Samstag hat mich der Wecker um 6:30 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Ich hätte dringend noch Schlaf gebraucht. Aber der Tag war ziemlich vollgepackt. Also, aufstehen, fertig machen und ab zum Einkaufen.
Knapp 2 Stunden später war ich zurück und die Einkäufe verräumt. Nun gab es endlich Frühstück. Danach hab ich noch etwas Zuhause gewerkelt. Ich hab die alte Mikrowelle weggeräumt - die würde Schatz die Tage noch zum Recyclinghof bringen - und dann die Stelle gründlich sauber gemacht. So brauchten wie die neue nur noch wieder hinstellen :-)
Gegen Mittag fuhren wir dann ans andere Ende der Stadt zum Elektronikfachmarkt. Dort gab es jede Menge Mikrowellen - aber nur zwei Exemplare, die auf den vorgesehenen Platz passen würden. Alle anderen waren zu hoch, zu breit oder zu tief - oder alles zusammen! Da wir uns nicht "verschlechtern" wollten, wählten wir das Modell, das das gleiche konnte wie das alte. Ich wusste zwar direkt, dass ich spätestens in einer Woche die Krätze bekommen würde, da die verspiegelte Tür dann total siffig und voller Fingerabdrücke sein würde, aber mangels Alternative müsste ich das wohl aushalten lernen. Oder den Mann anweisen, nur noch mit Handschuhen die Küche zu betreten :-D So eine verspiegelte Oberfläche mag zwar todschick aussehen, ist im Küchenalltag aber eher suboptimal. Finde ich zumindest ;-)
105 EUR ärmer, aber mit einer neuen Mikrowelle im Kofferraum, ging es den halben Weg wieder zurück und ab zu SchwieMu. Eine Stunde früher als üblich, da es im Elektronikmarkt doch schneller ging als erwartet - es war wenig los und wir mussten nicht lange anstehen.
SchwieMu versucht seit 1,5 Monaten einen Platz für eine Reha (früher hieß es Kur) zu bekommen. Aber jede Klinik, die den Antrag von der Krankenkasse erhält und die letzten Arztberichte ließt, weigert sich, SchwieMu aufzunehmen (viel zu pflegebedürftig - die Arbeit und die Verantwortung will sich wohl keiner "aufhalsen"). Offiziell heißt es, das Personal hat nicht die Zeit, sich um so eine schwerst pflegebedürftige Person zusätzlich zum normalen Arbeitspensum zu kümmern.
Bei der letzten Absage, hat SchwieMu sich ein Herz gefasst, und selbst nochmal in der Klinik angerufen. Das ist eigentlich völlig untypisch für sie, denn für gewöhnlich leidet sie einfach still und leise vor sich hin, statt einmal um Hilfe zu bitten. Und wenn, dann eher so von hinten herum und durch die Blume. Einfach sagen, was sie möchte und was sie braucht, das tut sie so gut wie nie.
Nun hat sie der zuständigen Dame von der Klinik erzählt, was sie alles noch selbst kann. Das, wenn alles barrierefrei ist, sie alleine auf's Klo kann, sich alleine waschen und anziehen kann, sich selbstständig - mit genügend Zeit - von einer Anwendung zur nächsten bewegen kann usw. Lediglich beim Duschen braucht sie Hilfe. Kurze Zeit später bekam sie die Rückmeldung, dass man das Thema mit der Pflegedienstleitung der Klinik besprochen hätte und gab ihr - zumindest schonmal mündlich - die Zusage, dass man sie unter diesen Umständen doch aufnehmen könne. Jetzt wartet SchwieMu auf einen offiziellen Schrieb. Als Beginn wäre dann Anfang November angepeilt. Wir sind gespannt.
Gegen 16 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Dort hatten wir Glück, denn der Nachbar war gerade nicht da. So konnten wir für ein paar Minuten seinen Parkplatz direkt vor der Haustür okkupieren und mussten die Winterräder vom Keller nur einmal kurz über den kleinen Weg zum Kofferraum schleppen. Nach 15 Minuten war alles fertig und wir konnten das Auto wieder auf unserem Stellplatz parken :-)
Zum Abendessen gab es Hähnchen-Gyros mit Krautsalat und Zaziki. Denn auf "echtes kochen" hatte ich sowas von keine Lust mehr.
Gegen 21 Uhr war ich so müde, dass ich auf der Couch fast eingepennt wäre, weshalb ich mich 45 Minuten später ins Bett verabschiedet habe.
Sonntag haben wir ausgeschlafen. Bis das Wasser der Dusche endlich warm wurde, dauerte es mal wieder ewig. Schön blöd, wenn der Warmwasserzähler schon lustig läuft und dennoch nur "kalt" aus der Leitung kommt :-(
Nach dem Frühstück hab ich abgewaschen. Zwischenzeitlich war die am Morgen angestellte Waschmaschine auch schon fertig, so dass ich direkt auch noch die Wäsche aufhängen konnte. Danach hab ich mich eine Weile im Bloggerland herumgetrieben.
Am Nachmittag gab es ein kleines Stück Käsekuchen mit Kirschen. Ich hab einen Mini-Käsekuchen ergattert, als ich am Samstag einkaufen war. Im Ganzen hat er schnuckelige 260 Gramm :-) Perfekt für ein Stück Kuchen am Nachmittag. Wir haben ihn uns natürlich geteilt!
Danach wollte ich mir eigentlich die Küchenuhr vornehmen, deren Zeiger sich scheinbar irgendwie gegenseitig blockieren und sie daher schon nach kurzer Zeit die falsche Uhrzeit anzeigt. Aber da Schatz auch schon wieder da war, hab ich das gelassen. Dazu brauche ich Ruhe. Die hab ich nicht, wenn der Mann die ganze Zeit um mich herum turnt. Meist gibt er (gut gemeinte aber) blöde Kommentare ab. Früher mag das ja hilfreich gewesen sein, aber da er inzwischen ohne Lesebrille blind wie ein Maulwurf ist, kann er sich jegliche Kommentare zu so einem Fuckelkram eigentlich sparen ;-)
Mich mit der Funktion der neuen Mikrowelle zu beschäftigen, dazu fehlte mir dann auch die Lust. Da der Liebste ja - gemeinerweise - die Woche Urlaub hat, wird er sie ja auch am Abend noch nicht brauchen. Von daher würde es reichen, wenn wir uns zum Ende der Woche mit dem Thema auseinander setzen würden. Bis dahin wäre wohl auch die Verlängerung eingetroffen. Denn das Stromkabel der neuen Mikrowelle ist tatsächlich unverschämt kurz. Ohne Verlängerung ist es viel zu straff gespannt bis zur nächsten Steckdose und einen frühzeitigen Kabelbruch wollen wir gerne vermeiden.
Zum Abendessen gab es Hähnchenschenkel mit Kartoffelecken und Tomatensalat.
Apropros Tomaten: Die schon totgeglaubten Tomaten auf dem Balkon blühen mitte Oktober wie verrückt und haben tatsächlich nochmal Früchte gebildet.
Ob die Sonne allerdings ausreichen wird, um diese nochmal reifen zu lassen, wage ich zu bezweifeln. Aber schick sieht es schon aus :-) Dann hab ich vergessen die Radieschen zu ernten. Die sind mittlerweile fast so groß wie ein Tennisball. Ob die noch schmecken?
Montag stand der Liebste um kurz nach 6 Uhr mit mir auf. Das kommt selten vor. Denn für gewöhnlich macht er ja nur Spätschicht. Außerdem hat er ja die Woche Urlaub. Aber er meinte, er hätte um kurz vor 8 Uhr einen Termin zum Reifenwechseln. Als ich in die Küche latschte, stand da kurz nach 9 Uhr im Kalender. Da hat er sich wohl ziemlich verguckt :-D
Das Wetter war warm - fast 25 Grad - und sonnig. In der Pause konnte ich also wieder an den See :-) Ansonsten lief der Bürotag recht locker. Chefe hatte reichlich Termine und SIE tauchte auch nicht auf.
Auch die Straßenbahn fuhr wieder durch. Die Schäden vom Unfall am Donnerstagabend sind zum größten Teil behoben. Aber scheinbar noch nicht vollständig. Denn es waren am Montagmorgen immer noch Techniker dort zugange.
Kurz vor der Mittagspause rief ich eine Kundin an. Die legte mich prompt "in die Warteschleife", weil sie meinte, sie müsse jetzt erst noch schnell ihren Zwetschgenkuchen aus dem Ofen holen. Wisst ihr, wie gemein das war? Ich hab den Ofen gehört, wie die Tür aufging und wie sie sagte:
"Oh ja! Der sieht richtig gut aus!". Boah, wie fies!!! Jetzt hatte ich voll Bock auf Zwetschgenkuchen und nur mein olles Pausenbrot dabei :-/
Den Heimweg trat ich direkt an. Daheim angekommen hab ich Tee gekocht und Brote geschmiert für den nächsten Arbeitstag. Ich hab den Staubbehälter des Staubsaugers gereinigt und dann angefangen zu kochen. Viel war da ja nicht zu tun ;-)
Das Abendessen bestand aus Paprikagulasch (aus der Dose) und kurzen Bandnudeln. Das Dosengulasch war vom gleichen Hersteller, von dem wir vor einigen Wochen schon das Hirschragout hatten und das hatte uns ja super gut geschmeckt. Daher waren wir auf das Gulasch schon sehr gespannt.
Und ich muss sagen, dass es uns wieder sehr gut geschmeckt hat. Eine gute Alternative, wenn es mal schnell gehen muss und man nicht unbedingt auf den klassischen "Fertigfraß" ausweichen will.
Das das Essen in 15 Minuten fertig war, passte auch sehr gut, denn das Montagstelefonat mit Papa stand auf dem Plan.
Der hatte neulich irgend so eine Werbung für Tabletten im Internet gesehen. Normalerweise interessiert ihn online Werbung nicht, denn für gewöhnlich handelt es sich dabei um (Zitat) "Nepp oder Kokolores oder überteuerten Scheiß den kein Schwein wirklich braucht". Aber diese Anzeige ließ ihn scheinbar nicht los und er fing an zu googeln und fand sogar einen Bericht der Stiftung Warentest, die das Produkt als gut auszeichnete. Was genau das jetzt für Tabletten sind, weiß ich nicht. Irgendwas wegen seines Reizdarms. Er hat für ziemlich viel Kohle jetzt für 14 Tage Tabletten bestellt und meint, nach nur 4 Tagen schon eine Verbesserung zu bemerken. Hoffen wir, dass die von den Tabletten kommt und nicht nur einfach eine seiner "guten Phasen" ist - oder der Placeboeffekt.
Dann fing er wieder damit an, dass Muttern sich über seinen Colakonsum aufgeregt hätte und meinte, er würde viel zu viel davon trinken, dabei wären es ja nur 0,33 Liter am Tag. Aber als Diabetiker mit Reizdarm und nem überstandenen Herzinfarkt ist dieses koffeinhaltige Zuckerzeugs wahrscheinlich auch in dieser dosierung TÄGLICH einfach zu viel.
Als ich dann anmerkte, dass er, während wir im Sommer die 10 Tage oben waren, täglich mindestens einen Liter von dem Zeug gesoffen hätte, meinte er nur, da wäre es ja auch heiß gewesen. Hallo?! Dann kann man trotzdem was anderes trinken! Wasser, kalte Tees, Schorle - wenn's unbedingt etwas süß sein soll. Aber täglich ein Liter Cola kann einfach nicht gesund sein. Wie gesagt: leicht beratungsresistent der Mann. Und wenn er sich nicht bewusst ist, wieviel er tatsächlich von dem Zeugs trinkt, macht mir das ehrlich gesagt auch ziemlich Sorgen. Denn, dass er jetzt, wo es nicht mehr so heiß ist, wirklich nur noch 1 Dose am Tag trinkt....ich hab da so meine Zweifel. Weihnachten werde ich da nochmal ein Auge drauf haben. Da kann er sich zumindest mit Hitze nicht rausreden ;-)
Dienstag hatte ich irgendwie schlecht geschlafen. Zumindest war ich am Morgen noch ziemlich müde. In der Nacht war ich so gegen 3 Uhr nochmal zu Besuch im gekachtelten Raum - ich sollte vor dem Schafengehen echt weniger trinken ;-) - da hörte ich so ein leises Huh...huh...huh... Ich bin mir nicht 100 % sicher, aber ich glaube, ich habe tatsächlich mitten in der Stadt und zum ersten Mal in den 15 Jahren hier unten, einen kleinen Waldkauz gehört :-D
Wir hatten morgens um 7 Uhr schon 20 Grad, der Himmel war wolkenverhangen und es ging ein leichter, aber stetiger Wind. Ich hatte es noch nicht ganz ins Büro geschafft, als mich der Kollege L anrief. Er steckte 2 Orte weiter am Bahnhof fest und wollte wissen, ob Herr G ihn abholen könnte. Scheinbar gab es einen "Personenschaden im Gleisbett" - und wir wissen ja alle, was das bedeutet :-(
Der Ex-Mann meiner Bekannten hat sowas vier- oder fünfmal erleben müssen (als Zugführer) und war danach psychisch so kaputt (trotz der Traumabetreuung, die die Bahn wohl anbietet), dass er am Ende mit Ende 40 arbeitsunfähig war. Und die Ehe ist daran auch zerbrochen. Sowas mitzuerleben muss furchtbar sein. Ich kann mir nicht vorstellen, was passieren muss, damit ein anderer Mensch nicht mehr leben will. Das ist mindestens genauso furchtbar. Aber kann man sein Ableben dann nicht so gestalten, dass man nicht auch noch Unbeteiligte mit ins Unglück reißt?
So, genug davon.
Der Bürotag lief ganz gut. Es ist wirklich ruhig geworden. Und nur noch diese und nächste Woche sind zu überstehen, bevor wir auf 35 Stunden runter gehen. Freitag habe ich einen Tag frei. Wir bekommen Besuch, um Schatz' Geburtstag nachzufeiern. Drei Tage Wochenende!
Pünktlich zur Mittagspause hatten sich die Wolken auch verzogen und ich verbrachte eine herrlich sonnige Stunde im Park am See :-)
Schatz wünschte einen Geburtstagskuchen. Schoko-Nuss. Ausgerechnet! Denn besagter Besuch hat eine starke Nussallergie :-( Da sich der Liebste aber nichts anderes überlegen wollte, und ich keine Lust hatte, nach 8 Stunden Arbeit noch stundenlang Kuchen zu backen oder deshalb an meinem freien Freitag früher aufzustehen, einigten wir uns auf eine nussfreie Backmischung :-D Die sind ruckzuck zusammengeschustert und schmecken meist auch echt gut. Denn als ich meinte, er hätte ja Zeit, er könnte ja auch selbst Kuchen backen, guckte er mich nur an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank :-D
Daher ging es nach der Arbeit in den Supermarkt. Mein Einkaufszettel enthielt nur Produkte mit B :-D Ich kam mir vor wie jemand mit Zangsneurosen :-D Bacon, Bananen, Backmischung, Butter, Brot...
Als ich alles bezahlt und im Rucksack verstaut hatte, fuhr ich direkt heim. Dort sollte es Grünkohl zum Abendessen geben (dafür war der Speck, den hatte ich nämlich am Samstag vergessen). Während der Kohl seine gut 45 Minuten vor sich hin garte, habe ich noch den Abwasch erledigt.
Zum Kohl gab es Schlachtplatte. Diese Kombination hatten wir noch nie und eigentlich entstand sie auch nur aus der Not heraus. So entspannt das frühe Einkaufen auch ist. Hier unten in Freiburg gibt es einige Geschäfte, die sind dann noch nicht mit einräumen fertig und am Samstag war mal wieder so ein Tag, wo ich für den Grünkohl Schweinebauch suchte, aber dieser einfach noch nicht eingeräumt war. Zu warten hatte ich auch keine Lust. Also nahm ich als Alternative halt die Schlachtplatte mit. Kann ja nicht verkehrt sein.
Und es war geschmacklich erste Sahne. Sollte ich sowas nochmal bekommen, mache ich es sicherlich wieder. Danach waren wir allerdings pappsatt.
Schatz war tagsüber beim Recyclinghof gewesen und hat direkt die verstorbene Mikrowelle dort entsorgt. Und noch ein paar andere Kleinteile. Wie schön war es zu sehen, dass die Ecke im "Rumpelzimmer" endlich wieder frei war :-) Das Altglas hat er auch noch zum Container gebracht.
Mit meiner Auswahl des Geburtstagskuchens war der Mann auch völlig zufrieden. Es wird den Klassiker unter den Backmischungen geben. Diesen Kasten-Rührkuchen mit kleinen Schokostückchen drin...den kennt sicher jeder :-D Und der schmeckt auch eigentlich immer. Gebacken wird er Donnerstag nach der Arbeit. Und Freitag nach dem Frühstück kommt eben noch die Glasur drüber. Fertig. Stressfrei. Perfekt.
Mittwoch war Waschküche! So ein dichter Nebel, dass man nicht einmal die Häuser auf der anderen Straßenseite gescheit erkennen konnte. Und der Nebel hielt sich - wie ich es erwartet hatte - den ganzen Tag über.
Chefe wollte am Mittwoch einen Bürotag machen. Durch die eine Woche wo er krank war, türmte sich die Arbeit auf seinem Schreibtisch. Allerdings war er gar nicht da, als ich morgens ankam. Aufgetaucht ist er dann erst so gegen 10 Uhr und im Büro hat er sich - wenn's hoch kommt - etwa 15 Minuten aufgehalten. Sonst war er draußen und hat dem Nachbarn geholfen, Metallschrott vom Lagerplatz zum Container zu bringen. Soviel also zum Bürotag :-D
SIE tauchte dann tatsächlich auch gegen 9 Uhr auf. Naja, immerhin musste ich sie diese Woche nur dieses eine Mal ertragen ;-) Und am Mittwoch nervte sie auch nur ein bisschen.
Denn dieser eine Kunde, bei dem ich es Ende September verkackt hatte, und ihn ohne Geld zu kassieren mit der Ware von dannen ziehen lies, hatte angeblich noch immer nicht bezahlt. Schöner Mist! Ausgerechnet... ich hatte schon ein schlechtes Gewissen und musste mir - zusätzlich zu Chefes strengem Blick (angemotzt hatte er mich ja schon vor 3 Wochen) auch noch ihr Gemoser anhören.
Als sie dann mit dem Buchen der Zahlungseingänge fertig war, ging der Stress gerade weiter. Denn plötzlich war die Rechnung von besagtem Kunden "weg". Sie wollte von mir wissen, wieso das so wäre. Woher zum Geier soll ich das wissen?! Ich kenne mich mit dem Buchhaltungsprogramm doch überhaupt gar nicht aus! Also fragte sie Chefe das gleiche - der sich aber auch nicht auskennt.
Sie meinte dann nur, dass der Kunde ja auch gar nicht zahlen kann, wenn er keine Rechnung bekomme hätte. Chefe meinte dann nur, das müsse sie mit mir klären, denn ich würde Rechnungen schreiben und sie würde Buchhaltung machen. Ich hab - weil ich mich vor 3 Wochen deswegen schon mies gefühlt habe - dem Kunden die Rechnung wie gewünscht am gleichen Tag per Mail geschickt. Und - nur um auf Nummer sicher zu gehen (von wegen "Die Mail kam leider nie an!") - auch noch als Original mit der Post.
Ich war schon wieder nervlich irgendwie durch. Und kurz vor der Mittagspause zitierte sie mich dann gleich nochmal in ihr Büro. Entwarnung. Die Rechnung ist (schon lange) bezahlt. Daher tauchte sie in den offenen Posten natürlich nicht mehr auf. Allerdings hatte SIE das total verpeilt, weil der Kontoinhaber/Zahler einen anderen Namen hatte, als der Rechnungsempfänger. Halleluja! Ich bin aus dem Schneider und es war mir eine Lehre. Ehrlich!
Außer diesem Käse lief der Arbeitstag eher geruhsam. Ich schrieb ein paar Rechnungen, machte ein paar Termine, schrieb ein paar Angebote, erledigte einen Teil der Ablage und sagte dann einem Kunden, dass Chefe auf ihn keinen Bock hätte. Naja, nicht ganz so deutlich. Aber der verlangt immer vorab Angebote, was Chefe meist einen 2-3 Stunden Termin zur Begutachtung abnötigt und am Ende bekommen wir den Auftrag dann doch nicht. Das er auf sowas keine Lust mehr hat, kann ich nachvollziehen.
Als ich abends abschloss, bemerkte ich, dass Chefe mal wieder seinen Wohnungsschlüssel hatte stecken lassen. Wenn ich ging, käme er nicht mehr rein. Also rief ich ihn an. Wir machten einen Ort aus, wo ich den Schlüssel deponieren sollte, er wäre aber auch schon auf dem Rückweg. So ein Chaot!
Nach der Arbeit ging es direkt heim. Ab unter die Dusche und dann in die Küche. Nachdem es am Vortag so viel und so deftiges Essen gegeben hatte, gab es zum Ausgleich am Mittwoch eher was leichtes und vor allem vegetarisches :-) Auberginen Tarte Tatin alla Tim Mälzer. Schon oft gemacht und immer wieder gut.
Während die Tarte im Ofen war, hab ich für Schatz einen kleinen Einkaufszettel geschrieben und Staub gewischt. Danach hatte ich dann auch mal "Feierabend".
Donnerstag begann grau und wurde später aber noch sonnig. Zumindest teilweise. Chefe stand schon früh auf der Matte, weil er mit dem Kollegen zur Baustelle musste.
Der Arbeitstag war echt entspannt. Ich kriegte meinen Schreibtisch gut frei und konnte schon ein paar Sachen für die kommende Woche vorbereiten. Denn immerhin war ja für diese Woche mein letzter Arbeitstag :-)
In der Pause konnte ich noch einmal an den See. Über mir im Baum turnte ein Eichhörnchen herum. Mit der Handykamera konnte ich es aber nicht gescheit ablichten. Dafür ist die Bildqualität dann doch zu mies.
Chefe machte sich eine Stunde vor Feierabend auf zu einem letzten Termin und knallte mir noch massig Arbeit auf den Schreibtisch.
"Und wegen der Rechnung für XY morgen, da haben wir noch diesen einen Schalter verbaut, den müssen Sie mit abrechnen!"...
"Die Rechnung schreib ich aber erst am Montag. Ich bin doch morgen gar nicht da." -
"Ach, war das morgen? Schön, dass wir nochmal drüber gesprochen haben. Mist, ich hab da den Termin zum Reifenwechseln noch eingetragen. Ach, egal...Schönes Wochenende!"
Natürlich hab ich nicht alles fertig bekommen, was er mir noch hingeschmissen hat. Aber einen großen Teil. Dann hab ich zumindest am Montag genug zu tun :-)
Auf dem Heimweg wollte ich mir eigentlich noch die Grippeimpfung abholen. An der Praxistür fand ich aber lediglich einen Zettel, dass Donnerstag und Freitag wegen einer Fortbildung die Praxis geschlossen hätte. Blöhööööd!
Zum Abendessen gab es nur ganz schnell den von der Schlachtplatte übriggebliebenen Schweinebauch. Dazu Gemüse und Püree. Fertig. Nach dem Abendessen ging es zurück in die Küche. Kuchen backen.
Das ging so schnell wie erwartet und den Abwasch vom Backzeugs vertagte ich auf den freien Freitag. Denn der Kuchen wollte ja auch noch mit Schokoglasur überzogen werden. Zweimal abwaschen wollte ich mir da sparen :-)
Freitag hatte ich Urlaub. Ich konnte bis um 8 Uhr schlafen und das war herrlich. Wir haben gefrühstückt, danach fuhr Schatz noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und ich machte derweil den Kuchen hübsch und anschließend die Küche sauber.
Danach noch Wäsche abhängen und verräumen, ein paar Kleinigkeiten aufräumen und mittags ging es nochmal in die Küche zum Kochen. Weil ich nichts aufwendiges machen wollte, gab es nur eine TK Kartoffelpfanne, dazu frischen Salat und ein Ei. Fertig.
Unser Besuch hatte schon angkündigt, dass es Verspätung geben würde. Denn bei S wurde am Vortag kurzfristig ein Meeting anberaumt. Es gab in dem Altenpflegeheim, wo sie arbeitet wohl einen sexuellen Übergriff, der aufgeflogen ist. Anwesenheitspflicht für alle Mitarbeiter. Ob es zwischen Pfleger und Bewohner, zwischen zwei Pflegern oder zwei Bewohnern zu diesem Vorfall kam, ist nicht klar. Aber erschreckend ist das dennoch :-(
Bis sie kam, hab ich die Zeit genutzt und noch zwei Reihen an der Decke gehäkelt. Als S kam, hatten wir einen richtig schönen Nachmittag. Dabei fühlte ich mich irgendwie "beobachtet", denn Schatz hatte einen Puma auf dem Shirt. Da der Liebste mir, wie ein Schluck Wasser in der Kurve, gegenüber saß, schielte mich der Puma an, als sei er auf Drogen :-D
Auf der Waage war ich am Freitag natürlich auch. Leider ein
Plus von 900 g und somit wieder
108,4 kg. Aber die Erdbeerwoche steht in den Startlöchern. In den nächsten 1-2 Tagen geht's los. Also, mache ich mir wegen der Zunahme absolut keine Gedanken. Ich kenne das Phänomen ja bereits zu Genüge ;-)
Draußen war ich am Freitag gar nicht. Aber es hat auch so ziemlich den ganzen Tag über durch geschifft. Samstag soll es ähnlich aussehen. Sonntag soll es trocken werden. Die große 20 km Wanderung fällt also mal wieder ins Wasser, aber wir wollen uns für Sonntag eine kleine Alternative suchen. Und nach dem ganzen Regen und den milden Temperaturen hoffe ich auf weitere interessante Pilz-Funde :-D