An Tag 7 war leider immer noch nichts mit wandern, daher haben wir nochmal einen Ausflug gemacht. Mit dem Auto ging es ins gut 2 Stunden entfernte Altena.
Altena liegt an der Lenne, die Häuser und Geschäfte wie auf einer Perlenkette entlang des Flusses aufgereiht.
Die Stadt entstand unterhalb der im 12. Jahrhundert begründeten Burg Altena. Den Ort an sich fanden wir ehrlich gesagt jetzt nicht so spannend. Lag vielleicht auch an der Jahreszeit. Viele Geschäfte standen leer und von den verbliebenen waren einige "in den Sommerferien". Es war also mitten in der Woche doch ziemlich tote Hose dort.
Die Bäume am Lenneufer sind komplett aus Metall und werden wohl abends beleuchtet.
Und weil wir Altena an sich jetzt nicht so interessant fanden haben wir uns direkt an die Wegweiser zum Erlebnisaufzug gehalten.
In Altena war die Eisenherstellung schon immer von besonderer Bedeutung. Man fertigte vor allem Draht an. Und die Drahtherstellung bekam sogar eine eigene Skulptur ;-)
Auch Richard Schirrmann bekam eine Skulptur, denn er richtete 1914 die erste ständige Jugendherberge der Welt in der Burg Altena ein.
| Passionsblume in Altena |
Das Erlebnis am Erlebnisaufzug ist nicht der Aufzug, sondern der ca. 95 m lange Tunnel, der dort hin führt ;-) Der ist multimedial ausgestattet und stimmt auf den Besuch der Burg ein. Richtig toll gemacht - vor allem für die kleinen Besucher.
| Teil des Erlebnistunnels |
Die Burg kann man ohne Führung besichtigen. Es gibt einen super ausgeschilderten Rundgang. Man könnte auch irgendwo einen Audioguide bekommen. Wir sind ohne diesen losmarschiert. Begonnen hat die Tour am unteren Tor beim Brunnen. Der geht 43 m tief in den Berg und versorgte damals die Burgbewohner mit frischem Wasser.
Danach ging's ins Kommandantenhaus. Von dort konnte man durch die Fenster auf Altena hinab schauen und auch innen war einiges zu sehen.
| Skelett eines Höhlenbärs |
Der Herr Schirrmann wusste damals schon, das wandern ein "Gesundbrunnen" ist. Zum Glück wurde es aber nicht zur Volkssitte, denn sonst wären die Wälder jetzt ziemlich überfüllt ;-) Aber auch die Idee mit dem Mahnmal des Friedens und Verständigung der Völker war damals sicher ein sehr moderner Gedanke.
Auch die Hausordnung finde ich äußerst modern. Ab 22 Uhr ist Ruhe im Karton. Saufen und rauchen sind verboten und kein offenes Feuer in Räumen mit Strohlagern. Und bitte alles so hinterlassen, wie man es auch vorfinden möchte. Klasse :-) So ist das ja heute noch - naja, bis auf die Sache mit den Strohlagern ;-)
| Gemeinschaftsraum |
| Mädchen-Schlafsaal |
| Die Menschen waren früher wirklich viel kleiner als heute |
Ganz oben gab es dann eine Sonderausstellung zum Fahrrad. Die war auch ziemlich interessant.
| Eingebaute Diebstahlsicherung? :-D |
In der Burgkapelle findet sich eine echte Lutherbibel und eine rustikale alte Orgel.
| Lutherbibel |
| Detail einer Ritterrüstung |
| Belagerungsplan |
In einem Raum ging es um die Eisenproduktion und die daraus resultierenden Umweltprobleme. Ein Beispiel zeigte eindrucksvoll wieviel Holz man braucht um ein kleines Bisschen Eisen zu produzieren.
| Holz, Kohle, Eisen...wahnsinn |
| Kerkerkeller |
| Burgrestaurant |
Da habt ihr einige hübsche Entdeckungen gemacht! Die 1. Jugendherberge, noch richtig mit dem alten Interieur, cool! Und die Metallbäume sind sicher auch an die Draht-Industrie angelehnt und wirken bestimmt cool, wenn sie beleuchtet sind. Und einige wirklich prächtige GEbäude!
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