Mittwoch, 27. Juli 2022

DIY Challenge #6 - Garten-Spezial - Balkon & Garten (Teil 4)

[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]
 
 
 
Hallo ihr Hobby-Gärtner und Gartenfreunde! Heute gibt es schon ein viertes Update zu unserer Garten-Spezial Do It Yourself Challenge. Heidi und ich waren die letzten Wochen fleißig am werkeln und es gibt wieder ein paar News vom Balkon und Garten.

Im ersten Teil habe ich euch meinen Balkon und seine Bewohner vorgestellt. 
Im zweiten Teil gab es ein erstes Update, wie sich in den paar Wochen alles entwickelt hatte. 
Im dritten Teil habe ich euch meine Pflanzen und Besucher gezeigt, und wie alles richtig gut gewachsen ist.


Unser Balkon

Der Balkon ist zu einer grünen Oase geworden. Links das Kräuterregal und rechts die riesigen Tomatenpflanzen machen optisch echt was her :-) Wir lieben es, dort im Sommer zu frühstücken. Abends sitzen wir auch gerne draußen - außer wenn es zu heiß ist. Das ist dieses Jahr leider viel zu oft vorgekommen ist. Aber bei 35-39 Grad im Schatten kriegen mich keine 10 Pferde nach draußen!
Die rauchende Nachbarin von oben ist immer noch nervig. Wir saugen weiter regelmäßig alles ab - auch wegen der vielen Katzenhaare, auf die Schatz ja hoch allergisch reagiert. Außerdem hab ich angefangen, ihre "Hinterlassenschaften" in einem alten Marmeladenglas zu sammeln (nur das, was bei uns auf dem Tisch landet!). Der Plan ist, ihr dieses Glas mit einem netten Brief vor die Tür zu stellen. Ich hab die Erfahrung gemacht, das der Mensch ein visuelles Tier ist. Manche Leute begreifen eher, was sie machen, wenn man es ihnen vor die Nase halten kann. Die Bitte, sich einen "geschlossenen" Aschenbecher zuzulegen werde ich mit bei schreiben. Dann weht der Wind (zumindest ist das aktuell meine Vermutung) nicht immer alles zu uns runter. Falls sie es direkt zu uns runter aschen sollte, dann sollte man ihr das Gesicht mal ordentlich gegen die Wand knallen. Aber eigentlich macht sie einen vernünftigen Eindruck ;-)
Die Spatzen besuchen uns immer noch regelmäßig. Die eine Dame kommt sogar ziemlich nah an die Balkontür. Wir müssen aufpassen, dass sie sich nicht mal versehentlich ins Wohnzimmer verirrt :-D Auf dem Fensterbrett am Schlafzimmer haben sie auch schon gesessen und neugierig zu uns reingespäht - diese Spanner! Wir haben aber auch schon Hummeln und Bienen gesichtet und irgendein geflügelter Freund hat uns ein aufgebrochenes, leer gefuttertes Schneckenhäuschen da gelassen.


Verbrauch an Erde

Von den gekauften 120 Litern ist nur noch ein klitzekleiner Rest übrig, nachdem ich die Kartoffeln fertig angehäufelt hatte (zweimal ging das, bis der Kübel voll war). 
Waldmeister am neuen Standort

Dünger

Die nächste Runde mit Dünger ist für Ende des Monats vorgesehen - kurz bevor wir in Urlaub fahren. Dann werde ich auch nochmal die Erdbeeren säubern und von den trockenen Blättern befreien.

 

Wasserverbrauch

Beim Thema Wasserverbrauch hat sich nichts geändert. Die Wasserspeicherkästen sind ein Segen und ich kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Lediglich diese Röhrchen, die den Pegel anzeigen, muss man alle paar Jahre mal austauschen. Die scheinen nicht sonderlich UV-beständig zu sein :-/
 

Dauerbewohner auf dem Balkon

Die Erdbeeren haben gut Früchte getragen. Aber sie haben statt nacheinander (wie es eigentlich vorgesehen war), alle gleichzeitig geblüht. So hatten wir zwar eine gute Ernte, aber während andere noch ernten konnten, war bei uns schon alles vorbei. Inzwischen bilden die Pflanzen lange Ranken mit Ablegern und wollen sich vermehren. Vielleicht behalte ich 1-2 junge Pflanzen und setze sie später in separate Töpfe. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, die jungen Pflanzen direkt in den vorgesehenen Topf ranken zu lassen, um dort Wurzeln zu schlagen. Ich hab auch schonmal probiert, sie abzuschneiden und im Wasserglas Wurzeln zu ziehen. Das hat fast nie geklappt. Besser direkt in den vorgesehenen Topf wurzeln lassen und die Ranke zur Mutterpflanze erst kappen, wenn der Ableger kräftig genug ist.
Der Fingerhut ist inzwischen auch verblüht. Ich ließ ihn stehen, bis sich die Samenkapseln voll ausgebildet hatten. Ich habe die Samen geerntet und für nächstes Jahr beiseite gelegt. Ich hab ja gelesen, die Pflanzen seien nur zweijährig. Falls er also nächstes Jahr nicht wieder kommt, kann ich ihn mit den gewonnenen Samen neu einpflanzen :-)
Vom Blütenmeer der Blaubeere habe ich euch letztes Mal berichtet. Meine Hoffnung auf viele viele Blaubeeren haben sich nicht erfüllt. Die meisten Blütenstände sind einfach vertrocknet, ohne dass sich Beeren gebildet haben. Und aktuell habe ich noch immer keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe :-( Lediglich 2-3 kleine Blaubeeren konnte ich ernten. Wegen der vertrockneten Blüten und inzwischen auch Blätter werde ich noch etwas Recherche betreiben müssen. Immerhin weiß ich inzwischen, dass es keine normale Heidelbeere ist, sondern eine Hybride. Eine Mischung aus Kulturheidelbeere und Buchsbaum. Vielleicht taugt das nichts (für den Balkon).
Die letzten Blätter vom Bärlauch sind auch gelb geworden und verdorrt. Die Pflanze hat sich quasi in die Erde zurück gezogen. Ich gieße den Topf gelegentlich mit, mache aber sonst nichts mehr daran. Hoffentlich kommt er im nächsten Frühjahr noch üppiger wieder :-)
Meine Buschtomaten sind zu einer grünen Wand mutiert. Sie haben ordentlich geblüht und tragen inzwischen reichlich Früchte. Damit sie kein Übergewicht bekommen und abknicken, habe ich sie zeitig mit Paketschnur an der Sichtschutzmatte angebunden, weil die Bambusstäbe nicht mehr lang genug waren :-)
Die zweite Fuhre Radieschen habe ich etwas zu lange wachsen lassen. Geerntet habe ich sie erst Anfang Juli - da war aus einem Mini-Rettich ein ziemlicher Ball geworden :-D Super geschmeckt haben sie trotzdem. Nach der Ernte habe ich die Erde wieder schön gelockert und gesäubert und die dritte Runde der roten Leckereien eingesät. Vielleicht klappt die nächste Ernte noch vor dem Urlaub. Ansonsten freut sich unsere Nachbarin :-)
Die Schmetterlingswiese ist in großen Teilen verdorrt. Ob sie zu viel oder zu wenig Sonne abbekommen hat? Zu viel oder zu wenig Wasser? Oder zu viel Zigarettenasche von oben reingerieselt ist? Ich hab absolut keine Ahnung. Vielleicht sind es aber auch nur diese Schädlinge, von denen ich nicht weiß, was genau sie sind. Ich habe im Internet gesucht, aber keine der dort gefundenen Viecher passt wirkich zu denen, die meine Wiese befallen haben.
Die viel zu spät ausgebrachten Kartoffeln im großen Kübel wurden zweimal angehäufelt und haben - dafür dass ich nur 4 Knollen eingegraben hatte - ziemlich saftiges Grün entwickelt.
Das Grün ist allerdings auch extrem schnell wieder verwelkt und geblüht haben meine Kartoffeln gar nicht. Ob das der Hitze oder der späten Aussaht geschuldet ist, weiß ich leider nicht. Ich bin gespannt, ob ich später überhaupt was aus dem Kübel ernten kann.


 

Wechselnde Bewohner auf dem Balkon

Der Kopfsalat wuchs super - sah aber nicht so aus, wie auf der Samentüte oder wie man ihn aus dem Supermarkt kennt. Ernten konnte ich ihn leider nicht. Er war fast erntereif, da kam die erste große Hitzewelle mit 40 Grad im Schatten auf dem Balkon. Er ist komplett verbrannt :-( Ich werde ihn im kommenden Jahr nochmal aussähen und dann den Kasten unten ins Kräuterregal stellen. Da bekommt er etwas weniger direkte Sonneneinstrahlung ab. Vielleicht gefällt es ihm dort dann besser während der heißesten Tage.

Die eine Pineberry-Pflanze ist auch schon gut gewachsen. Allerdings wird sie wirklich nur im Schneckentempo größer. Ob sie den Winter übersteht und im nächsten Jahr Blüten bekommt, wird sich zeigen müssen.
Die Gurken, die ich Ende Mai direkt in den Kübel gepflanzt hatte - weil die Anzucht auf der Fensterbank misslang - sind richtig groß geworden. Und wisst ihr was? Der dritte von drei Gurkensamen ist (mit etwas Verspätung) auch noch aufgegangen und ich hatte tatsächlich 3 Gukenpflanzen im Kübel :-D
Ja, hatte. Denn irgendwas ist passiert und alle drei Pflanzen sind eingegangen. Ich weiß nicht, ob sie zuerst einging und sich dann die Spinnmilben breitmachten oder ob die Spinnmildben die Übeltäter waren. Jedenfalls ist alles hinüber :-( Keine meiner Rettungsversuche und Gegenmaßnahmen hat geholfen.
Inzwischen weiß ich, dass Gurken richtige Sonnenanbeter sind und im Kübel auf dem Balkon eine Rankhilfe benötigen. Daher werde ich das Experiment "Gurke" im kommenden Jahr mit dem erworbenen Wissen definitiv wiederholen :-) Trial and Error war schon immer das, was ich auf dem Balkon gemacht habe, um zu lernen ;-)

Die Paprikas machen sich hingegen prächtig. Die eine, im kleinen Topf, musste ich zwischenzeitlich umsiedeln. Sie wuchs so hoch, dass es ihr im Kräuterregal zu eng wurde. Nun ist sie zum verdorrten Kopfsalat auf den Tisch bei den Tomaten umgezogen und entwickelt sich prächtig.
Die Pflanze im größeren Topf stand lange vor dem Geländer auf dem Boden. Sie wurde etwas "windschief", daher habe ich ihr einen Stützstab verpasst. Außerdem hat sie mit dem Waldmeister die Plätze getauscht. Denn ganz offensichtlich spielt die Größe des Topfes weniger eine Rolle als die Sonneneinstrahlung. Seit die Pflanze im größeren Topf mehr Sonne abbekommt, wächst sie auch deutlich besser als im Dauerschatten vor dem Geländer. Der Waldmeister findet es schattiger wohl auch besser, denn er ist immer noch üppig grün (siehe Bild ganz oben) :-)
Während die Kapringelblume immer wieder neu anfängt zu blühen, ist die Schlüsselblume total hinüber. Sobald ich was passendes für die Halterung am Geländer finde, wird der leere Platz wieder "aufgehübscht" :-)
 

Schädlinge & Schädlingsbekämpfung

Ich habe ein paar wenige Blattläuse an den Erdbeeren entdeckt - und fast gleichzeitig 2-3 Marienkäfer. Daher habe ich nichts unternommen und den Gepunkteten die Arbeit überlassen :-)

Die Wespen in der Führungsschiene des Schlafzimmer-Rollladens konnten wir auch erfolgreich vergraulen. Es waren wirklich noch nicht viele und sie hatten gerade erst mit dem Nestbau begonnen. Es hat zwar 4 Wochen Geduld gebraucht und diverse Tricks (Lavendelduft und zerschnittene Putzschwämme), aber wir sind sie los. Sie haben sich hoffentlich ein geeigneteres Domizil gesucht. Die Streifis besuchen uns dennoch regelmäßig, denn sie klauen sich Baumaterial bei uns, indem sie an der Sichtschutzmatte nagen. Und das ziemlich geräuschvoll :-D 

Grundsätzlich habe ich in diesem Jahr aber so viele "Schädlinge" wie nie zuvor. Spinnmilben, Blattläuse und diesen mir immer noch unbekannter geflügelter Sauger, der sich über meine Schmetterlingswiese hermacht und nicht so gut auf die Gelbfalle reagiert, wie ich gehofft hatte. Als ich früher nur Deko-Grünzeug hatte, konnte ich so eine Art Tabletten in die Erde stecken. Die Pflanzen nahmen das für sie unschädliche Gift auf und sobald sich ein Schädling an ihnen zu schaffen machte, hat er sich vergiftet. Mit meinen Nutzpflanzen kann ich diese bequeme Art der Schädlingsbekämpfung natürlich nicht durchziehen. Seifenlauge und Gelbfallen helfen nur bedingt in diesem Jahr. Ich musste daher bei einigen Pflanzen leider in den sauren Apfel beißen und sie den Invasoren überlassen.


Aktuell auf dem Balkon

- Minze (1 Topf im Regal)
- Rosmarin (1 Topf im Regal)
- Schoko-Minze (1 Topf im Regal)
- Paprika (2 Pflanzen, 1 im Regal, 1 am Boden)
- Melisse (1 Topf im Regal)
- Petersilie (1 Topf im Regal)
- Radieschen (ca. 16-18 Stück, 1 Kasten)
- Erdbeeren (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- 1 Zierblume (1 Topf am Geländer)
- Krokusse (1 Kasten)
- Schmetterlingswiese (1 Kasten)
- Buschtomaten (6 Pflanzen, 2 Kästen)
- Bärlauch (1 Topf)
- Waldmeister (1 Topf)
- gelber Fingerhut (1 Topf)
- Lavendel (1 Topf)
- Heidelbeere (1 Topf)
- Kartoffeln (4 gekeimte Kartoffeln in 1 Kübel)
- Pineberry (1 Pflanze in 1 Topf)
 
 

Mein Experiment für dieses Jahr

Das Experiment mit dem "Flaschen-Salat" auf der Fensterbank ist gescheitert. Dazu könnt ihr in den vorangegangenen drei Teilen lesen.

Wie es in den letzten Wochen bei Heidi gelaufen ist, weiß ich auch noch nicht. Aber ich geh jetzt mal direkt bei ihr gucken. Ihr wollt auch sehen, was sich bei Heidi alles getan hat? Na, dann kommt doch einfach mit --> KLICK!

2 Kommentare:

  1. Obwohl ich einen Garten habe, scheint sich manches einfach nicht zu entwickeln. Meine Gurken entpuppten sich als Zucchini, die Bienenweide als sehr kurzlebig und ging viel zu schnell hoch. Und meine Salate scheinen eine Beetvorliebe zu haben. Meine Kartoffeln sind ähnlich wie bei Dir einfach riesig geworden und fallen nach nach und nach zusammen. Ich bin gespannt was ich da ernten werde. Meine haben auch fast gar nicht geblüht. Ansonsten verbrauche ich deutlich mehr Wasser. Erde habe ich nicht mehr viel gebraucht. Eigentlich nicht der Rede wert.
    Muss aber auch sagen , wenn hier was gedeiht, dann richtig ...oder gar nicht .
    Ich schätze auch mal das es oft zu heiß und zu trocken war.
    Schädlinge ?! ... Manche bekomme ich gar nicht mit , weil ich tatsächlich nicht alles sehe. Da ist der Balkon echt im Vorteil.
    Ansonsten würde ich meinen , haben wir noch eine ganze Menge Zeit bis zum ersten Frost :))
    LG Heidi

    AntwortenLöschen
  2. Ich war früher auch eine Balkongärtnerin und weiß, wie schnell kleine Töpfe und Kästen an heißen Tagen austrocknen können. Unser damaliger Balkon hatte eine Südlage und es wurde dort im Sommer oft unerträglich heiß. An manchen Tagen musste ich dreimal pro Tag gießen. Am besten haben einheimische Pflanzen wie Birke im Kübel und Sonnenblumen die Hitze vertragen.
    Schade, dass Deine Salatpflanzen vertrocknet sind. Vielleicht gedeihen dafür mediterrane Kräuter gut bei Euch? Sie lieben Sonne und Wärme und können auch Trockenheit gut vertragen.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

    AntwortenLöschen