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Samstag und Schatz hustet immer noch. Sein Husten wird zwar langsam weniger, aber bis er ganz weg ist, wird es wohl noch dauern. Er klingt auch immer noch ziemlich verschleimt. Inzwischen auch von der Nase her :-( Alles Anzeichen für eine ausgewachsene Bronchitis. Ob er das wirklich von mir hat? So extrem hatte ich es ja gar nicht (hatte ja nur eine Erkältung). Vielleicht hat er sich auch bei einem Kollegen angesteckt. Wir wissen es nicht. Denn Schatz arbeitet ja bei der Post und die ganzen unterbezahlten Subunternehmer kommen weiterhin auch "krank" zur Arbeit. Ausfall können die sich halt nicht leisten :-/
Zum Frühstück habe ich uns Brötchen gebacken, die fast genauso schmecken, wie die Knack und Back Brötchen aus dem Kühlregal.
Nach dem Frühstück haben wir uns dann ans Ausmisten des Kellers gewagt.
Wir haben die Autoreifen schon ins Auto geladen, damit die aus dem Weg sind. Montag sollten sie ja gewechselt werden. Wie das genau ablaufen sollte, war am Samstag noch unklar.
Um 12 Uhr haben wir unterbrochen und brav die Mittagsruhe eingehalten. Am Nachmittag ging es dann weiter. Unglaublich, wieviel Dreck da unten war. Ich hatte am Ende einen fiesen Husten vom Staub. Wir haben den Staubsauger am Schluss geholt, weil mit dem Besen kaum was auszurichten war. Und was für ein Zeug da noch zum Vorschein kam.
Ich wusste gar nicht mehr, dass wir das alles mal in den Keller geschafft hatten. Einen Teil bringen wir - sobald es wieder möglich ist - direkt zum Recyclinghof. Einen Teil können wir daheim gleich entsorgen. Und einen Teil will ich im Urlaub mal bei eBay Kleinanzeigen reinstellen (auch wenn ich eigentlich keine Lust habe, mich mit den Irren von dort wieder auseinandersetzen zu müssen - "Was letzte Preis?").
Vielleicht will es ja jemand geschenkt haben. Wenn es nach 4 Wochen keiner will, kommt es dann auch zum Recyclinghof. Immerhin haben wir den ganzen Krempel jetzt oben im Gästezimmer stehen. Da sehe ich den Rotz jeden Tag und vergesse nicht, ihn auch los zu werden - so wie es offenbar im Keller passiert ist.
Immerhin konnten wir jetzt einen großen Teil des Vorratsschranks im Gästezimmer in den nun leereren Regalen im Keller unterbringen. Der Schrank in der Wohnung bietet nun Platz für anderes :-)
Mittags gab es Steaks mit Mais und Kartoffeln und nachdem der Keller fertig war verbrachte ich den restlichen Tag hustend und niesend auf der Couch. Dabei hatte ich extra vorab eine Tablette genommen (wegen der Stauballergie). Die letzten dunkelgrauen Staub- und Dreckflocken, lösten sich erst gegen 21 Uhr aus der Nase! In der Lunge scheint er etwas hartnäckiger zu sitzen. Was für ein Käse.
Zum Abendessen gab es belegte Brote und später noch viel zu viel Süßkram. Die Aktion im Keller hat uns gute 4 Stunden gekostet. Dazu kommt noch die Arbeit, die uns hier oben in der Wohnung noch bevor steht, um das Aussortierte los zu werden. Es war wirklich höchste Zeit! Wozu Corona doch gut sein kann ;-)
Sonntag haben wir auch ausgeschlafen und zum Frühstück habe ich uns nochmal diese super leckeren Brötchen gebacken.
Mittags sind wir dann das erste (und einzige) Mal diese Woche spazieren gewesen. Eine schöne große Runde durchs Industriegebiet (fast keine Menschen), dann durch den Mooswald (teilweise kein Abstand möglich!) und über den leeren Supermarktparkplatz wieder nach Hause. Acht Kilometer haben wir in den 90 Minuten geschafft. So lange kam es uns gar nicht vor.
Danach gab es noch echtes italienisches Eis. Leider erst ab 17 EUR geliefert. Immerhin durfte ich es abholen.
Schatz hat sich danach nochmal hingelegt und ich habe mich ums Mittagessen gekümmert. Es gab Pasta-Tortilla von WW.
Zum Abendessen gab es mal wieder belegte Brote. Und der abendliche Süßkram auf der Couch hat mich wie üblich völlig reingerissen.
Montag war Schatz' Husten dann wirklich auf ein Minimum abgeflaut. So dass er entschied, selbst zum Autohaus zu fahren, um die Reifen wechseln zu lassen - damit ich nicht schon um 5 Uhr aufstehen musste. Da er aber immer noch weit entfernt von völlig gesund ist, hat der Doc ihn nochmal eine Woche krank geschrieben. In die Praxis kommen durfte Schatz allerdings immer noch nicht. Weil er hustet! Das finde ich völlig daneben irgendwie. Mittlerweile hat er Schmerzen in der Brust vom vielen Husten. Und eigentlich habe ich keine Lust, dass er am Ende wegen der (vermuteten) Bronchitis noch Antibiotika nehmen muss. Vor allem da er gegen die am meisten verbreiteten Antibiotika allergisch ist und daher was spezielles braucht :-/ Wenn es wirklich eine "normale" Bronchitis ist, sollte die ja - laut gängiger Meinung im Internet - zum Ende dieser Woche deutlich besser sein. Erst wenn sie das nicht ist, darf er nächste Woche mal beim Doc persönlich aufschlagen. Danke, Corona :-(
Immerhin haben wir jetzt Sommerreifen drauf. Die Winterreifen liegen zwar immer noch im Auto, aber da stören sie nicht. Die können wir Ende der Woche noch zurück in den Keller schaffen, wenn es Schatz (hoffentlich) wieder deutlich besser geht. Ich brauche den Kofferraum ja erst am Samstag wieder für den Wocheneinkauf. Vor dem graut mir schon, ist es doch der Samstag vor Ostern.
Wir wir SchwieMu beibringen, dass wir dieses Mal nicht auf einen kurzen Besuch bleiben, weiß ich nicht. Aber ich habe keine Ahnung, wie lange Schatz noch ansteckend ist, falls es ihm bis dahin überhaupt wieder besser geht.
Im Büro war gut zu tun. Chefe hatte mir vor seinem Urlaub noch etwas Arbeit auf den Tisch gepackt. SIE tauchte dann auch auf einmal auf. Mit ihr hatte ich gar nicht gerechnet, hieß es doch, sie sei bis zum 18. April krank geschrieben. Sie ist mir dann auch mittelmäßig auf die Nerven gegangen, bevor sie um 13:30 endlich abhaute. So wie sie indirekt hat verlauten lassen - etwas direkt zu sagen geht einfach nicht - käme sie am Mittwoch aber nicht. Ich hoffte es. Dann bräuchte ich sie bis zum 20. April nicht mehr ertragen ;-)
Chefes Aufgabenstapel hatte ich, trotz langsamen arbeitens, bereits gegen 15 Uhr abgearbeitet. Die letzte Stunde war daher recht öde. Die nächsten 3 Tage versprachen übelst langweilig zu werden.
Nach Hause konnte ich dann - weil Schatz sich fit genug fühlte, das Auto auch wieder abzuholen - auf direktem Wege. Zum Abendessen gab es Brathering (aus dem Glas) mit Kartoffeln und Senfsoße. Um was "Aufwendiges" zu kochen, fehlte mir am Abend einfach der Elan.
Dienstag hatte ich eine recht schlaflose Nacht hinter mir. Schatz' Husten war wieder schlimmer geworden. Er ist leider einer der Menschen, die alles tun was nötig ist, bis es anfängt besser zu werden - und dann abrupt aufhören, statt weiter zu machen :-/ Und weil es ihm ja am Montag besser ging, hat er aufgehört Tee zu trinken, seinen Hustenlöser zu schlucken usw.
Richtig übel war, dass ich selbst am Morgen total heiser war und kaum sprechen konnte. Ich hatte einen (noch) leichten trockenen Husten und etwas Rotz in der Nase. Nee, oder? Genau so hatte es bei Schatz ja auch angefangen. Ich hoffte, er hätte mich jetzt nicht angesteckt. Denn während er sich bei anderen Menschen oft künstlich über das nicht einhalten von Hygieneregeln aufregt, vernachlässigt er sie selbst sehr gekonnt. Langsam ist er regelrecht genervt, wenn ich ihn - mal wieder - darauf hinweise. Aber es nützt ja alles nicht. Watt mutt, datt mutt ;-)
Im Laufe des Vormittags bekam ich meine Stimme zum Glück wieder. Der gelegentliche Hustenreiz blieb aber vorhanden. Zum Glück war ich am Dienstag völlig alleine im Büro und hatte keinen Kontakt zu irgendwelchen Kollegen. Arbeitszettel wurden ja weiterhin mit Abstand und in desinfizierten Klarsichthüllen überreicht. Ich hoffte, das würde reichen, solange ich mir nicht über meinen eigenen Status im Klaren war.
Im Büro hatte ich den Vormittag über gut zu tun - WhatsApp sei dank. Der Nachmittag gestaltete sich allerdings mehr als öde. Glücklicherweise hatte ich ein dickes Buch dabei und die Abenteuer der Interpol-Agentin und des Auftragskillers waren sehr kurzweilig :-)
Nach der Arbeit war ich kurz im Supermarkt. Ich brauchte Nachschub an Bananen. Tatsächlich durfte ich den Markt nur mit einem Einkaufswagen betreten - der schafft nämlich von sich aus schon genügend Abstand (sagte der grinsende Security Typ). Aha. Letzte Woche durfte ich noch so rein. Und es stehen nur noch 25 Einkaufswagen parat. Wenn keiner mehr da gewesen wäre, hätte ich warten müssen, bis jemand raus kommt. Aber zum Glück war total wenig los - völlig ungewohnt, den Markt um diese Uhrzeit fast für mich alleine zu haben. Draußen steht inzwischen für die Kunden ein Spender mit Desinfektionsmitteln. Und jeder Wagen der wieder raus kommt wird ebenfalls (an den Griffen) desinfiziert, bevor ein neuer Kunde ihn benutzen darf.
Und weil ich von dort auf dem Heimweg quasi an der Apotheke vorbei kam, habe ich dort auch noch einen Abstecher hin gemacht und um Hilfe gebeten, denn irgendwas muss man doch für den Liebsten tun können, damit sein Husten bzw. die ganze Bronchitis besser würde. Klagter er doch zwischendurch auch noch über ein Ziehen in den Ohren, was neu dazu gekommen war :-/ Ob das alles glimpflicher abgelaufen wäre, hätte er ganz normal mal zu Beginn des Ganzen (vor über einer Woche!) zum Arzt gedurft, statt nur übers Telefon seine Symptome zu schildern?
Daheim fand ich den Mann im Bett liegend vor. Davor hat er scheinbar Kamillentee inhaliert - zumindest ließ das Chaos in der Küche die Vermutung zu. Nachdem ich aufgeräumt hatte, konnte ich uns dann Spaghetti mit Hackfleischsoße zubereiten.
Wir haben dann noch etwas fern gesehen und ich bin um kurz nach 21 Uhr schon wieder im Bett verschwunden. Hoffentlich hilft viel Schlafen am Anfang, dass es bei mir nicht schlimmer wird. Wir werden sehen.
Vor lauter Corona, Beschränkungen, Achtgeben im Alltag, Arbeit und krankem Freund habe ich das erste Mal überhaupt, unseren Jahrestag vergessen. Peinlich! Aber er nahm's mit Humor. Hustensaft statt Kuchen wäre ja mal was ausgefallenes :-D
Mittwoch ging es mir tatsächlich ganz gut. Der fiese Hustenreiz war nach wie vor da. Aber nicht die ganze Zeit, nur gelegentlich. Ein Glück. Kein Rasseln in den Bronchien und nach zweimal räuspern war auch meine Stimme wieder da. Ich war tatsächlich total unsicher. Denn auch starker Heuschnupfen äußert sich bei mir so. Ich nehme zwar regelmßig Tabletten gegen die Allergie, aber trotzdem habe ich oft dieses "flatternde Gefühl" im Hals, was so einen trockenen Husten verursacht. Die Nase läuft auch weiterhin - trotz Allergietabletten und die Augen brennen. Die Natur ist hier unten ja in den letzten Tagen regelrecht explodiert! Ob ich mal ein anderes Produkt ausprobiere? Augentropfen und Nasenspray statt Tabletten? Ich weiß es nicht. Seid ihr Heuschnupfengeplagt? Was hilft euch da am besten?
Als ich im Büro ankam, stand Chefes Auto auf dem Parkplatz. Ich hab zwar keine Ahnung, wo er die letzten paar Tage gewesen ist, aber am Mittwoch war er zurück. Zum Glück ließ er sich erst spät blicken und SIE tauchte tatsächlich auch nicht auf :-) Chefe machte dann auch nur bis Mittag und verschwand wieder. Eigentlich hat er ja auch noch Urlaub.
Viel zu tun war am Mittwoch nicht mehr. Zum Glück war es der vorletzte Arbeitstag.
Den Heimweg trat ich mit einem kurzen Besuch in der Drogerie an. Schatz wünschte mehr Husten- und Bronchialtee. Endlich daheim gab es Fleischbällchen in Zigeunersoße von WW mit Reis.
Um unseren Jahrestag wenigstens kulinarisch etwas nachzuholen - Reisen und rumknutschen etc. ist ja aktuell tabu - habe ich uns noch Kuchen besorgt ;-)
Und weil ich mir wegen Allergie oder doch Bronchitis absolut nicht sicher war, bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe mich um 21 Uhr ins Bett begeben. Schlafen hat mir schon immer geholfen, meine "Wehwehchen" schnell wieder los zu werden bzw. dafür zu sorgen, dass sie nicht ganz so schlimm werden :-)
Donnerstag. Mein vorerst letzter Arbeitstag. Freitag ist Feiertag und dann Ostern und dann Urlaub. Freitag in einer Woche wollten wir eigentlich nach Ludwigsburg fahren, um mit unseren Freunden Geburtstag zu feiern. Abgesagt. Genau wie unser Mädelswochenende, Anfang Mai. Das Zugticket ist bereits storniert. Da hab ich mich seit Monaten drauf gefreut - scheiß Corona :-(
Im Büro war vormittags wieder gut zu tun. Weil Chefe gegen 10 Uhr wieder aufkreuzte. Hatte der nicht eigentlich Urlaub? Der Nachmittag war dafür mal wieder umso langweiliger.
Total bescheuert war, dass sich ab dem Nachmittag dieser fiese Husten als Dauergast einrichtete. Inzwischen auch mit gelegentlichen Schleimabsonderungen. Na, ganz toll. Schatz hatte mich wohl doch angesteckt. Auf Bronchitis hab ich jetzt eigentlich absolut keine Lust, zumal man ja nicht "mal eben" zum Arzt kann.
Von Frau J gab es noch ein nettes Ostergeschenk, das in der Straßenbahn bei dem ein oder anderen ein Lächeln verursachte :-D
Nach der Arbeit ging es direkt nach Hause. Auf der Heimfahrt passierte dann etwas, was ich so auch noch nie gesehen habe. Ein älterer Herr stieg ein (ich kenne ihn vom sehen). In der Hand einen 3 Liter "Kanister" Cola. Und setzte sich, wir fuhren ein paar Stationen und dann BUMM! Ist einfach der Boden dieser riesigen PET Flasche geplatzt und die 3 Liter Cola flossen einmal quer durch die Bahn. Ich hab schon davon gehört, das Glasflaschen platzen können (ein Klassenkamerad verlor dadurch in der Grundschule sogar ein Auge!), aber das PET Flaschen auch einfach so platzen können, war mir nicht bewusst.
Zuhause wartete Schatz schon mit dem Auto. Wir mussten ja noch die Winterreifen vom Kofferraum in den Keller bugsieren. Weil es ihm ja noch immer nicht so gut ging, habe ich den Großteil der Schlepperei erledigt. Und danach war ich dann total erledigt :-/
Im Briefkasten war dann auch noch Post. Die liebe Heidi hat uns Facies genäht (natürlich nicht umsonst!) - was anderes soll man ja nicht sagen, um die profitgierigen Abmahnungs-Anwälte nicht auf den Plan zu rufen ;-)
Sowohl meine als auch die für Schatz sitzen perfekt. Das kurze Test-Tragen daheim führte bereits zu Schweißausbrüchen. Wenn man Hitze nicht gut verträgt (so wie ich) und dann bei knapp über 20 Grad das halbe Gesicht mit Stoff einhüllen soll, ist das echt unangenehm! Der Wocheneinkauf Samstag wird sicherlich interessant werden :-D
Die Facies kamen für mich gerade zur rechten Zeit. Denn jetzt, wo ich selbst ja auch öfters husten muss, werde ich die definitiv beim einkaufen benutzen. Und vor allem auch, wenn ich SchwieMu die Einkäufe bringen muss! Sicherlich werde ich mir damit die erste Zeit bescheuert vorkommen. Aber in diesen seltsamen Zeiten will ich meine Bazillen nicht unnötig weiter verteilen. Auf die Ansteckung von Schatz hätte ich nämlich auch gerne verzichtet :-/ Und ja, ich bin mir völlig bewusst, dass das alles nur ein Provisorium ist und kein Freifahrtschein. Abstandsregeln und Handhygiene werden unverändert fortgesetzt!
Zum Abendessen gab es nur fertige Nudeln mit Kräuter-Käsesoße. Optisch kein Knaller, geschmacklich immerhin essbar. Um 21 Uhr lag ich wieder im Bett.
Freitag - Karfreitag! Irgendwie ist mir gerade gar nicht richtig nach Ostern. Der Familien-Kaffeeklatsch wird ausfallen. Schatz ist eh noch nicht richtig fit. Und bei mir schwankt es - abhängig von der Tageszeit - und der Körperlage. Daher werden wir auch einen kurzen Besuch bei SchwieMu - den sie sich eigentlich sehnlichst wünscht - absagen.
Freitag haben wir lange geschlafen. Das, in Kombination mit dem frühen ins Bett gehen am Vorabend, war eine echte Wohltat. Was soll man auch sonst an einem Feiertag machen, wenn Kontaktverbot herrscht und man mal nicht in der Bude rumkrosen will und dabei womöglich noch die Nachbarn mit etwaigen lauten Geräuschen behelligen möchte? Mir tun die Nachbarn ja eh schon leid, weil sie seit 2 Wochen Schatz' lautes Gehuste ertragen müssen und meins inzwischen gelegentlich auch mit einfällt. Mein Krankheitsverlauf ist bisher extrem mild - was ich darauf zurück führe, dass ich die letzen drei Tage wirklich sehr früh schlafen gegangen bin und wirklich nur das nötigste gemacht habe.
Nach dem Frühstück habe ich erstmal den Abwasch gemacht und dann angefangen, das aus dem Keller ausgemistete Zeug zu sichten und habe die ersten Teile bereits bei eBay Kleinanzeigen eingepflegt. Ich hoffe, die "Spinner" halten sich zurück. Solche Menschen sind nicht gut für mein Nervenkostüm ;-)
Die Waage war total nett zu mir und bescheinigte mir eine Abnahme von 500 g! Somit stehe ich nun bei 111 kg. Wie ich das geschafft habe, ist mir allerdings ein Rätsel, denn ich habe die ganze Woche weder Kalorien noch Punkte gezählt.
Mit Kamille inhaliert habe ich auch noch. Schaden tut es nicht und alles was hilft, dass ich es nicht so schlimm bekomme wie Schatz ist herzlich willkommen :-)
Mittags gab es die Erbsen-Garnelen-Nudeln von WW. Immerhin etwas österliche Tradition - Fisch(artiges) an Karfreitag ;-)
Ansonsten war unser Karfreitag total öde und ruhig. Naja, bis auf das Husten ;-) Im Internet habe ich noch einen Hinweis von einer Tourismus-Organisation entdeckt. Ob die Schließungen auch BW betreffen (bisher habe ich nur von der Schließung von Touri HotSpots in NRW und Hessen gehört), weiß ich nicht. Aber wir halten uns an diese Sachen ja eh schon von Anfang an :-)
Und nun bleibt mir nichts mehr zu tun, als euch allen fröhliche und vor allem gesunde Ostertage zu wünschen, auch wenn sie dieses Jahr so ganz anders werden, als sonst.
Die KW 15 in kurz:
nichts aufgeschrieben
Abnahme: -500 g
Samstag, 11. April 2020
Montag, 6. April 2020
Kleiner Sonntagsspaziergang gegen den Lagerkoller
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8 km in 90 Minuten...das ist die Bilanz unseres Sonntagsspaziergangs. Wir waren die ganze Woche brav daheim geblieben - auch weil Schatz ja krank war und immer noch ist. Am Sonntag zog es uns dann raus in die Sonne und in die Wärme. Ein kleiner Spaziergang sollte es werden - gegen den Lagerkoller - auf dem wir möglichst wenigen Leuten begegnen würden. Immerhin war Schatz ja ab und an noch stark am husten.
So sind wir durch das Industriegebiet Richtung Westen spaziert. Dort sind uns außer zwei Radfahrern tatsächlich keine Menschen begegnet. Und ein bisschen schöne Natur gab es dort dennoch zu finden.
Oder lustige "Vogel-Wesen" am Wegesrand ;-) Am grünen "Eidechsen-Zaun" fanden wir dann auch schon ein paar Mauereidechsen. Fast wären wir zu früh gewesen, denn die Spalten, in denen sie sich immer verstecken, lagen zum Teil noch im Schatten.
Am Ende des Industriegebiets überquerten wir dann die vierspurige Schnellstraße, um in den Mooswald zu gelangen.
Im Mooswald wurde das Rauschen des wirklich wenigen Verkehrs schnell von den ergrünenden Bäumen geschluckt. Man kam sich vor, als wäre man weit weg im Wald. Allerdings war es im Mooswald zum Teil richtig voll.
Ein "menschenleeres" Bild zu bekommen war gar nicht so leicht. Jogger, Hunde-Menschen, Radfahrer und andere Spaziergänger tummelten sich auf den Wegen. Wir sind, wenn wir "Gegenverkehr" sahen, brav hintereinander gegangen. Hätten das die Entgegenkommenden auch getan, wäre der nötige Abstand zueinander gar kein Problem gewesen.
Nur leider haben das die wenigsten auch so gehandhabt wie wir. Wären wir jetzt auch noch stur nebeneinander her gelaufen, hätten sich die zwei Personen in der Mitte quasi an den Schultern berührt. Soviel zum Einhalten des zur Zeit nötigen Abstandes. Manche Menschen sind einfach nur...ja was? Unachtsam? Dumm? Gleichgültig? Egoistisch?
Wäre es so schlimm, für ein paar Schritte hinter- statt nebeneinander zu laufen... oder Rad zu fahren? Denn was das anging, gab es keine Unterschiede zwischen Radfahrern und Spaziergängern. Hier laufen oder fahren wir jetzt und nach uns die Sintflut.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben froh war, wieder aus dem Wald raus zu sein. Denn sobald wir wieder auf urbanem Gebiet waren, hatten wir die Wege wieder fast für uns alleine.
Der Stadtwald hat inzwischen unzählige kahle Flächen, wo der Sturm Bäume umgeworfen hat. Aber auch ein Pilz, der wohl hauptsächlich die viel dort vorkommenden Platanen befällt, hat für diesen Kahlschlag gesorgt.
Mit Freude haben wir am Sonntag gesehen, dass dort inzwischen viele junge Bäume neu gesetzt worden sind. Was für Arten konnten wir an den noch kahlen Stämmchen zwar nicht erkennen, aber in ein paar Jahren, wird es dort hoffentlich wieder einen dichten, grünen Wald geben.
Am Ende des Stadtwaldes haben wir einen alten Grenzstein am Ufer eines Baches gesehen. Wenn in ein paar Wochen der Bewuchs am Ufer wieder üppig und die Büsche rundherum grün sind, wird dieser Grenzstein wieder bis zum Herbst "unsichtbar" und von der Natur verschluckt.
Weil wir uns dachten, dass im nächsten Industriegebiet auch so wenig los sein würde wie im ersten, haben wir dieses als Heimweg dem Wohngebiet nebenan vorgezogen. Und wir sollten Recht behalten. Wir hatten die Wege wieder zum größten Teil für uns alleine.
Über den fast leeren Parkplatz eines Supermarktes ging es weiter Richtung Heimat. Eine junge Rollerfahrerin zog auf dem Parkplatz ihre Runden. Wir vermuten, sie stand kurz vor dem Rollerführerschein, als die Fahrschulen dicht machen mussten und übte nun das Fahren. Denn ihr Vater stand weiter hinten, ebenfalls mit Helm "bewaffnet" und gab ab und zu mal Anweisungen.
Hinter dem Supermarktparkplatz dann eine kleine Grünanlage. Der Spielplatz dort ist gesperrt. Ein einsamer Jugendlicher saß trotzdem dort auf einer Bank und hörte Musik. Wir hofften, er würde alleine bleiben und nicht auf seine Freunde warten. Das sich Jugendliche in den Abendstunden auf den gesperrten Spielplätzen treffen, hört man leider immer wieder.
Und dann waren wir schon fast wieder Zuhause. Als wir um die Ecke eines Hauses bogen, kamen wir an unserer Lieblings-Eisdiele vorbei. Dort stehen für gewöhnlich Tische draußen und es ist ein wimmeliges Kommen und Gehen vor der Theke. Am Sonntag waren keine Stühle zu sehen. Die Glasfront des Lädchens mit Leinen verhangen. Wegen Corona geschlossen.
Neu war allerdings das Schild, das mit Lieferservice warb. Angegeben waren gleich zwei Telefonnummern, unter denen man sein Lieblingseis ordern und nach Hause liefern lassen konnte. Eine findige Geschäftsidee in schweren Zeiten :-) Und nach dem herrlichen Spaziergang bei rund 20 Grad wäre ein leckeres Eis ja jetzt genau das Richtige.
Als wir wieder daheim waren, habe ich gleich dort angerufen und uns zwei Krokantbecher bestellt :-D
Geliefert haben sie aber leider nicht - Mindestbestellwert waren 17 EUR. Wäre gut gewesen, wenn es direkt auf dem Schild gestanden hätte. Wir sind nur zu zweit und das Eis bei denen nicht überteuert. Eiscreme im Wert von 17 EUR hätten wir im Leben nicht an einem Nachmittag essen können. Und ob man so ein Eis in einem Null-Acht-Fuffzehn Eisfach daheim aufbewahren kann? Ich weiß nicht.
Am Ende sind wir dennoch zu unserem Eis gekommen. Übergabe mit laaaangen Armen auf dem Parkplatz hinter der Eisdiele. Barzahlung. Passend. Da bekommt der Terminus "Eis Dealer" eine völlig neue Bedeutung :-D Es hat himmlisch geschmeckt. Ob ich das aber nochmal machen werde, weiß ich nicht. So ganz "legal" kam mir Eis-Abholung nämlich nicht vor. Wenn es erlaubt wäre, könnte die Eisdiele ja auch einfach so geöffnet haben (nur halt ohne ihre Tische). Und ich will weder die Inhaber noch uns in Schwierigkeiten bringen. Dann lieber noch etwas weiter auf das gute Eis verzichten und später wieder genüsslich schlemmen, wenn die ganze Corona-Sache ausgestanden ist :-) Ich will mich jetzt auf die Suche nach Restaurants im Stadtteil machen, die Essen liefern oder wo man es abholen kann. Dann können wir vielleicht dort auch noch eine kleine Unterstützungsarbeit leisten :-)
8 km in 90 Minuten...das ist die Bilanz unseres Sonntagsspaziergangs. Wir waren die ganze Woche brav daheim geblieben - auch weil Schatz ja krank war und immer noch ist. Am Sonntag zog es uns dann raus in die Sonne und in die Wärme. Ein kleiner Spaziergang sollte es werden - gegen den Lagerkoller - auf dem wir möglichst wenigen Leuten begegnen würden. Immerhin war Schatz ja ab und an noch stark am husten.
So sind wir durch das Industriegebiet Richtung Westen spaziert. Dort sind uns außer zwei Radfahrern tatsächlich keine Menschen begegnet. Und ein bisschen schöne Natur gab es dort dennoch zu finden.
Oder lustige "Vogel-Wesen" am Wegesrand ;-) Am grünen "Eidechsen-Zaun" fanden wir dann auch schon ein paar Mauereidechsen. Fast wären wir zu früh gewesen, denn die Spalten, in denen sie sich immer verstecken, lagen zum Teil noch im Schatten.
Am Ende des Industriegebiets überquerten wir dann die vierspurige Schnellstraße, um in den Mooswald zu gelangen.
Im Mooswald wurde das Rauschen des wirklich wenigen Verkehrs schnell von den ergrünenden Bäumen geschluckt. Man kam sich vor, als wäre man weit weg im Wald. Allerdings war es im Mooswald zum Teil richtig voll.
| Kurz nachdem ich abgedrückt hatte, kam von hinten eine Familie auf Rädern |
Nur leider haben das die wenigsten auch so gehandhabt wie wir. Wären wir jetzt auch noch stur nebeneinander her gelaufen, hätten sich die zwei Personen in der Mitte quasi an den Schultern berührt. Soviel zum Einhalten des zur Zeit nötigen Abstandes. Manche Menschen sind einfach nur...ja was? Unachtsam? Dumm? Gleichgültig? Egoistisch?
Wäre es so schlimm, für ein paar Schritte hinter- statt nebeneinander zu laufen... oder Rad zu fahren? Denn was das anging, gab es keine Unterschiede zwischen Radfahrern und Spaziergängern. Hier laufen oder fahren wir jetzt und nach uns die Sintflut.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben froh war, wieder aus dem Wald raus zu sein. Denn sobald wir wieder auf urbanem Gebiet waren, hatten wir die Wege wieder fast für uns alleine.
Der Stadtwald hat inzwischen unzählige kahle Flächen, wo der Sturm Bäume umgeworfen hat. Aber auch ein Pilz, der wohl hauptsächlich die viel dort vorkommenden Platanen befällt, hat für diesen Kahlschlag gesorgt.
Mit Freude haben wir am Sonntag gesehen, dass dort inzwischen viele junge Bäume neu gesetzt worden sind. Was für Arten konnten wir an den noch kahlen Stämmchen zwar nicht erkennen, aber in ein paar Jahren, wird es dort hoffentlich wieder einen dichten, grünen Wald geben.
Am Ende des Stadtwaldes haben wir einen alten Grenzstein am Ufer eines Baches gesehen. Wenn in ein paar Wochen der Bewuchs am Ufer wieder üppig und die Büsche rundherum grün sind, wird dieser Grenzstein wieder bis zum Herbst "unsichtbar" und von der Natur verschluckt.
Weil wir uns dachten, dass im nächsten Industriegebiet auch so wenig los sein würde wie im ersten, haben wir dieses als Heimweg dem Wohngebiet nebenan vorgezogen. Und wir sollten Recht behalten. Wir hatten die Wege wieder zum größten Teil für uns alleine.
Über den fast leeren Parkplatz eines Supermarktes ging es weiter Richtung Heimat. Eine junge Rollerfahrerin zog auf dem Parkplatz ihre Runden. Wir vermuten, sie stand kurz vor dem Rollerführerschein, als die Fahrschulen dicht machen mussten und übte nun das Fahren. Denn ihr Vater stand weiter hinten, ebenfalls mit Helm "bewaffnet" und gab ab und zu mal Anweisungen.
Hinter dem Supermarktparkplatz dann eine kleine Grünanlage. Der Spielplatz dort ist gesperrt. Ein einsamer Jugendlicher saß trotzdem dort auf einer Bank und hörte Musik. Wir hofften, er würde alleine bleiben und nicht auf seine Freunde warten. Das sich Jugendliche in den Abendstunden auf den gesperrten Spielplätzen treffen, hört man leider immer wieder.
Und dann waren wir schon fast wieder Zuhause. Als wir um die Ecke eines Hauses bogen, kamen wir an unserer Lieblings-Eisdiele vorbei. Dort stehen für gewöhnlich Tische draußen und es ist ein wimmeliges Kommen und Gehen vor der Theke. Am Sonntag waren keine Stühle zu sehen. Die Glasfront des Lädchens mit Leinen verhangen. Wegen Corona geschlossen.
Neu war allerdings das Schild, das mit Lieferservice warb. Angegeben waren gleich zwei Telefonnummern, unter denen man sein Lieblingseis ordern und nach Hause liefern lassen konnte. Eine findige Geschäftsidee in schweren Zeiten :-) Und nach dem herrlichen Spaziergang bei rund 20 Grad wäre ein leckeres Eis ja jetzt genau das Richtige.
Als wir wieder daheim waren, habe ich gleich dort angerufen und uns zwei Krokantbecher bestellt :-D
Geliefert haben sie aber leider nicht - Mindestbestellwert waren 17 EUR. Wäre gut gewesen, wenn es direkt auf dem Schild gestanden hätte. Wir sind nur zu zweit und das Eis bei denen nicht überteuert. Eiscreme im Wert von 17 EUR hätten wir im Leben nicht an einem Nachmittag essen können. Und ob man so ein Eis in einem Null-Acht-Fuffzehn Eisfach daheim aufbewahren kann? Ich weiß nicht.
Am Ende sind wir dennoch zu unserem Eis gekommen. Übergabe mit laaaangen Armen auf dem Parkplatz hinter der Eisdiele. Barzahlung. Passend. Da bekommt der Terminus "Eis Dealer" eine völlig neue Bedeutung :-D Es hat himmlisch geschmeckt. Ob ich das aber nochmal machen werde, weiß ich nicht. So ganz "legal" kam mir Eis-Abholung nämlich nicht vor. Wenn es erlaubt wäre, könnte die Eisdiele ja auch einfach so geöffnet haben (nur halt ohne ihre Tische). Und ich will weder die Inhaber noch uns in Schwierigkeiten bringen. Dann lieber noch etwas weiter auf das gute Eis verzichten und später wieder genüsslich schlemmen, wenn die ganze Corona-Sache ausgestanden ist :-) Ich will mich jetzt auf die Suche nach Restaurants im Stadtteil machen, die Essen liefern oder wo man es abholen kann. Dann können wir vielleicht dort auch noch eine kleine Unterstützungsarbeit leisten :-)
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