Mittwoch, 11. September 2024

Sauerland-Urlaub 2024 - Teil 3 - Familienzeit, Spaziergänge & Abreise

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Am 5. Tag unseres Sauerland-Urlaubs wollten wir es eigentlich ganz gemütlich angehen lassen. Denn leider war es immer noch sehr warm und sehr schwül.
Allerdings hatte mich am Abend zuvor eine WhatsApp meines Bruders erreicht, getreu dem Motto: Wenn ihr morgen eh nichts vor habt, könntet ihr dann nochmal kurzfristig Babysitten? Klar, machen wir doch gerne. Solange wir da sind, ist das ja kein Problem. Also doch zeitig aufstehen. Denn mein Bruder musste um 9 Uhr arbeiten. Da sollten die Mädels aus dem Haus sein.
Wir waren von kurz nach 9 Uhr bis kurz nach 11 Uhr mit den Nichten auf dem Spielplatz. Da ich zum Mittagessen kochen abgestellt wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Während Schatz C betreute, pennte L beim Opa auf dem Schoß, während Dicke-Backen-Musik über YouTube lief und ich verschwand in der Küche.
 
Während die kleine Madame an ihrer Flasche nuckelte, wollte die große Madame nicht mitessen. Das Gericht enthielt zu viel Paprika. War also gleichzusetzen mit vergiftet :-D Mein Bruder holte die Kurze irgendwann ab. Die Große wollte aber noch bleiben. Denn, wie versprochen, hatte ich ihr das Häkeln gezeigt und C mutierte innerhalb kürzester Zeit zur Luftmaschen-Queen :-D Irgendwann war es dann aber auch für sie Zeit, nach Hause zu gehen.
Wir machten uns nach dem Abendessen noch auf, meine Mutter auf einer Hunderunde zu begleiten. Von den Temperaturen her war es echt okay. Aber es war dennoch schwül und die Schweiß lief nach kurzer zeit aus allen Poren.
 
Tag 6 stand wieder im Zeichen der Familie. Mein Bruder schneite vorbei, seine Verlobte überreichte uns eine Schachtel Süßkram mit Karte. Voll lieb :-)
Während L und Lucy den Balkon unsicher machten, verbrachte die Große weiter Luftmaschen häkelnd auf dem Sofa und maulte die sich unterhaltenden Erwachsenen an, weil sie sich nicht konzentrieren konnte, wenn alle sabbeln :-D
 
Zum Mittagessen machte Papa uns seine allseits beliebten Saunudeln und nach dem Essen machten wir zu viert einen Spaziergang mit Hundi. Mein Bruder und meine Schwägerin nahmen das kleine Madamchen mit zum einkaufen.
Den Nachmittag ließen wir gemeinsam gemütlich ausklingen und schon wieder war ein Tag vorbei. Wie schnell die Zeit vergeht.
 
Der nächste Tag war der Sonntag. Meine einzig verbliebene Oma feierte ihren 88. Geburtstag. Weil sie am Mittag mit ihren Kindern und deren Partnern zum Essen in ein Restaurant wollte, hatten wir Hundesitting-Dienst. Lucy ist lieb und macht keine Probleme - wenn Frauchen es erstmal geschafft hat, sich heimlich rauszuschleichen. Gar nicht so leicht, denn an diesem Tag halfen nichtmal die liebsten Leckerli zur Ablenkung.
Irgendwann war es aber doch geschafft und wir passten auf den Hund auf. Mittags haben wir uns nur eine Kleinigkeit gemacht und waren danach noch eine Runde mit Lucy draußen. Es hatte über Nacht etwas abgekühlt und endlich konnte man es draußen wieder gut aushalten.

Am Nachmittag - später als erwartet - kamen meine Eltern wieder zurück. Mama übernahm Lucy und wir mussten kurz drauf los, denn am Nachmittag waren die Enkel zu Kaffee und Kuchen bei Oma eingeladen. Während drei meiner Cousins fehlten - der eine war wohl schon zum Mittagessen dabei gewesen - brachte der andere dann doch noch seine Söhne mit. Zum Glück haben die sich an dem Nachmittag echt mal ordentlich benommen. Und lange geblieben sind sie auch nicht, denn sie wollten alle noch zum Oberntorfest. Meine Tante backte zwei Kuchen, die ratz-fatz aufgegessen waren. Nur Kaffee kochen kann sie immer noch nicht. Die Plörre war viel zu stark :-/

Zum Abend hin verabschiedeten wir uns dann alle wieder, um Oma etwas Ruhe zu gönnen. Außerdem wollte mein Bruder ja noch für alle Pizza backen. Die fertigen Pizzen wurde geviertelt und dann wie ein Pizza-Buffet in der Küche aufgebaut. Am Ende war alles aufgegessen und alle waren satt und zufrieden.

An Tag 8 konnten wir dann endlich mal einen längeren Spaziergang machen. Wirklich nur eine kleine Runde. Gerade mal 90 Minuten waren wir unterwegs. Aber besser als nichts war es allemal. Denn an richtiges Wandern war auf Grund der Schwüle ja die Tage zuvor nicht zu denken.
Nach dem Mittagessen machten wir uns auf in die Gelänge und folgten in großen Teilen dem Wanderweg M6.
Bunt blühten die Wiesen im FFH-Gebiet und einige Insekten waren unterwegs. Allerdings auch im Sauerland so gut wie keine Schmetterlinge in diesem Jahr. Wirklich erschreckend. Die einzigen Flattermänner, die wir regelmäßig sahen, waren Kohlweißlinge. Aber Tagpfauenaugen, Zitronenfalter und Co.? Fehlanzeige.

Zum Kaffee waren wir wieder Zuhause und meine Mutter kam auch noch vorbei. Nachdem sie gegen 17 Uhr wieder gegangen war, machten wir uns noch einen gemütlichen Abend und ein weiterer Urlaubstag war vorüber.
Unser letzter richtiger Urlaubstag verlief genauso wie der vorheriege. Ausschlafen, frühstücken, rumgammeln bis zum Mittagessen und nach dem Mittagessen waren wir nochmal rund 90 Minuten unterwegs.
Dieses Mal folgten wir in großen Teilen dem M1 rund um den Kahlen. Ein toller kleiner Spaziergang ohne viel Steigung und zum Glück auch halbwegs im Schatten. Dank Hitzesommern und Borkenkäferplage ist Schatten rund um meinen Heimatort echt Mangelware geworden. Es fehlen inzwischen ganze Wälder.
Vom Weg aus hatten wir einen tollen Blick hinüber zum Spielberg Aventura. Aber dort hätten mich an diesem Tag keine 10 Pferde zum Klettern in der prallen Sonne schleifen können.
Über den Philosophenpfad ging es wieder zurück nach Medebach. Hier entdeckten wir auch das erste Mal ein paar Pilze. Und den letzten noch blühenden Fingerhut.
Sauerland...unendliche Weiden. Das kann man auf den Bildern teilweise auch recht gut erkennen ;-) An diesem Tag war die Luft so klar, dass man sogar den Funkturm in den Kasseler Bergen sehen konnte. Dieser befindet sich etwas oberhalb des Bergparks Kassel-Wilhelmshöhe.
Nachmittags brachte Mama selbstgebackene Schmandwaffeln mit. Die waren wirklich lecker. Als sie wieder nach Hause ging, machten wir uns auch nochmal auf, um meiner Oma noch einen Besuch abzustatten.

Sie erzählte viel von Opa und von früher. Die Trauer ist noch frisch bei ihr. Logisch, die beiden waren über 60 Jahre verheiratet! Jetzt ist sie alleine. 

Später bei Papa fingen wir schon an, einen Teil unserer Sachen wieder einzupacken, denn am nächsten Tag ging es schon wieder zurück nach Freiburg.

Tag 10...Tag der Heimreise. Wir haben ausgeschlafen und gefrühstückt. Ein paar Leckereien aus dem Sauerland durften natürlich nicht fehlen. Mein Bruder hat uns zum Abschied noch ein selbstgebackenes Sauerteigbrot vorbeigebracht und Mama und Lucy kamen auch nochmal kurz vorbei zum Tschüss sagen.
Bevor wir uns Richtung Hessen aufmachten, hielten wir noch bei der Milchtankstelle, um unsere Flaschen mit absolut frischer Milch, direkt vom Hof, zu füllen und ein belegtes Brötchen für die Mittagspause auf der Autobahn durfte auch noch mit. In dieser Bäckerei gibt es noch echte Schnitzel auf's Brötchen. Nicht dieses ominöse Pressfleisch aus dem Kühlregal. Da kann kein Autobahnrastplatz mithalten. Und deutlich günstiger sind sie auch :-)
Auch auf der Rückfahrt kamen wir gut durch. Zuhause wurden direkt die Koffer ausgepackt, die erste Maschine Wäsche lief durch und zum Abendessen haben wir den Lieferdienst bemüht, der uns Salat, Pizzabröchten und Pasta brachte.
Statt einer zweiten Maschine Wäsche wurde die restliche Zeit für Schadensbegrenzung auf dem Balkon genutzt. Die fiesen Spinnmilben hatten sich während unserer Abwesenheit an der Gurke gütlich getan. Eine großzügige Portion Seifenlauge rettet hoffentlich die letzten 3 Gurken. Noch sind sie viel zu klein, um sie zu ernten. Ich hoffe, sie werden noch größer.

Nach dem Urlaub, ist vor dem Urlaub. Wobei der nächste Urlaub sehr arbeitsintensiv werden wird. Denn da wird die Küche renoviert!

Ins Sauerland geht's dann erst wieder an Weihnachten.

1 Kommentar:

  1. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Schade aber auch.
    Wo bei ich das schwüle und viel zu warme Wetter überhaupt nicht vermisse .
    Einen ganzen Teil von eurem Urlaub habe ich mitbekommen . So schön :))
    LG heidi ...die sich aktuell sehr über den Herbst freut

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