Donnerstag, 9. Juni 2022

Mit dem 9 EUR-Ticket nach Villingen (Schwarzwald)

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Am letzten Samstag sind wir nach Villingen-Schwenningen gefahren, um uns den Ortsteil Villingen anzusehen. Da waren wir nämlich noch nie. Schatz hatte sich am Wochenende zuvor das 9 EUR Ticket über die Bahn App gekauft. Meine Monatskarte wird ja automatisch zum 9 EUR Ticket. Hätte es das nicht gegeben, hätten wir das BW-Ticket erworben, um günstig in den Schwarzwald zu kommen :-)
Unser Stadtrundgang in Villingen (Karte von Komoot)
Wir haben uns Villingen nicht nur deshalb ausgesucht, weil wir dort noch nie waren, sondern auch, weil wir ohne Umsteigen dort hin fahren konnten :-) Denn die Bahn hat es ja nicht so mit der Pünktlichkeit. Und nach der irren Fahrt zum Mädelswochenende nach Heidelberg, hab ich keinen Bock auf eine weitere Odyssee, wenn es sich vermeiden lässt ;-)
Vom Bahnhof aus, direkt über die Brigach
Als wir morgens um 6 Uhr aufstanden, war es in Freiburg noch kräftig am regnen. Wir fuhren mit Bus und Straßenbahn um 9 Uhr zum Hauptbahnhof und dort um 9:40 Uhr mit der S-Bahn nach Villingen. Früher hat die Bahn auf der Strecke Doppelstock-Waggons eingesetzt. Jetzt gibt es nur noch einfache Waggons. Es war brechend voll. Wir waren froh, das wir früh genug am Bahnhof waren, und noch einen Sitzplatz ergattert hatten. Aber seit es die neuen Züge gibt, ist es wohl immer voll, einfach weil nicht mehr so viele Menschen bequem reinpassen wie früher. Zumindest konnten wir das von Leuten in Erfahrung bringen, die die Strecke regelmäßig fahren.
Als wir in Villingen ankamen, war es sonnig und warm geworden. Vom Bahnhof aus geht man einfach direkt gerade aus über die Brigach und landet quasi direkt vor der historischen Stadtmauer.
Wir sind allerdings direkt hinter dem Fluss schon links abgebogen, um dem online von der Stadt empfohlenen Rundweg zu folgen, und so quasi an allem Sehenswerten vorbei zu kommen :-)

Es gibt unglaublich viele, tolle alte Häuser und unfassbar viele Brunnen mit richtig sauberem Wasser! Sowas hab ich, glaube ich, noch nie gesehen.
Hubenloch-Park
Schon ziemlich zu Beginn unseres Rundgangs haben wir noch einen Abstecher zum Hubenloch-Park gemacht. Der war zwar in der Infobroschüre nicht extra erwähnt, aber Parks sind ja immer nett und außerdem hatte ich bei Google Maps gesehen, dass es dort einen Aussichtsturm geben sollte.
Den Aussichtsturm haben wir schnell gefunden. Natürlich bin ich hoch, auch wenn es für mich echt grenzwertig war. Stufen und Podeste waren aus Gitterrosten und boten somit den totalen Durchblick nach unten - nicht gut für die Höhenangst. Aber der Ausblick war es wert :-)
Aussichtsturm im Hubenloch-Park
Von oben entdeckte ich dann auch den Rosengarten, an dem wir zuvor einfach vorbei gelatscht waren, da die Rosen noch nicht so doll blühten, um ihn sofort zu erkennen.

Rosengarten im Hubenloch-Park
Vom Park ging's dann wieder runter Richtung Stadtmitte. Dort landeten wir vor der historischen Stadtmauer. Und die ist fast vollständig erhalten und außen umgeben von einem tollen Grünstreifen mit Spazierwegen und alten Bäumen. Es ist fast wie im Märchen...wenn man die vielbefahrene Straße ausblendet.
Erhaltene Stadtmauer

Romäus-Turm
In der Mauer sind noch 3 von einst 4 Tortürmen erhalten. Durch den Romäusturm spazieren wir in den mittelalterlichen Stadtkern von Villingen.
Romäus-Brunnen
Innerhalb der Mauer wenden wir uns direkt nach links und spazieren durch den Spitalgarten auf das ehem. Franziskanerkloster zu, das nun ein Museum ist und an diesem Tag leider (schon) geschlossen hatte.
ehem. Franziskanerkloster

Durch verschiedene Gassen geht es weiter durch den mittelalterlichen Stadtkern. Vorbei an historischen Gebäuden und einigen Restaurants. Es ist Mittagszeit und es duftet überall herrlich nach Essen.
Als wir am Riettor vorbei kommen und tatsächlich einen freien und nicht bereits reservierten Tisch im Schatten des Torturms entdecken, entschließen wir uns spontan, uns nieder zu lassen. Wir sind bei einem Griechen gelandet. Griechisch waren wir ewig nicht essen. Perfekt!
Griechisches Essen im Schatten des Riettores :-)
Das Essen dort war saugut und die Bedienung auf Zack. Häufig können wir das nicht mehr machen. Essen gehen ist echt teuer geworden. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind sehr gut satt geworden :-) Und das in historischer Kulisse!
Wir spazieren weiter durch Villingen. Mal Diesseits und mal Jenseits der Stadtmauer. Es gibt genug Durchlässe auf unserem Weg. Der Himmel zieht sich zu, es sieht kurz nach Regen aus. Aber nichts ist. Die Regenjacken haben wir an diesem Tag umsonst dabei gehabt :-)
Wir finden die Benediktinerkirche. Eigentlich wollten wir gerne rein. Die Tür, die wir im Innenhof sehen, sieht verschlossen aus. Wir gehen einmal um das alte Kloster herum. Finden eine weitere Tür - mit einem Schildchen: Eingang im Innenhof. Öffnungszeiten... Toll :-/ Hätte man da nicht auch schon einen Hinweis im Innenhof anbringen können? Wir haben keine Lust, nochmal um das große Gebäude herum zu latschen. Also folgen wir unserem Rundweg weiter.

Riettor
Auf dem Weg zum Münsterplatz passieren wir noch einmal das Riettor. Durch schmale Gassen und breite Straßen gelangen wir schließlich auf den Münsterplatz. Eine Kehrmaschine dreht hier ziemlich laut ihre Kreise und beseitigt die Hinterlassenschaften des Wochenmarkts, der vor gut 1 Stunde hier geendet hat.
Villinger Münster
Das Villinger Münster heißt - wie das Freiburger Münster auch - "Unserer Lieben Frau". Der Münsterbrunnen fesselt kurz unsere Aufmerksamkeit. Sehr interessante und unglaublich detailliert gearbeitete Bronzefiguren schmücken ihn. Am besten gefällt mir die Dame mit der blauen Gießkanne :-) Der Hund ist etwas unheimlich.
Münster-Brunnen
Rund um den Münsterplatz viele historische Gebäude. Unter anderem das alte und das neue Rathaus.
Münsterplatz
Das Hauptportal des Münsters zieht wieder unsere Blicke wie magisch an. Die Bilder wirken wie in 3D! Im Näherkommen sehen wir dann, sie sind tatsächlich ausgearbeitet und wie Skulpturen an der Tür. Es wirkt, wie kleine Dioramen. Sowas hab ich auch noch nie gesehen. Sehr cool.
Hauptportal des Villinger Münsters
Das Münster innen wirkt in den Seitengängen hell und freundlich durch die tolle weiße Stuckdecke. Der Mittelteil hingegen wirkt etwas düster. Hinter dem Altar sind tolle Wandgemälde zu sehen.
Villinger Münster

Villinger Münster
Vom Münsterplatz aus setzten wir unseren Rundgang fort. Wir kommen an einer Kreuzung vorbei, an der man alle drei Stadttore sehen kann, wenn man sich im Kreis dreht :-)

Schatz hat seine Mütze vergessen. Die Sonne brennt. Die Suche nach einer passenden Kopfbedeckung ist nicht erfolgreich. Der Mann hat einen echten Dickschädel und nichts von den Standard-Touri-Sachen passt ihm. Pech gehabt.
 
Ich hatte ihn morgens noch gebeten, seinen Rucksack auf vollständigen Inhalt zu prüfen. "Ja, Schatzi! Mach ich gleich." Nix hat er gemacht. Aber mich anmaulen, weil er sein Base Cap nicht dabei hat. Männer...
Bickentor und Bickenkloster
Am ehem. Bickenkloster vorbei - es gab im mittelalterlichen Villingen echt mordsviele Kloster und Kirchen auf dem begrenzten Raum innerhalb der Stadtmauern! - kommen wir zum Bickentor.
Bickentor
Ein Teil der Treppe ist erhalten. Sowas hab ich echt noch nicht gesehen. Ich frage mich, wer dort hinauf steigt, ohne sich die Haxen zu brechen, nur um sich dann durch diese enge, schmale Pseudo-Tür zu quetschen. Brrrrr...da graust es mich. Ob das Umbau- und Sarnierungsmaßnahmen geschuldet ist, oder "Original" ist, wissen wir nicht. Aber es ist eine echte Bausünde :-D
Die Johanneskirche finden wir auf unserem Rundgang auch. Ein Blick hinein kann nicht schaden. Aber sie ist wirklich sehr schlicht. Hier halten wir uns nur sehr kurz auf.
Kaiserturm
Durch den Kaiserturm gelangen wir wieder außerhalb der Stadtmauer. Hier sind im Grünstreifen unglaublich viele Drosseln auf der Jagd nach Käfern und Würmern. Sie lassen sich auch nicht von den Spaziergängern stören.
Hier haben wir nun eigentlich unseren Rundgang beendet. Es ist inzwischen 15 Uhr und ursprünglich wollten wir noch hinüber in den Ortsteil Schwennigen spazieren (etwa 3 km), um uns dort auch noch etwas umzusehen.
Wir sind aber schon etwas platt. Immerhin sind wir schon seit 6 Uhr auf, haben eine lange Zugfahrt hinter uns, den gleichen Weg nochmal Retour und bereits 8 km auf durch Villigen auf dem Tacho. Nein, wir wollen jetzt nicht noch nach Schwennigen laufen. Das heben wir uns für einen anderen Tag auf :-)
Stattdessen spazieren wir noch ein wenig durch den mittelalterlichen Stadtkern von Villingen. Und als wir nach einer Stunde sicher sind, dass wir wirklich nichts Neues mehr entdecken können, steuern wir den Bahnhof an.
Dort erwischen wir den Zug zurück nach Freiburg. Der steht bereits im Bahnhof. Abfahrt in 4 Minuten. Perfektes Timing. Viel los ist auch noch nicht. Freie Platzwahl :-)
Und er wird auch bis nach Freiburg nicht wirklich voller. Erst dort steigen viele Menschen ein, die von der Stadt am Abend zurück ins Umland von Freiburg pendeln wollen. Aber das ist uns egal. Wir steigen in Freiburg aus und nehmen die Straßenbahn nach Hause.
 
Das war ein echt gelungener Ausflug und Villingen hatte tatsächlich mehr zu bieten, als wir erwartet hatten. Aber wir waren auch froh, dass wir nicht umsteigen mussten. Auf dem Rückweg hätte es da wegen fast 15 Minuten Verspätung echt Probleme gegeben, bei durchschnittlich 5-10 Minuten Umsteigezeit im Regionalverkehr in Südbaden. Schatz hat mit diesem Trip die Kosten für sein 9 EUR Ticket auch schon fast wieder raus :-) Aber kontrolliert wurden wir nicht ein einziges Mal.

Mittwoch, 8. Juni 2022

DIY Challenge #6 - Garten-Spezial - Balkon & Garten (Teil 3)

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Hallo Gartenfreunde! Heute gibt's ein weiteres Update zu unserer Garten-Spezial Do It Yourself Challenge. Heidi und ich wollten wissen, wie die Unterschiede zwischen Balkon-Gärtnern und klassischem Garten aussehen. Und es gibt doch größere Unterschiede als man denken könnte. Nicht nur was Werkzeuge, Platz und Möglichkeiten anbelangt. Aber ein großes Fazit gibt es erst ganz am Schluss :-)
Im ersten Teil habe ich euch meinen Balkon und seine Bewohner vorgestellt. 
Im zweiten Teil gab es ein erstes Update, wie sich in den paar Wochen alles entwickelt hatte. 
Und was hat sich die letzten 6 Wochen so getan? Na, einiges! Aber seht selbst:

Unser Balkon

Die geflickte Sichtschutzmatte hält :-) Die Kästen und Töpfe sind deutlich grüner und üppiger geworden. Zwischenzeitlich mussten wir mehrfach den Boden absaugen - fegen reichte bei den Massen an Blütenstaub in diesem Jahr nicht aus.
Spatzen bedienen sich am Gießwasser und offenbar auch an den reifen Erdbeeren
Die Sitzkissen durften auch raus. Unsere grüne Oase ist wohnlich geworden :-) Wenn wir jetzt noch die rauchenden Nachbarn einsperren könnten, damit wir weder vom Gestank noch von heruntergewehter Asche belästigt werden würden. Das ist echt ekelig. Draußen gegessen haben wir daher noch nicht. Dauernd liegt Zigarettenasche auf dem Tisch :-( Zumindest die Spatzen freuen sich, dass wir nicht oft draußen sitzen. Sie nutzen dann meine Gießkanne als Trinkbrunnen :-D Und so wie es aussieht picken sie auch an den reifen Erdbeeren. Zwei, drei Stück waren nämlich irgendwie "angefessen" :-/


Verbrauch an Erde

Nachdem ich auch endlich die letzten Pflanzen ein- und umgepflanzt hatte, ist von den gekauften 120 Litern Hochbeet-Erde so gut wie nichts mehr übrig. Der Rest wird wohl beim Kartoffeln anhäufeln drauf gehen.

Dünger

Gedüngt habe ich in den letzten 6 Wochen nicht wieder. Das mache ich erst später wieder.
 

Wasserverbrauch

Bei den Wasserspeicherkästen reichte es - auch in der großen Hitze (wir hatten ja schon weit über 30 Grad in Freiburg) - einmal die Woche zu gießen. Die anderen Kästen mussten 2mal die Woche gegossen werden und die Kräutertöpfe alle 2 Tage.
Beim Wasserverbrauch ist mir ein großer Unterschied zu Heidis Garten aufgefallen. Zwar profitiere ich nicht von Regen, der auf natürlichem Wege den Boden wässert, aber dafür kommt mein Wasser fast 100% den Pflanzen zu Gute, da bei mir nichts im Boden einfach so versickert :-)

Dauerbewohner auf dem Balkon

Erdbeeren - haben wie verrückt geblüht und tragen inzwischen Früchte - und zwar viele. Scheint ein super Erdbeer-Jahr zu sein :-) Die ersten konnten wir sogar schon naschen (3 Dessertschälchen voll konnten bisher geerntet werden - nacheinander). Für einen ganzen Kuchen oder ein ganzes Dessert reicht das leider nicht. Dazu habe ich mit 6 Pflanzen einfach zu wenig, da ja die Beeren nicht alle gleichzeitig reif werden.
Fingerhut - blüht wieder wunderschön und hat - wie im letzten Jahr - zwei Stängel gebildet.
 
Mein Kräutergarten mit Minze, Melisse, Rosmarin, Schoko-Minze, Petersilie und Waldmeister macht sich super. Aus den paar Stängeln sind richtige Büsche geworden. Die Petersilie hat einen langen Ausleger bekommen, der auch hübsch geblüht hat. Danach hab ich ihn aber abgeschnitten. Alles andere kommt regelmäßig in die Küche und schmeckt frisch einfach am Besten. 
Petersilienblüte

Basilikumblüte

Basilikum

Kräutergarten
Die Blaubeeren haben super geblüht. Ein wahres Blütenmeer! Jetzt hoffe ich, dass sich auch Beeren ausbilden. Denn aktuell sieht man noch nichts, außer den Beerenansätzen. Erntezeit ist laut dem Schildchen aber auch erst ab Juli/August.
Heidelbeere mit Blüte und Beerenansätzen
Der Bärlauch ist verblüht, hat sich aber noch nicht wieder komplett in die Erde zurück gezogen. Das wird wohl noch ein bisschen dauern.
Und ob die Krokusse sich in der neuen Erde wohler fühlen, sehen wir ja eh erst im kommenden Frühjahr.
Tomaten
Die Buschtomaten sind deutlich größer und Kräftiger geworden. Inzwischen musste ich sie schon am Bambusstab befestigen, damit sie nicht zu krumm werden. Und nur 1-2 Wochen später musste ich die oberen Ausläufer zusätzlich mit einer Schnur an die Sichtschutzmatte binden. Auch ein kleiner Nachteil beim Balkongärtnern - Sonne gibt's nur von einer Seite und die Pflanzen wachsen nun mal immer zur Sonne ;-) Da gibt's schnell auf einer Seite "Übergewicht".
Tomatenblüte am 5. Juni
Ende Mai konnte ich die ersten Tomatenblüten entdecken, die sich Anfang Juni öffneten :-)
Die erste Fuhre Radieschen konnte bereits geerntet werden. Neue habe ich direkt wieder ausgesäht, vorher aber die Erde noch einmal schön gelockert, Wurzelreste der alten Pflanzen entfernt und ordentlich gegossen.

Neue Radieschen wurden am 26.05.22 eingesäht...
 
...und waren nach 1,5 Wochen schon wieder gut gewachsen.

Die Schmetterlingswiese war ein spannendes Schauspiel. Schon nach einer Woche, konnte man das erste Grün aus der Erde kommen sehen. Lustigerweise nur an den äußeren Rändern. Quasi direkt an der Wand des Kastens. In der Mitte blieb alles Erde. Inzwischen ist aber auch die Mitte des Kastens grün und ich bin gespannt, was da mal für Blüten kommen :-)
Schmetterlingswiese
Mit den Kartoffeln bin ich dieses Jahr super spät dran. Die ersten, die ich zum Keimen beiseite gestellt hatte, sind einfach kaputt gegangen, ohne dass sich Keime gebildet haben. Also mussten neue her. Danach hatte ich chronischen Zeitmangel, weshalb ich die Kartoffeln erst am 26. Mai in die Erde gebracht habe!
Endlich die Kartoffeln in der Erde!
So spät war ich noch nie. Ich bin gespannt, ob sie noch was werden. Immerhin ist es hier ja deutlich wärmer, als bei Heidi im Sauerland. Nach 1,5 Wochen kam das erste Grün der Kartoffeln aus der Erde. Ich werde also die Tage das erste Mal die Kartoffeln anhäufeln :-)
Kartoffeln am 5. Juni
Anhäufeln bedeutet, das erste Grün wieder mit Erde zu bedecken, sobald es etwa 10 cm hoch gewachsen ist. In meinem Kübel kann ich die Kartoffeln etwa 2-3 Mal anhäufeln. Das Anhäufeln erhöht den Ernteertrag und sorgt dafür, das die Knollen kein Sonnenlicht abbekommen. Es bleibt also spannend.
 

Wechselnde Bewohner auf dem Balkon

Der Kopfsalat auf dem Saatband ist super angegangen. Ich hoffe nur, dass er auch Köpfe bildet :-)
Kopfsalat
Die eine Pflanze der gekillten Pineberries konnte ich tatsächlich retten. Sie kam ebenfalls in einen eigenen Topf. Ob sie weiter überlebt, werden wir sehen. Und vor allem, ob ich endlich mal Beeren bekomme und nicht nur Blattwerk :-)
Die letzte überlebende Pineberry-Pflanze
Ich habe noch Samen der Pineberries übrig. Diese direkt in einen Kasten zu säen, hab ich aus Zeitmangel dieses Jahr nicht mehr geschafft.
Pineberry am 6.  Juni
Das mache ich dann einfach im nächsten Frühjahr und dann sehen wir ja, ob das was wird. 
Gurkensamen auch endlich gepflanzt!
Da das mit dem Gurken vorziehen ja nicht geklappt hat, kamen die Gurken auch erst Ende Mai - zusammen mit den Kartoffeln - draußen in den Kübel. Ich war gespannt, ob sie direkt aus der Erde und so spät gepflanzt was werden würden, und ob es noch für eine Ernte reichen würde. Laut Beschreibung auf der Tüte sollte es was werden, denn da stand Aussaat bis Mai im Freiland.
Gurken am 6. Juni
Umso erfreuter war ich, als ich nach etwas über einer Woche entdeckte, dass tatsächlich 2 von 3 Gurkensamen sprossen und die Pflänzchen schon satte 3-4 cm aus der Erde lugten! Also, Daumen weiter drücken :-)
Paprika im großen Topf
Die beiden Paprikapflanzen machen sich prächtig. Bisher gibt es keinen Unterschied im Wachstum. Wir erinnern uns: Eine ist in einem großen Topf, die andere in einem kleineren. Bisher tut die Topfgröße also noch nichts zur Sache :-) Ich bin gespannt, ob sich das noch ändert.
Paprika im kleinen Topf
 

Schädlinge & Schädlingsbekämpfung

Schädlinge habe ich seit der Bekämpfung der Blattläuse und weißen Fliegen (Ende März) keine mehr entdeckt. Allerdings toben seit einigen Wochen aber auch Spatzen durch Kästen und Töpfe und es sieht aus, als würden sie Käfer und Co. von den Blättern der Pflanzen picken. Von mir aus gerne :-D
Aussaat am 26. Mai 2022
Ein anderes Problem, dass allerdings nicht direkt was mit dem Balkon zu tun hat ist, dass sich eine Bande von Wespen (ich habe ca. 4-5 Stück gezählt) bei uns am Schlafzimmerfenster häuslich einrichten will. Dauernd fliegen sie die eine Ecke an. Es sieht aus, als würden sie in den Hohlraum der Führungsschiene kriechen! Genau können wir das nicht erkennen. Bei einer konnte man auch sehen, dass sie etwas anschleppte.
Waldmeister am 6. Juni
Ob bereits Futter oder noch Baumaterial war nicht zu erkennen. Zum Glück haben wir ein Fliegengitter davor. Aber das ständige Gebrumme und Gesumme ist am Morgen schon echt nervig. Von daher sind wir seit ein paar Tagen damit beschäftigt, regelmäßig am Fenster zu patroullieren und - wenn sich eines von den Biestern nähert, eine Ladung Insektenspray zu verteilen. Die Häufigkeit der Anflüge hat dadurch schon nachgelassen. Aufgegeben haben die Deppen aber leider noch nicht :-/
 

Aktuell auf dem Balkon

- Minze (1 Topf im Regal)
- Rosmarin (1 Topf im Regal)
- Schoko-Minze (1 Topf im Regal)
- Paprika (2 Pflanzen, 1 im Regal, 1 am Boden)
- Melisse (1 Topf im Regal)
- Petersilie (1 Topf im Regal)
- Radieschen (ca. 16-18 Stück, 1 Kasten)
- Erdbeeren (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- 2 Zierblumen (je 1 Topf am Geländer)
Zweite Blüte der Kapringelblume

- Krokusse (1 Kasten)
- Schmetterlingswiese (1 Kasten)
- Buschtomaten (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- Kopfsalat (5-6 Pflanzen auf Saatband, 1 Kasten)
- Bärlauch (1 Topf)
- Waldmeister (1 Topf)
- gelber Fingerhut (1 Topf)
- Lavendel (1 Topf)
- Heidelbeere (1 Topf)
- Kartoffeln (4 gekeimte Kartoffeln in 1 Kübel)
- Gurken (3 Samen in 1 Kübel)
- Pineberries (1 Pflanze in 1 Topf)
 
 

Mein Experiment für dieses Jahr

Tja, mein "Flaschen-Salat". Was soll ich sagen? Eingepflanzt hatte ich Kopfsalat. Bekommen habe ich eine Salat-Palme. Woran es liegt? Ich hatte keine Ahnung. Aber laut Recherche im Internet stand er wohl zu schattig. Kopfsalat braucht scheinbar viel Sonne, um Köpfe zu bilden.
Kopfsalat?! 🙈😂
Also, frischer Salat schon im "Winter" scheint dann bei uns nicht so richtig zu klappen. Denn im Winter ist es zu dunkel und im Frühjahr wird es in der Wohnung schon zu heiß, um die Rollläden oben zu lassen. Mache ich sie runter, ist es für uns zwar toll, aber für den Salat blöd. Und hier bin ich ehrlich: Mein Wohlbefinden geht vor dem Wohlbefinden des Salates :-D Für die dunklen Monate ist unsere Wohnung nicht richtig ausgerichtet. Ich habe nämlich kein Südfenster zur Verfügung.

Für einmal Flaschensalat hab ich noch Zeugs da. Also, einmal Nährlösung, einmal Substrat. Falls jemand Interesse hat es mal auszuprobieren, meldet euch. Dann schicke ich euch den Rest (samt Flasche, Trichter und Schutzkarton) zum selbst testen im nächsten Frühjahr ;-) Alles was ihr braucht ist kaltes Leitungswasser, Saatgut für Salat (Kopfsalat oder ähnliches) und eine Fensterbank vor einem hellen/sonnigen Fenster (möglichst Südseite).
 
Bei Heidi hat sich im Garten einiges getan. Sie hat ihre kleine Gartenhütte mit einem selbstgebauten Pflanztisch abgestützt und kurz darauf noch fix ein Pflanzen-Regal daneben gezimmert. Außerdem bin ich sehr gespannt, was aus dem Rucola in Kokoserde geworden ist und ob sich bei Heidis Kartoffel-Pyramide schon was getan hat. Sie hatte ihre Kartoffeln ja deutlich früher in der Erde als ich :-D

Ihr wollt auch sehen, was sich bei Heidi in den letzten Wochen alles getan hat? Na, dann kommt doch einfach mit --> KLICK!