Samstag, 28. Oktober 2023

Wunschgewicht: KW 43 - 2023

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Samstag haben wir länger geschlafen. Gegen 9 Uhr wurde eine Kochbox geliefert und nach dem Frühstück haben wir die Reifen ins Auto geladen. Denn am Dienstag hätten wir einen Termin zum Reifenwechsel.
 
Den Balkon habe ich noch Winterfest gemacht und eine herbstliche Marmelade gekocht. Am Nachmittag waren wir für eine gratis Weißwurst im Möbelhaus...nur um danach im Anreise-Stau vom Stadion zu stehen. Blöd gelaufen!
Weil wir spät gefrühstückt hatten, fiel das Mittagessen aus. Statt Kuchen gab es am Nachmittag etwas Obst und zum Abendessen gab es das erste Gericht aus der Kochbox: Seehecht mit Knusper-Haube und Kichererbsen-Zucchini-Gemüse. Sehr lecker! 
Den Abend ließen wir auf der Couch ausklingen. Wir sind in Paris so viel gelaufen, dass uns am Samstag eher nach relaxen war :-D
Sonntag war noch fauler als der Samstag. Wir haben bis etwa 10 Uhr im Bett rumgedümpelt und als wir senkrecht waren, gab es ein kleines Frühstück. Nachmittags nur Obst und abends ein leckeres Kürbis-Risotto mit Salbei und Pinienkernen. Super war's.
Außer etwas Wäsche zu verräumen und abzuwaschen, habe ich den Tag mit der Sichtung und Sortierung der Paris-Fotos verbracht. Bei über 500 Bildern in 3 Tagen eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Aber ich war am Ende des Tages Bereit, euch demnächst ein paar Urlaubserinnerungen zu zeigen. 
Abends noch etwas ferngesehen und dann ab ins Bett. Am Montag war ja wieder Alltag angesagt :-/

Montag lärmte mich der Wecker um kurz nach 6 Uhr aus dem Schlaf. Unschön! Es war dunkel und kalt und das Aufstehen fiel schwer.

Wie erwartet wurde ich vom Chaos auf meinem Schreibtisch begrüßt. Chefe hatte in meiner Abwesenheit lustig Termine parallel ausgemacht und der Herr Monteur wusste auch nicht so recht, was er davon jetzt zuerst machen sollte. Zumal für den einen Termin gar keine Ersatzteile da waren. Die hätten erst bestellt werden müssen.

Herr G kam nicht. Er hatte in der Woche, wo ich im Urlaub war, einen Fahrrad-Unfall und wie sich im Laufe des Tages herausstellte, wäre er noch die komplette Woche krankgeschrieben. Ich hoffte, es ginge ihm bald besser....und sagte fleißig Termine ab. Bei dem einen Kunden war es mir echt peinlich. Denn den hatte ich nun schon das 4. oder 5. Mal abgesagt und verschoben. Aber ich kann's nunmal nicht ändern. Herr W hätte die Aufträge ja auch alleine hinbekommen. Nur hatte der blöderweise diese Woche zwei Tage frei, weil er das Kind hüten musste. Hieß, wir wären zwei von fünf Tagen komplett ohne Monteure. Kurz dachte ich an die Zeit mit Herrn L zurück...aber der hätte in diesem Fall auch nichts gebracht. Der Idiot konnte ja nicht Auto fahren! Also würde ich mit Chefe allein die Stellung halten und das Beste aus der Miesere machen. Bliebe ja eh nichts anderes übrig. 

Aber der erste Arbeitstag hatte es echt in sich. Natürlich wurde die ganze Woche keine einzige Rechnung geschrieben. Und auch sonst war viel liegen geblieben. Immerhin ging der Tag schnell rum ;-)

Schatz holte mich nach der Arbeit sogar mit dem Auto ab, obwohl ich gesagt hatte, dass er das nicht bräuchte.
Daheim gab es schnelle Tacos. Fertig in 20 Minuten. Und dann stand das Telefonat mit Papa auf der Agenda.

Der erzählte mir, dass er sich jetzt so Therabänder bestellt hat, um IM SESSEL SITZEND was für die Beinmuskulatur zu tun. Ich war kurz sprachlos. Hintergrund war, dass er in der vergangenen Woche bei meinen Großeltern auf der Treppe vorm Haus hingefallen war (wie, kann er sich nicht wirklich erklären). Problem: Er hatte keine Kraft in den Beinen und kam alleine fast nicht mehr wieder hoch! Meine Oma (156 cm und 60 kg) wollte ihm (183 cm und über 100 kg) helfen. Das hätte ich zu gerne gesehen :-D Gegen die Kraftlosigkeit in den Beinen will er jetzt was tun. Aber die Art und Weise, wie er das vor hat, lässt mich nur den Kopf schütteln.

Mein werter Herr Vater sitzt den ganzen Tag nur auf dem Allerwertesten. Die einzige Bewegung die er hat, sind die Wanderungen vom Sessel zum Kühlschrank, zum Klo und zurück. Gelegentlich mal was einkaufen - wobei er da auch mit dem Auto zum Laden fährt, statt die 10 Minuten hin zu laufen. Oder Spaziergänge mit dem Hund - wo auch erst irgendwo hin gefahren wird, dann wird der Hund losgelassen und meine Eltern zockeln langsam hinterher, wenn nicht irgendwo ne Bank zum sitzen ist. Maximal 20-30 Minuten.

Der Mann hat also nur ein absolutes Minium an täglicher Bewegung, meint allerdings, er sei mehr als gut ausgelastet und wundert sich, wieso er keine Kraft mehr in den Beinen hat. Und nun will er SITZEND was dagegen tun. Finde den Fehler.
 
Persönlich glaube ich, dass sich mit besserer Ernährung (der Mann isst nur wenig Gemüse und gar kein Obst!) und deutlich mehr Bewegung (ein täglicher Spaziergang würde da sicher schon reichen), sowohl seine Beine als auch seine Darm-Sache deutlich verbessern würden. Denn seine Verdauung kann ja ohne Bewegung auch nicht richtig in Wallung kommen - und explodiert dann förmlich, sobald der Körper mal aus der Ruhephase geholt wird.

Wegen seiner Darmgeschichte hat er meiner Schwägerin wohl erzählt, der Ärzt hätte gesagt, damit müsse er leben. Und ich stehe da und frage mich: Welcher Arzt? Soweit ich weiß, hat er dazu nur Doktor Google befragt und meine Ratschläge mal mit dem Hausarzt zu sprechen und sich an einen Darmspezialisten überweisen zu lassen, liefen bisher immer ins Leere. Papas Beratungsresistenz wird immer schlimmer. Früher war er nicht so.

Und angeblich bekommt er jetzt Spritzen zur Gewichtsreduktion. Ich weiß, dass er irgendeinen zusätzlichen Stoff mit seinem Insulin bekommt, der auch dabei helfen soll/kann, das Gewicht zu reduzieren. Aber er "verkauft" das als eine Art Wunderkur. 

Dummerweise ist er stur, von seiner festgefahrenen Meinung sehr überzeugt und hört sich Ratschläge nur an, um sie dann zu ignorieren. Er ist geistig top fit, weshalb wir ihn auch nicht zu seinem Glück bzw. besserer Gesundheit zwingen können. Gespräche verlaufen im Sande. Langsam bin ich echt ratlos. Andererseits ist er alt genug, um selbst zu wissen was er tut - solange er nicht dement ist. Und das ist er (noch) nicht. Wer weiß was noch kommt, wenn er so weiter macht?

Dienstag war total verregnet. Und auf Arbeit waren wir ohne Monteure. War echt komisch. Der Tag lief dennoch echt produktiv. Chefe hatte etwas Arbeit reingebracht und für Frau J gab's auch genug zu tun. So kam keine Langeweile auf.

Nach der Arbeit fuhr ich direkt durch in die Wiehre. Dort war ich bei unserer Seifenfrau shoppen und im Anschluss noch Schatz' neue Medikamente in der Apotheke abholen.
Zum Abendessen gab es Mini-Fladenbrot mit Pulled Pork, Guacamole und Süßkartoffel. So lecker!

Mittwoch war es trübe und nebelig. Der Nebel verzog sich gegen Mittag, als es anfing zu regnen.
 
Im Büro war es ruhig. Der letzte Tag ohne Monteure. Am Donnerstag wäre zumindest Herr W wieder da. SIE war da, nervte aber kaum, da sie mit der Lohnabrechnung zu tun hatte.

Nach der Arbeit ging's direkt Heim und zum Abendessen gab es Hähnchen-Paprika-Gulasch mit buntem Reis. 
Kurz vorm Schlafen gehen, ich wollte nur noch schnell auf's Örtchen und dann ins Bett, überfiel mich Tante Rosa mit ihrem Besuch. Zwei Tage früher als berechnet und ohne Vorwarnung. Naja, lieber jetzt, als hätte ich schon geschlafen und hätte nochmal raus gemusst deswegen. Und: Dann hab ich das Gröbste am Sonntag hinter mir - da ist ja die Taufe :-D

Donnerstag lässt sich in drei Wörtern zusammenfassen: Dunkel und nass! Als ich im Büro ankam, hab ich den geplanten Termin abgesagt. Das wäre bei dem Sauwetter nie gegangen. Dafür hab ich dem werten Kollegen was im Trockenen rausgesucht, so dass er ohne motzen den ganzen Tag beschäftigt war.

Ich hatte auch gut zu tun und der Tag ging schnell rum.

In der Mittagspause habe ich eines der beiden neuen Bücher fertig gelesen. Das Buch ließ sich mal eben weg lesen. Die Story war eher unspektakulär und einfach gestrickt. Sie trifft ihn, anfangs sind sie sich Spinne-Feind, am Ende kriegen sie sich doch. Dennoch auch spannend und witzig. Ob ich mir den zweiten Band bestelle, überlege ich allerdings noch.
Zum Abendessen gab es das letzte Futter aus der Kochbox. Und zwar den Sloppy-Joe-Burger. Den hatten wir vor ner Weile schonmal. Und obwohl er sich so blöd essen lässt - er ist halt wirklich sehr sloppy :-D - schmeckte er so gut, dass ich ihn nochmal genommen habe.

Nach dem Essen habe ich noch Päckchen für eine geplante Blogger-Aktion gepackt und am Ende festgestellt, das ein einziges fehlte! So ein Käse :-/ Notfalls müsste ich es nachreichen. Noch ist Zeit.

Freitag war es weniger nass als angekündigt. Der Tag war irgendwie seltsam im Büro. Dabei kann ich nichtmal genau sagen, wieso. Denn SIE war gar nicht da und Chefe die meiste Zeit auch nicht.

Ich hatte gut zu tun und mir stand das lange Wochenende bevor. Blöderweise kam der Regen genau dann, als wir ihn am wenigsten gebrauchen konnten - und ich musste einen Montagetermin deswegen absagen.

Nach der Arbeit ging es in den Supermarkt, wo ich mich mit Schatz getroffen habe. Wir haben etwas eingekauft, damit wir das nicht noch am Montag machen müssten und dann ging's noch schnell volltanken.
Zuhause dann noch die letzten Sachen gepackt und weil die Zeit drängte, gab es nur Spaghetti mit Tomatensoße zum Abendessen.
Im ganzen Gewusel hätte ich beinahe das Wiegen vergessen. Im letzten Moment dachte ich noch dran. Trotz des vorzeitigen Besuchs von Tante Rosa und einer bewegungsarmen Woche, habe ich nur ein kleines Plus von 200 g zu verzeichnen und wiege damit im Moment 107,4 kg. Ich bin zufrieden und hatte mit schlimmerem gerechnet.

Und am Wochenende? Wir fahren am Samstag ins Sauerland. Aber nur kurz. Denn am Sonntag ist die Taufe meines Patenkindes. Wir freuen uns schon und sind gespannt wie es wird (wegen des komischen Pastors).




Die KW 43 in kurz:
Samstag: 3.103/1.800 kcal, 5.969 Schritte
Sonntag: 2.455/1.800 kcal, 2.752 Schritte
Montag: 2.839/1.800 kcal, 6.293 Schritte
Dienstag: 2.843/1.800 kcal, 7.122 Schritte
Mittwoch: 1.966/1.800 kcal, 4.991 Schritte
Donnerstag: 2.180/1.800 kcal, 7.202 Schritte
Freitag: 1.955/1.800 kcal, 8.583 Schritte

Zunahme: +200 g

Dienstag, 24. Oktober 2023

💙 Wir werden 90! - Tag 1 - MONTMARTRE & GALLERIES LAFAYETTE 💙

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Wir hatten dieses Jahr beide einen runden Geburtstag. Der Schatz wurde 50 und ich wurde 40 Jahre jung. Weil wir uns schon ewig keine Reise mehr gönnen konnten, hab ich die letzten 3 Jahre gespart, um uns einen gemeinsamen Urlaub zu schenken :-) Und so fuhren wir für ein paar Tage nach Paris.
 
Das Besondere: Der Liebste wusste von NICHTS! Außer, dass wir weg sein würden, hatte er keine Ahnung, wohin es gehen würde. Und ich konnte es geheim halten, bis kurz bevor wir umstiegen. Leider hab ich kurz vor dem Umstieg in Karlsruhe seine "Altersblindheit" überschätzt. Auf dem Display im Waggon wurden die nächsten Anschlüsse angezeigt und ich sag noch zu zu ihm (weil ich dachte, er kann's ja eh nicht lesen), dass wir in Karlsruhe dann auf Gleis 6 müssten. 

Er starrt mit zusammengekniffenen Augen immer wieder auf die Anzeige. Weil er zuletzt ziemlich sicher war - weswegen auch immer -, dass wir nach Rügen fahren würden, bekam er so ein leichtes Grinsen, als der Anschluss nach Stralsund eingeblendet wurde. Dann kurze Verwirrung. Denn Stralsund ging nicht von Gleis 6. Als die nächste Seite mit Anschlüssen kam, schnappt der Mann nach Luft, guckt mich völlig entgeistert an und meint: "Paris? Paris?! Wir fahren jetzt wirklich nach Paris??"... äh, JA! Und dann war er erstmal fast 3 Stunden irgendwie sprachlos, fassungslos mit Tränchen in den Augen :-D
Die Fahrt von Karlsruhe nach Paris war die schönste Zugfahrt, die ich je hatte. Denn außer einem kurzen Stop in Strasbourg, ging es ohne Zwischenhalt in die französische Hauptstadt. Die Gleise lagen weitab jeder menschlichen Siedlung. Der ICE donnerte mit bis zu 320 km/h durch die französische Pampa. Davon kann man im maroden deutschen Schienennetz nur träumen! Und gegen 14 Uhr erreichten wir bereits den Gare de l'Est (Ostbahnhof) in Paris.
Ankunft am Gare de l'Est
Bevor wir ins Hotel gingen, haben wir uns noch den Navigo Easy Pass für die Métro am Bahnhof besorgt. Ich hatte im Netz gelesen, dass das die neue Generation von Fahrkarte in Paris ist und man sie an den Service-Schaltern bekommen kann. Also stand ich brav - mit Duzenden anderen Leuten - in der Schlange. Nur um dann, kurz bevor ich endlich dran kam, zu realisieren, dass man das blöde Ding auch am Automaten bekommen hätte - da wäre die Schlange deutlich kürzer gewesen :-/ Egal. Man braucht pro Person einen Navigo Pass (kostet 2 EUR pro Stück) und dann kann man ihn mittels Handy, SNCF Connect App (auf Deutsch und Englisch) und Kreditkarte bequem im Hotel vom Bett aus mit Fahrkarten aufladen und dann einfach losfahren :-) Mega komfortabel! Kein Anstehen am Automaten mehr :-D Natürlich kann man die Karten auch am Automaten aufladen. Die Automaten sprechen auch Deutsch ;-)
Unser Zimmer mit Aussicht
Anschließend ging's dann endlich ins Hotel. Wir hatten im Ibis Gare du Nord gebucht. Das ist 10 Minuten Fußweg vom Gare de l'Est entfernt. Das Einchecken ging einfach - dank online Check in vorab. Wir bekamen unsere Zimmerkarten (mit denen man auch Zugang zum Aufzug hatte). Unser Zimmer war im obersten Stock und als wir die Tür aufschlossen, lag überall noch Gepäck herum. Hoppla! Da muss wohl was schief gelaufen sein. Ein netter Mann vom Houskeeping schaute sich das an und ließ uns dann sogar im Aufzug den Vortritt. Wir also wieder zur Rezeption und versucht, das Problem auf Englisch zu klären. Geholfen hat dann am Ende der Mann vom Housekeeping, denn er erklärte der Dame auf französisch, dass sie uns wohl ein noch belegtes Zimmer zugewiesen hatte. Wir bekamen schnell ein anderes Zimmer - das war dann auch leer. Auch ganz oben. Und mit (etwas verbautem) Blick auf die Basilika Sacré Coeur! Irre :-D
Sacré Coeur vom Zimmer aus
Wir haben das Zimmer bezogen, uns kurz frisch gemacht und dann - weil wir keinen Plan hatten, was wir noch alles vorhaben - einfach noch eine Tageskarte auf die Navigos geladen. Und dann machten wir uns auf, zu einem kleinen Spaziergang. Denn das 18. Arrondissement - Montmartre - war nur 2,5 km vom Hotel entfernt.
Saint Vincent de Paul
Als wir uns dem Hügel mit der berühmten Basilika näherten, fanden wir unseren Weg durch eine Seitenstraße, in der Touristen am Fließband Souveniers kaufen konnten. Ich schwöre, in dieser Straße gab es ausschließlich Souvenier-Buden. Sonst nichts. Entsprechend voll war es dort auch.
Die Touristen-Gasse zum Sacré Coeur
Wir kauften uns ein Baguette und ließen uns dann auf einer Bank in der Sonne vor der Sacré Coeur nieder, um ein bisschen was in den Bauch zu bekommen. Denn das Frühstück war inzwischen schon ziemlich lange her. Das Baguette war riesig und üppig belegt und schmeckte hervorragend.
Sacré Coeur
Eigentlich wollten wir mit dem kleinen Schrägaufzug hochfahren (das wäre in der Tageskarte für die Métro inklusive gewesen). Aber als wir die Außmaße des Hügels sahen, fanden wir es lächerlich, am Funiculair Schlange zu stehen. In 10 Minuten wären wir auch zufuß da oben. Wir hatten den ganzen Tag nur rumgesessen. Die paar Stufen wären ein Klacks.
Unterhalb von der Sacré Coeur dann eine wunderschöne Brunnenanlage und ein erster Weitblick über die Stadt. Auf der letzten Treppe vor der Basilika war dann der Besucherandrang am schlimmsten. Und auch die Typen, die dir ein Armband einfach ans Handgelenk flechten wollen, und dir dann 10 EUR und mehr dafür abzuluchsen versuchen, sahen wir dort rumlaufen - und in Aktion. Daher haben wir uns gekonnt um diese Gesellen herum manövriert, ohne behelligt zu werden. Sie gelten als Scammer (Betrüger) und sollten daher tunlichst vermieden werden.
Die Zäune da oben vor der Sacré Coeur sind bis zum umfallen mit diesen sogenannten Liebesschlössern vollgehängt. Und es gab daher auch genug Leute, die versucht haben, solche Schlösser an die Touristen zu verhökern. Auch von denen haben wir uns fern gehalten. Denn wir wussten, dass diese Schlösser von der Pariser Verwaltung dort nicht gern gesehen sind und auch alle paar Wochen wieder entfernt werden.
 
Aber in die Basilika wollten wir hinein. Der Eintritt ist kostenlos. Wir waren gegen 17:15 Uhr an der Sacré Coeur und mussten nicht anstehen. Lediglich eine kleine Sicherheitskontrolle mussten wir über uns ergehen lassen. Wir wurden (visuell) abgecheckt. Einmal Rucksack öffnen. Das war's und wir durften hinein.


Eine wunderschöne Kirche. Und für die Massen an Menschen, die sich draußen tummelten, war es innen drin fast leer.

Als wir wieder raus kamen, hatten wir noch einmal einen schönen Ausblick auf Paris. Aber wir wollten noch etwas weiter.
An der linken Seite der Basilika ging es hinein in das Viertel Montmartre. Kopfsteinpflaster, enge Sträßchen.


Cafés, Bistros, Souvenierläden, kleine Manufakturen. Uns hat es dort sehr gut gefallen. Man hätte fast vergessen können, dass man sich in einer 2,2 Mio. Weltmetropole befindet. Mal abgesehen davon, dass es viele Touristen gab, war es in den Straßen und Gassen hinter der Sacré Coeur wirklich sehr ruhig.



Am Place Dalida steht eine Büste der berühmten Sängerin und Schauspielerin. Angeblich bringt es Glück, wenn man ihre Möpse anfasst...so sah die Büste der Dame auch aus ;-)
Wir spazierten weiter die engen Straßen hinab, vorbei an geschlossenen Restaurants und schließenden Geschäften, bis wir zum Square Jehan Rictus kamen. Dort befindet sich die Mur des je t'aime (die Ich-Liebe-Dich-Mauer).
Liebesmauer
Der Schriftzug "Ich liebe dich" ist hier in über 300 Varianten und in 250 Sprachen zu sehen. Leider war der kleine Park wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und wir konnten die Liebesmauer nur durch den Bauzaun sehen.
 
Vorbei gings am Café des 2 Moulins. Das Café erlangte 2001 große Berühmtheit, da es im Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" zu sehen war.
Vom berühmten Café aus, sind es nur noch wenige Schritte bis zum Place Blanche, wo das noch berühmtere Moulin Rouge zu finden ist.
Weil der Hunger inzwischen - trotz Baguette - ziemlich groß war und wir keine Lust mehr hatten, lange zu suchen, sind wir spontan bei Five Guys eingefallen. Das hätten wir auch in Freiburg. Französische Kulinarik geht auch ganz anders. Aber bei Kohldampf ist der Mensch nicht wählerisch. Und lecker war's ja trotzdem. Satt geworden sind wir auch.
Während wir aßen, haben wir geschaut, wie wir schnellstmöglich zur Galeries Lafayette kommen. Denn wir wollten dort gerne noch auf die Dachterrasse, bevor das Kaufhaus schließt. Paris von oben (gratis) mit Eiffelturm. Denn den sieht man vom Montmartre und Sacré Coeur aus leider nicht.
Wir spazierten vom Moulin Rouge also einmal um's Eck und stiegen am Place de Clichy in die Métro Linie 13, um zu Saint Lazare zu fahren.
Von dort sind es nur wenige Gehminuten zur Galeries Lafayette, einem der ältesten Kaufhäuser Frankreichs. Das riesige Jugendstilgebäude mit der großen Halle war schnell gefunden. Der schnieke Türsteher hatte außer einem schrägen Blick und einem "Bonjour" nichts weiter für uns übrig.
Mit dem historischen Lift ging es hinauf in die oberste Etage. Als wir zum Zugang der Dachterrasse kamen, war diese gerade geschlossen worden. Das Kaufhaus hat zwar bis 20:30 Uhr geöffnet. Die Dachterrasse schließt allerdings schon um 19:30 Uhr. Knapp daneben ist leider auch vorbei.
Galeries Lafayette
So genossen wir einfach nur den überwältigenden Anblick der Kuppel und der großen Halle mit den schnuckeligen kleinen Balkonen. Einkaufen können wir uns dort eh nicht leisten.
Mit der Métro ging es von dort von der Chaussée d'Antin (direkt vor der Tür) mit der Linie 7 direkt zum Hotel zurück.
Vorm Schlafen gehen noch ein letzter Blick zur beleuchteten Sacré Coeur. Wir waren platt und erklärten den ersten Tag in Paris offiziell für beendet :-D
Sacré Coeur vom Zimmer aus

Wir sind 8 km (inkl. der Métro-Fahrt vom Place de Clichy bis Saint-Lazare, Linie 13) durch Paris' Norden spaziert. Ein guter Anfang für unseren kleinen Städtetrip :-D

Den nächsten Teil wird es in einer Woche geben ;-)

Samstag, 21. Oktober 2023

Wunschgewicht: KW 42 - 2023

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Samstag haben wir bis 8 Uhr geschlafen. Es gab Frühstück, wir haben die Betten frisch bezogen, Wäsche gewaschen und dann noch Haushalt erledigt. Außerdem habe ich nochmal Nutella selbst gemacht. Und inzwischen habe ich eine gute Mischung gefunden, die bei Zimmertemperatur auch cremig bleibt und sich nicht verflüssigt (wie es die ersten Male immer passierte) :-)
Gegen Mittag fuhren wir einkaufen. Im Anschluss war ich noch kurz im Keller, um was vom Corona-Hamster mit hoch zu nehmen. Blöderweise traf ich da unsere kürzlich zur Witwe gewordene Nachbarin... und sie hielt mich fast eine Stunde im Keller auf :-/ Sie kann einem echt Leid tun. Wir hatten, ihr gesagt, wenn sie was bräuchte, könne sie sich gern melden. Aber manchmal hat man das Gefühl, dass man ihr die Hand reichen wollte und sie den ganzen Arm nimmt.

Weil ich nicht wieder hoch kam, hat sich der Liebste dann auch irgendwann mal auf die Suche nach mir gemacht. Als wir es dann endlich wieder in die Wohnung geschafft hatten, war es bereits 14 Uhr. 

Wir haben unsere Bäuche mit etwas Obst gefüllt und sind dann los. Zum Glück mussten wir nicht MIT SchwieMu einkaufen. Es hat geregnet wie aus Kübeln :-) Wir konnten ihr Zeug ohne sie besorgen. Bei ihr angekommen habe ich das Auto dann gekonnt in diese mordsenge Parklücke manövriert. Aber aussteigen konnte ich dann nicht mehr :-/ Schatz hat also die Einkäufe nach SchwieMu hoch gebracht und kurz mit ihr gequatscht, während ich im Auto gefangen saß.

Aber es gibt dank dieser Großbaustelle am Einkaufszentrum und mehrerer kleiner in den Seitenstraßen so gut wie keine Parkplätze mehr in SchwieMus Stadtteil. SchwieMu hat einen privaten Parkplatz extra gemietet. Der war zwar frei, aber die Nachbarautos standen so bescheuert, dass ich zwar irgendwie in die Lücke kam, dann aber nicht mehr aussteigen konnte. Dumm gelaufen.

Wieder daheim habe ich eine kleine Runde im Bloggerland gedreht und dann gab es auch schon wieder Abendessen. Schatz erzählte, dass SchwieMu wohl leicht beleidigt war, weil ich nicht mit hoch kam. Hätte ich mich ins Halteverbot stellen sollen? Oder aus dem Kofferraum kriechen? Echt mal... 
Zum Abendessen gab es übrigens meine speziellen Käsespätzle, denn ich hatte noch was vom Parmesan übrig, der weg musste :-)
 
Sonntag war ich bereits um 8 Uhr hellwach. Ich war aufgeregt, wegen der anstehenden Reise. Am liebsten wäre ich schon los. Aber der Zug ging ja erst am Montagmorgen :-D

Wir haben einen gemütlichen Tag daheim verbracht, versucht ein Update-Problem an Schatz' Handy zu lösen, die Koffer gepackt und etwas fern gesehen.
Mittags gab es ein Gemüse-Curry aus der Dose (vom Corona-Hamster). Dazu hatte ich uns am Samstag noch Naan-Brot besorgt. 
Während der Vormittag noch dunkel und verregnet daher kam, ließ sich am Nachmittag die Sonne blicken. Aber es hat sich deutlich abgekühlt. Hatten wir am Freitag noch 29 Grad, waren es am Sonntag nur noch 15 Grad.
 
Und blöderweise wurde für den Tag, an dem wir etwas Sightseeing in Paris machen wollten, nun Regen angekündigt. Gut, dass wir nicht aus Zucker sind :-D Wir haben schon Sightseeing in Zürich und Hamburg im Dauerregen gemacht und trotzdem eine sehr schöne Zeit gehabt.
Montag bis Donnerstag waren wir in Paris!!!! Darüber erzähle ich euch noch extra. Nur so viel vorab: Es war der Hammer! :-D
Pizza-Service am Donnerstagabend

Diese Leckerei aus Paris, die wir mit nach Hause genommen haben, gab es zum Dessert.
Freitag waren wir um 8 Uhr munter. Denn ich wollte den letzten Urlaubstag nutzen, um beim Doc zur Blutabnahme zu gehen. Das geht an allen Tagen (außer Mittwochs und am Wochenende) von 8 bis 10 Uhr ohne Termin. Ich war um 8:20 Uhr dort. Sah von der Straße schon, dass der Doc in seinem Büro am PC hockte. Merkwürdig fand ich nur, dass kein Licht im Wartezimmer war. Die Tür im Gebäude war offen - wie immer. Die Tür zur Praxis aber nicht. Ich hab geklingelt. Mehrfach. Aber es hat keiner aufgemacht. Nochmal kurzer Check... es hingen auch nirgendwo Zettel aus, dass die Praxis zu wäre. Wirklich großer Mist! Da hätte ich auch ausschlafen können.

Da ich nun eh einmal unterwegs war, hab ich Brötchen geholt und bin wieder nach Hause. Nach dem Frühstück haben wir die Waschmaschine mehrfach laufen lassen und nachmittags haben wir uns noch "Geburtstagskuchen" gegönnt :-)

Die Waage war gnädig. Sogar sehr! Denn nach den ganzen Croissants, Macarons, Pain aux Chocolat und Baguettes hatte ich mit einem fetten Plus gerechnet. Aber ich kam mit einem Stillstand bei 107,2 kg davon :-D
Zum Abendessen bemühten wir nochmal den Lieferdienst. Dieses Mal einen anderen. Es gab überbackene Spätzle nach Föster-Art mit Speck und Pfifferlingen. Echt mega lecker!

Und am Wochenende? Ich werde weiter Fotos sichten und den Urlaub revue passieren lassen :-D Die kommende Woche wird wieder gearbeitet und dann reisen wir schon wieder durch die halbe Republik. Denn kommendes Wochenende findet die Taufe meines Patenkindes statt :-D




Die KW 42 in kurz:
Samstag: 3.326/1.800 kcal, 4.852 Schritte
Sonntag: 3.246/1.800 kcal, 1.862 Schritte
Montag bis Donnerstag nichts notiert, da unterwegs, aber insgesamt satte 74.648 Schritte in den 4 Tagen!
Freitag: 4.334/1.800 kcal, 4.910 Schritte

Abnahme: 0 kg

Donnerstag, 19. Oktober 2023

💙 Wir werden 90! - Kurzurlaub in der Stadt der Liebe 💙

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Wir hatten in diesem Jahr beide einen runden Geburtstag. Ich wurde 40 und der Schatz 50 Jahre alt! Man wird nicht immer (zusammen) 90 Jahre, also sollte was Besonderes her - auch weil wir uns die letzten 7 Jahre reisetechnisch nichts leisten konnten, da wir dringend eine neue Küche benötigen. Küchen sind unverschämt teuer!

Und weil der Mann zusätzlich zum Gespare für die Küche und Reparaturen am Auto auch noch Kindesunterhalt zahlen muss, ist es finanziell bei uns ziemlich eng. Trotzdem hab ich mir die letzten 3 Jahre so gut wie alles verkniffen. Und ich habe zusätzlich zum "Küchen-Budget" auch noch ein "Reise-Budget" zusammengespart. Denn das hätte der Mann im Leben nicht auch noch geschafft.

Und so wurde im Januar das Hotel gebucht und im April - als es endlich möglich war - die Zugtickets. Danach hieß es warten und vorfreuen auf den Oktober. 

Das größte Problem war, dass ich Schatz nichts sagen wollte. Es sollte ja alles eine Überraschung für ihn werden. Und wenn man sich selbst auf was ganz besonders freut und es am liebsten in die Welt hinaus schreien möchte... Puh!

Nur eine Hand voll Leute wussten, wo es hingeht. Wenn einer von euch darunter ist: Glückwunsch ;-) Und: DANKE für's Dichthalten!

Wir wollten schon immer mal zusammen nach Paris! Denn Schatz war noch NIE dort und ich war erst ein einziges Mal dort. Im kalten März 1997 - mit jungen 14 Jahren. Für ein paar wenige Stunden. Auf der Rückfahrt vom Schüleraustausch - weil die Busfahrer Pause machen mussten.
Eiffelturm im März 1997
Jetzt ist Paris ja nicht so weit weg - nur knapp 5 Stunden mit der Bahn (von Freiburg aus). Soweit, wie zu meiner Familie. Aber: nicht nur Küchen sind unverschämt teuer. Die Stadt der Liebe ist es auch :-/ 

Ursprünglich hatte ich gehofft, das Reise-Budget würde für eine Woche dort ausreichen - denn für das gleiche Geld haben wir schonmal 2 Wochen Urlaub an der Nordsee gemacht. Als ich Anfang des Jahres dann die Preise checkte kam sehr schnell die Ernüchterung: Das Budget wird für 3 Übernachtungen ausreichen. Anreise, 2 ganze Tage vor Ort, Abreise. That's it! Schnief...
Notre Dame im März 1997
Als das Hotel gebucht war, habe ich dem Liebsten lediglich gesagt, dass er für den Oktober-Urlaub keinerlei Termine ausmachen darf. Wir wären nicht da! Er kriegte dieses Funkeln in den Augen, grinste mich an und meinte: "Schön! Und wo fahren wir hin?" Ich hab's ihm nicht verraten. Bis zum Schluss nicht. Er sollte es erst erfahren, wenn wir am Bahnhof in Karlruhe umstiegen und er dann am Bahnsteig das finale Reiseziel sehen würde.

Im Laufe der Monate hat er immer mal versucht, mehr über das Urlaubsziel zu erfahren. Ich habe ihm folgende Informationen gegeben:

- wir sind 4 Tage weg
- wir fahren mit der Bahn
- die Bahnfahrt dauert ca. einen halben Tag
- wir müssen einmal umsteigen
- da wollten wir schon immer mal zusammen hin

Man konnte wirklich zusehen, wie das Männer-Hirn anfing zu arbeiten :-D Wenn zwischendurch Nachfragen kamen, habe ich gerne auch mal "Fake News" verstreut.
Schloss Versailles im März 1997
Irgendwann im späteren Frühjahr kam er dann an - da hatte er weiter versucht, an noch mehr Infos zu kommen - und meinte: "Ich glaub, ich weiß wo wir hinfahren!". Kurz fiel mir die Kinnlade herunter. Hatte ich irgendwas gesagt? Hatte ich mich unbewusst verplappert? Hatte er heimlich einen Blick in mein Handy geworfen? "Wir fahren nach Rügen!". 

Hallelujah! Sowas von daneben :-D Ja, nach Rügen wollten wir auch immer schon mal. Da hatten wir es auch erst von gehabt. Aber wie er jetzt auf die Insel in der Ostsee kam, konnte ich mir auch nicht erklären. 

Jedenfalls ließ er sich nicht von seiner Meinung abbringen. Er war sicher, wir führen nach Rügen. Zumindest hat er mich das glauben lassen. Ich kann also nur hoffen, dass mein Mann kein guter Kriminologe ist und nur so tut, als würde er das falsche Ziel annehmen :-D Zwischendurch hoffte ich dann mal, er wäre nicht zu enttäuscht, wenn es statt nach Rügen nach Paris ginge - falls er wirklich denkt, wir führen nach Rügen.

Ich habe schon gesagt, wenn er am Bahnsteig dann das Ziel sehen und enttäuscht sein würde, könnte er ja auch einfach wieder nach Hause fahren. Ich würde auch alleine Urlaub machen. Da hättet ihr mal seinen Blick sehen sollen :-D
Schloss Versailles im März 1997
Das Hotel ist in der Nähe des Ostbahnhofs (Gare de l'Est). Von einer bekannten Kette, die wir in Deutschland schon oft für Städtetrips gewählt haben. Wir werden um ca. 14 Uhr in Paris ankommen - so die Deutsche Bahn will - denn wir fahren zweimal ICE. Einchecken im Hotel, kurz frisch machen, vielleicht ne Kleinigkeit essen und dann: Spaziergang! Zum Montmartre und der berühmten Basilika Sacré Coeur. Das ist nämlich alles nur 2,5 km vom Hotel entfernt :-D Ein erster Überblick über die Stadt, ein paar Sehenswürdigkeiten im Pariser Norden abklappern, Abendessen und dann die Eindrücke sacken lassen. So der grobe Plan für den Anreisetage.

Die beiden kompletten Tage sind dann einmal für einen Tagesausflug nach Versailles und einmal für Sightseeing in Paris selbst vorgesehen. Unsere Online Tickets für Versailles habe ich bereits im September gekauft. Der "Passeport" kostet 28,50 EUR pro Person. Man hat damit aber auch alles. Den Palast, das Lustschloss Trianon, den Garten und den Park.

Am Abreisetag ist einfach nur ausschlafen und frühstücken angesagt, denn wir müssen das Zimmer bis 12 Uhr geräumt haben.

Wir fahren extra nicht am Wochenende sondern unter der Woche (Montag bis Donnerstag). In der Zeit, wo wir fahren sind in Frankreich keinerlei Ferien und in Deutschland nur in einzelnen Bundesländern (Herbstferien). Wir hoffen daher, dass der Zeitpunkt günstig ist, und es nicht so von Touristen wimmelt, wie in den Sommermonaten. Und Paris soll im Herbst auch besonders schön sein, weil bunt, nicht zu heiß, nicht zu kalt und weniger Touristen - so stand es jedenfalls in einem Paris-Blog ;-) Wir lassen uns mal überraschen.

Meinen Traum, einmal in den Louvre zu gehen, kann ich wohl begraben. Der hat leider Dienstags geschlossen und laut diverser Seiten sollte man sich für einen Besuch im Louvre mindestens 2 Stunden (besser mehr) Zeit nehmen ZUZÜGLICH der Wartezeit beim Anstehen, die (selbst mit vorab gekauftem Online-Ticket) 1 - 4 (VIER!) Stunden betragen kann. Absolut verrückt! Wenn ich mir jetzt einen oder zwei Tage mehr in Paris hätte leisten können, wäre das kein Thema gewesen. Aber so müssen wir halt Abstriche machen. Und der Louvre war eher "meins". Während z. B. Versailles ein Wunschziel von uns beiden ist.

Ein bisschen Bammel hatte ich vor der Verständigung. Mein Englisch ist verdammt gut. Von meinen Spanisch Skills ist nicht mehr viel übrig. Französisch kann ich aber GAR NICHT! Und die Franzosen sind ja jetzt nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie gerne andere Sprachen benutzen, auch wenn sie es sehr wohl könnten. Ich habe also schon frühzeitig damit angefangen, zumindest die wichtigsten Sätze und ein paar einfache Vokabeln Französisch zu lernen. Ich hoffe, das reicht. Immerhin fahren wir ja nach Paris und nicht ins französische Hinterland :-D

Und da wir ohne Auto unterwegs sein werden, habe ich mir auch entsprechende Apps auf's Handy geladen, damit wir bequem die Métro nutzen können. Denn ich habe dieses Hotel nicht nur gewählt, weil es nahe am Montmartre und fußläufig zum Gare de l'Est liegt, sondern auch weil wir mit der Métro quasi vom Hoteleingang in 15 Minuten - ohne Umsteigen - bis zum Louvre fahren können. Und von dort aus sind fast alle Pariser Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar :-D Wie geil ist das denn bitte?! Und ehrlich? Die Pariser Métro wird nicht anders sein als die U-Bahn in Berlin oder Hamburg ;-) Und ich bin ja ein ÖPNV-Mädchen.

Also:

Happy Belated Birthday To Me!!! und Happy Birthday an den Schatz!!!

Paris, Paris... wir fahren nach Paris :-D