keinen Unterschied im Wachstum. Wir erinnern uns: Eine ist in einem großen Topf, die andere in einem kleineren. Bisher tut die Topfgröße also noch nichts zur Sache :-) Ich bin gespannt, ob sich das noch ändert.
Paprika im kleinen Topf
 

Schädlinge & Schädlingsbekämpfung

Schädlinge habe ich seit der Bekämpfung der Blattläuse und weißen Fliegen (Ende März) keine mehr entdeckt. Allerdings toben seit einigen Wochen aber auch Spatzen durch Kästen und Töpfe und es sieht aus, als würden sie Käfer und Co. von den Blättern der Pflanzen picken. Von mir aus gerne :-D
Aussaat am 26. Mai 2022
Ein anderes Problem, dass allerdings nicht direkt was mit dem Balkon zu tun hat ist, dass sich eine Bande von Wespen (ich habe ca. 4-5 Stück gezählt) bei uns am Schlafzimmerfenster häuslich einrichten will. Dauernd fliegen sie die eine Ecke an. Es sieht aus, als würden sie in den Hohlraum der Führungsschiene kriechen! Genau können wir das nicht erkennen. Bei einer konnte man auch sehen, dass sie etwas anschleppte.
Waldmeister am 6. Juni
Ob bereits Futter oder noch Baumaterial war nicht zu erkennen. Zum Glück haben wir ein Fliegengitter davor. Aber das ständige Gebrumme und Gesumme ist am Morgen schon echt nervig. Von daher sind wir seit ein paar Tagen damit beschäftigt, regelmäßig am Fenster zu patroullieren und - wenn sich eines von den Biestern nähert, eine Ladung Insektenspray zu verteilen. Die Häufigkeit der Anflüge hat dadurch schon nachgelassen. Aufgegeben haben die Deppen aber leider noch nicht :-/
 

Aktuell auf dem Balkon

- Minze (1 Topf im Regal)
- Rosmarin (1 Topf im Regal)
- Schoko-Minze (1 Topf im Regal)
- Paprika (2 Pflanzen, 1 im Regal, 1 am Boden)
- Melisse (1 Topf im Regal)
- Petersilie (1 Topf im Regal)
- Radieschen (ca. 16-18 Stück, 1 Kasten)
- Erdbeeren (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- 2 Zierblumen (je 1 Topf am Geländer)
Zweite Blüte der Kapringelblume

- Krokusse (1 Kasten)
- Schmetterlingswiese (1 Kasten)
- Buschtomaten (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- Kopfsalat (5-6 Pflanzen auf Saatband, 1 Kasten)
- Bärlauch (1 Topf)
- Waldmeister (1 Topf)
- gelber Fingerhut (1 Topf)
- Lavendel (1 Topf)
- Heidelbeere (1 Topf)
- Kartoffeln (4 gekeimte Kartoffeln in 1 Kübel)
- Gurken (3 Samen in 1 Kübel)
- Pineberries (1 Pflanze in 1 Topf)
 
 

Mein Experiment für dieses Jahr

Tja, mein "Flaschen-Salat". Was soll ich sagen? Eingepflanzt hatte ich Kopfsalat. Bekommen habe ich eine Salat-Palme. Woran es liegt? Ich hatte keine Ahnung. Aber laut Recherche im Internet stand er wohl zu schattig. Kopfsalat braucht scheinbar viel Sonne, um Köpfe zu bilden.
Kopfsalat?! 🙈😂
Also, frischer Salat schon im "Winter" scheint dann bei uns nicht so richtig zu klappen. Denn im Winter ist es zu dunkel und im Frühjahr wird es in der Wohnung schon zu heiß, um die Rollläden oben zu lassen. Mache ich sie runter, ist es für uns zwar toll, aber für den Salat blöd. Und hier bin ich ehrlich: Mein Wohlbefinden geht vor dem Wohlbefinden des Salates :-D Für die dunklen Monate ist unsere Wohnung nicht richtig ausgerichtet. Ich habe nämlich kein Südfenster zur Verfügung.

Für einmal Flaschensalat hab ich noch Zeugs da. Also, einmal Nährlösung, einmal Substrat. Falls jemand Interesse hat es mal auszuprobieren, meldet euch. Dann schicke ich euch den Rest (samt Flasche, Trichter und Schutzkarton) zum selbst testen im nächsten Frühjahr ;-) Alles was ihr braucht ist kaltes Leitungswasser, Saatgut für Salat (Kopfsalat oder ähnliches) und eine Fensterbank vor einem hellen/sonnigen Fenster (möglichst Südseite).
 
Bei Heidi hat sich im Garten einiges getan. Sie hat ihre kleine Gartenhütte mit einem selbstgebauten Pflanztisch abgestützt und kurz darauf noch fix ein Pflanzen-Regal daneben gezimmert. Außerdem bin ich sehr gespannt, was aus dem Rucola in Kokoserde geworden ist und ob sich bei Heidis Kartoffel-Pyramide schon was getan hat. Sie hatte ihre Kartoffeln ja deutlich früher in der Erde als ich :-D

Ihr wollt auch sehen, was sich bei Heidi in den letzten Wochen alles getan hat? Na, dann kommt doch einfach mit --> KLICK!

4 Kommentare:

  1. Na bei Dir hat sich ja einiges getan. Unglaublich was du alles auf dem Balkon aussähst. Und was alles was wird. Hier ist Sonne nicht so das Thema. Also zumindest nicht bei allen Pflanzen. Eher die Schneckenplage und Starkregen. Beide in Kombination haben schon eine Menge vernichtet.
    Auch das Du so nette Besucher hast finde ich klasse.
    Der Vergleich Wasser und Erde ist ebenfalls bei mir ein deutlich höherer Verbrauch. Und Ja das stelle ich auch immer wieder fest wie viel Aufwand Salat macht. Er braucht schon sehr gute Bedingungen. Meiner gelingt ziemlich ordentlich. Wird aber auch nicht so wie der kaufbare aus dem Laden . Thema Kartoffeln.....Ich habe derzeit große Büsche ....*gg. Keine Ahnung wo das noch hinführen soll. Viel anhäufeln kann ich da bald nicht mehr. Ich habe viel mehr den Eindruck die hüpfen bald freiwillig aus der Pyramide .
    Weiterhin viel Erfolg .
    LG heidi

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    1. Ich hab meine am Pfingstwochenende angehäufelt und werde es die Tage noch einmal machen. Dann ist mein Kübel aber auch schon voll und dann heißt es abwarten. Ach, und gerade heute habe ich entdeckt, dass die dritte von drei Gurken auch noch gekeimt hat :-D Ich bin echt gespannt, wie das weitergeht und bin heilfroh, dass ich mir um Schnecken keine Sorgen machen muss.

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  2. Liebe Nicky,

    toll, was auf Deinem Balkon so alles wächst und schneckensicher ist er auch. Die machen mir am meisten Ärger. Nach dem anhaltenden Regen in den letzten Tagen hat es sogar eine in den oberen Stock auf die Loggia geschafft und wollte an meine Zucchini. Die ist gut angegangen aber inzwischen schwächelt sie im Trog und will trotz Regen immer noch mehr Wasser. Entweder ertränke ich sie irgendwann oder sie ist verdörrt. Selbst in meinem neuen Blumenbeet hocken schon die Schnecken, ich sehe noch nix wachsen aber die anscheinend schon. Ansonsten halten sie sich an den Petunien und fressen weg, schneller als ich gucken kann. Einzig und mit voller Pracht wächst das "Unkraut".

    Liebe Grüße und volle Schüsseln wünscht Dir
    Burgi

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    1. Ich hoffe, du konntest deine Zucchini sowohl vor Schnecken als auch sonst retten. Schnecken habe ich bei mir noch nie entdeckt. Dafür aber schonmal Ameisen und Schmetterlingsraupen. Meine Schmetterlingswiese sieht aktuell etwas "angegriffen" aus. Ich muss mal gucken, ob ich sie zu viel oder zu wenig gegossen habe oder ob es ein Schädling ist.

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