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Heute bin ich nach dem Frühstück zu einem großen Spaziergang bzw. einer kleinen Wanderung aufgebrochen. Die Strecke sind wir im Frühjahr schonmal gegangen und so war es für Schatz kein Problem, mich allein ziehen zu lassen, da er ja nichts verpassen würde.
Die Schlossberg Erlebniskarte hatte ich im Frühjahr durch Zufall im Internet beim Surfen entdeckt. Auf ihr sind 2
Touren auf dem Freiburger Schlossberg beschrieben. Ich bin heute die etwas kleinere gelaufen (ca. 8 km waren es am Ende, für die ich etwas mehr als 2 Stunden gebraucht habe, inkl. kurzer Pause).
Auf dem Schlossberg errichteten
die Herzöge von Zähringen im Jahr 1091 das Burghaldenschloss, das dem Berg
seinen Namen gab. Es befand sich dort, wo heute die Ludwigshöhe am Kanonenplatz
ist. Am Fuße des Schlossbergs entstand gleichzeitig die Siedlung, die einmal
die Stadt Freiburg werden sollte. Ludwig XIV. von Frankreich eroberte Freiburg
1677 und beauftragte Sébastien de Vauban (nach ihm ist heute sogar ein Freiburger Stadtteil benannt!) mit dem Ausbau der Festungsanlagen,
welche 1683 vollendet wurden. Und weil es im Laufe der Geschichte so kam, dass die Franzosen mehrfach ihre eigene Festung (in Freiburg) einnehmen mussten, hatten sie darauf natürlich irgendwann keine Lust mehr. Beim letzten Mal haben sie dann ihr eigenes Bauwerk "zu Klump gehauen". Vom Burghaldenschloss und den übrigen Anlagen
blieben also nach der Zerstörung 1744/45 nur Ruinen. Vor 150 Jahren
erschlossen die Stadtväter dann systematisch Spazierwege und Aussichtspunkte.
Oben angekommen folgte ich dem (zuerst)
geteerten Weg nach links oben (direkt gegenüber der Bergstation). Da steht ganz am Anfang, auf der linken Seite, so eine Art "Sonnenschirm" mit eingebauten Bänken. Nach ca. 200 m konnte ich links unter mir, am Hang, das
Redouten-Häusle aus dem 19. Jahrhundert sehen.
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| Redoutenhäusle |
Der Rundweg ist leider nicht ausgeschildert und die Karte aus dem Internet nicht sehr detailliert. Aber man findet den Weg eigentlich recht gut. Man folgt dem Pfad einfach immer weiter bergauf, bis er sich gabelt und folgt dann dem mittleren Weg nach rechts.
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| Hier waren wohl mal Sitzbänke |
Nach ein paar Schritten kommt man dann auch schon in den Kommandantengarten. Der Pfad war, im Gegensatz zum Frühjahrsbesuch, ziemlich mit Brennesseln zugewachsen.
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| Kommandantengarten |
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| Blick auf Freiburg vom Kommandantengarten |
Von dort bin ich dann den oberen Pfad zurück und weiter hinauf, wieder auf den etwas breiteren Hauptweg und rechts hinauf zum Oberen Schloss spaziert. Von dort hat man dann nochmal einen schönen Blick zurück und hinab zum Kommandantengarten.
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| Blick vom Oberen Schloss auf den Kommandantengarten und Freiburg |
Vom Oberen Schloss bin ich dann
links dem Weg mit den Beton-Pollern gefolgt. Dieser markiert den historischen
Verlauf der äußeren Mauer der Festung
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| Der Weg entlang der alten Festungsmauer, rechts die Reste des Grabens |
(man sieht auch rechts vom Weg noch den "Burggraben") und führte mich direkt zu einem etwas versteckten Aussichtspunkt.
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| Alter Grenzstein von 1824 |
Der
Aussichtspunkt war die nordöstliche Bastion der Festung. Von
da oben hat man eine schöne Sicht auf Stegen und das Dreisamtal, zum Feldberg und zum Hinterwaldkopf.
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| Blick auf Stegen und die Schwarzwaldberge |
Die nächste "Station" ist dann das Holzkreuz, welches den Standpunkt der ehemaligen
Festungskirche, der Peterskirche, markiert. Auch der Pfad zum Kreuz war mit Brennesseln und Brombeeren ziemlich zugewuchert, lies sich aber noch einigermaßen gehen.
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| Pfad zur Peterskirche |
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| Ehem. Standort der Peterskirche |
Von der Peterskirche kommt man nach einer Weile zum Fort Carré.
Dort gab es dann wieder eine Infotafel.
Von unserem Besuch im Frühjahr wusste ich, dass es dort eine kleine Aussichtsplatform gibt. Sehen konnte man die aber heute fast gar nicht. Alles zugewaschsen. Den kleinen Trampelpfad hinauf konnte man nur erahnen, wenn man wusste, dass es ihn überhaupt gibt (siehe Foto unten)!
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| Hier war im Frühjahr noch ein Pfad! |
Trotzdem habe ich den Weg hinauf gefunden - auch wenn ich mir dabei an den Brombeeren blutige Beine geholt habe.
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| Aussichtsplattform am Fort Carré |
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| Fort Carré |
Vom Fort Carré konnte ich schon die Kommunikation sehen, durch die es dann auch hindurch ging.
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| Kommunikation |
Von der Kommunikation (mit weiterer Tafel) war es dann nur noch ein Katzensprung bis zum Schlossbergturm, der leider schon seit einer Weile gesperrt ist, da die stützenden Holzstämme vermodert waren. Trotzdem bin ich dort hin, um die nächste Infotafel zu lesen.
Als wir zuletzt im Frühjahr dort oben waren, haben wir uns erst gewundert, wieso der Turm so anders aussieht, bis uns
aufgefallen war, dass die morschen Holzstämme außen herum, abgebaut
waren. Die Aussicht vom Turm könnt ihr aber trotzdem sehen (das Bild im Blog Header!).
Über den Steg am Schwabentor ging es dann hinab in die Freiburger Altstadt und durch's Schwabentor hindurch in die Salzstraße.
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| Schwabentor |
Nach ein paar hundert Metern bin ich nach links abgebogen und über den Augustinerplatz hinab in die Fischerau gestiefelt - ich seh doch das Krokodil so gerne :-)
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| Krokodil in der Gerberau |
Von dort ging es dann vor in die Kaiser-Joseph-Straße (KaJo) mit dem anderen erhaltenen Freiburger Stadttor, dem Martinstor.
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| Martinstor |
Und auf dem Weg zurück, die KaJo runter, hab ich noch kurz am Rathaus halt gemacht.
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| Neues Rathaus |
Wieder zurück in der KaJo ist mir dieses wunderschöne Bild gelungen!
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| Admiral auf der KaJo |
Unter der Woche wäre solch ein Schnappschuss dort echt unmöglich. Die KaJo ist nämlich Freiburg's Haupt-Einkaufsstraße und von Montag bis Samstag total übervölkert. Da hätte der kleine Schmetterling gar keinen Platz zum landen! Oder würde gleich zertreten, der Ärmste. Am Ende der KaJo ist dann wieder die Haltestelle "Siegesdenkmal", wo ich meine Runde beendet habe und mit der Bahn wieder heim fuhr.
An der Haustür dann auch nochmal eine "tierische" Überraschung ;-)
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| Grashüpfer an der Haustür |
Ich war um kurz nach 12 Uhr wieder zurück. Da hatte es sich draußen schon wieder ordentlich aufgeheizt. Den Nachmittag habe ich jetzt in der relativ kühlen Wohnung verbracht. Heute ist es allerdings um einiges windiger als gestern, da lässt sich die Hitze etwas besser ertragen.
Auf dem Schlossberg bin ich eigentlich total gerne. Er liegt mitten in der Stadt, aber es kommt einem so vor, als wäre man weit weg im Wald. Nur an den speziellen Ecken, wie Burghaldering oder Kanonenplatz, merkt man an schönen Tagen die Nähe zur Stadt. Denn dort tummelt sich dann ein Haufen Menschen. Weiter weg, z. B. beim ehem. Oberen Schloss, ist es da schon leerer. Heute morgen war kaum ein Mensch unterwegs. Sogar die vollen Ecken des Schlossbergs waren noch sehr leer. In den hinteren Teilen hatte ich die Wege und den Wald ganz für mich alleine. Es war so ruhig! Nur die Kirchenglocken von rundrum waren zu hören. Das war echt toll!
Oh, da kommen Erinnerungen auf an unseren Besuch mit den Mädels in Freiburg: das Krokodil, die Aussicht oben vom Berg,die Gans(oder war`s ein Ganter?) unten im Park...Danke, Nicky!!!
AntwortenLöschenJa, schön war's. Und bald dann wieder in Frankfurt :-) und es war ein Ganter, der 1944 angeblich die Leute vor den Fliegerbomben warnte ;-)
Löschenoh wie schöööön! Und wieso war mir bisher nicht klar, dass du in Freiburg wohnst??? Freiburg find ich wunderbar, schon als Kind damals bei unseren Schwarzwaldurlauben, dann war ich mal mit Exmann2 und Sohn3 plus Kindergartenfreundin ein paar Tage dort, herrlich, und welchen Spaß die Kinder an den "Bächle" hatten, und dann nochmal vor ein paar Jahren, als ich zur Mutter-Kind-Kur im Schwarzwald war - super Stadt! Und dein schöner Bericht hat sie mir wieder nahe gebracht.
AntwortenLöschenNoch ein Angebot, nicky, wegen der vermaledeiten Captcha-Roboter-Dings-Abfrage: soll ich dir mal beschreiben, wie du einfach auf Kommentarmoderation umstellen kannst? Dann ist für uns das Kommentieren sehr viel einfacher, und die Kommentare werden nur gezeigt, wenn du sie intern freischaltest, also auch ein guter Schutz gegen Spam oder doofe Bemerkungen
Wie ich das umstellen kann, hab ich schon gefunden. Ich hatte nur keine Lust, immer jeden Kommentar freizugeben. Aber bei dir wird er ja auch sofort veröffentlicht, ohne dass ich vorher diesen Test machen muss. Wie hast du das denn eingestellt?! Danke für die Hilfe schon mal :-D Und ja, ich wohne auch gerne in Freiburg (auch wenn's sau teuer ist!). Dabei wollte ich ursprünglich immer in den Norden ;-)
Löschendas klappt derzeit nicht mehr! Ganz von selbst hat sich auch bei mir die bilderauswahl eingeschaltet, und lässt sich partout nicht mehr ausstellen, darum habe ich nach einigen Verzweiflungsanfällen jetzt auf Kommentarmoderation umgestellt, ich gehe ja sowieso jeden Tag in meinen blog wegen meiner täglichen Beiträge, also macht es bei mir nix
AntwortenLöschenAber ich musste bei dir noch nie ein Bild anklicken und meine Kommentare wurden sofort veröffentlicht. Erst gestern noch. Alles irgendwie komisch...
LöschenWOW, bei dem heißen Wetter bist du so weit gelaufen... RESPEKT :)
AntwortenLöschenAber wie immer sehr schöne Bilder!! LG
8 km ist für mich nicht weit. Ein mittelgroßer Spaziergang ;-) Und morgens ging es noch einigermaßen mit der Hitze. Als es richtig heiß wurde, war ich schon wieder Zuhause :-)
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