[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]
Samstag konnte ich ausschlafen. Während Schatz recht früh aufstand, um das Auto zum Reifenwechsel zu fahren. Als er wieder kam, brachte er Frühstück mit. Wir haben einen gemütlichen Vormittag verbracht und sind am Nachmittag zu SchwieMu gefahren, um mit ihr auch noch einzukaufen.Gegen 17 Uhr traten wir den Heimweg an und zum Abendessen habe ich Pfannkuchen gebacken. Diese gab es mit Kräuterfrischkäse und Räucherlachs. Es hat uns super geschmeckt und diese Kombi hatten wir seit Jahren nicht mehr.
Wir haben uns übrigens wieder vertragen. Allerdings schlafe ich aktuell noch weiter im Gästezimmer. Denn ich habe inzwischen irgendwie Gefallen an getrennten Schlafzimmern gefunden. Ich schlafe tatsächlich deutlich besser also vorher. Nicht unbedingt länger, aber die Schlafqualität ist deutlich besser als im gemeinsamen Bett.
Daher haben wir im Moment die Diskussion, ob wir das so beibehalten oder nicht. Denn Schatz ist davon nicht sonderlich begeistert :-/ Der Mann schläft allerdings auch im Kino bei Actionfilmen ein, wenn riesiges Getöse ist, während ich von jedem Mäuse-Pups wach werde. Außerdem hat er den Gedanken im Kopf, wenn ich nicht bei ihm schlafe, liebe ich ihn nicht mehr. Was völliger Blödsinn ist! Da müssen wir uns jetzt was einfallen lassen ;-)
Sonntag war das Wetter ziemlich mies. Es hat den ganzen Tag geregnet und wenn es nicht geregnet hat, war es grau und neblig.Wir haben den ganzen Tag daheim verbracht. Naja, zumindest ich. Schatz war zwischendurch mal 2 Stunden draußen im Dunst. Nachmittags gab es für jeden ein Stück Linzertorte (vom Bäcker) und abends habe ich uns Apfel-Zwiebel-Gulasch gekocht. Dazu gab es Reis. Bei nur 10 Grad war das wunderbar wärmend.Zu viel mehr war ich am Sonntag auch nicht in der Lage. Um kurz vor 15 Uhr klingelte mein Handy - Schatz war gerade zu seinem Spaziergang aufgebrochen. Im Display erschien der Name von AF. Weil es ihr nach ihrer überstandenen Coronainfektion noch immer ziemlich mies ging und sie auch weiter krankgeschrieben war meldete ich mich freudig mit: "Hallo A-chen! Na, geht's dir wieder besser?" Am anderen Ende dann eine etwas verwirrte aber vertraute Stimme: "Äh, wer ist da jetzt bitte?"
Es war AFs Mann. AF war am Freitag verstorben. Diese Nachricht zog mir quasi den Boden unter den Füßen weg.Scheinbar war sie zwar negativ im Test, aber die Sympthome wie Husten und Atemnot, hielten sich hartnäckig (Long Covid). Wie schlimm es tatsächlich war, hat sie uns nicht gesagt - was irgendwie typisch für sie ist. Ihr Mann hat erzählt, bei jeder kleinsten Bewegung hätte sie nach Luft gerungen und es hörte sich an, als würde sie ersticken. Und sie wollte partout nicht ins Krankenhaus, obwohl es ihr so schlecht ging. Am Freitag hatte er sie endlich dazu überredet, dass sie doch in die Klinik geht. Sie sollte sich anziehen, dann wollte er den Rettungsdienst anrufen, damit dieser AF abholt. Während sie sich anzog war er nur kurz unten, um was zu holen. Als er wieder hoch kam, da lag sie auf dem Bett und war tot.
Ich hab das recht kurze Gespräch mit JF gerade so über die Bühne bekommen, bevor ich losheulen musste. Ob ich zur Beerdigung kommen würde, wollte er wissen? Ja, irgendwie mache ich das möglich. Termin gab es am Sonntag natürlich noch keinen. Er würde am Montag mit dem Bestatter telefonieren. Aber sicher war schon, dass die Beisetzung in ihrem Heimatkaff (bei Marburg) stattfinden wird.
Ich hab es dann ein paar Minuten später geschafft, den anderen Mädels Bescheid zu geben und noch zwei anderen Bekannten, von denen ich wusste, dass sie mit AF sporadisch immer mal wieder Kontakt hatten oder sich zumindest bei mir nach ihr erkundigten. Kurz drauf klingelte das Handy wieder. AA rief an. Weil sie die Nachricht nicht glauben konnte und das persönlich von mir hören wollte. Ich konnte die ersten Sekunden kaum sprechen. Und ich wünschte, es wäre tatsächlich nur ein dummer Scherz gewesen. Aber leider war dem nicht so...
Als 2012 meine Freundin mit Ende 20 gestorben ist oder 2008 mein Opa, war ich nicht so furchtbar traurig wie jetzt. Sicher, war ich da auch sehr traurig. Aber nicht so! Sowohl Britta als auch mein Opa waren sehr lange, sehr krank. Irgendwie konnte man sich drauf vorbereiten, dass es bald zu Ende geht. Dieser Anruf kam zu plötzlich und völlig unerwartet. Denn egal wie...AF war viel zu jung zum gehen!
Ich hab JF nichtmal gefragt wie es ihm geht. Andererseits...wie soll es ihm schon gehen, wenn gerade seine Frau gestorben ist? :-( Die beiden haben keine Kinder, die Eltern sind tot. AF hat mal was von einer Tante erzählt, die noch lebt(e). Aber viel Familie ist bei den beiden wohl nicht mehr übrig. Ich hoffe, JF hat jemanden an seiner Seite, der ihm helfen kann, das alles zu überstehen. Denn, obwohl ich ihn auch schon kennengelernt habe, kenne ich ihn halt kaum.
Grundsätzlich bin ich bei Todesfällen immer irgendwie mit allem überfordert. Ich selbst bin ein Mensch, der dann am liebsten erstmal seine Ruhe hat. Die richtigen Worte zu finden, ohne sie wie leere Floskeln klingen zu lassen ist für mich fast unmöglich. Sowas konnte ich noch nie gut.
Als Schatz von seinem Spaziergang zurück kam und mich heulend auf der Couch vorfand, wollte er mich direkt in den Arm nehmen. Auch den ganzen Abend war er sehr anhänglich und "schmusig"...was ich kaum ertragen konnte. Jeder trauert anders. Er hat's in dem Moment nicht verstanden, dass ich den ständigen Kontakt (noch) nicht ertragen konnte. Ich glaube, er war etwas beleidigt. Ich kann's nicht ändern.
Montag ging es wieder arbeiten. Ich hatte ziemlich schlecht geschlafen, war immer noch traurig und es ging mir nicht gut. Aber immerhin musste ich nicht mehr alle Nase lang anfangen zu heulen.
Das Herr L sich auch promt wieder krank meldete ging mir daher ziemlich am Allerwertesten vorbei. Ich hab direkt angefangen, Termine abzusagen und zu verschieben. Nicht nur für Montag, auch für den Rest der Woche. Als wenn der in 2-3 Tagen wieder da wäre. Ich glaubte ja nicht dran. Und ehrlich gesagt ist es mir inzwischen auch ziemlich egal. Blöd war nur, dass ich zum großen Teil die Termine schon wieder verschob, die ich vor Ostern wegen seiner Abwesenheit schonmal verschieben musste. Zum Glück hat keiner von den Kunden Theater gemacht. Ich glaub, ich hätte angefangen zu heulen.
Wie kommen solche Menschen nur durchs Leben? Sowas Unzuverlässiges! Chefe meinte auch nur, dass ich erstmal ohne L planen soll. So nett L auch als Mensch und Kollege sein mag...ich hoffe, er kommt nicht wieder. Die ganze Hektik und Unruhe die er verbreitet, dieses Unzufriedene, die große Klappe, hinter der absolut nichts hinter steckt, der Mangel an Flexibilität wegen des immer noch nicht vorhandenen Führerscheins... inzwischen würde ich lieber auf ihn verzichten, obwohl sich die Ware in unserem Lager schon stapelt. Wenn er eh nie da ist, und ich Montagen absagen muss, weil nicht genug Leute da sind, wird der Stapel ja auch nicht weniger.
Die beiden verbliebenen Helden der Arbeit konnten dann die ihnen aufgebrummten Termine zur allgemeinen Zufriedenheit abarbeiten.
SIE war natürlich auch wieder da. Kam grinsend rein, fragte, ob es mir gut ginge und ich hab mit NEIN geantwortet. Da sind ihr die Gesichtszüge etwas entgleist. Mir egal.
Chefe ist auch schon informiert, dass ich in Kürze spontan einen Tag frei brauche, um zur Beerdigung meiner Freundin zu fahren. Er bot direkt an, dass ich auch zwei Tage bekommen kann, wegen der Fahrerei. Bis da rauf sind es von Freiburg aus - wenn ich gut durchkomme - etwa 4 Stunden. Macht - bei guter Verkehrslage - ca. 8 Stunden im Auto. Sicherlich an einem Tag schaffbar, aber schön und stressfrei ist anders. Zumal ich auch gar nicht weiß, ob ich nach der Beerdigung in der Lage wäre, 4 Stunden über die Autobahn zu fahren.
Je nachdem wann die Beisetzung letztendlich stattfinden wird, werde ich den zweiten freien Tag wirklich auch in Anspruch nehmen. Denn wenn ich schon ungeplant in die Nähe meiner Eltern fahre (von Marburg aus ist es nur noch ne gute Stunde ins Sauerland), dann könnte ich evtl. noch einen Tag dran hängen und meine kleine Nichte erstmals persönlich kennenlernen. So könnte ich das traurige Ereignis mit etwas Schönem verbinden. Aber, diese spontane Idee ist vom Termin der Beisetzung abhängig.
Sonst lief der Tag ganz gut. Das immer noch sehr usselige und eher herbstliche Wetter sorgten für ein recht ruhiges Telefon. Der einzige Unterschied zum Herbst ist aktuell, dass die Bäume grün statt bunt werden.Nach der Arbeit fuhr ich noch Brot holen. Eine schöne Trauerkarte hab ich auch noch ausgesucht. Aber schreiben konnte ich sie nicht. Mein Kopf war leer. Mir fiel absolut nichts ein.Zum Abendessen gab es Spaghetti Bolognese. Beim Montagstelefonat hab ich Papa auch von AFs Tod erzählt. Er wusste sofort, wen ich meine. "Das ist doch die aus'm Hessischen, mit der du dir immer das Hotelzimmer teilst?!" Ja, das ist sie. WAR sie :-( Er war entsetzt, wie schnell es manchmal gehen kann. Und er räumte ein: "Ich gehe ja auch nicht gerne zu Ärzten oder ins Krankenhaus. Aber manchmal sollte man lieber einmal zu viel gehen." Recht hat er. Ich hoffe, er beherzigt seine eigene Erkenntnis auch. Denn er müsste sich ja wegen dieser Darmgeschichte auch dringend mal durchchecken lassen. Das ist mehr als überfällig.
Dienstag hatte ich ganz gut geschlafen, obwohl ich mir die halbe Nacht Gedanken darüber gemacht hatte, was ich in die Trauerkarte reinschreiben sollte.Weil es im Büro wieder ungewöhnlich ruhig blieb - kein Wunder bei der draußen herrschenden Trübnis - hab ich mir am Schreibtisch ein paar Notizen gemacht...und plötzlich wusste ich, was ich schreiben wollte.
In der Mittagspause schrieb ich einen eher allgemeinen Text in die Trauerkarte, weil Schatz darum gebeten hatte, auch mit drin zu stehen. Denn immerhin hatte er die beiden ja auch schon kennengelernt.
Für JF schrieb ich noch einen zweiseitigen, persönlichen Brief und schmiss alles zusammen am Abend in den Briefkasten. Zum Glück hatte ich mir die Karte am Montagabend noch in den Rucksack geworfen - samt Briefmarke drauf. Bis zum Abend hatte er sich auch noch nicht gemeldet, wegen der Beerdigung von AF. Ich wollte den Mittwoch noch abwarten. Schließlich hatte er ja gesagt, dass er am Montag erst den Bestatter anrufen wollte.
Zum Abendessen gab es Entrecôte mit Gemüse und Kartoffeln.Seit Sonntag stopfte ich wieder wahllos Zeug in mich hinein. Abnahme? Egal... Dabei sollte sie nicht egal sein. Wenn ich ne Tafel Schokolade inhaliere kommt AF auch nicht wieder und mir geht's danach noch schlechter. Irgendwie muss ich das unterbinden. Aber mir ist noch nichts eingefallen. Das ist fast wie ein Automatismus. Außerdem sollte ich da dran arbeiten, bevor ab kommendem Wochenende zusätzlich hierzu auch noch die PMS mit ihrer Fresslust einsetzt. Dann hab ich komplett die A.Karte gezogen :-/
Am Dienstag hatte Schatz auch endlich seinen Termin beim Orthopäden. Aber, nichts genaues weiß man nicht. Der Orthopäde tippte auch erst auf Gicht. Machte zur Sicherheit ein Röntgenbild und revidierte seine erste Äußerung dann wieder. Fest steht: Ein Zeh war oder ist noch gebrochen. Ich vermute, das war vor ein paar Wochen, als der Mann eine Woche vor Schmerzen kaum laufen konnte und krankgeschrieben war. Wahrscheinlich ein Belastungsbruch von der Fehlstellung. Außerdem: Arthrose in den Zehen (die hat er von seiner Mutter geerbt). Eventuell liegt auch ein Ödem vor. Das war auf der Röntgenaufnahme allerdings alles so nicht gut genug zu sehen. Der Liebste kam also mit nichts Konkretem nach Hause. Dafür aber mit einer Überweisung in die Radiologie. Es muss ein MRT gemacht werden. Bis dahin soll er den Fuß schonen. Keine Wanderungen, nur kurze Spaziergänge. Hoffen wir also, dass er den MRT Termin möglichst schnell bekommt. Das Wandern fehlt uns. Wir hätten gerne Klarheit. Ich wage es aktuell nicht, ohne ihn zu wandern. Er verknackt es schon nicht so gut, dass ich ohne ihn besser schlafe. Wenn ich jetzt noch anfangen würde, ohne ihn zu wandern, wäre der Ofen wohl ganz aus :-(
Mittwoch war es weiterhin kühl und trübe. Immerhin trocken. Ich hab nicht so gut geschlafen, was aber an meiner Hausstauballergie lag. Denn am Abend vorher wollte ich noch ein bisschen häkeln - aber meine Häkelnadel war weg.
Mein Häkelzeugs lag auf der Sofalehne. Da wo Schatz auch gerne seine Arbeitsklamotten hinschmeißt, wenn er heim kommt und sich umzieht. Scheinbar ist dabei die Häkelnadel runter und in irgendeine Ritze von der Schlafcouch gerutscht. Gäste haben auf der Couch schon lange nicht mehr geschlafen (danke, Pandemie!). Entsprechend Staub hatte sich in den Lücken am Gestell angesammelt. Das konnte so nicht bleiben!
Sobald ich meine Nadel gefunden hatte, holten wir den Staubsauger hervor und machten die Couch (innen) sauber, bevor wir alles wieder zusammen klappten. Ich hatte die ganze Nacht irgendwie "Schnupfen". Und gehäkelt hab ich nach der Aktion dann auch nicht mehr.
Der Tag begann auch wieder leicht stressig, weil es gerade in dem Moment, als ich in der Stadtmitte ankam, eine Betriebsstörung bei der Straßenbahn gab. Es ging gar nichts mehr. Wenn ich das ein paar Minuten früher gewusst hätte, hätte ich es noch zufuß zum Bahnhof und zur S-Bahn geschafft. Aber die Mitteilung kam - wie fast immer - zu spät und die S-Bahn war weg. Wir wurden alle aus der Straßenbahn rausgeworfen. Der Menschenstrom bewegte sich zeternd zum Hauptbahnhof und zum ZOB. Ich hatte es gerade eine Station weiter geschafft, als die Bahn kam, aus der ich keine 10 Minuten vorher rausgeworfen wurde. Stöhn...
Im Büro kam ich so nur 15 Minuten später an und war gerade noch pünktlich. Wieso wir für die kurze Zeit nicht in der Bahn sitzen bleiben konnten, wird wohl ein Rätsel bleiben.Der Arbeitstag lief recht gemächlich ab. Aber das unser Arbeitsaufkommen auch stark wetterabhängig ist, ist ja nichts Neues. Wenn die Sonne nicht scheint, braucht keiner Schatten ;-) Wenn sie dann scheint, ist das Gemecker groß, weil der Schatten nicht schon gestern geliefert wurde. Zuhause eine freudige Überraschung: Die erste Blüte an meinen Erdbeeren ist zu sehen! Und die Dosen-Blümchen, die ich vom Bruder zu Ostern bekommen hatte, wachsen auch :-DZum Abendessen gab es einen Tortellini-Auflauf und dann rief ich bei JF an. Ich wollte mal hören, wie es ihm so geht und ob er schon was weiß bzgl. Termin. Ich wollte weder drängeln noch nerven, hatte aber auch Angst, dass er im allgemeinen Chaos, was so ein plötzlicher Tod eines geliebten Menschen hinterlässt, mir einfach vergisst, Bescheid zu geben.
Er hatte mich ja von AFs Handy aus am Sonntag angerufen. Ich hab es nicht über mich gebracht, dort auch anzurufen. Das hätte sich wohl ziemlich seltsam angefühlt. Daher wählte ich die Festnetznummer. Ich versuchte es dreimal, erreichte aber immer nur den Anrufbeantworter. Eine Nachricht hinterließ ich (noch) nicht. Ich würde es wieder probieren.
Vielleicht ist er auch gerade in AFs Elternhaus bei Marburg, wo ja auch die Bestattung sein soll. Von da oben habe ich aber keine Nummer und ne Handynummer von ihm hab ich leider auch nicht. Ich werde es weiter am "Hauptwohnsitz" probieren und ggf. am Wochenende einfach eine Nachricht hinterlassen. Über AFs Handy anzurufen, käme nur als "Notnagel" in Betracht. Das fühlt sich schon merkwürdig an, wenn ich nur dran denke.Ich hab allerdings auch erfahren, als ich online auf der Suche nach einer Traueranzeige von AF war, dass zwischen dem Tod und der Traueranzeige bzw. dem Tod und dem Beisetzungstermin, je nachdem ob Erd- oder Feuerbestattung gewählt wurde, 1-5 Wochen vergehen können. Bei einer Traueranzeige war eine ältere Dame Anfang des Monats verstorben, das Urnenbegräbnis findet aber erst kommende Woche statt. Ich weiß nicht, wie AF bestattet werden will. Falls sie "verbrannt" wird, könnte es durchaus noch dauern, bis der Termin feststeht. Also, abwarten und weiter versuchen, JF zu erreichen. Meine Trauerkarte sollte ihr Ziel zumindest inzwischen erreicht haben.
Donnerstag wollte die Sonne noch immer nicht so recht scheinen. Zumindest blieb es trocken. Und es war auch etwas wärmer. Ob ich am Wochenende wohl endlich meinen Pflanzenkindergarten in die Erde bekomme?
Auf Arbeit war es ruhig. Chefe hatte kaum Termine. Daher hatte ich am Schreibtisch auch nicht mehr die Masse zu tun.
Von unserem "Mitarbeiter des Monats" (wie er von den Kollegen inzwischen genannt wird), hört und sieht man weiterhin nichts. Nichtmal Chefe hat seit der "Guten Morgen. Bin krank."-WhatsApp am Montag was von L gehört. Ich bin so gespannt, wie es am Montag aussieht und ob er sich vielleicht am Freitag mal meldet. Ich meine, zumindest würde es sich doch so gehören, kurz mitzuteilen, ob man genesen ist oder weiterhin ausfällt. Und eigentlich hätte er ja auch mitteilen müssen, wie lange er dieses Mal krankgeschrieben ist.Zuhause hab ich nur schnell ein paar Fischstäbchen in den Ofen geschoben. Dazu gab es Spinat und Kartoffelpü. Schatz kann Spinat nicht ausstehen. Allerdings hab ich inzwischen festgestellt, dass er beim Iglo Würzspinat am wenigsten meckert :-D Daher hab ich den wieder gekauft.
Beim getrennten Schlafen konnten wir uns noch immer nicht einigen. Ich bin für JA, er ist weiterhin für NEIN. Daher hatte ich einen Kompromiss vorgeschlagen: An Arbeitstagen schalfe ich "auswärts" (weil es mir einfach besser tut). Im Urlaub und an den Wochenenden bei ihm (wenn ich ausschlafen kann, ist's ja egal). Eine Antwort darauf blieb noch aus. Ich persönlich fand mein Angebot sehr großzügig ;-)
Freitag. Schlecht geschlafen - trotz "eigenem Zimmer". Ein Blick in den Kalender verriet: Ich hatte mich etwas vertan! Ich stecke schon mitten in der PMS, dabei dachte ich, die würde erst am Wochenende beginnen :-/ Das erklärt dann auch das ein oder andere "Extra" das unverhofft in meinem Mund gelandet ist. Zusätzlich zu dem ganzen "Mist" vom Wochenende.
Am Freitagmorgen war es nur 1 Grad. An den Haltestellen hab ich ziemlich gefroren. Und die Straßenbahn war voller als sonst. Morgens schon! Mir graute vor der Rückfahrt. Aber klar...die Bahn streikte. Diejenigen, die sonst mit der S-Bahn von A nach B kommen, mussten am Freitag auf die Straßenbahn ausweichen.
Positiv: Es war den ganzen Tag wunderbar sonnig und wurde am Nachmittag sogar richtig warm :-)
Im Büro war gut zu tun, die beiden Herren waren auch beschäftigt und Chefe hatte ich für morgens direkt einen Massagetermin organisiert, damit er seine Nacken- und Schulterverspannung (hoffentlich) los wird, mit der er schon seit Wochen rummacht.
Vom Kollegen L kam - wie erwartet - NICHTS! Als ich Feierabend machte, hatte ich keine Ahnung, ob er am Montag da sein würde oder nicht. Chefe übrigens auch nicht. Planen kann man so natürlich nichts. Das heißt, ich hab einfach den Montag mit nur 2 Monteuren geplant. Falls der dritte doch spontan aufkreuzen sollte, muss ich mir halt was überlegen. Aber Termine ausmachen geht deutlich schneller und angenehmer, als sie absagen zu müsssen.
Kurz vor Feierabend musste ich dann doch noch wieder was umlegen, da Herr W kurzfristig zum Check-Up in die Klinik bestellt wurde. Bei ihm ist das überlebenswichtig, seit er einen Defibrilator "eigebaut" bekommen hat :-/ Und er ist verlässlich nach dem Termin wieder da!
Bezüglich L hörte ich nur wie SIE zu Chefe sagte, wenn L sich wegen der Dauer der Krankschreibung nicht melden würde, glaube sie nicht, dass er überhaupt eine hat. Chefe meinte, der Steuerberater könnte das ja nachprüfen und die Daten bei der Krankenkasse abrufen. Wenn wirklich nichts vorliege, bekäme er ne weitere Abmahnung oder am besten gleich die fristlose Kündigung. Es tut sich also was... es reicht uns allen mit dem Kerl. Auf Montag bin ich daher wirklich mal gespannt.
Den Kurz-Vor-Feierabend-Kunden (Freitags sind die besonders lästig!) wurde ich zum Glück tatsächlich um 16:56 Uhr los. Fix abschließen und nichts wie weg :-)
Nach der Arbeit ging's wieder Heim. Die Bahn nehmen musste ich nicht. Schatz war so nett, mich einfach abzuholen. An so einen Service könnte ich mich echt gewöhnen ;-) Zuhause gab's Bratkartoffeln mit Rote Beete und Spiegeleiern.Auf der Waage war ich auch. Augen zu und durch... und widererwarten fiel das Ergebnis nicht so schlecht aus. "Trauer-Essen", PMS und wenig Bewegung hatten mich fest mit dem bereits mehrfach gesehenen Plus rechnen lassen. Am Ende konnte ich zumindest einen weiteren Stillstand bei 108,3 kg heraus holen. Schwein gehabt :-D
Schatz versucht seit Tagen einen Termin für sein MRT zu bekommen. Aktuell ist das früheste Anfang Juli! Er probiert es weiter. Falls sich noch was früheres ergibt, wird der genommen und der andere Abgesagt. Aber viel Hoffnung haben wir da inzwischen nicht mehr. Und je länger sich das zieht, desto länger müssen wir auf Wanderungen verzichten... es ist wirklich frustrierend :-(
Daher: Null Pläne für's Wochenende. Falls der angekündigte Regen ausbleibt, gehen wir wohl doch mal den Balkon an - auch wenn es Nachts noch immer fast eisig ist. Aber, mal sehen.
Die KW 16 in kurz:
Samstag: 3.305/1.800 kcal, 4.912 Schritte
Sonntag: 3.666/1.800 kcal, 2.325 Schritte
Montag: 2.968/1.800 kcal, 6.323 Schritte
Dienstag: 1.973/1.800 kcal, 6.321 Schritte
Mittwoch: 2.417/1.800 kcal, 6.530 Schritte
Donnerstag: 2.454/1.800 kcal, 6.849 Schritte
Freitag: 2.888/1.800 kcal, 5.664 Schritte
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
Liebe Nicky,
AntwortenLöschensolche Hiobsbotschaften sind nicht schön und schon gar nicht, wenn es jemanden aus dem näheren Umfeld betrifft und man den Hintergrund dazu nicht kennt. Schön, dass Du Dich mit Deinem Schatz wieder vertragen hast. Da siehst Du, wie schnell es sich ändern kann. Mein Schatz schnarcht auch zu gerne und wenn ich arbeiten muss und am nächsten Morgen durch sein schnarchen genervt war habe ich für mich entdeckt, dass ich einfach abends vor ihm im Bett sein muss und dann werde ich auch nicht so schnell wach davon. Wenn ich frei habe schnarcht er komischerweise auch nicht oder weniger. Ich denke, es ist auch irgendwie psychisch bedingt. Er kann ja nichts dafür.
Liebe Grüße und einen dicken Drücker
Burgi
Ach herrje ich hab ja schon was in deinem Status gesehen, wollte da aber nicht fragen und mir war auch nicht klar, ob das quasi ein Gedenken für einen Todesfall von vor Jahren ist oder akut - echt schlimm, wenn jemand so Junges geht, und der arme Ehemann... also deiner Beschreibung nach muss man ja fast von einem Corona-Todesfall ausgehen? Und dann gibt es immer noch die Verharmloser...auch in meiner eigenen Familie, leider.
AntwortenLöschenEuer Herr L. ist ja der Hammer, entweder hat der eine psychische Störung (Angststörung vielleicht?) oder er ist einfach ein unzuverlässiger Luftikus - was denkt sich so jemand?
Getrennte Schlafzimmer - hatte ich zu Ehe- / Beziehungszeiten zwar nicht, finde ich aber gut! Und während meiner letzten Ehe hätte ich mir das am Ende sogar gewünscht. Vielleicht bekommt ihr ja noch einen Konsens diesbezüglich
Das Leben kann manchmal ziemlich grausam sein. Da wird ein lieber Mensch mitten aus dem Leben gerissen. Unfassbar für den Ehemann, die Verwandten und Freunde. Ich wünsche Dir viel Kraft für die Trauerzeit. Es tut weh, jemanden zu verlieren, aber er wird für immer in unserer Erinnerung bleiben.
AntwortenLöschenTurbulent ging es bei Dir durch die vergangene Woche und ich wünsche Dir für diese Woche mehr Ruhe.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Ich weiß genau wie Du Dich fühlst. Wenn Menschen vorher lange ankündigen durch Krankheit oder Alter das sie haben , dann rechnet man damit, Kommt es so überrascht, in so kurzer Zeit dann fühlt sich das noch furchtbarer an.
AntwortenLöschenEs ist halt eine Lücke, wenn Jemand geht, da.
Dein Angebot für´s Übernachten würde ich genau so machen. Für mich hört sich das echt gut an. Mein Mann kann auch immer und überall schlafen. Ich nicht. Von daher ist es manches mal hilfreich wenn man in dem Punkt auch mal an sich denkt. Unausgeschlafen bin ich unbrauchbar ....*gg
Der Mitarbeiter des Monats .....*gg
Ich wünsch Dir eine ruhigere Zeit um Dich von dem ganzen etwas zu erholen.
LG heidi