Donnerstag, 14. September 2023

Sauerland-Urlaub 2023 - Tag 10 (letzter Tag im Sauerland und nochmal Besuch bei den Großeltern)

Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]

 
 
Tag 10 im Sauerland. Unser letzter Tag. Kann das denn sein? Ich fürchte ja :-( Schon wieder rum der Urlaub. Menno!
 
Und was macht man, wenn einem am nächsten Tag wieder 5-6 Stunden Autofahrt in einer Affenhitze bevorstehen? Richtig: Ausschlafen und alles gaaaanz gemütlich angehen.

Wir haben nach dem Frühstück einfach nur auf Papas Couch gegammelt. Mittags gab es Erbsensuppe und nach dem Essen sind wir zu meiner Mutter spaziert, um sie für die Hunderunde abzuholen.
Während Lucy im letzten Sommer noch mega Theater gemacht hat, als wir bei IHR ZUHAUSE aufkreuzten, hat sie sich dieses Jahr vor Freude gar nicht eingekriegt und währe beim Schwanzwedeln fast umgekippt :-D Verrückter Hund!

Die Hunderunde war ne Katastrophe. Denn dem Hundi war es deutlich zu warm. Viermal ließ sie sich einfach unter einen schattigen Busch fallen und rührte sich nicht mehr von der Stelle. Die 15 kg Hund fühlten sich am oberen Ende der Leine an, als hätte man einen 2 Tonnen Betonklotz dabei. Nichts zu machen. 

Immer hieß es warten, bis Madame genug geruht hatte. Dann ging es im Schneckentempo weiter. Für den Weg braucht man normal ca. 30 Minuten. Wir haben eine reichliche Stunde benötigt. 

Bei Papa gab's dann Kuchen. Und als der Hund endlich wieder etwas munterer war, fuhren wir zu meinen Großeltern. Abschiedsbesuch. Okay. Die Eltern fuhren, Schatz und ich gingen zufuß. War ja nur 5 Minuten die Straße runter :-D

Bei den Großeltern haben wir dann auch noch fast 2 Stunden gesessen. Mein Bruder kam noch zum Rasenmähen vorbei. So konnten wir uns von ihm auch noch verabschieden. Von seinen drei Damen konnten wir uns leider nicht verabschieden. Denn Mittwochs ist nach der Schule immer DLRG-Training für die Große. Wenn sie von da nach Hause kommen, hat sie nur noch eine Stunde, bis sie ins Bett muss. Daher haben wir dort auf den Abschiedsbesuch verzichtet. Nicht das sie am Ende wieder zu aufgedreht ist, um zu schlafen.

Unser Ausflug vom Samstag hat ihr mega gut gefallen. Sie hat laut K noch tagelang davon geschwärmt und sogar in der Schule davon erzählt :-D Coole Tante: Check ✅

Aber wir wurden schonmal auf die Taufe vorbereitet. Die findet Ende Oktober/Anfang November statt - je nachdem wann die Lieben einen Termin bekommen. Wir bekommen dann nochmal Bescheid. So wie es aussieht, werden wir vor Weihnachten also doch nochmal ins Sauerland düsen :-)

Den Abend ließen wir wieder gemütlich ausklingen. Und am nächsten Tag ging es nach dem Mittagessen schon wieder nach Freiburg.
Meine Mutter war am Abreisetag zum Mittagessen auch nochmal da. Gegen 14 Uhr machten wir uns dann an den Heimweg.
Die Rückfahrt klappte zeitlich genauso perfekt wie die Hinfahrt. Nach gut 5 Stunden waren wir wieder in Freiburg. Aber wir fuhren genau in die Hitze hinein. Als wir gegen 19 Uhr in Freiburg ankamen, zeigte das Thermometer im Auto 34 Grad an. Unser Auto hat keine Klimaanlage und wir waren pitschnass geschwitzt. 
Wir riefen also den Pizza-Service an, packten während der Wartezeit die Koffer aus und ließen schon die erste Maschine Wäsche laufen. Nach dem Essen ging es unter die Dusche und gegen 22 Uhr fielen wir totmüde ins Bett...

Sonntag, 10. September 2023

Sauerland-Urlaub 2023 - Tag 7 & 8 (Familien-Tage)

Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]

 
 
Heute waren wir schon 7 Tage im Sauerland. Und für diesen Sonntag war ein Familien-Tag geplant.
Schatz und ich haben uns einen gemütlichen Vormittag gemacht, während dieses Mal Papa für alle das Mittagessen zubereitet hat. Er kredenzte seine in der Familie heißbegehrten Saunudeln alla Karl Dall.
Pünktlich zum Essen kamen noch Mama und mein Bruder samt Familie. Während C ja am Tag zuvor mit uns unterwegs war, und wir alle mega viel Spaß zusammen hatten, war sie nun ziemlich bockig und bereits am heulen, als die vier zur Tür rein kamen.
Grund? Naja, die Mama hatte es gewagt, die Frisur der Tochter - die wohl wirklich furchtbar aussah - zu kritisieren. C kann mit Kritik absolut nicht umgehen. Später beruhigte sie sich aber wieder. Zum Dessert gab es dann noch ein Eis und wir waren alle pappsatt.
Am Nachmittag liefen wir mit Mama und Lucy noch eine Runde. Eigentlich wollten K und C zum Reittournier. Aber weil C den ganzen Morgen so ein Theater gemacht hatte, wurde das kurzerhand abgesagt. Sie sollte nicht für schlechtes Benehmen belohnt werden. Unterwegs sind wir tatsächlich etwas nass geworden und haben die Runde etwas abgekürzt.
Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen und der Sonntag war auch schon wieder rum.
 

 
Montag war Tag 8 im Sauerland...noch zwei Tage und es ginge wieder 'gen Süden. In die Hitze, vor der schon seit Freitag immer wieder gewarnt wurde. Meine Lust auf die Heimreise wurde mit jedem Blick in die Wettervorhersage für Freiburg geringer. Im Sauerland war es am Montag zwar unangenehm schwül, aber immerhin nicht über 30 Grad warm dabei. 

Weil für den Montag super viel Regen gemeldet war, haben wir auf einen Ausflug verzichtet.
 
Schatz und ich haben am Vormittag versucht, meine Oma W im Pflegeheim zu besuchen. Da wir aber ausgeschlafen haben, waren wir erst gegen 11 Uhr dort - und man servierte gerade allen das Mittagessen. Da wollten wir keinesfalls stören.
Also haben wir stattdessen getankt und ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Als wir wieder Zuhause waren, war Papa mit dem Mittagessen schon fast fertig.
Nachmittags kam meine Mutter noch vorbei und wir haben zusammen Kaffee getrunken. Danach sind wir zu einer Hunderunde aufgebrochen. Naja, zumindest im 2. Versuch hat die dann auch geklappt.
Denn beim ersten Versuch waren wir gerade mal 5 Schritte aus der Tür raus, als uns ein heftiger Gewitterschauer traf. Lucy hasst Wasser von oben wie sonst nichts und nahm alle vier Pfoten in die Hand, um wieder in die Wohnung zu flüchten. Wir kamen kaum hinterher :-D

Als der Regen nach kaum 10 Minuten wieder aufgehört hatte, versuchten wir es erneut und bekamen immerhin noch ne halbe Stunde Bewegung, bevor es wieder anfing zu regnen.
 
Als Mama ging, gingen Schatz und ich auch nochmal los. Wir wollten es nochmal im Pflegeheim probieren. Dieses Mal trafen wir Oma im Aufenthaltsraum an. Wir nahmen sie mit raus in den kleinen Park am Pflegeheim. Mich hat sie sofort erkannt und sich gefreut, dass ich da war. Bei Schatz musste sie erst nachfragen, wer das wohl ist. Das sie inzwischen Uroma ist, hatte sie auch schon wieder vergessen.
 
An sich war sie gut drauf. Aber von der lebhaften alten Dame mit der großen Fresse, die ich mein Leben lang kannte, ist kaum noch was übrig. Die Demenz fordert mehr und mehr ihren Tribut. Oma ist nur noch Haut und Knochen, isst höchstens mal noch etwas Joghurt oder Suppe. Und sich mit ihr zu unterhalten ist schwer.
 
Ihr Kurzzeitgedächtnis ist quasi nicht mehr existent. Was man ihr erzählt, hat sie nach kurzen Augenblicken wieder vergessen. Was dazu führt, dass man ihr alles quasi im 5 Minuten Takt - wie in einer Endlosschleife - immer und immer wieder von vorne erzählen muss. Das strengt sehr an.

An Sachen von früher kann sie sich hingegen meist recht gut erinnern. Aber zu viel von früher darf man auch nicht erzählen. Denn dann wird sie traurig und depressiv. Als wüsste sie tief innen drin, dass mit ihr was nicht stimmt. Wenn sie dann sagt, dass sie jetzt gerne sterben würde, ist das emotional sehr belastend.
 
Sie ist inzwischen 92 Jahre alt und hatte ein gutes Leben. Ich will nicht, dass sie stirbt, weil sie meine Oma ist und ich sie lieb habe. Aber sie so zu sehen, als Schatten ihrer selbst, ist auch kaum zu ertragen und ich hoffe, dass sie friedlich gehen darf. 

Etwa 25 Minuten waren wir bei ihr, bis sie keine Lust mehr hatte. Wir haben sie wieder zum "Bingo" gefahren, uns verabschiedet und sind gegangen. Ob ich Oma nochmal sehen werde, weiß ich nicht. Denn wir sind das nächste Mal (geplant) erst wieder zur Taufe in der Heimat. Die ist für Anfang November angedacht. Bis dahin dauert es noch eine Weile.

Am Abend haben wir uns noch einen Louis de Funés Film mit Papa angeschaut und auch dieser Tag war gelaufen.

Samstag, 9. September 2023

Wunschgewicht: KW 36 - 2023

[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]

 
 
Samstag haben wir ausgeschlafen. Das heißt, ich war um 8:30 Uhr rum wach, weil ich mal dringend wo hin musste und kurz drauf klingelte der Paket-Mensch und brachte eine weitere Kochbox. Wirklich gebraucht haben wir sie nicht, aber da waren dieses Mal zwei Gerichte dabei, die ich einfach sehr interessant fand :-D

Wir haben auf dem Balkon gefrühstückt. Und während ich so mein Brötchen mit Hüttenkäse und Tomate verdrückte, schweifte mein Blick über die im Sterben liegenden Blumen auf der Fensterbank. Die Bienenweide vergammelt schon wieder, bevor irgendwas davon richtig geblüht hat und Bienen anlocken konnte. Das ist wirklich mehr als Schade. Wahrscheinlich wird es auf der Fensterbank im Sommer einfach zu heiß :-/ Ich denke, für's nächste Jahr werde ich mir entweder hitzeliebende Pflanzen für die Fensterbank besorgen oder sie einfach leer lassen müssen.

Was ich dort allerdings entdeckte, war ein wenig frische Raupenkacke! Ich hatte also recht. Die vor einer Woche gefundene riesige Raupe war nicht der einzige Übeltäter. Und während ich weiter aß und dabei den einen Blumentopf von links nach rechts drehte, entdeckte ich dann ENDLICH den zweiten Übeltäter! Von meiner Pflanze hatte das kleine A.loch nicht wirklich viel übrig gelassen. Fast alle Blätter waren bis auf den Stiel runtergefressen! Die zwei einzigen vollständig intakten Blätter dienten jedoch als Gerüst für den Kokon! Das Drecksvieh hatte sich bereits verpuppt, um ins nächstgrößere Staduim überzuwechseln.
Er trat seinen Flug über das Balkongeländer an, als wir unser Frühstück beendet hatten :-D Die eine Gurke wächst prima, aber ziemlich krumm. Und die Paprika-Babys werden auch immer größer. Die Melone wächst prächtig. Aber irgendwie sind zwar viele schöne gelbe Blüten dran, aber kaum Früchte. Und die Knospen der Sonnenblume stehen kurz davor sich zu öffnen :-D

Nach dem Frühstück hab ich dann die Kochbox auf Vollständigkeit geprüft und leider festgestellt, dass bei einem Essen gleich zwei Zutaten fehlten :-/ Irgendwie scheint da akutell der Wurm drin zu sein. Ich bekam die fehlenden Zutaten jedoch großzügig erstattet. Naja, eigentlich werden die 6 EUR mit der nächsten Box, die ich bestelle verrechnet. Aber egal. Ist ja auch was ;-) Und spätestens im Oktober/November werde ich wieder 1-2 Boxen ordern, weil die Taufe meiner Nichte auf unser Einkaufswochenende fällt ;-)

Den Abwasch hab ich im Anschluss auch noch fix erledigt und zwei Maschinen Wäsche wurden gewaschen. Nach der letzten Hitzewelle war das dringend nötig. Die nächste Warmfront hat uns auch bereits erreicht. Am Samstag hatten wir rund 30 Grad draußen und genau so sollte es die ganze Woche bleiben - ächz. Dann können wir die frisch gewaschene Bettwäsche direkt wieder vollschwitzen :-/

Im Bloggerland war ich auch kurz unterwegs. Und am Nachmittag hab ich uns dann das erste von zwei "Oktoberfest-Specials" aus der Kochbox gezaubert.
Es gab einen vegetarischen Laugen-Burger mit gebratenem Camembert und Salat :-) Das war richtig gut! Den werde ich sicherlich auch mal "ohne Box" nachbauen :-D
Sonntag haben wir wieder bis ca. 9 Uhr geschlafen. Erstmal ab unter die Dusche und dann Frühstück machen. Wir waren am Nachmittag zu zwei Geburtstagen eingeladen. Denn Schatz' Mutter und seine Tante wollten zusammen feiern.
 
Da wir schon um kurz nach 14 Uhr los mussten - genau der Zeitraum, wo ich sonst nach dem späten Frühstück bei uns langsam anfange Mittagessen zu kochen - haben wir am Sonntag einfach ausgiebiger gefrühstückt.
Es gab Rührei mit Bacon und Tomate (vom Balkon). Der Bacon ist dieses Mal so knusprig geworden, dass ich wirklich stolz drauf war :-D So gut hab ich ihn noch nie hinbekommen. Aber ich brate auch nur extrem selten Speck zum Frühstück ;-) Und danach gab es noch Müsli mit frischen Himbeeren.
So waren wir gut satt. Nach dem Frühstück alles wieder abwaschen, noch etwas daheim werkeln und ne Stunde lesen. Da war es 14 Uhr und wir mussten uns schnell fertig machen.

Um 14:15 Uhr fuhren wir los und parkten das Auto in der Nähe von Schatz' Tante - der Plan war, nach dem Kaffee direkt wieder abzuhauen. Von dort liefen wir zu SchwieMu, wo wir kurz vor 15 Uhr ankamen - pünktlich. Aber die Schwägers waren schon da, um vorab noch SchwieMus IT-Probleme zu lösen ;-) Was bin ich froh, dass wenigstens dieser Kelch immer an uns vorbei geht.
Schatz und der Rote Otto sind gleich alt :-D
Bei SchwieMu haben wir nur kurz gequatscht und sind dann alle zusammen zu Tante H spaziert. Dort gab es Kaffee und Kuchen. Eine wilde Mischung Torten vom Bäcker, dazu eine TK-Biscuitrolle und Reste von B's selbstgebackenem Buttermilch-Zitronen-Kuchen. Weil von den Torten die "guten Sachen" schnell bei den Altvorderen auf den Tellern landeten, hab ich mich mit je einem kleinen Stück Buttermilch-Kuchen und Biscuitrolle begnügt. Ist auch besser, was das Kalorienkonto angeht ;-)
 
H erzählte noch von einem Erlebnis, das mich echt schockiert hat. Das Grab ihres Mannes wurde - ohne nochmalige Vorankündigung - einfach "entfernt". Sie hatte die Grabstelle für die Urne für 15 Jahre ge... - kauft? Gemietet? Wie sagt man da? Na, jedenfalls waren die 15 Jahre jetzt um. Und sie wartete schon eine Weile darauf, dass man sie anschreiben würde, was mit der kleinen Grabplatte passieren sollte - so wie es vor 2 Jahren auch bei SchwieMu passierte. SchwieMu wurde fast 1 Jahr im Voraus angeschrieben, als die Einebnung des Grabes ihres Mannes anstand. Bei H kam gar nichts!
Ableger von Tante H's riesiger Buntnessel
Vor 3 Wochen war sie noch auf dem Friedhof - alles wie immer. Am Freitag wollte sie nochmal hin - und das Grab war einfach weg! Das muss man sich mal vorstellen. Quasi von einem Tag auf den anderen ohne Ankündigung. Was das mit den Emotionen der Hinterbliebenen macht... sowas geht doch wirklich nicht! Und wo die Grabplatte hin ist, weiß sie natürlich auch nicht. Aber die will sie unbedingt zurück. Immerhin hat sie die ja auch bezahlt und würde sie gerne als Andenken behalten.

Bis das alles erzählt und erörtert war, war es bereits nach 17:00 Uhr. Da wollten alle gerne nochmal spazieren gehen. Also, eine Runde durch den nahegelegenen Park. Aber an H's Lieblingsplatz mussten wir auch noch kurz sitzen. Und natürlich packte sie wieder ihre Mundharmonika aus und 3 Lieder zu spielen. Ich war müde, mir war viel zu warm und weil ich beim Kuchen extra nur diese zwei ganz kleinen Stücke gegessen hatte, hatte ich auch inzwischen tierischen Hunger.

Von dort aus direkt zum Auto - was ja direkt um die Ecke stand - ging aber auch nicht. Denn Tante H entschied, dass sie auch noch mitkommt, um SchwieMu nach Hause zu bringen. Nun ist H mit ihrem Rollator ja auch nicht mehr die Schnellste. Bis wir endlich bei SchwieMu waren, war es gegen 18:15 Uhr. Bis wir mit ihr oben waren, Schwägerin B noch den Rest Kuchen verteilt hatte, wir die 15 Minuten zurück zum Auto gelaufen und nach Hause gefahren waren, hatten wir 19 Uhr, als wir daheim ankamen.

Ich musste noch Tee für den Arbeitstag kochen, Brote schmieren und das Abendessen wollte ja auch noch gekocht werden - denn inzwischen hätte ich ein halbes Schwein auf Toast verdrücken können. Stattdessen gab es Reis mit Hühnchen und viel Gemüse in Currysoße. Das war echt lecker, obwohl ich am Rezept etwas herumgepfuscht habe, um mir etwas Zeit zu sparen ;-)
Bis alles soweit war, hatten wir schon wieder 20 Uhr. Wir haben uns noch einen Disney-Film angesehen, während wir gegessen haben und als der zu Ende war, ging ich ins Bett.
Der Tag war schön. Aber auch länger als gedacht bzw. gehofft. Und diese langsame Lauferei mit den alten Tanten ist für mich furchtbar anstrengend. Als ich im Bett lag, taten mir richtig die Beine weh!

Montag wollte ich nicht aufstehen, als der Wecker klingelte. Ich hatte schlecht geschlafen. Mein Bauch war gefühlt die halbe Nacht noch mit Verdauung beschäftigt und die PMS sorgt ja eh schon alleine für Schlafprobleme. Ich fühlte mich bereits wieder urlaubsreif - nach nur 2 Wochen arbeiten :-/
Und auch wenn es mega gemein ist. Ich ertappe mich häufig bei dem Gedanken, dass wir deutlich mehr "Freiheit" hätten, wenn meine "betreuungsintensive" SchwieMu vielleicht in einer Pflegeeinrichtung wäre, statt zuhause. Meine Familie sehe ich 1-2 mal im Jahr. Bei SchwieMu bin ich alle 2 Wochen. Und wenn ich mal keine Lust habe, ist der Mann beleidigt - weil er auch keinen Bock hat, seine Mutter alleine zu besuchen. Manchmal kotzt mich das alles wirklich an.

Es sollte auch wieder warm werden am Montag. Bis 33 Grad waren angekündigt. Aber immerhin die Nächte kühlen wieder ab, so dass man zumindest da etwas Erholung bekommt - naja, wenn nicht irgendwas anderes einem dem Schlaf raubt ;-)

Nachdem ich in der vergangenen Woche meinen Krähen-Freund nicht ein einziges Mal gesehen habe und mir schon etwas Sorgen machte, was wohl aus ihm geworden ist, wusste ich seit Sonntag: Es geht ihm gut! Als wir mit den alten Damen spazieren waren, hab ich ihn gesehen. Er hat vom Park zu einer Grünfläche zwischen mehreren Mehrfamilienhäusern gewechselt :-) Vielleicht konnte er so den Anfeindungen der beiden Altvögel entkommen - die noch immer den Park unsicher machen. Schade, dass ich ihn dort halt nicht mehr sehen werde, aber immerhin weiß ich, dass er keinem Hund oder ähnlichem zum Opfer gefallen ist. Sein Gefieder sieht auch schon deutlich besser aus. In ein paar Wochen würde ich ihn wohl eh nicht mehr wiedererkennen.
Im Büro war es ruhig. Sie ging mir morgens mal wieder kurz auf den Senkel, weil sie Sachen wissen wollte, die ich für sie in Erfahrung bringen sollte. Ehrlich? Nö! Wenn sie den Mist wissen will, soll sie sich doch selbst ans Telefon klemmen und rumtelefonieren - statt erstmal gemütlich ne Stunde Zeitung zu lesen während der Arbeitszeit :-/

Chefe war auch noch nicht wieder aufgetaucht. Damit gerechnet hatte ich aber eh nicht. 
 
Und während ich mit dem einen Kunden die Position "Kleinmaterial" im Wert von 2 EUR auf der Rechnung diskutieren musste, kam eine andere Kundin persönlich vorbei, um eine 40 EUR Rechnung für einen Batteriewechsel zu bezahlen (den sie alleine nicht hinbekommen hat oder nicht hinbekommen wollte). So unterschiedlich sind die Menschen.

Nachdem die 8 Stunden geschafft waren, fuhr ich direkt nach Hause. Zum Abendessen gab es das vorletzte Essen aus der Kochbox.
Schweinesteak mit Bohnengemüse und Kartoffelecken. Die Bohnen waren der Hammer. Ich hätte von denen lieber mehr gehabt und dafür weniger Kartoffeln :-D

Dienstag hatte ich wieder eine schlaflose Nacht hinter mir. Gegen 4 Uhr in der Früh weckte mich das Geheule einer Gebäude-Alarmanlage in der Nähe. Es dauerte fast 15 Minuten, bis diese wieder abgeschaltet wurde. Scheinbar wurde mein Nachbar von unten auch davon wach, denn gegen 4:30 Uhr waberte mal wieder dieser seltsame Geruch durch's Fenster. Ich hab es nicht mehr geschafft, wieder richtig einzuschlafen :-(

Im Büro war es zum Glück recht ruhig. Die erste Ware von meiner allein gemachten Großbestellung trudelte ein und anderes wurde zumindest schonmal angekündigt. Wenn jetzt noch Platz im Kalender wäre... oder mir Herr W nicht lustig mitgeteilt hätte, dass er, wenn's blöd läuft, die nächsten 6 Monate (!) ohne Führerschein auskommen müsste... Anfang nächster Woche wüsste er es genauer. Ich glaube, bis dahin geht mir erstmal alles am Allerwertesten vorbei. Ich hab keine Lust mehr. Und der am Sonntag (im Scherz erwähnte) Vorschlag von B, eine Kur zu beantragen, hörte sich plötzlich gar nicht mehr so schlecht an.
Ich bin ja nun schon seit Mitte Juli "Mädchen für ALLES". Da kann ich bestimmt zwischendruch auch noch den Kollegen von A nach B kutschieren... L.m.a.A.... und zwar gewaltig! Wie kann Mann (!) nur so blöd sein?! Wenn ich doch auf den Führerschein im Job angewiesen bin, dann passe ich doch bei meinen Privatfahrten gefälligst auf, dass es nicht allzu schlimm wird... Herrgott nochmal... Ich versteh's nicht.

Von Chefe hatte ich noch immer kein Sterbenswörtchen gehört. Ist vielleicht auch besser so. Denn auch dieser "Gerüst-Kunde" mit dem ich die letzten 2 Wochen so rumgehampelt habe, hat auf seiner Chaos-Baustelle wieder das nächste "Problem". Die Terrasse ist hässlich. Ein Parkettleger verkleidet den Boden mit Holz. Das Holz ist hübsch! Ist der Kundin SEHR wichtig. Genau wie die Fliegengittertür, die wir auf ihren Wunsch schon im Frühjahr montiert hatten. Käfer, Spinnen und Fliegen sind nicht hübsch! Schön blöd, wenn der neue (hübsche) Holzboden aber so hoch wird, dass man die Fliegentür nicht mehr auf bekommt. WIR sollen jetzt die Tür versetzen. Ich weiß aber gar nicht, ob das überhaupt geht! Das ist ja eine millimetergenaue Maßanfertigung. Für so nen Mist zahlen sie dann gerne mehr, heulen aber rum, wenn man fragt, ob sie das Gerüst nicht 2-3 Wochen länger stehen lassen könnten.

Genervt hat auch diese ältere Kundin, die mich seit Tagen mehrmals täglich anruft und der ich immer das Gleiche erzähle. Sie vergisst nämlich ständig, dass sie mich schon angerufen hat. Und wird dann pampig, wenn ich ihr sage, dass ich ihr das schon ein paar Mal geschildert habe. "Nein, das haben Sie nicht. Ich bin doch nicht blöde.". Äh, was soll man da denn sagen? Dabei hat sie nichtmal ein "echtes" Problem. Ihr ist lediglich nach 3 Monaten eine leuchtende Lampe an ihrem neuen elektrischen Gurtaufroller aufgefallen, die aber schon immer da geleuchtet hat. Und wenn ich zusätzlich zu dem ganzen und zwei halben Jobs, die ich seit Juli irgendwie manage nun auch noch den Chauffeur für einen Kollegen spielen darf (vielleicht), dann kann ich mich ja auch noch um die scheinbar demente Kundin kümmern...ich hab ja noch nicht genug um die Ohren :-/

Als endlich Feierabend war, machte ich drei Kreuze und verschwand. Zum Abendessen gab es Sauerkraut mit Klößen und Bratwurst. Das letzte Essen aus der Kochbox. Passte zwar nicht zum Wetter, war aber trotzdem lecker :-D
Vor allem das Sauerkraut, was laut Rezpet mit einem Klecks Aprikosenmarmelade und einem Tropfen Honig verfeinert wurde. So hab ich das noch nie zubereitet und es war wirklich saulecker.

Zum Dessert gab es ein Päckchen zum auspacken :-D Ich fand, weil ich die letzten Wochen so einen mega Stress gehabt habe und es ja (aktuell zumindest) absehbar nicht viel besser wird, dass ich mir mal was schönes nur für mich gönnen könnte. Gesagt, bestellt.
Mein Anfangsbuchstabe, mein Sternzeichen und Kamera, Globus und Kompass für's Wandern
Ich hab mir ein Armband von Pandora geleistet. Erstmal nur mit 3 Charms und 2 Pavé Clips (war teuer genug!). Aber es lässt sich dann künftig individuell erweitern und gestalten. Das gefällt mir sehr gut :-)

Mittwoch hatte ich endlich mal wieder ganz gut geschlafen. Kein Wunder, denn Tante Rose beglückte mich am frühen Morgen schon mit den ersten Anzeichen. Heißt, zumindest die Baustelle "PMS-bedingte Schlafprobleme" bin ich jetzt erstmal wieder los :-)

Auf der Fahrt zur Arbeit hatte ich richtig Glück, denn ich hatte quasi eine ganze Straßenbahn - zumindst zeitweise - ganz für mich alleine :-D Scheinbar gab es zuvor eine Betriebsstörung, denn es fuhren 2 Bahnen direkt hintereinander und ich hab die hintere erwischt. Die Leute sind ja blöd und quetschen sich noch in die vordere (meist völlig überfüllte) Bahn, statt ne Minute auf die Nachfolgende zu warten ;-) Von daher hat mich dieses Lemmingverhalten am Mittwochmorgen sehr gefreut :-D

Nicht gefreut hat mich IHRE Anwesenheit. Denn sie nervte in einem fort. Ich hatte ja die eine Rechnung von der Teillieferung der Großbestellung abgezeichnet. Ob ich denn auch die Ware kontrolliert hätte? Es kamen 10 Kartons und 10 Kartons wurden angekündigt. Ich hab jetzt nicht jede aufgelistete Schraube durchgezählt und angeschaut. Dazu hätte ich von Dienstag Nachmittag bis Mittwoch früh auch noch gar keine Zeit gehabt - denn ich bin ja immer noch ganz alleine! Natürlich hat sie deswegen mal wieder einen blöden Spruch gedrückt und ich war - mal wieder - in meiner Arbeit unterbrochen und musste wieder von vorne anfangen.
 
Soll sie doch selbst Schrauben zählen, wenn ihr das so wichtig ist, bevor sie die Rechnung zahlt. Um diese Teillieferung so genau zu prüfen, wie SIE das gerne hätte, brauche ich alleine einen halben Tag. Die Monteure sind ja nicht da. Die arbeiten und bringen Geld rein! Und wer macht in den 4 Stunden dann meinen (im Moment ja sehr erweiterten) Job? Na, SIE bestimmt nicht. Und Überstunden werde ich auch nicht machen. Denn die bekomme ich nicht bezahlt! Und Chefe hat auch NIE jede einzelne Schraube gezählt. Denn das mal ein Karton fehlt, kommt häufiger vor. Das im gelieferten Karton nicht das ist, was drin sein soll vielleicht einmal in 1.000 Lieferungen. Ich hab keine Ahnung, was in ihren Hirnwindungen für Gedanken ausgeschissen werden, aber die Frau ist wirklich nicht mehr ganz dicht.
 
Irgendwann hatte sich dann von einer Sekunde auf die andere ihre Laune geändert. Plötzlich wurde sie wieder redselig...und gab wieder geistige Diarrhoe von sich. Denn in ihrer leicht bräunlichen Gedankenwelt hat sie "ganz genau gesehen, dass einen Tag, nachdem sich die Politiker auf die Kindergrundsicherung geeinigt haben, standen früh morgens am Hauptbahnhof lauter ausländische Frauen mit Neugeborenen rum. Der ganze Bahnsteig war voll von denen!". Und denen hätte man auch sofort angesehen, dass die gerade erst hier angekommen wären. Und man könne sich ja nun denken, wieso. Ernsthaft?! Ein ganzer Bahnsteig voll mit Frauen mit Neugeborenen, die hier die neue Kindergrundsicherung abgreifen wollen? Nur einen Tag nach dem Beschluss? Ja nee, is' klar!

Von daher war ich wieder heilfroh, als der Vormittag gelaufen war und sie sich verpisste. Alles war mir an meinem Job nicht gefällt sind die Dinge, die mich dazu zwingen, mit IHR interagieren zu müssen. Ihre morgendliche Frage: "Na, was gibt's Neues?", habe ich auch geflissentlich falsch beantwortet. Hätte ich ihr das mit dem drohenden Fahrverbot des Kollegen sagen sollen, wenn außer mir kein anderer Prellbock da ist? Ich bin doch kein Masochist!

Der Nachmittag verlief zum Glück etwas ruhiger und ich konnte gut was wegarbeiten, was am Vormittag durch ihr ständiges Genöle liegengeblieben war.

Nach der Arbeit fuhr ich schnell zum Supermarkt. Ich brauchte nämlich noch frische Pilze für's Abendessen. Ein paar Bananen durften auch noch mit und dann nichts wie ab nach Hause.
Gekocht hab ich meine Käsespätzle-Spezial mit Pilzen und Zwiebeln. Da hatte ich - trotz der Wärme - mal wieder richtig Lust drauf.

Donnerstag hatte ich geschlafen wie ein Stein. Ich hab mich morgens sogar vorm Wecker erschreckt. Normalerweise werde ich immer etwas vor ihm wach ;-)

Der Arbeitstag war sehr produktiv, denn da die Alte ja Donnerstags nicht kommt, hat mich auch niemand unterbrochen.
 
Allerdings hab ich die Anrufe dieser einen älteren Kundin zwischenzeitlich ins Leere laufen lassen. Sie ging mir mit diesem Lämpchen und ihren ständigen Anrufen (weil sie ja immer vergaß, dass wir deswegen schon zig Mal telefoniert hatten) so auf die Nerven, dass ich am Mittwoch noch mit ihr einen Termin vereinbart hatte, damit der Kollege mal schnell danach guckt und ihre Befürchtung: "Nicht, dass da auf einmal was explodiert!" direkt im Keim erstickt. Damit war sie sehr zufrieden und trotzdem erschien ihre Nummer auch am Donnerstag weiter auf meinem Display. Nein, bitte nicht!

Diese Kundin erinnerte mich sehr stark an dieses Praktikum im Pflegeheim, was ich nach 2 Tagen bereits beenden musste. Für sowas fehlt mir ehrlich die Geduld. Sie kann für ihre Vergesslichkeit sicher nichts. Aber ich hab wirklich besseres zu tun, als auch noch diese Frau "zu betreuen". Und da wir ja bereits einen (unnötigen) Termin vereinbart hatten, hab ich ihre weiteren Anrufe einfach mal für einen Tag ignoriert. 

Dafür konnte ich aber noch ein paar kleinere Bestellungen machen und ich habe mich erdreistet, nach einer Woche mal Chefe zu kontatktieren.
Ich hab sogar eine Antwort bekommen und konnte das Angebot rausschicken. Kontakt beendet. 

Außerdem hab ich endlich mal unseren Außendienstmitarbeiter ans Telefon bekommen. Denn im Werk konnte ich den zuständigen Sachbearbeiter seit Tagen nicht erreichen und auf die Mail reagierte auch niemand. Dabei wollte ich doch nur den aktuellen Stand einer laufenden Reklamation erfragen! Im Händler Log-In steht der Fall nämlich seit 7 Wochen auf "Terminiert für den 15.08.23". Das ist ja jetzt auch schon wieder eine Weile her, aber es gab kein Update. Und da selbst der Außendienstler mit seinem Mitarbeiter Log-In nicht wirklich was herausfinden konnte, will er jetzt mal nachhaken. Denn der Kunde hat ja noch einen Teilbetrag offen, der erst gezahlt wird, wenn die Reklamation abgeschlossen ist. Da will ich ja vorher gerne wissen, ob die wirklich abgeschlossen ist, bevor ich dem Kunden auf die Füße trete ;-)

Und so ging auch dieser Arbeitstag irgendwann endlich zu Ende. Auf dem Heimweg hab ich noch Post eingeworfen. Denn für Frau J hab ich in meiner Mittagspause noch etwas gewerkelt und war da auch noch produktiv.
Daheim gab es eine Tomaten-Reis-Pfanne mit Mozzarella. Die war schnell gekocht und wirklich sehr lecker! Hab ich zum ersten Mal gemacht und werde sie definitiv nochmal kochen :-) Um 21 Uhr verschwand ich im Bett. 

Ich war einfach nur platt und müde. Wieviel davon auf den vollgepackten Arbeitstag und wieviel auf den Einmarsch von Tante Rosa geht, wusste ich nicht. Ich wollte nur schlafen.

Freitag immer noch müde. Dabei hatte ich eigentlich ganz gut geschlafen. Zumindest bis um 5 Uhr. Da wurde ich wach, weil ich mal dringend wo hin musste. Unterwegs merkte ich dann auch, dass meine Menstasse dringend geleert gehört. Bis das bei dem grellen Licht im Bad alles erledigt war, war ich so wach, dass ich - trotz aller Bemühungen - nicht mehr richtig einschlafen konnte.

Der Vormittag im Büro war wieder mega anstrengend - durch IHRE Anwesenheit. Unsere Putzfee sollte am Freitag kommen, musste aber in ihrem Hauptjob bis 15 Uhr arbeiten und könne daher erst um 15:30 Uhr im Büro sein. Sie soll 2 Stunden putzen...meistens ist sie aber nach 90 Minuten fertig. 

Würde ja passen. Denn ich bliebe nicht an einem besch... Freitag bis 17:30 Uhr! Himmel hilf, da hatte ich ja was gesagt. Wieso SIE denn die Putzfee immer für 2 Stunden bezahlen würde, wenn die immer nach 1,5 Stunden schon fertig wäre? Wie solle das nur werden, wenn SIE mal nicht mehr da wäre?! Und ob SIE dann extra um 17:30 Uhr nochmal kommen müsste, um alles abzuschließen. Sie mache ja sonst schon so viel...bla bla bla.
 
Äh? Hallo?! SIE kümmert sich ums Personalzeugs. Wenn IHR das nicht passt, dann muss SIE doch das mit der Putzfee klären. Soll ich das jetzt etwa auch noch alles machen, oder wie?

Am Mittwoch hat die Alte noch blöd rumgetönt, das unsere Putzfee ja so ein Engel wäre und wieviel Glück wir mit ihr hätten und wie toll SIE die Dame an Land gezogen hat. Und zwei Tage später zieht sie über die Frau her als gäbe es kein Morgen und mault mich an, weil die Frau zu schnell putzt. Da kannste dir echt nur an den Kopf packen.
Weintrauben aus Herrn W's Schrebergarten :-)
So anstrengend der Vormittag war, so entspannt war der Nachmittag. Vom Gefühl her hätte ich um 15 Uhr Feierabend machen können - und gerne auch wollen. Aber Herr G war ja noch nicht zurück und was nun mit der Putzfee abgesprochen wurde, hat Madame mir ja auch nicht mitgeteilt. Natürlich kam sie nicht mehr.

Trommelschläge und Fanfaren, als endlich Feierabend war. Ich hatte sowas von keine Lust mehr.

Den Heimweg trat ich schwitzend in einer viel zu heißen Straßenbahn an. Da fühlten sich die 32 Grad draußen beim Aussteigen kurzzeitig richtig frisch an.

Schatz empfing mich daheim mit den Worten: "Ich freu mich schon total auf die Wanderung am Sonntag!". Ja, die hatten wir vor. Aber fit fühlte ich mich am Freitagabend absolut nicht. Und bei angekündigten 31 Grad am Sonntag und dem Bedürfnis auszuschlafen fühlte ich mich nicht wirklich nach wandern.

Auf der Waage war ich auch. Dank Hitze, PMS und ein paar Fresskalationen sowie der Erdbeerwoche konnte ich dem Gewicht quasi beim steigen zusehen. Sehr uncool. Ist aber nunmal so. Daher vermelde ich zähneknirschend eine Zunahme von 900 g und ein aktuelles Gewicht von 108,4 kg.
Zum Abendessen gab es italienischen Nudelsalat mit Würstchen. Das ging schnell, war nicht warm und machte satt.

Das Telefonat mit Papa ging nur gute 25 Minuten. Mein Bruder war da, hat die Einladungen für die Taufe vorbeigebracht. Wir bekämen unsere die Tage mit der Post. Er hat auch gesagt, dass sie sich zur Taufe über Geldgeschenke freuen würden. Das würden sie für die Kurze dann beiseite legen oder anlegen. Der Ablauf ist wie folgt: 10 Uhr Taufe, danach alle Mann zu meinem Bruder für einen kleinen Umtrunk - wo er die eingeladenen ca. 15 Leute lassen will, bleibt wohl sein Geheimnis ;-) Um 12 Uhr gibt's in einem Restaurant im Ort Mittagessen (im Séparée), danach noch zusammenhocken und später, im gleichen Stübchen noch Kaffee und Kuchen. Klingt gut in meinen Ohren.

Und am Wochenende? Nun, Samstag möchte ich gerne in die Stadt - ein paar Juweliere abklappern. Ich hab da so eine Idee bezüglich eines Taufgeschenks für mein Patenkind zugetragen bekommen. Da wollte ich mal gucken, ob und bei wem sich das am besten umsetzen ließe. Und an Juwelieren mangelt es in Freiburg ja nicht ;-)

Tja, und am Sonntag steht die von Schatz so sehr herbeigesehnte Wanderung auf dem Plan, von der ich (Stand Freitag) überhaupt nicht wusste, wie ich die hinbekommen sollte, weil ich einfach nur müde war und mich die - mal wieder - ungewohnt heftige Erdbeerwoche einfach nur auslaugte.




Die KW 36 in kurz:
Samstag: 3.766/1.800 kcal, 4.087 Schritte
Sonntag: 2.824/1.800 kcal, 10.430 Schritte
Montag: 2.646/1.800 kcal, 6.819 Schritte
Dienstag: 2.214/1.800 kcal, 6.684 Schritte
Mittwoch: 2.900/1.800 kcal, 7.260 Schritte
Donnerstag: 2.786/1.800 kcal, 6.816 Schritte
Freitag: 3.706/1.800 kcal, 6.778 Schritte

Zunahme: +900 g

Freitag, 8. September 2023

Sauerland-Urlaub 2023 - Tag 6 (Tagesausflug zum Edersee mit der Großen)

Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]

 
 
Am Tag zuvor trafen wir uns mit Heidi am Möhnesee. Und heute ging es an eine andere Talsperre. Und zwar nicht alleine! Ich hatte meiner Nichte C einen Gutschein für einen Tagesausflug an den Edersee geschenkt. Zu zwei Zielen ihrer Wahl.
Edersee vom Parkplatz Rehbach
Die Große wählte den TreeTopWalk - einen Baumwipfelpfad - und das Maislabyrinth aus. Und - das erstaunte uns alle am allermeisten: Sie wollte ohne Mama mit uns mitfahren :-D Das ist bei der Großen nicht selbstverständlich, da das Verhalten ihres Erzeugers bei ihr starke Verlustängste generiert hat.
 
Wir holten C also um 9:15 Uhr daheim ab, luden sie ein und fuhren eine gute Stunde an den hessischen Edersee.
Geparkt wurde in Rehbach und dann ging es zufuß einen knappen Kilometer durch einen herrlichen Buchenwald bis zum Baumwipfelpfad. Unterwegs gab es jede Menge zu entdecken. Holzfiguren, Infotafeln und jede Menge Pilze am Wegesrand.


Wir kauften die Eintrittskarten und mussten nochmal ein paar Meter laufen. Dann kamen wir endlich am Baumwipfelpfad an.
Über einen gut begehbaren Steg ging es langsam aber stetig immer höher und schon bald waren wir auf einer Höhe mit den umliegenden Baumkronen.
Auch auf dem TreeTopWalk gab es viele Holzfiguren, Infotafeln und Tast- sowie Schnupperkästen. Merke: Die Große findet den Duft von Douglasien furchtbar :-D
Schloss Waldeck
Von der obersten Plattform aus hatten wir einen fantastischen Ausblick auf einen Teil des Edersees und bis zum Schloss Waldeck.
Wir haben sogar für C einen Euro in dieses blöde Fernglas geworfen, nur um dann festzustellen, dass auf diesem Baumwipfelpfad alles vorhanden ist, was das Kinderherz begehrt, nur eine Trittstufe für das Fernglas fehlt! So konnte die Kurze lediglich die Wolken am Himmel sehen, aber nicht auf die gegenüberliegende Seeseite. Das war ziemlich blöd...und auch ein wenig ärgerlich. Denn zum kurz anheben (auf die richtige Höhe) war die 7-jährige Dame dann doch schon zu schwer :-/
C hat der Blick auf den See wirklich sehr gut gefallen. "Wenn das Wasser so glitzert, sieht es ja fast aus wie am Meer!". Äh...joah...wenn man ganz dolle die Augen zusammen kneift ;-) Nachdem wir alles gesehen, alles ertastet, beschnuppert, gezeigt und erklärt hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Unterwegs wurde großer Hunger gemeldet. Gut, den hatten wir inzwischen nämlich auch. Blöd, das Madame etwas klüngelig unterwegs war und wir ewig bis ans Auto brauchten. Hier halfen die Worte: "Hör mal, je länger wir jetzt bis zum Auto brauchen, desto länger dauert es, bis wir was zu futtern bekommen.". Danach wurde C richtig flott :-D
Ganz in der Nähe vom TreeTopWalk fanden wir das Zündstoff. Wir kannten das schon und waren lange nicht mehr da. Hier gibt es wahnsinnig leckeres Essen. Und eine riesige Auswahl an Burgern. Genau das Richtige, für eine augehungerte 7-Jährige :-D
Burger im Zündstoff
Glücklicherweise bekamen wir den letzten freien Tisch draußen unter dem Dach. Drinnen wollten wir nicht sitzen, denn es war fast 25 Grad warm. Und die nicht überdachten Tische erwiesen sich später als ungeeignet, da es einen kurzen Schauer gab, während wir aßen. Da haben wir wirklich Schwein gehabt :-D
 
Bis auf ein Viertel vom Burger und 4-5 Pommes hat die Kleine alles weggeputzt. Dazu eine große Sprite. Satt und zufrieden - so wie wir auch. Gefallen hat es ihr dort auch, denn das Hotel sieht aus wie eine Westernstadt und es gab auch im Restaurant massig zu gucken, da wir fast die einzigen "Normalos" dort waren. 95 % der anwesenden Gäste waren Biker - in entsprechender Montur ;-) Für C war das wohl ziemlich neu, denn sie beäugte jeden Ankommenden mit großen Augen. Als sie meinte: "Guck doch mal, der Mann da ist so dick, der isst hier bestimmt jeden Tag den größten Hamburger!", hätte ich mich fast an meiner Zitronenlimo verschluckt :-D Und irgendwie musste ich ihr ja auch recht geben. Denn wie sie richtig beobachtet hatte, waren die meisten anwesenden Herren an diesem Tag mittleren bis älteren Datums, (teilweise) grauhaarig und recht rundlich in den mittleren Regionen (was in der engen Motoradkluft besonders deutlich zu sehen war).
Pappsatt ging's erstmal auf's Örtchen und dann ab zum Auto. Das letzte Ziel des Tages stand an. C wollte ja gerne noch ins Maislabyrinth. Das ist gute 30 Minuten Fahrt vom Restaurant entfernt. Der Eintritt war schnell entrichtet und wir mussten uns erstmal orientieren...denn das Gelände war RIESIG!
Der Eingang zum Mais war schnell gefunden. Nichts wie rein. Aber zu sagen hatten wir dort nichts. Prinzessin C übernahm das Kommando und führte uns mal hierhin, mal dorthin und meckerte rum, wenn wir mal wieder in einer Sackgasse endeten :-D Fast eine Stunde irrten wir im Mais umher. Dabei freuten wir uns immer, wenn wir eine kleine Infotafel entdeckten. Denn als wir die Eintrittskarten kauften, wurde uns auch direkt ein Quiz ausgehändigt, bei dem 6 Fragen zu beantworten waren. Und die fanden sich verteilt auf dem gesamten Gelände - auch im Labyrinth :-)
Den Ausgang fanden wir dann auch irgendwann. Alle Fragen vom Quiz waren beantwortet und wir hatten noch massig Zeit, bevor wir den Rückweg antreten mussten. Wie praktisch, dass es neben dem Maislabyrinth hier auch noch einen riesigen Spielplatz gab. Mit einer Art Hüpfburg (Kissen), Schaukeln, einem Seil-Klettergarten, Kettcar-Strecke, Rutschen, Wippen und einem "Mais-Bad". Wie ein Bällebad - nur halt mit getrockneten Maiskörnern :-D
Wir haben fast alles ausprobiert. Sogar auf den Barfußpfad hat sie sich getraut. Mit meinem Vater war sie kürzlich auch schonmal bei einem Barfußpfad. Da traute sich C aber nicht drüber. Und ich gestehe: Ich war heilfroh, als C fast 30 Minuten mit dem Kettcar durch den Parcours cruiste. Endlich Pause. Als 40-jährige Tante ohne große Kinder-Erfahrung war ich nach all dem wippen, klettern und rumgerenne echt ziemlich platt :-D Mit einer quirligen 7-Jährigen mitzuhalten ist wirklich anstrengend! Aber auch schön.
Wir hatten alle einen richtig tollen Tag. Wir haben viel erlebt, viel gesehen, gut gegessen und sehr viel gelacht. C hat sich von ihrer Schokoladenseite präsentiert und es uns echt leicht gemacht. Als sich am Himmel wieder dunkle Wolken zusammenbrauten, trotzten wir dem Durst noch mit einer Apfelschorle und machten uns dann auf den Heimweg. Nur 30 Minuten später setzten wir C wieder bei ihren Eltern ab. Gerade pünktlich, damit sie sich fix umziehen konnte. Denn sie sollte noch mit auf einen Geburtstag.
 
Wenn die Saison rum, und der Mais abgeerntet ist, wird dann der Gewinner vom Quiz ausgelost. Mal gucken, ob die Große was gewinnt :-)
 
Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag mega Glück. Es war sehr viel Regen angekündigt. Gefahren sind wir natürlich trotzdem - wir sind ja nicht aus Zucker! Aber die Regenjacken haben wir tatsächlich nur für ca. 15 Minuten angehabt. Auf dem Weg vom Parkplatz in Rehbach bis zum Baumwipfelpfad. Ansonsten war es den ganzen Tag über zwar immer bedrohlich dunkel am Himmel, aber trocken - zumindest dann, wenn wir unterwegs waren.
Abends auf der väterlichen Couch kam meine Mutter noch vorbei. Lucy freute sich sichtlich. Letztes Jahr im Sommer - als sie gerade mal 6 Monate in der Familie war, hat sie noch geknurrt und gebissen. Und jetzt ist sie der liebste Hund der Welt. Sie knurrt nicht mehr, beißt nicht mehr und bringt einem freiwillig Spielzeug zum schmeißen und zerren oder sie springt einem auf den Schoß um sich Streicheleinheiten abzuholen oder kuschelt sich ans Bein um eine Runde zu dösen. Anfassen ist kein Problem mehr. Sogar am Kopf ist es nun erlaubt. Und wenn sie sich auf den Rücken schmeißt, guckt sie einen schon fast beleidigt an, wenn man nicht gleich anfängt, den Bauch zu kraulen :-D Bauch und Kopf anfassen war letzten Sommer noch strengstens verboten. Schatz und Lucy sind nun auch endlich Freunde, wobei Schatz immer noch etwas vorsichtig agiert - der Schreck sitzt bei ihm wohl doch noch tief.